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Herbesthaler Straße wird am Freitag endlich fertig: Eupen atmet auf

Die Herbesthaler Straße am Donnerstag, kurz vor ihrer Fertigstellung. Foto: OD

Wenn nichts Unvorhergesehens mehr passiert, was im  vorliegenden Fall nie ganz ausgeschlossen werden kann, ist die Herbesthaler Straße in Eupen ab Freitag zwischen der Kreuzung Vervierser Straße und dem Kreisverkehr Hochstraße wieder in beiden Richtungen befahrbar.

Zweieinhalb Jahre dauerte die Großbaustelle, die nicht nur der Stadt Eupen und den Autofahrern große Probleme bereitete, sondern vor allem den anliegenden Geschäften und Firmen.

Schwierigkeiten gab es auf dieser Baustelle zuhauf. Es begann mit dem Protest der Anwohner der Friedensstraße, die befürchteten, dass die Bauarbeiten auf ihrem Rücken ausgetragen würden.

Probleme gab‘s von Beginn an

Dann gab es den Protest von Umweltaktivisten im Friedenspark, die sich an Bäume ketteten, um zu verhindern, dass einige von ihnen gefällt werden, damit an der Kreuzung zwischen Vervierser Straße und Herbesthaler Straße ein sogenannter „Bypass“ gebaut werden konnte.

Am Donnerstag wurden auf der Herbesthaler Straße noch letzte Markierungen angebracht. Foto: OD

Einige Kollateralschäden verursachte auch die Umleitung des Verkehrs von der Autobahn in Richtung Innenstadt über die Industriestraße, die Euregiostraße und die eigens für die Dauer der Großbaustelle erweiterte und asphaltierte Kongogasse, von der bis dahin viele Eupener nicht einmal wussten, dass sie überhaupt existierte.

Jedenfalls war nicht wenigen Autofahrern daran gelegen, nicht über die Kongogasse und die Vervierser Straße in die Eupener Innenstadt zu gelangen, sondern über die Hochstraße und die Simarstraße oder die Nöretherstraße, was dort zu einem erheblichen Anstieg des Verkehrsaufkommens führte.

Ab diesem Wochenende können somit auch die Anwohner dieser Straßen aufatmen.

Leidensperiode für Geschäfte

Dass der Neubau des dritten und letzten Teilstücks der Herbesthaler Straße so lange dauerte und mit so vielen Problemen war, lag nach Darstellung der Stadt Eupen in der Verantwortung der Wallonischen Region, die für diese Großbaustelle zuständig war.

Für die anliegenden Geschäfte kann ab jetzt nur noch alles besser werden, wenngleich einem angst und bange wird, wenn man bedenkt, dass eine solche Baustelle schlimmstenfalls einen Geschäftsbetrieb in den Ruin treiben kann. (cre)

  1. Frage : werden die Strassen die in der Zeit
    Benutzt werden denn auch wieder in stand gesetzt
    Oder bleiben sie so Kaputt und ich hoffe das die Strassen
    die jetzt 30 km sind wieder auf 50 km kommen

      • Nachdenken

        Dass man dabei einiges an Zeit liegen lässt ist tatsächlich nur ein negierbarer Nebenaspekt.
        Viel schlimmer ist dass die Umwelt erheblich mehr belastet wird. Früher schaltete die Automatik im vierten Gang, bergab sogar in den fünften. Man rollte gemächlich und niedertourig dahin. Heute wird oftmals gar der 2. Gang bemüht. Der Motor läuft hochtouriger, und das für einen längeren Zeitraum. Das bedenken so einige nicht. Federführend die vordergründig Grünen.
        Gleiches gilt für die diversen Verkehrsberuhigungen wie die „schlafenden Polizisten“. Hier muss zuerst unnötig bebremst, d.h. Energie vernichtet werden um danach wieder zu Beschleunigen. Mit dem Resultat dass es nicht nur lauter wird, sondern vor allem viel Enrgie verpulvert wird. In der Spitze bis zu 9 mal mehr. Denn sogar der Reifenabrieb erhöht sich entsprechend.
        Ich beneide die Anlieger nicht. Deren Lebenqualität wird genau so gemindert wie die Werte der Immobilien.

        Im Ürigen waren die Auweichstrecken, insbesonders die Simarstr. nicht für diese enorm erhöhte Belastung ausgelegt bzw. die Sünden des Straßenbaus (Selbstbedienung der Bauunternehmer und Faulheit / Dummheit der Kontrollinstanzen, möglicherweise in Verbindung mit Schmierung) werden nun sichtbar. Wer bezahlt das? Wenn es es denn überhaupt zeitnah repariert wird.

  2. Also ich hoffe, dass die 30er Zonen bestehen bleiben.
    Die Anwohner leben dadurch sicherer und habe auch eine bessere Lebensqualität.
    Repariert müssen die aber schon werden.
    @OD: Wird dann auch die Hochstraße gemacht und wieder geöffnet?

    • 30er Zone ??

      Leider hält sich kaum jemand an 30 km/h ! Es wird oft gerast und überholt! Manche Autofahrer und auch der Liefer-LKW des Delhaize fahren mit überhöhter Geschwindigkeit links in den Kreisverkehr an der Simarstrasse/Nörether Strasse rein!

      • Normal, dass sich keiner daran hält, da die „erfundene“ 30 er Beschilderung nicht gesetzeskonform ist, und somit auch keiner bestraft werden darf. Jede Zufahrtsstrasse muss mit einem 30er Schild versehen werden, um „Knöllchen“ machen zu können. Dies ist nicht der Fall, somit typisch „grüne“ Augenwischerei.

