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Handball-Pokalschlager: Hungrige Eupener gegen erfahrene Eynattener

Der Eupener Grégory Lennertz (links) beim Spiel der KTSV gegen Gent. Foto: Bernd Rosskamp

An diesem Mittwoch steigt um 20.15 Uhr im Eupener Sportzentrum am Stockbergerweg der Handballschlager zwischen Zweitligist KTSV Eupen und Erstligist HC Eynatten-Raeren. Die Handballfreunde in Ostbelgien fiebern dem Achtelfinalspiel im Landespokal schon seit Tagen entgegen.

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden ostbelgischen Handballvereine Eupen und Eynatten-Raeren liegt bereits 7 Jahre zurück. Nun sehen sich beide Mannschaften am 15. November 2017 zu einem erneuten Derby in Eupen wieder.

Das allererste Treffen gab es um 1990 im Rahmen des Ostbelgienpokals. Zu dem Zeitpunkt organsierte der Ostbelgische Handballverband ein Turnier.

Derbys haben ihre eigenen Gesetze. Aufgrund der bisherigen Resultate aus den beiden Meisterschaften erwartet den Zuschauer ein spannendes und ausgeglichenes Spiel.

Die 1. Herren-Mannschaft des HC Eynatten-Raeren. Foto: HC Eynatten-Raeren

Ausschlaggebend für beide Mannschaften wird wohl die Konzentration während der gesamten Spieldauer sein. Und dies bedeutet gleichsam auch eine effektive Torausbeute zu erzielen und die Fehlerquote zu minimalisieren.

Dass die beiden Mannschaften hochmotiviert gegeneinander antreten, daran lassen die Trainer keinen Zweifel. Für beide Trainer wird es ein emotionales Spiel, sowohl für die Spieler als auch für die Zuschauer. Und so hoffen die Vereinsverantwortlichen auf ein ausverkauftes Haus am Stockberger Weg.

Beim HC Eynatten-Raeren fehlt verletzungsbedingt Janis Beckers. Bei der KTSV muss Trainer Baze Krstev auf zwei Langzeitverletzte verzichten: Christophe Dennis (Torhüter) und Ken Kriescher (Mittelaufbau), wobei bei Pierre Pavlov (Rückraum) noch ein Fragezeichen steht.

Was sagen die Präsidenten?

„Ostbelgien Direkt“ erkundigte sich bei den beiden Präsidenten Guido Lausberg (HC Eynatten-Raeren) und Istvan „Stefan“ Vaessen über Chancen und Gegner.

OD: Wie sehen Sie Ihre Chancen auf ein Weiterkommen im Pokal?

Guido Lausberg (HC Eynatten-Raeren): Wir rechnen uns natürlich Chancen auf ein Weiterkommen aus. Die Erfahrung und Ruhe müssten unsere Trümpfe sein. Baze Krstev kennt natürlich unsere Spielanlage sehr gut. Unsere neuformierte Mannschaft harmoniert immer besser und sollte den Spielfluss bestimmen.

Stefan Vaessen an der Seitenlienie bei einem Spiel der KTSV Eupen. Foto: Bernd Rosskamp

Stefan Vaessen (TSV Eupen): Es gibt im Pokal nie einen eindeutigen Favoriten, alles ist möglich, und wir hoffen natürlich auf einen Sieg, aber auf Papier ist Eynatten Favorit.

OD: Wo sehen Sie die Stärken und Schwächen des Gegners?

Lausberg: Eupen hat eine junge, hungrige, kampfstarke Mannschaft. Sie haben absolut nichts zu verlieren, wir können uns hingegen ordentlich blamieren. Einige ehemalige Spieler, die jetzt in Eupen spielen, sind sicher hoch motiviert. Man wird sehen, wie Eupens Spieler mit dem hohen Druck umgehen können, und ihre Abwehr ist sicher nicht immer einem solchen Druck ausgeliefert, wie wir ihn (hoffentlich) erzeugen können.

Vaessen: Mit Eric Vreven und Benoit Neuville verfügt Eynatten über zwei sehr komplette Spieler, die sehr routiniert wirken und sich jederzeit auf verschiedene Situationen im Spiel schnell umstellen können. Sie sind beide sehr „torgefährlich“ und haben ein gutes Auge für die Mitspieler. Sie können das Spiel „lesen“. In der Abwehr steht mit Cedric Mouchette ein sehr zweikampfstarker Spieler, der sehr hart spielen kann, den es zu überwinden gilt. Für den Rest wird an diesem Abend sehr viel von den Torhütern abhängen. Hier wird sich zeigen, in welcher Form sie sich präsentieren. EDGAR HUNGS

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

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