Gesellschaft

Immer Ärger mit „Zwarte Piet“: In den Niederlanden kommt Nikolaus manchmal nur noch mit Polizeischutz

Bild links - 16.11.2019, Niederlande, Den Haag: Demonstranten halten ein Banner mir der Schrift „Schwarzer Peter ist Rassismus“. Bild rechts - 16.11.2019, Niederlande, Apeldoorn: Eine als „Zwarte Piet“ (Schwarzer Peter) verkleidete Frau und der „Sinterklaas“ (Nikolaus) lächeln und winken in die Kamera. Fotos: Peter Dejong/AP/dpa

Der Streit um die schwarz geschminkten Helfer des Nikolaus hat sich in den Niederlanden zu einem Kulturkampf ausgewachsen. Dieses Jahr gibt es nun eine Neuerung.

In den Niederlanden kommt der Nikolaus manchmal nur mit Polizeischutz. Er wird begleitet von Protesten. Berittene Polizisten müssen den Gabenbringer schützen, mitunter ist der Aufwand größer als bei einem Risikospiel der Profi-Fußballliga.

Es kann sogar sein, dass sich der Regierungschef einschaltet und dazu aufruft, Ruhe zu bewahren. Der große Aufreger ist „Zwarte Piet“, der schwarze Knecht des Heiligen Mannes.

16.11.2019, Niederlande, Apeldoorn: Edwin Wagensveld (M), Anführer eines niederländischen Ablegers der islam- und ausländerfeindlichen Protestbewegung Pegida, wird von der Polizei aggeführt. Der Pegida-Chef hatte sich als „Zwarte Piet“ (Schwarzer Peter) verkleidet, um für die Beibehaltung einer Tradition zum Nikolaustag zu demonstrieren. Foto: „sem Van Der Wal“/ANP/dpa

Auch am Wochenende gab es wieder Ärger: Am Rande der zentralen Ankunftsfeier in Apeldoorn kam es sogar zu Festnahmen. Mehrere Mitglieder des niederländischen Ablegers der islam- und ausländerfeindlichen Protestbewegung Pegida wurden am Samstag vorübergehend abgeführt.

Wie die niederländische Nachrichtenagentur ANP berichtete, hatten sie sich geweigert, ihre Protestaktion auf einen dafür zugewiesenen Bereich zu beschränken. Der Pegida-Chef hatte sich als „Zwarte Piet“ verkleidet, um für die Beibehaltung dieser Tradition zu demonstrieren.

Nikolaus wird in den Niederlanden traditionell groß gefeiert. Schon mitten im November, drei Wochen vor dem Nikolausabend am 5. Dezember, kommt „Sinterklaas“ an, traditionell auf einem Dampfschiff. Seinen festlichen Empfang mit anschließendem Umzug kann man in vielen Städten miterleben, atmosphärisch bewegt es sich irgendwo zwischen Rosenmontag und St. Martin.

Aktuell wird die Gruppe der Kritiker immer breiter

Es ist nicht Nikolaus selbst, der die Gemüter erhitzt, es ist sein Begleiter, die niederländische Version von Knecht Ruprecht. Anders als dieser ist der „Zwarte Piet“ (Schwarze Peter) nicht furchteinflößend, sondern freundlich und lustig. Er ist der Liebling der Kinder. Es gibt auch nicht nur einen davon, sondern ein ganzes Gefolge. Soweit, so gut.

16.11.2013, Niederlande, Hoorn: Der niederländische Nikolaus „Sinterklaas“ und die „Zwarte Piete“ kommen mit dem Dampfschiff in Hoorn, im Nordwesten des Landes, an. Foto: Peter Dejong/AP/dpa

Das Problem ist ihr Aussehen: Jeder „Piet“ trägt ein Pagenkostüm mit lila Pumphosen, einen Federhut und goldene Ohrringe. Vor allem aber ist er schwarz – schwarz mit roten Lippen. Ein Mohr, hätte man früher gesagt. Über seine Funktion lassen die vielen Nikolaus-Lieder, die jedes Kind auswendig kennt, keinen Zweifel: Er ist seines weißen Herrn „Knecht“.

