Gesellschaft

IPhone 14 Luxus pur: Preise von 999 bis 2.099 Euro

07.09.2022, USA, Cupertino: Das neue iPhone 14 ist nach dem Neuheiten-Event auf dem Gelände der Konzernzentrale Apple Park zu sehen. Foto: Andrej Sokolow/dpa

In diesem Jahr muss Apple mit seinen neuen iPhones nicht nur gegen die Konkurrenz antreten, sondern auch möglichem Gegenwind durch die schlechtere Konjunktur Rechnung tragen. Zugleich müssen Kunden in Europa zum Teil deutlich tiefer in die Tasche greifen.

Apple verpasst seinen neuen iPhones vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft gleich mehrere Neuerungen – tischt europäischen Käufern mit dem starken Dollar aber zum Teil saftige Preissteigerungen auf.

Zu den Innovationen gehört neben der Möglichkeit, Notfall-Nachrichten per Satellit abzuschicken, ein ständig aktives Display bei der teureren Pro-Version des iPhone 14. Die Produktpalette seiner Computer-Uhren baut Apple mit einer größeren und robusteren Apple Watch Ultra aus, die vor allem für Extremsportler und Abenteurer gedacht ist.

07.09.2022, USA, Cupertino: Eine Person hält ein neues iPhone 14 Pro bei einer Apple-Veranstaltung auf dem Campus des Apple-Hauptquartiers. Foto: Jeff Chiu/AP/dpa

Notfall-Nachrichten per Satellit können Leben retten, wenn Menschen in Gegenden ohne Mobilfunk-Empfang in Gefahr geraten. Im Moment benötigt man dafür spezielle Telefone mit größeren Antennen. Apple integrierte dagegen beim iPhone 14 ein hauseigenes System zur Verbindung mit Satelliten in die herkömmlichen Gehäusegrößen.

Allerdings bleibt die Verbindung eine technische Herausforderung, wie der Konzern bei der Präsentation am Mittwoch einräumte. So müsse das iPhone direkt auf den Satelliten gerichtet sein, und die Übermittlung könne einige Sekunden oder mehrere Minuten dauern. Da die Satelliten nicht mit bloßem Auge sichtbar sind, bekommen die Nutzer Hilfe zur Ausrichtung der Geräte mit einer Grafik auf dem Bildschirm. Die Funktion wird zunächst nur in den USA und Kanada verfügbar sein und für Käufer eines iPhone 14 die ersten zwei Jahre kostenlos bleiben.

In einem radikalen Schritt werden die US-Versionen des iPhone 14 zudem gar keinen Schacht für eine physische SIM-Karte haben, sondern setzen komplett auf eine umprogrammierbare eSIM.

Bei den teureren Pro-Modellen des iPhone 14 kann das Display ständig anbleiben. Das schafft zum Beispiel neue Möglichkeiten für Anwendungen auf dem Homescreen, die Informationen in Echtzeit anzeigen – etwa Live-Stände bei Sportereignissen. Die Pro-Geräte bekommen zudem eine verkleinerte Display-Aussparung für Selfie-Kamera und Gesichtserkennung sowie einen 48-Megapixel-Sensor im neuen Kamerasystem, der unter anderem für bessere Bilder bei schwierigen Lichtverhältnissen sorgen soll.

07.09.2022, USA, Cupertino: Apple-Chef Tim Cook steht mit einem neuen iPhone 14 beim Neuheiten-Event auf dem Gelände der Konzernzentrale Apple Park. Foto: Andrej Sokolow/dpa

Das alles hat seinen Preis: Die neuen Geräte werden quer durch die Bank teurer als ihre Vorgänger. Das Grundmodell des iPhone 14 kostet 999 Euro gegenüber 899 Euro beim iPhone 13. Die Preise für das iPhone 14 Pro fangen nun bei 1.299 Euro statt zuvor 1.149 Euro an. Beim größeren Pro Max sind es jetzt mindestens 1.449 Euro statt zuvor 1.249 Euro. Und das teuerste iPhone, das Pro Max mit einem Terabyte Speicher, kostet nun 2.099 Euro – 250 Euro mehr als beim iPhone 13. In den USA reagierten Analysten indes zum Teil erstaunt darüber, dass die Preise für den heimischen Markt unverändert blieben.

