Politik

Internationaler Karlspreis zu Aachen für Mario Draghi – „Mit Entschlossenheit Großes für Europa geleistet“

17.09.2024, Frankreich, Straßburg: Mario Draghi, ehemaliger Ministerpräsident von Italien und ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), steht im Plenarsaal des Europäischen Parlaments und spricht. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Für historische Verdienste um die europäische Einigung wird der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, mit dem Karlspreis 2026 ausgezeichnet. Mit dem ehemaligen italienischen Regierungschef ehre man eine Persönlichkeit, „die zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit Großes für Europa geleistet hat“, begründete das Karlspreis-Direktorium seine Entscheidung.

Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als wichtigste Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einigung. Er wird traditionell am Himmelfahrtstag verliehen, dieses Jahr am 14. Mai.

Das Direktorium hob unter anderem den 2024 von Draghi veröffentlichten und nach ihm benannten Report zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit hervor. Draghi hatte darin gemahnt, dass die Europäische Union dringend innovativer werden müsse, wenn sie nicht den Anschluss an konkurrierende Wirtschaftsmächte wie die USA und China verlieren wolle. Das Karlspreis-Direktorium schließt sich dieser Einschätzung an.

Die Karlspreis-Medaille. Foto: Federico Gambarini/dpa

„Die Lage ist dramatisch“, schrieb es in seiner Begründung. „Europa droht zum Spielball anderer Mächte zu werden.“ Seine Handlungsfähigkeit könne Europa nur sichern, wenn es wettbewerbsfähiger werde. Wirtschaftliche Stärke sei die Basis für alles andere.

Draghi (78) selbst hatte sich kürzlich ernüchtert über den Stand der bisherigen Umsetzung seiner Empfehlungen geäußert. „Die Schwachstellen nehmen zu“, konstatierte er in einer Rede in Brüssel. Vor diesem Hintergrund bezeichnete das Direktorium die Zuerkennung des Karlspreises an Draghi zum jetzigen Zeitpunkt als „ein bewusst gesetztes“ Signal an die Entscheidungsträger in Brüssel: „Wir fordern die Europäische Kommission und europäischen Staats- und Regierungschefs auf, jetzt den Draghi-Report umzusetzen“, so das Karlspreis-Direktorium.

– Adenauer und Churchill unter ersten Preisträgern: Der Karlspreis war kurz nach dem Zweiten Weltkrieg von Aachener Bürgern gestiftet worden. Er ist nach Kaiser Karl dem Großen benannt, dessen Frankenreich sich im Frühmittelalter über weite Teile Westeuropas erstreckte und der deshalb manchmal als „Vater Europas“ bezeichnet wird. Seit vergangenem Jahr ist der Karlspreis mit einem Preisgeld von einer Million Euro verbunden, gestiftet von einem Aachener Ehepaar. Dieses Geld soll proeuropäischen Projekten zugutekommen.

Zu den ersten Preisträgern gehörten Bundeskanzler Konrad Adenauer (1954) und der ehemalige britische Premierminister Winston Churchill (1955). Im vergangenen Jahr ging der Preis an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Der letzte Italiener, der den Preis erhielt, war 2009 der Friedensvermittler und Gründer der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio, Andrea Riccardi. (dpa)

Die letzten zehn Preisträger des Karlspreises

2016: Papst Franziskus – für seine Botschaften von Frieden, Barmherzigkeit und Solidarität in Europa.

2017: Timothy Garton Ash – britischer Historiker und Publizist, ausgezeichnet für seinen Einsatz für Freiheit und Toleranz.

2018: Emmanuel Macron – Präsident Frankreichs, gewürdigt für seine Vision eines erneuerten europäischen Projekts.

14.05.2023, Nordrhein-Westfalen, Aachen: Wolodymyr Selenskyj (vorne), Präsident der Ukraine, kommt mit Sibylle Keupen (parteilos, M), Oberbürgermeisterin von Aachen, zur Verleihung des Karlspreises in den Krönungssaal des Rathauses. Foto: Ina Fassbender/Pool AFP/dpa

2019: António Guterres – Generalsekretär der Vereinten Nationen, ausgezeichnet für seine internationale Zusammenarbeit und europäische Werte.

2020/2021: Klaus Iohannis – Präsident von Rumänien, geehrt für seinen Einsatz für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.