Schon seit dem frühen 20. Jahrhundert gebe es Kritik an der Figur, sagt der Ethnologe Markus Balkenhol, der das Fest wissenschaftlich untersucht hat. Die Kritik verstärkte sich, als nach dem Zweiten Weltkrieg mehr und mehr Menschen afrikanischer Herkunft – vor allem aus den Kolonien Surinam und Antillen – in die Niederlande zogen. „Aktuell wird die Gruppe der Kritiker immer breiter und diverser“, erläutert Balkenhol der Deutschen Presse-Agentur.

Dazu komme, dass Konzepte wie „Kultur“ und „Tradition“ an Bedeutung gewonnen hätten. „Die Vorstellung ist die, dass es ein ‚Volk’ gibt mit einer charakteristischen ‚Kultur‘, und das ‚Sinterklaas‘-Fest wird als ein solches Phänomen betrachtet und auf ein Podest gehoben. Dabei wird oft übersehen, dass unterschiedliche Menschen in den Niederlanden unterschiedliche Dinge darin sehen.“

Künftig nur noch „Rußflecken-Pieten“?

Es gehe dabei nicht nur um die Rassismus-Frage, sondern auch um Spannungen zwischen den großen Metropolen im Westen des Landes und den östlichen Provinzen, die sich oft übergangen fühlen. Manche wollten dem Fest seinen ursprünglich katholischen Charakter zurückgeben, andere wünschen es sich gerade ohne religiöse Bezüge, damit sich alle Kinder gleichermaßen angesprochen fühlen können.

16.11.2019, Niederlande, Apeldoorn: Als „Zwarte Piet“ (Schwarzen Peter) verkleidete Frauen lächeln in die Kamera. Während des landesweiten Umzugs von Mitte November bis zur Bescherung am 5. Dezember helfen sie dem weißbärtigen „Sinterklaas“ (Nikolaus) im roten Bischofsgewand beim Geschenkeverteilen. Foto: Peter Dejong/AP/dpa

Dieses Jahr wird sich nun etwas Wesentliches verändern: Im niederländischen Fernsehen werden erstmals keine „Schwarzen Pieten“ mehr auftreten, sondern nur noch „Rußflecken-Pieten“. Das sind weiße „Pieten“ mit einigen wenigen schwarzen Flecken im Gesicht – Ruß aus den Schornsteinen, durch die sie die Geschenke abseilen.

Die schwarz geschminkte Version verschwindet aus den beliebten „Sinterklaas-Nachrichten“. Auch bei dem dem live übertragenen „nationalen Einzug“, der am Samstag in Apeldoorn stattfand, wurde „Sinterklaas“ von „Rußflecken-Pieten“ begleitet.

Eine Klage gegen das Verschwinden der „Schwarzen Pieten“ aus dem Einzug wurde kürzlich von einem Gericht in Arnheim abgewiesen. Die „Piet“-Kritiker feiern das als großen Erfolg.

Eine im Dezember 2018 veröffentlichte Umfrage ergab, dass jeder zweite Niederländer dafür ist, dass der „Schwarze Piet“ schwarz bleibt. Nur zwei Jahre davor waren das noch 65 Prozent. Für eine Anpassung der Figur sind vor allem gut ausgebildete und eher links eingestellte Niederländer.

Aus einer Anfang November veröffentlichen Erhebung der Zeitung „NRC Handelsblad“ geht hervor, dass mittlerweile jeder dritte Niederländer in einem Ort wohnt, in dem beim Nikolaus-Einzug „Rußflecken-Pieten“ mitlaufen.

Dennoch ist ein Ende des Streits noch lange nicht in Sicht: Rund 1.000 Nikolaus-Umzüge im ganzen Land setzen weiterhin auf traditionelle „Pieten“ – so schwarz wie möglich. (dpa)

52 Antworten auf “Immer Ärger mit „Zwarte Piet“: In den Niederlanden kommt Nikolaus manchmal nur noch mit Polizeischutz”

  1. Rolf knippenberg

    Als ‚ alter‘ Niederländer bin auch ich mit Sinterklaas und seine Pieten aufgewachsen.Eine uralt Tradition.Mittlerweile muss sogar ich aber zugeben ,das ‚Schwarze Diener‘ nicht mehr zeitgemäss sind…mit Gewalt auf diese Tradition zu reagieren,ist aber genauso zu verurteilen.!