        • @ Richter

          Genügen Ihnen die Nationalstrassen nicht um Ihre Phantasie von Freiheit und Abenteuer auszuleben?
          Seitenstrassen befinden sich in der Mehrzahl in Wohngebieten. Auch wenn die „lieben Kleinen“ heutzutage meist im Kabuff am Computer aufhalten so gibt es doch noch welche denen die Strasse als Spielplatz dient. Da ist Tempo 30 durchaus angebracht. Es sind nicht die Ellenbogen die uns witer bringen, es ist das Hirn.

        • urban compass - eupen

          Ich appelliere das die Höchstgeschwindigkeit schon 10 Kilometer vor den Toren der „WUNDERschönen“ Stadt (?) Eupen auf > 5 < Kilometer pro Stunden „BESCHRÄNKT“ wird. So passt da!

    • falsch. Die Lebenqualität sink da die Umweltbelastung logischerweise steigt.
      Einfach mal nachdenken: Langsameres fahren beudeutet niedrigere Gangwahl und höhere Derehzahlen. Zudem über einen dann längeren Zeitraum. Lauter und Umweltbelastender ist richtig.

  3. Peter Müller

    Nein die Hochstrasse bleibt zu. Das ist ein heisses Eisen. Die Anwohner sollen die neue Kanalisation und den Bürgersteig bezahlen. Was die Anwohner natürlich nicht wollen, so heisst es.

    • Ex-Eupener

      Die Anwohner der Hochstrasse weigern sich seit Jahren gegen eine Erneuerung der Fahrbahn . Die Schlaglöcher würden die Autofahrer daran hindern schnell zu fahren , da war von Kanalarbeiten noch keine Rede . Hochstrasse – Hotevoleite .

      • Zappel B.

        Da stimme ich Ihnen zu, Herr Ex-Eupener. Hier in der renovierten Innenstadt zahlen wir schon alleine für ein „imaginäres“ (d.h. nicht vorhandenes) Trottoir von 2 Meter Breite (brav?) unseren Anteil. Das hat die „haute volaute“ an der Hochstraße also scheinbar nicht nötig. Das sind übrigens nicht die einzigen Freunde unseres Bauschöffen… Gleich nach Amtsantritt hat er z.B. in der Nörether Str. die Eselsrücken niedriger machen lassen (da angeblich zuviel Krach für die Anwohner) und in der Simarstr. die Eselsrücken höher machen lassen (da angeblich die Autos immer noch zu schnell fuhren). Geräusch machen dort deshalb jetzt eher die Stoßdämpfer …
        Faut tout de même savoir ce que l’on veut …

  4. Frieden war mal in der Straße

    Ganz Eupen, der Durchgangsverkehr und alle beteiligten Schadensgenossen dürfen endlich aufatmen. Wenn denn jetzt noch die Friedensstraße für den Durchgangsverkehr wieder gesperrt wird, sind die dortigen Anwohner auch zufrieden.
    Zur Erinnerung an unsere Stadtoberhäupter: eine Baugenehmigung für die Durchfahrt via Friedensstraße wurde nie bewilligt und der Zustand durfte – laut meinen Informationen – nur 2 Jahre dauern. Die Stadt Eupen hat sich somit an diese Vorschriften offensichtlich nicht gehalten. JETZT wird es Zeit, den Originalzustand wieder herzustellen. Oder gelten Gesetze und Bestimmungen nur für die Bürger?

  5. Der 7. Sinn

    Zur Eröffnung, wird diese eine Woche gesperrt, Irene K. lässt auftreten, Musikvereine ganz Ostbelgiens geben sich ein Stelldichein. Überall Buntes Treiben, Fressbuden und ein Bierzelt. Donald Trump wird persönlich die Strasse eröffnen.

    • der 8. Sinn

      so würde die Belastung der hauchdünnen Konstruktion ja bereits in der ersten Woche überschritten. Die nächsten Probleme sind schon in Sicht.
      Wer kontrolliert diese Flickschusterei eigentlich? Oder ist da wieder mal Bestechung im Spiel?
      Bin gespannt ob irgenwann die kleinen Probebohrungen zu sehen sein werden. Wahrscheinlich dann nur auf genau den 2 Metern die entsprechend den Vorgaben erledigt wurden (vorher abgesprochen). Provision ist wahrscheinlich schon unterwegs. Das geht dann ganz fix und ohne die Ewigkeiten wie beim Bau selbst. Ganz bestimmt.

  6. Und nächstes Jahr wir vom Kreisverkehr Hochstraße bis zur Autobahn gesperrt für Instandsetzung der Flickschusterei . Wenn man dieses Stück befährt soll man nicht sage die Straße wäre vor 4 Jahren erneuert worden !!!

  7. Doc Mc Stuffins

    Ich weiß nicht was ihr alle habt!
    Ihr wollt schöne Straßen ihr wollt nach Hause ihr wollt arbeiten und am besten soll alles über Nacht wieder instandgesetzt werden!
    Wir sind doch alle viel zu verwöhnt!

  8. Welche Arbeiten wurden in den 2,5 Jahren eigentlich durchgeführt? Wurde das mal veröffentlicht? In der westlichen Welt ist eine so lange Bauzeit für eine Straße sehr ungewöhnlich… Bananenrepublik!?

    • @ Alfred

      Ich nicht, Weder in Afrika noch in Palermo würde ich jetzt mit dicken Pullover und Regenjacke unterwegs sein.
      Sie dürfen mich jetzt gerne ein „Weichei“ nennen aber als älterer Mensch sollte man auf seine Gesundheit achten. Schon ein einfacher Schnupfen kann ungeahnte Folgen haben.

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