2022: Sviatlana Tsikhanouskaya, Maria Kalesnikava und Veronika Tsepkalo – belarussische Oppositionelle, ausgezeichnet für ihren Einsatz für Freiheit und Menschenrechte.

2023: Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk – für ihren Mut und ihre Standhaftigkeit im Widerstand gegen russische Aggression.

2024: Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa – ausgezeichnet für ihren Dialog und ihre Rolle in Europa.

2025: Ursula von der Leyen – Präsidentin der Europäischen Kommission, geehrt für ihren Beitrag zur Einheit Europas.

2026: Mario Draghi – ehemaliger Präsident der Europäischen Zentralbank und italienischer Ministerpräsident, ausgezeichnet für seine Verdienste um die europäische Einigung.

43 Antworten auf “Internationaler Karlspreis zu Aachen für Mario Draghi – „Mit Entschlossenheit Großes für Europa geleistet“”

  1. Bei Orden für Politiker habe ich immer das Bild der 1. Mai Parade der UDSSR in Moskau vor Augen wo eine Gruppe alter Männer so ordensgeschmückt da standen dass sie fast das Gleichgewicht verloren. Das Nächste was mir einfällt sind die Karnevalisten die ebenfalls mit Orden behangen sind bis der Nackenmuskel schmerzt. Der Karlspreis ist etwas dazwischen, zwischen sich selbst beweihräuchernden Politikern und einer Karnevalsveranstaltung. Wer den Quatsch ernst nimmt will die wirklichen Probleme nicht sehen.

  2. Wenn Supermario mit dem Ordensklimbim nach Hause fliegt, macht er nen kleinen Abstecher nach Mar-A-Lago. Sehe Donald schon, wie er sich das Klimbimzeugs selbst um den schlanken Hals wickelt.
    Und noch en Orden. 😇👍🙈🤣🤮

  3. Pierre II

    Da bin ich ehrlich gesagt enttäuscht. Der Internationale Karlspreis für Mario Draghi? Zu viel Sachverstand, zu wenig Chaos. Viel naheliegender wäre doch Donald Trump gewesen – kaum jemand hat Europa so zuverlässig zusammengeschweißt wie er. Gemeinsame Werte, gemeinsame Regeln? Schön und gut. Aber gemeinsame Kopfschüttel-Momente verbinden eben noch mehr.

    Vielleicht ist der Plan ja ein anderer: Draghi nimmt den Preis entgegen und schenkt ihn anschließend weiter. Frei nach dem Motto: Danke für deinen unfreiwilligen Beitrag zur europäischen Einigkeit.

    Der eine stabilisiert Europa, der andere liefert Anschauungsunterricht, warum es diese Stabilisierung überhaupt braucht. Am Ende passt es also doch – nur eben nicht so, wie manche es erwartet hätten.

  4. Hugo Egon Bernhard von Sinnen

    Wenn er den Preis dann in Händen hält, wird er mit dem Gedanken spielen, dass er ihn überhaupt nicht verdient hat und und den Preis später, der Ursula überreichen sollte. 🥴
    Ja kann sein, dass ihr eine ähnliche Geschichte letztens gehört habt ;-)

      • Hugo Egon Bernhard von Sinnen

        5/11. Ach sie sind im Glauben ich wüsste nicht dass VDL den letzten erhalten hatte?
        Ich bin aber davon ausgegangen, dass sie auch zwei Beine hat. Weshalb also nicht auch zwei Münzen?
        Passt schon, die andere ist ja schon drin.
        Wenn man den nur einmal erhalten darf, spielt es ja keine Rolle, welcher selbstbereucherungskobold diesen erhält, oder mehrfach erhält. Ehrliche Personen erhalten in eh nicht.

        Beim Friedensnobelpreis verhält es sich anscheinend neuerdings ähnlich. Da Trump jetzt seinen hat, lauert er sicher schon auf den nächsten. Der hat sich die Sache allerdings jetzt endgültig selbst versaut
        und wird wahrscheinlich nie einen Friedensnobelpreis offiziell erhalten.
        Vielleicht hat er Chancen beim Ü-90 Schönheitswettbewerb, wenn er seine Geburtsdatum im Perso fälschen lässt, oder einfach abwartet.

        Es würde mich freuen, wenn Sie sich erst nach dem Winterschlaf wieder melden.

        • Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen.
          Sicherlich nimmt das Patentieren der wirklich genialen motorisierten Vorrichtung zum Anlegen von Schneeketten viel Zeit in Anspruch und man kann dann nicht immer auf dem Laufenden sein.😉

  5. Guido Scholzen

    Mario Draghi wurde berühmt für seinen „Whatever it takes“-Klaf zur Rettung des Euro. nun frage ich mich schon lange, ob es mehr genutzt hat oder doch langfristig geschadet hat.

    • Guido Scholzen, nennen Sie das nicht Klaff. Mario Draghi war ein Banker in höherer Position bei Goldman Sachs. Die holen sich keinen Nicht-US-Amerikaner, wenn er nicht außergewöhnlich kompetent wäre. Und er weiß auch, was Spekulanten können. Sein Bericht zur Deindustrialisierung Europas ist sicher richtig – ich kenne in nicht, also die Details – aber es steht sicher drin, was Dax hier immer bemängelt. Ich fürge hinzu, ja, wir haben einen Markt von ein paar hundert Einwohnern, aber oft genug bleiben neue Unternehmen an den Reglementierungsbarrieren der Nationalstaaten oder auch nur deren Einkaufsgewohnheiten hängen. Facebook – das ich persönlich verabscheue – hätte es europäisch nie gegeben.

    • Joseph Meyer

      @Guido Scholzen
      Ich fände es sehr lobenswert, wenn Sie und Andere, z.B. @Der Alte, @WK, @Mensch, etc, Sich mit der wahren Natur und Aufgabe des Euro und der EZB befassen würden. Und dann in die Tiefe bis 1913, der Unterzeichnung des „federal reserve act“ und der Gründung der Federal Reserve forschen würden.
      Zur Erinnerung: Beim Euro handelt sich um eines der privaten Kreditgelder der Federal Reserve Banken, mit der Rothschildgruppe m.E. an der obersten Spitze der Machtpyramide; das betrifft also Macron, als direktem Befehlsempfänger, ebenso wie Goldmann Sachs, also Mario Draghi, BlackRock, also Merz, usw., usw. .
      Die Agenda des WEF, „Ihr werdet Nichts besitzen und ihr werdet (angeblich) glücklich sein, die Eine Weltregierung, die „CBDC“, Central Bank Digital Currency, mit Abschaffung des Bargelds, der DSA, Digital Services Act, das Sozialkreditsystem nach chinesischem Muster, die WHO als Todesengel in Gesundheitsfragen, usw., All das wird nach und nach eingeführt, mit der EU als dazu passend umstrukturiertem Werkzeug.
      Sie werden feststellen müssen, dass diese Pläne keine Verschwörungstheorien sondern eine echte Verschwörung sind … !

      • Wissen macht ah!

        Der Satz „Ihr werdet nichts besitzen und ihr werdet glücklich sein“ ist eine zugespitzte, oft aus dem Zusammenhang gerissene Formulierung, die auf ein Bild des Weltwirtschaftsforums (WEF) aus dem Jahr 2016 zurückgeht, das die Zukunftsvision von 2030 skizzierte, wobei der Originaltext von 2016 (nicht 2024/2025) die Idee eines „Shared Economy“-Modells (geteilte Nutzung statt Eigentum) im Kontext nachhaltigerer Wirtschaftskreisläufe beleuchtete und nicht die Abschaffung des Privateigentums forderte, wie es in Verschwörungstheorien dargestellt wird. (Quelle: KI)

  6. Joseph Meyer, Ihrem Venntaler und dem DG-Parlament traue ich aber auch nicht. Mit dem Thema habe ich mich seit der Griechenlandkrise beschäftigt. Der digitale Euro entmachtet doch die Privatbanken. Geldschöpfung nur noch durch die EZB, wenn das bis zum Ende durchgezogen wird. Die jetzigen Pläne deckeln den Kontostand und solch ein Konto kann nur durch Überweisungen aus den Privatbanken und aus anderen digitalen EZB-Konten gespeist werden.