  2. Germano-Belgier

    Kommenden Freitag ist der für Internetverkäufe berühmte, so genannte „Black Friday“.
    Ist das auch schon rassistisch und muss er bald umbenannt werden?
    Ach nein, dabei handelt es sich ja nicht um eine Person.
    Wie dem auch sei, sollen die Gegner des „Zwarte Piet“ sich mal besser nicht schwarz Ärgern ;-)
    Oder muss diese Wortwahl auch bald „angepasst“ werden?

  3. HEINRICH

    Das ganze ist Lächerlich
    Ich bin schon Jahre mit dem Nikolaus als schwarz geschminkter Helfer unterwägst
    Es ist eine Tradition und wer da mit ein Problem hat der hat einen an de Waffel
    Auf der Welt gibt es andere Probleme als so was
    Aber wenn mann was sucht , findet mann was
    Die Leute die sich damit befassen sollten Arbeiten oder ne Beschäftigung suchen

  4. Marcel Scholzen eimerscheid

    Man soll diese Tradition beibehalten. Muss man wirklich alles opfern auf dem Altar der „political correctness“ ? Ich denke nein. Wenn man Braeuche von Einwandern respektiert, sollten diese Einwanderer auch die einheimischen Braeuche akzeptieren. Alles eine Frage des gegenseitigen Respektes.

    Wenn man jetzt den „Zwarte Piet“ abschafft, muesste man korrekterweise auch zum Beispiel das Tragen von Indianerkostuemen waehrend des Karnevals verbieten. Denn es koennte die Gefahr bestehn, dass sich ein Indianer diskriminiert fuehlt. Wuerde man das machen wuerde,kaemen auch noch andere, wie zB Cowboys, Eskimos, Oelscheihs, usw. Und darum sollte man alles lassen, wie es ist und Toleranz ueben. Die Sache nicht so bierernst sehen, mit Humor begegnen. Froh sein, dass wir in einer toléranten Gesellschaft leben und nicht in einer Diktatur, die den Menschen jede Kleinigkeit vorschreibt.

    Diese Tradition ist wahrscheinlich aus dem Kontakt mit anderen Kulturen entstanden. Und sowas gibt auf der ganzen Welt. Zum Beispiel der sogenannten „Cargo Cult“ in der Suedsee, der entstanden ist waehrend des Zweiten Weltkrieges aus dem Kontakt zwischen amerikanischen Soldaten und Melanesiern und heute noch existiert (Stichwort „John-Frum-Bewegung“).

    • Tagebuch der Bescheuerten und Bekloppten

      War da nicht mal ein Kongolese welcher den Hergé Verlag angezeigt hatte wegen Rassismus betr. dem Tim-Buch mit dem Titel: “ Tim im Kongo“? Das Gericht hatte die Klage aber abgewiesen. Nee, was ist die Welt bekloppt, besser gesagt – sind die Menschen- bekloppt geworden. Die sog. Political-correctness geht einem lange schon auf den Senkel! Es ist wie Marcel Scholzen schreibt , wo führt das ganze noch hin? Wie gesagt, im Karneval keine Indianer mehr darstellen, keine Schwarzen mehr, keine Nonnen, keine Scheichs, ja auch nicht als Tiere verkleiden! Letztendlich könnten sich ja Tiere diskriminiert fühlen ,( beispielsweise ein Affe), zumindest nach Ansicht von der Tierschützern . Nee, nee, nee

      • Marcel Scholzen eimerscheid

        Wirklich ? Dh in Schulen engt man die Freiheit ein, sich nach eigenen Vorstellungen und Ideen zu kostumieren. Das ist doch laecherlich und hoechswahrscheinlich auch illegal. Haben wir keine anderen Probleme ?

        • Vereidiger

          @M.S. aus e.: Naja, so ganz nach eigenen Vorstellungen darf man das schon lange nicht. Ein NSDAP-Kostüm ist z.B. nicht nur verpönt, sondern verboten. Und als Mohammed traut sich auch keiner so richtig…

            • Paukerin

              Als nicht junge Lehrerin bin ich sehr froh, nicht IHRE selbstverherrlichenden komischen hier schon preisgegebenen Erziehungsmethoden zu verwirklichen, sondern mit meinen Schülern zusammen „etwas Gutes für die Zukunft zu tun“!
              Man könnte sich glatt Sorgen machen um die „besorgte Mutter“!

              • Karli Dall

                #Paukerin
                ..“sondern mit meinen Schülern zusammen „etwas Gutes für die Zukunft zu tun“!“
                Welches Konzept wenden Sie an?
                Was sind die Ziele?
                Zukunft? Langfristig sind wir alle tot.

