Politik

Gesamtschuld der DG belief sich Anfang Juli auf 356.152.392,04 €

DG-Ministerpräsident Oliver Paasch. Foto: OD

Auf eine Frage des Fraktionssprechers von Vivant, Michael Balter, hat Ministerpräsident Oliver Paasch (ProDG) aktuelle Daten über die Gesamtschuld der DG geliefert. Die Schuldenlast belief sich demnach Anfang Juli 2017 auf 356.152.392,04 Euro.

Zuletzt war viel vom ausgeglichenen Haushalt die Rede, den die Regierung der DG ab 2018 dauerhaft vorlegen will. Dabei vergisst man aber oft, dass es sich bei der sogenannten „Schwarzen Null“ lediglich um die Neuverschuldung handelt. Über die Gesamtschuld spricht man viel weniger.

Vivant-Fraktionsprecher Michael Balter. Foto: OD

Balter wollte es genau wissen und bat Paasch um eine Aufstellung über folgende Punkte zum Stichtag vom 30. Juni 2017:

1. Summe Kassenkredit
2. Summe aller genutzten Liquiditätsscheine
3. Summe aller Kredite
4. Höhe der PPP-Verträge
5. Laufende Leasingverträge (Fahrzeuge,…)
6. Kumulierte Gesamtsumme aller Verbindlichkeiten

Die Antwort des Ministerpräsidenten liegt inzwischen vor. Die Gesamtschuld belief sich auf 356.152.392,04 Euro (Stand: 5. Juli 2017). Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

– Bankkonten (Kassenkredit): 10.581.056,52 €
– Liquiditätsscheine: -272.050.000,00 €
– Kredite (inkl. finanzielle Leasings & alternative Finanzierungen): -29.296.535,56 €
– PPP: -65.386.913,00 €

Total Verbindlichkeiten: -356.152.392,04 €

„Um diese Zahlen zu deuten, sollte man sich folgenden Hintergrund anschauen:
 Die Einnahmen der DG belaufen sich in diesem Jahr auf ca. 300 Millionen Euro.
 Die DG ist also im Verhältnis zu ihren Einnahmen um fast 120 Prozent verschuldet
“, so Balter in einem Kommentar zu der Antwort von Regierungschef Paasch auf seine Frage.

Foto: Shutterstock

Balter weiter: „Wenn ein Gliedstaat wie die DG, der zu 100 Prozent auf die Einnahmen anderer angewiesen ist,
 selbst zu 120 Prozent im Verhältnis zu seinen Einnahmen verschuldet ist,
 und diese Summe mehr als doppelt so hoch ist wie die durchschnittliche Verschuldungsquote aller Gemeinden in der EU, und der zuständige Finanzminister dies in sämtlichen Veröffentlichungen zum Haushalt außen vor lässt bzw. gänzlich ignoriert und die Zahlen klein redet, dann heißt dies eigentlich genug.
“

Problematisch wird der Schuldenberg laut Balter vor allem im Fall einer Erhöhung der Zinsen.

„Aufgrund des derzeitigen Zinstiefs macht sich die hohe Schuldenlast im Haushalt nicht unmittelbar bemerkbar; was sich jedoch bei einer Anhebung der Zinsen umgehend verändern kann“, so Balter. (cre)

Alle Angaben von DG-Ministerpräsident Oliver Paasch zum Thema „Gesamtverschuldung der DG“ (inklusive Details über Liquiditätsscheine, Kredite, finanzielle Leasings und alternative Finanzierungen sowie laufende operationelle Leasingverträge) finden Sie unter folgendem Link:

Schriftliche Frage Nr. 207 vom 3. Juli 2017 von Herrn Balter an Herrn Ministerpräsident Paasch zur Gesamtverschuldung der Deutschsprachigen Gemeinschaft Stand Ende Juni 2017

  1. Ostbelgien Direkt

    ZUSATZ – Problematisch wird der Schuldenberg laut Balter vor allem im Fall einer Erhöhung der Zinsen. „Aufgrund des derzeitigen Zinstiefs macht sich die hohe Schuldenlast im Haushalt nicht unmittelbar bemerkbar; was sich jedoch bei einer Anhebung der Zinsen umgehend verändern kann“, so Balter.