    • Joseph Meyer

      @WK
      Der Digitale Euro wird doch auch von den Privatbanken per Kreditvergabe erschaffen, und kann dann noch wesentlich stärker zu ihrem Vorteil genutzt werden, denn jetzt gibt es ja noch das Bargeld. Wenn das Bargeld abgeschafft sein wird, haben die privaten Banker die totale Kontrolle über uns, weil sie jederzeit unser Konto sperren können, und wir dann keinen Zugang zu unseren Geld auf dem Konto mehr hätten! So ist es doch vor wenigen Tagen Jacques Baud in Brüssel ergangen!
      Die EZB handelt ausschließlich im Auftrag der privaten Systembanker, und diese beherrschen das Kreditgeldsystem. Die EZB vergibt nicht selber Kredite und sie erschafft also kein Geld!
      Im Internet, z.B. bei Wikipedia, ist der Satz „Der Digitale Euro wird von der EZB herausgegeben“ eine einzige Verarsche der Bevölkerung! Die EZB bringt den Digitalen Euro lediglich in Umlauf, genauso wie aktuell das Buchgeld auf Ihrem Bankkonto. Die EZB erschafft auch keine Banknoten (Bargeld), und lediglich das Münzregal, die Erschaffung der Münzen, befindet sich noch in der Macht der EZB-Mitgliedstaaten, aber durch die EZB streng in der Höhe begrenzt, wo kämen wir denn sonst hin …! Das Erschaffen von Geld, Digitalem Geld oder Banknoten/Bargeld ist immer Sache der privaten Geschäftsbanken in Abhängigkeit von den privaten Systembanken! Auch die EZB hängt komplett von den Systembanken ab!
      Die ganze Geldfrage wird bewußt kompliziert gehalten und sogar an den Unis nicht korrekt unterrichtet! Vor allem der Trick mit ihrem Zinseszinssystem muss streng geheim bleiben …, daran hängen die Milliarden Gewinne jedes Jahr!
      Können Sie Ihre Quellen zu Ihrer Information über die EZB nennen, bitte, ich denke da stimmt hinten und vorne Nichts!
      Der Venntaler, so wie alle parallelen Regionalwährungen, wäre eine private Genossenschaftsinitiative welche den großen Vorteil einer Vermeidung der Verschuldung durch Zins- und vor allen durch Zinsrszins hätte bzw. hat.
      Wobei die Anzahl der beteiligten Marktteilnehmer eine entscheidende Größe darstellt: Wenn der belgische Staat eine eigene, zinsfreie Zusatzwährung, parallel zum Euro, herausgeben würde, könnte die Möglichkeit einer Teilzahlung der Steuern mit dieser Währung eingerichtet werden, um so die allgemeine Akzeptanz der Parallelwährung in Belgien zu steigern. Ein zusätzlicher Anreiz könnte die Austeilung einer erfolgsgebundenen, individuellen Prämie sein … . Diese Modalitäten könnten von den staatlichen Finanzexperten der Nationalbank festgelegt werden.
      Alle wirtschaftlich-finanziellen Transaktionen mit dem Ausland würden natürlich weiter in Euro erfolgen.
      Der besondere Wert einer lokalen Regionalwährung liegt auch darin, dass die Bevölkerung sich gedanklich mit dem Geldsystem befasst! Sie kennen doch wahrscheinlich den Satz von Henry Ford: „Würden die
      Menschen die Ausbeutung durch das Kreditgeldsystem der privaten Geschäftsbanken verstehen, dann hätten wir noch vor morgen früh eine Revolution!“, und recht hätten Sie!

      • Nur soviel, das Geld ist schon lange „digital“, der aktuelle! Anteil vom Bargeld an der Geldmenge im Umlauf beträgt 10%, der des Giralgeldes hingegen 90%. Das was die Leute als „Bargeld“ ansehen ist nur buntes Papier, versteht aber keiner. Das „Bargeld“ wurde zusammen mit dem Bankgeheimnis in den 90.er Jahren abgeschafft. Wie gesagt, versteht keiner….

        • Wissen macht ah!

          Danke, Dax, für die Aufklärung! Dass die bunten Scheine eigentlich gar nichts wert sind, konnte keiner ahnen. Aber, Dax, wissen Sie denn auch, wieso die bunten Scheine dennoch als Zahlungsmittel funktionieren? Dazu genügt ein einziges Wort.