                • Paukerin

                  Sorry, ich bin davon überzeugt, dass diese besorgte Mutter gar nicht VIELE Lehrpersonen kennt, und sie einfach nur verallgemeinert, weil das in ihr Konzept passt! Auch kann sie gar nicht wissen, wovon VIELE Lp überzeugt sind und welches deren Ziele sind!
                  Hauptsache wieder drauf hauen! Die Lp haben ja einen breiten Buckel ……und ganz viel Zeit, um das zu regeln, wozu manche Eltern nicht (mehr) fähig sind.

                  • Besorgter Vater

                    @ Paukerin

                    Ich befürchte, die besorgte Mutter hat 100% Recht!

                    Es wurde doch vor einiger Zeit davon berichtet, dass das Schweinefleisch aus der Schulnahrung verbannt wurde – fragt sich, WER das verfügt hatte und WARUM?

                  • Besorgte Mutter

                    Hallo Paukerin, ich habe vier, mittlerweile Erwachsene Kinder und da habe ich in vier mal zwölf Schuljahren zur Genüge Lehrpersonen kennengelernt. Der größere Teil dieser Lehrpersonen waren eher Menschen mit vernünftigen Lebenseinstellungen. Da gab es aber auch die, die den Kindern immer wieder komische Lebenseinstellungen vermitteln wollten und diejenigen, die den Kinder zu Logopäden und zum ADHS Therapeuten schicken wollten. Ich behaupte aber trotzdem, die Mehrheit war schon voll OK. Leider versuchten diejenigen mit den eingebildeten Gutmenscheneinstellunngen sich aber Immer aufs neue als Avantgarde dahinzustellen.
                    Was nun meine Erziehungsmethoden anbelangt, der Erfolg gibt mir Recht!
                    Ob ich das Erfolgserlebnis auch gehabt hätte, wenn ich jeden Blödsinn mitgemacht hätte, den einige Lehrpersonen mir geraten haben, wage ich doch sehr zu bezweifeln.

              • Pensionierter Bauer

                „Etwas gutes für die Zukunft tuen“.
                Das glaubten auch die Lehrerpersonen zu tun, die während der dunklen Zeit hier bei uns, die Fächer Volkskunde und Rassenlehre, oder wie diese auch genannt wurden, erteilten.
                Von meinen Eltern weiß ich, wie sehr die Kinder, die von Zuhause aus dem ganzen kritisch gegenüberstanden, in der Schule ausgestoßen wurden.
                @Besorgte Mutter, hat vollkommen Recht, wenn sie dem ganzen Zeitgeist kritisch gegenübersteht. Ich bestärke sie darin, wenn sie in vielen Bereichen ihren eigenen Weg geht und sich dem augenblicklichen Gesellschaftsdruck entgegenstellt. Denn die Freiheit muss tagtäglich neu erkämpft werden.

  5. Ich bin bestimmt kein Rassist, habe viel „auslänsiche Freunde“ mit denen wir Privat oder in Vereinen Nikolaus und Weihnachten, feiern, aber bitte, wen´s stört sollte doch bitte dahin ziehen wo es ihm „besser“ geht und wo es solche „Probeme“ nicht gibt!

    Danke

  6. Hans Muff

    Es lebe der schwarze Hans Muff! So war er, so ist er und so soll er bleiben. Das ist unsere Tradition und wem das nicht gefällt der sollte unsere freiheitlichen Gesetze nutzen und gehen.

      • Hans Muff (II)

        Oh?! Sorry, wie konnte mir das nur passieren, das war sicher im „Eifer des Gefechtes“. Ich erkläre hiermit ausdrücklich, dass ich mit „Hans Muff von 12:29 Uhr“ nicht identisch bin.

        Als Buße werde ich mich 3 x in den Sack stecken. Mit unserem Chef, dem Nikolaus, habe ich schon eine Unterredung gehabt, er hat mir schon vergeben!

        In diesem Sinne, „lasst und froh und munter sein“ …

        Beste Grüße,

        HM II

  7. Pensionierter Bauer

    Solche Proteste finde ich einfach nur lächerlich. Diese Typen wollen alle Traditionen zerstören um uns in ihr Paradies zu führen. Solche Arten von Paradiese hat die Menschheit aber schon des öfteren in tiefe Unterdrückung geführt.
    Wenn wir diese Art von falschem Gutmenschentum nicht bald zurückgedrängt bekommen, dann können wir nur noch auf Gott vertrauen.