  2. Als ich meinen Kredit aufgenommen habe, war ich zu 400% verschuldet. Damals bezahlte ich 24% meines Einkommens für Kapital und Zinsen zurück. Es kommt auf die Raten und die Rückzahlungskapazität an. Die DG braucht noch keine 5% ihrer Einnahmen für die Tilgung von Kapital und Schulden aufzubringen. Warum redet eigentlich niemand davon ?

    • standpunkt

      viele Familien haben einen Kredit aufgenommen und zurückgezahlt von ihrem Gehalt. Dafür waren sie hart arbeiten gegangen und haben auf vielerlei Luxus verzichtet. Die DG verschuldet sich und hat wie DAX sagt kein Einkommen . Das Geld kommt von der Föderalregierung, der wallonischen Rigion….alle Einnahmen kommen demnach von uns Steuerzahlern. Ich glaube kaum das du deinen Kredit mit den Einnahmen von deinen Nachbarn bezahlt. hast. Ausser den Schulden bezahlen wir ja auch noch alle Gehälter, die protzigen Immobilien der DG, das Personal….
      Damit ist gut leben wenn man von Steuerzahlern immer mehr verlangt. Die Pensionen (von den meisten)sind niedrig, das Kindergeld ebenfalls, wir haben hier in Belgien die grösste Steuerbelastung usw…
      Wenn die Einnahmen bei der DG oder Föderalregierung niedriger wären d.h. unserer Steuerbelastung niedriger , wäre der prozentualle Anteil auch höher.

      • Réalité

        Sehr gut geschrieben, @Standpunkt!
        Die uns Regierenden sprechen immer von Einnahmen, obschon sie ja nur „UMVERTEILER“ sind.
        Sie müssten eher von SPENDENGELDERN reden.
        Denn die „Einnahmen“ sind denen immer noch nicht gut- bzw hoch genug!?
        Sie kriegen die seit JAHREN nicht mal umterm Hut und verwaltet!?
        Steig müssen sie noch drauf legen und „ANSCHREIBEN“ lassen!
        So das der Schuldenberg höher und nochmals höher ging, JAHRELANG, und ALLEMAL waren sie dran beteiligt!
        Ist das SINN UND ZWECK des ganzen!?
        Hernach von allem und vielem zu prahlen was gemacht wurde, ob gut oder nicht gut, bleibt dazu auch noch hingestellt!?
        Das ist nun mal unsere heutige POLITIK ELITE, so wie sie sich darstellt.
        Ist das denn eine Kunst? Immer wieder die Schulden hoch zu schrauben? Wurden die dafür gewählt?
        Und dann solche Kommentaristen wie der „Los Kotzos“, mit seiner spöttischen Frage?_?_?_
        Gerade diese Leute sind welche, die in Nähe der Futtertröge wandeln, sonst würden sie auch anders schreiben!?_?_?_
        Jedenfalls, gute Noten an den Herrn Balter!
        Der bleibt am Ball, und sorgt für Auf- und Klarstellung! Im Sinne des gebeutelten Steuerzahlers!
        Und das ist auch gut so!!!

      • Unsinn… Der Vergleich zwischen Staatsverschuldung und privater Verschuldung wird nicht richtiger wenn man ihn ständig wiederholt, denn im Gegensatz zu einer Privatperson ist die Rückzahlungswahrscheinlichkeit (die letzendlich mit über das Zinsniveau entscheidet – Stichwort Bonität) nicht durch die Lebenserwartung natürlich begrenzt. Ein (Glied-)Staat finanziert auch keine rendidteorientierten Ausgaben, weswegen eine moderate Staatsverschuldung durchaus akzeptabel ist. Im Fall der DG ist das deutlich größere Problem, die bereits angesprochene Tatsache, dass sich die Gemeinschaft ausschließlich über Schlüsselzuweisungen durch andere staatliche Instanzen finanziert und mithin keine wirkliche Finanzhoheit hat.