        • Joseph Meyer

          @Dax
          Die Tatsache, dass Bargeld nur noch 10% der Geldmenge im Umlauf ausmacht hängt ausschließlich an unserer Entscheidung. Es gibt kein nationales Gesetz, und auch der EU- Vertrag von Lissabon sagt Nichts dazu, dass Bargeld gegenüber Buchgeld zurückzustellen wäre! Wenn Sie bei einer Kreditanfrage das Geld in Banknoten haben möchten, dann kann ihre Bank das bei der EZB beantragen und Ihnen dann den Kredit in Bar aushändigen! Und das Bargeld wurde nicht abgeschafft, wie kommen Sie zu dieser Ansicht?! Im EU-Vertrag von Maastricht wurde die Geldschöpfung per Kreditvergabe durch private Geschäftsbanken im EU-Raum verankert und damit die Ausbeutung der Bevölkerung durch die Systembanker abgesichert!
          Je weniger sich die Bevölkerung für diese zentralen Geldfragen interessiert, um so einfacher wird die Manipulation der Menschen und der Regierungen durch diese Leute!

          • Joseph Meyer, Chirurgen verdienen offenbar so viel, dass sie nie Kredite aufnehmen müssen. Die Kredit gebende Bank gibt dem Kreditnehmer das Geld so wie sie will. Der Kreditnehmer muss auch Sicherheiten aufweisen. Beim Autokauf kriegt der Händler wohl das Geld direkt – auf sein Konto. Beim Hausbauen kriegt man das Geld auf sein Konto, aber nur nach und nach wie man Rechnungen vorweisen kann und die Bank könnte sogar kontrollieren kommen. Der Staat kein Bargeld mehr heraus und nimmt keins an, ein Bankkonto ist Pflicht. Der Maastricht-Vertrag verbietet der EZB den Staaten Geld zu leihen, sie müssen sich an die privaten Banken wenden. Er kümmert sich nicht um die Kredite von Privatleuten.

      • Joseph Meyer, zuerst haben wir beide digital und Digital verwechselt. Das, woran die EZB derzeit arbeitet, ist der Digitale Euro. Ansonsten kann man für digital, giral setzen. Wie immer vermischen Sie einiges. Wenn das Bargeld durch den Digitalen Euro abgeschafft ist, ist die EZB und sonst niemand Herr über unser Geld. Das Digitale Konto ist doch bei der EZB. Sie könnte das Konto sperren. Dass private Banken Konten sperren, liegt einzig und allein daran, dass der Staat die Verfolgung gewisser Delikte an die Banken übertragen hat und den Banken mit Millionenstrafen droht, wenn sie einen Bösewicht nicht erwischen. Das bringt die Banken dazu, vorsichtshalber strenger zuzulangen. Eine Abschaffung des Rechtsstaats! Natürlich ohne Bargeld wäre das schlimmer. Welche sind dafür die Pläne zum Digitalen Euro? Die EZB handelt ausschließlich nach eigenen, im Lissabon-Vertrag festgelegten Regeln. Sie vergibt Kredite an die Privatbanken und muss dazu die Banknoten drucken, denn die privaten Banken brauchen einen gewissen Prozentsatz Banknoten in ihrem Haben-Bestand. Ich habe nicht Ihre berüchtigten asiatischen Quellen, im Gegenteil sind sie Wikipedia und derzeit die RTBf insbesondere die wirtschaftliche Kolumne von Awid Faljawi. Ein Bekannter hatte mir einen Inflationsgeldschein der Stadt Aachen gezeigt: zig Millionen! Die Stadt Aachen hat sich natürlich nicht verschuldet. Das mit der Parallelwährung ist auch ein Vorschlag Marine Le Pens (2017), die Beamten würden wütend, weil immer weniger verdienen würden, da in Parallelwährung bezahlt, die immer weniger wert wird. Henry Ford ist ein bekannter Judenhasser, der gute Verbindungen zum Deutschland der dreißiger Jahre hatte: https://www.nouvelobs.com/bibliobs/20220812.OBS61962/l-antisemitisme-oublie-de-henry-ford.html. Wenn Sie wirklich etwas in Geld wissen wollen, lesen Sie: https://www.imf.org/en/publications/wp/issues/2016/12/31/the-chicago-plan-revisited-26178.

  7. Großer Bruder Nr. 1

    Bald gibt sicher auch den Pol Pot Preis für besondere Leistungen für Leute die sich in der Unterwerfung ganzer Völker verdient gemacht haben. Denn wenn es ja schon seit fast 80 Jahren einen Karlspreis gibt benannt nach einen Mann der Europa gewaltsam einigte und verantwortlich war für Unterdrückung, Völkermord und Grausamkeiten jeder Art, Tag für Tag und Jahr für Jahr während seiner Herrschaftszeit. Warum dann nicht auch einen Pol Pot Preis denn gegen Karl dem Großen war Pol Pot doch ganz harmlos.

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