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Bei Jost Group übernimmt Eric Demonty bis auf Weiteres den Chefposten von Roland Jost

Eric Demonthy. Foto: Jost Group

Eric Demonty übernimmt die Geschäftsführer beim ostbelgischen Transport- und Logistik-Unternehmen Jost Group, das von der Justiz schwer belastet wird (siehe Bericht an anderer Stelle). Der Betrieb befindet sich im Visier der Steuerfahnder. Sein Chef Roland Jost sitzt seit einer Woche in U-Haft in Marche-en-Famenne.

Roland Jost und mehreren anderen Personen werden im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Lkw-Fahrern aus Osteuropa Menschenhandel, Betrug, Geldwäsche und Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen.

Eric Demonty gehört der Firma seit fast 20 Jahren an und war bisher Vertriebsleiter. Er werde den Posten auf unbestimmte Zeit ausüben, hieß es in einer in englischer Sprache verfassten Mitteilung auf der Website des Unternehmens. Damit sollen beim Unternehmen Jost Kontinuität im Service gewährleistet bleiben.

Roland Jost soll seinen Managerposten wieder einnehmen, sobald sich die laufenden Ermittlungen zu seinen Gunsten entwickeln würden, teilte das Unternehmen mit. Nach Angaben des BRF hat der Büllinger Spediteur Berufung eingelegt gegen die Verlängerung seiner U-Haft durch die Ratskammer. Die Entscheidung liegt jetzt bei der Anklagekammer.

„Die Anschuldigungen gegen das Unternehmen und manche leitende Angestellte haben legitimerweise bei den Beschäftigen der Gruppe, Kunden und Partner Zweifel hervorgerufen. Die Mission von Eric Demonty wird darin bestehen, diese zu beruhigen, indem er die Leitung des Betriebs, in Zusammenarbeit mit dem Personal, weiterführt“, so die Mitteilung von Jost Group.

Roland Jost ließ zudem mitteilen, dass er weiterhin mit den Ermittlern zusammenarbeiten wolle und der weiteren Verlauf der Prozedur zuversichtlich entgegenblicke. Jost Group bekräftigte außerdem, dass sich das Unternehmen „in einem äußerst komplexen Umfeld“ an das Regelwerk halte.

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

  1. Nachdenker

    Wenn man zurückdenkt an dem Ursprung dieser Firma , ja das waren noch sehr Goldene Zeiten als Nico Jost noch sein Transportunternehmen voll im Griff hatte . Dieser Mann hatte nie über seine Verhältnisse gewirtschaftet und wusste was er wollte .

  2. Wie sagt man noch so schön,“ Die Letzten beißen die Hunde“ oder …die übrig Gebliebenen….
    Wetten,daß der Boss noch vor Ende Monat wieder Zuhause ist…..Dank seiner guten FREUNDE.

    • Kann im Bereiche des möglichen sein , aber es wird absolut nie mehr wie es war . Viele Prozessen werden dann noch anstehen und wie das alles enden wird , das steht in den Sternen.

    • Klar hat Roland Jost gute Freunde. Er wird jetzt noch ein bisschen sitzen, dann wahrscheinlich den Laden an jemanden anderen für nen Top Preis ubergeben, und RJ wieder als Spitzenangestellter eingestellt, natürlich in Luxemburg. Naja. Wers braucht.

      • Aha, Sie sind ein Mann mit Durchblick, haben dem Staatsanwalt und dem Untersuchungsrichter oder der Ratskammer über die Schulter geschaut, die ganzen Akten studiert und auch schon Ihr Urteil gesprochen. Und kennen auch schon die Gedankengänge von Herrn Jost, was seine Zukunft anbetrifft. Bravo!

        Aber wie ist das mit der Unschuldsvermutung? Alles Kokolores? Wie wäre es, wenn man Sie mal einsperren würde … und hier im Netz sofort ohne Prozess verurteilen würde?

        • Da haben Sie vollkommen Recht! Allerdings sind unsere belgischen Steuerbehörden nicht gerade dafür bekannt Schnellschüsse zu machen, eher das Gegenteil ist der Fall! Die würden keine so grosse Aktion starten wenn es nicht ausreichend Indizien für einen Betrug gäbe. Das letzte Wort spricht natürlich der Richter.
          Ich gebe den EifelEr auf Recht: Wenn es schlussendlich zu einer Verurteilung kommt, dann ändert der Besitzer, das Kind bekommt einen neuen Namen … aber an den Praktiken wird sich nichts ändern, weil die derzeitige Gesetzeslage es ja zulässt (bis zu einer bestimmten Grenze).

          • Hotte hat vollkommen Recht. Wenn die Leute der Steuerbehörde auf einmal vor der Türe stehen und nach den 55 Milliönchen fragen, dann sollte man sich langsam fragen Stellen.. Diese Behörde reagiert nicht bei den ‚kleinen“ Fischen. Die sahnen weiter ab.
            Aber diese 55 Mio. kann der Staat prima andersweitig aus dem Fenster schmeissen. So sieht’s aus.

        • Was bedeutet Unschuldsvermutung, wenn der Mann trotzdem in U-Haft sitzt? Wieviel bekommt der dann vom belgischen Staat für diese „Freiheitsberaubung“, falls er wirklich unschuldig ist? So unschuldig ist man doch nicht, wenn man schon einsitzen muss, oder?

  3. Wenn die derzeitige Gesetzeslage es zulässt, gibt es auch keine Verurteilung…..

    Zusätzlich zu den Gedanken des Herrn Jost, dem Aufbau einer Gruppe mit über 2.000 Mitarbeiten, der europäischen Regelungen im Transportwesen, der Daseinsberechtigung aller Firmen mit Sitz in Luxemburg, den Nachfolgeregelungen in Gesellschaften, weiss das Universalgenie EifelEr auch noch genauestens Bescheid, ab welchen Fischen die Steuerbehörde aktiv wird.
    Ostbelgien kann wirklich Stolz auf solche Leute sein !

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