Das iPhone ist das mit Abstand wichtigste Produkt von Apple. Verkäufe des Geräts bringen rund die Hälfte der Konzernerlöse ein. Außerdem spielt es eine Schlüsselrolle für den Absatz anderer Technik wie Uhren und Ohrhörer sowie für Dienste wie Apple Music.

Der globale Smartphone-Absatz war in den vergangenen Monaten unter anderem wegen Konjunktursorgen und höherer Inflation geschrumpft. Doch die beiden größten Anbieter Samsung und Apple konnten sich von dieser Entwicklung abkoppeln und mehr Telefone verkaufen.

07.09.2022, USA, Cupertino: Eine Person hält ein neues iPhone 14 Pro bei einer Apple-Veranstaltung auf dem Campus des Apple-Hauptquartiers. Foto: Jeff Chiu/AP/dpa

Insbesondere bei teureren Smartphones baute Apple seine Führung aus. Im ersten Halbjahr machten iPhones rund zwei Drittel der verkauften Computer-Handys zum Preis von mehr als 600 Dollar aus, wie die Analysefirma Canalys errechnete. Und das iPhone 13 sei das meistverkaufte Smartphone-Modell gewesen.

Insgesamt steigerte Apple demnach den iPhone-Absatz im ersten Halbjahr um 8 Prozent auf 106 Millionen Geräte und kam damit auf einen Marktanteil von 18 Prozent, den höchsten seit Jahren.

Eine zentrale Frage für viele Marktbeobachter ist, wie robust diese Nachfrage bleiben wird, wenn das frei verfügbare Einkommen unter anderem durch steigende Energiekosten schrumpft. Bisher lief Apples Geldmaschine weiter auf Hochtouren – und im Weihnachtsquartal macht der Konzern traditionell seine besten Geschäfte. So verbuchte Apple in dem Vierteljahr Ende 2021 einen Rekordumsatz von 123,9 Milliarden Dollar und 34,6 Milliarden Dollar Gewinn. Analyst Tony Sacconaghi von der Finanzfirma Bernstein glaubt, dass der durchschnittliche iPhone-Verkaufspreis um 10 bis 15 Prozent steigen könnte. (dpa)

15 Antworten auf “IPhone 14 Luxus pur: Preise von 999 bis 2.099 Euro”

  1. Ich brauche kein Handy. Wenn man es geschickt anstellt und sich in die Nähe eines Sendemastes begibt, reichen zum Telefonieren die Chips, die ich mit der Covid-Impfung gespritzt bekommen habe.

  2. ….
    In einem radikalen Schritt werden die US-Versionen des iPhone 14 zudem gar keinen Schacht für eine physische SIM-Karte haben, sondern setzen komplett auf eine umprogrammierbare eSIM.
    …..
    Macht die Benutzer noch kontrollierbarer! Die Dinger werden zur elektronischen Fussfessel und keiner bemerkt es….

    • Assistierte

      „Macht die Benutzer noch kontrollierbarer! Die Dinger werden zur elektronischen Fussfessel und keiner bemerkt es….“

      Die meisten schreien doch danach, wollen permanent assistiert werden, können nicht anders, einfach andere für sich denken lassen.

  3. 9102Anoroc

    Früher waren die Mitarbeiter der Notdienste mit einem Pieper ausgestattet.
    Heute ist jeder im Glauben beim Notdienst beschäftigt zu sein um 24 Stunden am Tag 365 Tage im Jahr einsatzbereit sein zu müssen.
    Wer es mag, kann das ja machen.
    Manchen fehlt die Information, dass man unsere Funkgeräte namens Smartphone auch ausschalten kann.
    Noch dürfen wir das .
    Die Frage ist – wie lange besteht diese Möglichkeit noch ? –
    Wenn in Zukunft mitten in der Nacht die Geräte Alarm schlagen um uns Werbung zu präsentieren , für Produkte die durch unser vorheriges verräterisches Surfverhalten von Interesse gewesen ist , muss man sich dann auch nicht wundern.

    Mein Tipp :
    Stopfen ins Waschbecken, bis zum Rand mit Wasser füllen, Smartphone hineingeleiten lassen . 😉
    Schlecht ist :
    Wenn man ein völlig wasserdichtes Smartphone erfindet?
    Oder schon besitzt.

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