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Karl-Heinz Calles referiert: „Den Glauben neu deuten“

Die Lupe veranstaltet an diesem Donnerstag, dem 16. Mai, um 20 Uhr in Eupen, Neustraße 93, einen Vortragsabend über das Thema „Den Glauben neu deuten“ mit Karl-Heinz Calles.

Die katholische Kirche steckt in einer tiefen Krise: Glaubensschwund, sexueller Kindesmissbrauch, Priestermangel und immer leerer werdende Kirchen. Deshalb müsste die katholische Amtskirche unbedingt bescheidener, demütiger, einfacher und vor allem transparenter (lückenloses Aufdecken des Kindesmissbrauchs) werden, um erneut an Glaubwürdigkeit zu gewinnen.

Jenseits des Klerikalismus und der Machtstruktur in der katholischen Kirche geht es darum, den Glauben neu zu verstehen und zu deuten. Daran können alle Christen aktiv mitarbeiten. Zudem müssen die Menschen zu den ursprünglichen christlichen Werten zurück: Barmherzigkeit, Fürsorge für die Armen und Ausgestoßenen unserer Gesellschaft, Nächstenliebe usw.

Anmeldung so rasch wie möglich: Tel. 087/ 552719 oder lupe.info@unitedadsl.be. UKB: 5 Euro. Weitere Bildungsangebote: www.lupe.be.

12 Antworten auf “Karl-Heinz Calles referiert: „Den Glauben neu deuten“”

  1. „Zudem müssen die Menschen zu den ursprünglichen christlichen Werten zurück: Barmherzigkeit, Fürsorge für die Armen und Ausgestoßenen unserer Gesellschaft, Nächstenliebe usw.“

    Ich bin ungläubig, dennoch sind diese Tugenden für mich selbstverständlich. Dafür brauche ich keine Religion.

  2. Kritiker

    Zu Logisch:
    Humanistisch gesehen ist das okay.
    Für Gläubige gibt es neben der Nächstenliebe noch die Gottesliebe. Das Neue Testament sollte durch das positive Wirken Jesu von Nazareth für alle Gläubigen eine „Frohe Botschaft“ sein. Den Glauben neu deuten bedeutet dann: Jesus als Leit- und Vorbild für das christliche Leben.

  3. Marcel scholzen Eimerscheid

    Guter Bericht. Alles Richtig. Das Problem ist die Amtskirche und deren Politik. Gekennzeichnet durch Angst vor dem Neuen und dem Beharren auf dem Alten.

    Im Prinzip lohnt es sich nicht mehr, sich den Kopf darueber zu zerbrechen. Nur Druck von aussen kann die Kirchenoberen zum Umdenken bewegen.

  4. DenAhlen

    Interessant, daß ausgerechnet der Herr Calles dazu referiert. Für mich ist er der Sturste aller Kirchenvertreter in der Region. Er hat immer Recht und Andersdenkende liegen falsch, so denkt der Herr Calles. Er hat mir vor einigen Jahren erklärt, dass man für ein Begräbnis keinen Pastor brauche. Weder der Verstorbene noch die Angehörigen bräuchten diesen Beistand! Stattdessen eine Messe pro Monat, für alle Verstorben. Diese Messe braucht der Verstorbene und die Angehörigen dann auch nichtmehr! Und alle anderen Gedächtnis-Messen braucht er dann auch nichtmehr, ist eh alles nur Geschäftemacherei der ach so armen, katholischen Kirche. Und um seinem Monolog zu lauschen soll man noch 5€ berappen? Das brauche ich dann auch nichtmehr! Stattdessen hätte man besser einen Pfarrer genommen, der es noch schafft die Gläubigen zu sich zu rufen. Der wäre die 5€ wer gewesen!

    • Glaubenssache

      Zu „DenAhlen“:
      In der Tat ist das „marode Schiff der katholischen Kirche“ nicht allein durch engagierte Laien zu retten, und Karl Heinz Calles wirkt trotz aller Weltoffenheit bisweilen etwas rigoros, starr und stur. Aber Gedächtnis-Messen sind etwas für Gläubige, die fest an ein geistig-seelisches Leben nach dem Tod glauben. Letztlich ist das Glaubenssache. Wenn ein geliebter Mensch stirbt oder man selbst auf dem Totenbett liegt, dann bietet die christliche Religion Hoffnung und Trost.

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