  8. Kuckucks-Klang

    Wenn anstatt schwarzer „Hans-Muffe“ solche in weißen Kapuzengewändern den Sankt Nikolaus begleiten würden, wäre es wahrscheinlich auch nicht gut!?

    Der Heilige Nikolaus ist übrigens in der heutigen Türkei geboren und somit wahrscheinlich ein so genannter „Farbiger“ gewesen. Na, macht’s tilt?

  9. Truckerbill

    So langsam finde ich dieses ganze lächerlich.
    Jede Kultur hat bestimmte Traditionen.
    Wir fangen an Weihnachtsfeste in Winterfeste umzubenennen, Weihnachtsmänner heissen nun Zipfelmänner.
    Zigeunerschnitzel wird auch umbenannt;
    Fangen wir denn nun an andere Festlichkeiten anderer Kulturen oder religionen umzubennen ????
    Leben und Leben lassen

  10. Subjektiv

    Ob die Demonstranten sich im Klaren darüber sind, dass Sie so selbst normal denkende Menschen langsam in eine Ecke drängen wo Sie gar nicht sein wollen ? Also ich finde der „Zwarte Piet“ voll O.K. Tja dann, gehöre ich ab heute zu den Rassisten. Muss jetzt nur noch bei der nächsten Wahl dem entsprechend wählen.

  11. Wenn man einen Witz über Farbige, Moslems oder Schwule macht ist man Rassist und Nazi, dabei hab ich Schwule unter meinen Bekannten/Freunden und auch Dunkelhäutige und Asiaten und Inder und, und, und.
    Gerade keine Witze machen oder über Hautfrabe/ geschlechtliche Ausrichtung/Religion zu reden heisst doch, man akzeptiert das nicht.

    Wenn ich mich aber beschwere das Christen gefoltert oder umgebracht werden in moslemischen Ländern: wenn ich es nicht gutfinde das EINIGE (!) Moslems und Asylanten hier teilweise wie die Axt im Wald wüten, sich an keine Regeln halten, Morden und vergewaltigen, dann bin ich auch Rassist und Nazi…ja was darf man denn?
    Rumsitzen unds Maul halten, während die Gutmenschen vor allem Schlechten was „Andere“ machen, die Augen verschliessen, aber bei nur einem falschen Wort von mir, mich als Monster betiteln?

    Ich habe gesehen, was die Gutmenschen in Bütgenbach geleistet haben, als wie hier die Asylanten hatten. Tolle Leserbriefe schreiben und Spenden bei anderen sammeln. Aber selber nichts abgeben…
    Polizeieinsätze, die Scheisse in den Gebäuden, das Klauen und noch andere Sachen, die wurden totgeschwiegen und ich habe auch keinen Gutmenschen gesehen, der da den Müll und die Fäkalien weggeräumt hat. Andere verurteilen, sich selber darstellen und Gutmensch sein, mehr haben die nicht auf die Reihe gebracht.

    Unsere Traditionen sollen abgeschaffte werden, um Platz zu machen für fremde Traditionen…???
    Wenn in Köln Moslems einen ganze Strasse sprerren fürs Gebet, darf man nichts sagen.
    Wenn die Aslanten an Kirchen pissen, darf man nicht sagen, aber spucke in Brüssel mal an eine Moschee :)

    • so soll es sein

      Treffend formuliert.
      Es wird Zeit das die verbleibenden „normalo“ Europäer sich gegen diesen Gutmenschenwahnsinn wehren!!
      Unsere Traditionen sollen abgeschafft und durch fremde ersetzt werden. Wie toll das alles funktioniert kann man vor allem in Schweden, Deutschland, Frankreich, usw…. sehen.
      Es bleibt nur zu hoffen das wenigstens einige Osteuropäer weiter standhaft bleiben und sich nicht dem Merkelchen und Eu Diktat unterwerfen…

      • Um welche Traditionen geht es da ? Habe noch von keiner Kirmes, Festumzug, Burgfeuer, Sankt Martin, Vereinen in unserer Gegend gehört, die wegen Migranten oder Immigranten abgeschafft wurden. Die einzigen Vereine oder Traditionen (zB Maiennacht), die bei uns vom Aussterben bedroht sind, sind welche, die unter mangelndem Interesse oder Anteilnahme der Jugend, aber auch der 30-50 jährigen leiden. Habe schon von Fällen (nicht bei uns) gehört, wo Schweinefleisch aus den Kantinen abgeschafft werden soll… in meinen Augen völliger Schwachsinn, aber ich finde es nicht schlimm, wenn alternativ schweinefleischfreie Gerichte angeboten werden. Für mich war der Hans Muff nie ein Schwarzer oder Neger, sondern ein Wald/Holzarbeiter mit Rußflecken. Nun gebe ich zu in den Niederlanden ist das alles etwas anders, doch warum nicht einfach die Story hinterm Zwaarte Piet ändern, dem Rußflecken und ein anderes Kostüm geben und der Zwaarte Piet kann bleiben. Nichts desto trotz, sollte man den Kindern auch noch heute weitergelebte Tradition vermitteln und die Hintergründe wie Kolonialisierung und Sklaverei. Doch was auch mich stört ist, wenn ich den Quatsch mit Karneval höre. Ich war als Kind immer stolz auf mein Indianerkostüm. Ich zog dieses Kostüm an, weil ich Indianer schlicht und einfach „cool“ fand und nicht um mich über die Ausbeutung und Ermordung dieser Völker lustig zu machen.

        Und wenn man weiter ins Thema reingehen möchte, kann man sich ja auch mal über die Debatten zum Black Facing beim Carneval de Dunkerque informieren, andere Sichtweisen und Meinungen einsammeln und Parallelen zu unserem Karneval, sowie die dem Zwaarte Piet ziehen, um das Thema Rassismus vs Tradition mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

  12. Paul Siemons

    Und wer bitte spricht vom Nikolaus? Ein alter Mann, längst im Rentenalter, muss sich abplagen und sich schwer bepackt durch die Lande quälen. Anstatt die Arthrose in den Knien zu schonen muss er lästige kleine Blagen darauf sitzen lassen, die ihm am Bart ziehen und losplärren, wenn er für sie keine neue Playstation im Sack hat. Und den Tierschutz hat er auch noch im Nacken, weil die Rentiere nur 4 Stunden in der Nacht Schlitten ziehen dürfen und der nicht über 1,5 Tonnen Nutzlast auf die Waage bringen darf.
    Aber schon ok. Nikolaus ist ja nur ein alter weißer Mann, und die sind bekanntlich an allem schuld.

  13. Was wenn ein Farbiger den „zwarte Piet“ spielt? Darf der das überhaupt? Oder muss der sich weiss machen? Ist „whitefacing“ eigentlich pc? Oder wenn ein farbiges Mädchen das Christkind spielt, muss das sich weiss machen, samt blonder Perücke? Was ist mit Caspar? Oh je, blackfacing erlaubt weil er ja laut Bibel schwarz war? Oder muss die Bibel umgeschrieben werden, ein Schwarzer der weißes Kind anbetet, holalla, da läuft es mir beim Schreiben schon eiskalt den Rücken hinunter, was machen wir nur mit den heiligen 3 Königen, wie können wir die korrekt gendern. Da besteht wohl noch viel Forschungs- und Geldbedarf…

  14. Horst Emonts-pool

    Wir sollen auf unsere harmlose, lustige Tradition verzichten? In Spanien werden aus Tradition Tiere zum Tode gequält. Da sollten sich die Geschichte mit befassen. Die Leute die sich über den Zwarte Piet aufregen, haben wohl zu viel Freizeit. Es gibt bestimmt andere Probleme auf der Welt.

    • Parteiloser

      „Es sollte Gerichte heißen, und nicht Geschichte. Mein Handy sucht sich manchmal die falschen Wörter selbst aus.“

      Das ist aber weiter nicht schlimm, Herr Emonts-Pohl. Viel relevanter ist, dass beispielsweise der eine oder andere Politiker die falschen Entscheidungen übers Handy trifft!

  15. Tatjana Simons ist un Holland die größte Gegnerin von Zwarte Piet und hat das Ganze losgetreten. Selbst hat Sie schon Zwarte Piet gespielt. Das sagt genug über die ganze hirnrissige null tolerante Gesellschafft.
    Es ist ein Kinderfest das durch einige Leute mit fehlender Selbstwert zerstört wird.

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