      • Pumpen Den Bürger ab?
        Naja ich bin froh auf diesem Teil der Welt zu leben.
        Ich bezahle gerne meine Steuern wenn ich sehe was ich davon habe.
        Meine Kinder können zu Schule gehen ich kann mit meinem Auto fahren wohin ich will das soziale und Gesundheitssystem ist eins der besten der Welt,…
        Manchmal frage ich mich wad die Leute hier eigentlich wollen!
        Wir leben im Paradies und beschweren uns trotzdem noch!

        • Ganz kluger Rechner

          Vieleicht nur weil der Mehrwert von „Ostbelgien“ gegenüber „Belgien“ den meisten Bürgern gar nicht klar ist?

          Was bringt das DG-Gedöns unter dem Strich?

            • Schuldner

              Ihr tut ja gerade so, als würde die DG Schulden aufnehmen, um ihre laufenden Ausgaben zu finanzieren. Da verwechselt Ihr was, Leute !
              In der DG sind Kredite aufgenommen worden, ja. Aber ausschließlich für Infrastrukturprojekte, von denen wir alle profitieren oder profitieren werden: Schulen, Krankenhäuser, Sportstätten, Kulturhäuser, Seniorenheime. Jedes Gemeindehaus der DG, jedes Vereinslokal hat davon profitiert und profitiert noch immer davon. Balter, der mit einem Fuß in Deutschland sitzt, könnte jeden Tag sehen, wie es den deutschen Eifeldörfern im Vergleich zu den belgischen geht. Nur: das verschweigt er ganz bewusst. Aber selber profitiert er auch noch über verschiedene Kanäle von belgischen Subsidientöpfen, während er andererseits seinen „Boutik“ nicht in Ordnung hat. Wenn man in der Gemeinde Büllingen jemanden auf Balter anspricht, kriegt man die Antwort: „der sollte mal vor seiner Tür kehren“.
              Das können natürlich die Nordlichter, einschließlich OD-Chef, nicht wissen,. Denen versperrt ja meist das AS-Stadion (übrigens auch massiv subsidiert) die Sicht auf die Wirklichkeit und den Alltag.

              • Réalité

                Purer Neid! Herr Schuldner! Das der Herr Balter genau wie jeder andere Belg. Subsidientöpfe anzapft ist ja wohl unserer Elite geschuldet, die das erfand!? Und die Eifeldörfer brauchen sich nicht zu verstecken! Jedenfalls sind deren Strassen viel besser in Ordnung wie die unseren, dass zu Ihrer Kenntnisnahme.
                Sie hassen den Balter sicher gewaltig, was?
                Der jedenfalls spricht die Sachen an, was andere sich nicht wagen.
                Und das wir hier vieles im Sozialen Bereich gut haben, da hat keiner was dagegen, nur sollten die „Bauherren“ des ganzen mehr normal an die Investitionen ran gegangen sein.
                Die bauten und bauen drauf los, so als gäbe es morgen keinen Zement mehr!
                Und die Schuldenberge, die überlassen sie uns, unsern Kindern und unsern Enkeln!?
                Wenn das so gedacht war: gute Politik!?
                Dann hätten sie es sich wohl viel besser vorher überlegen sollen!?
                Wir brauchen hier kein Heer an Ministern und sonstigem, denn viel zu kleine Ecke!
                Der Restwelt macht sich doch über uns lächerlich!

                • Schuldner

                  @Réalité: Sie sagen: „Jedenfalls sind deren Strassen viel besser in Ordnung wie die unseren, dass zu Ihrer Kenntnisnahme.“
                  In der Tat, das ist die Realität, Herr Réalité. Das liegt aber vermutlich eher daran, dass der Straßenbau NICHT zu der Zuständigkeit der DG gehört ;-) Aber was nicht ist, kann ja noch werden ;-)

                  • Réalité

                    Herr Schuldner!
                    JEDER Belgier weiss das wir hier jede Menge zuviel an Politiker haben, jeder! Nur die Leute wollen es nicht einsehen. Hiervor schreibt einer über Fragen des Herrn Balter! Was tun denn all die anderen?? Der Stoffels ist Rätselweltmeister im Fragen stellen, die Damen sind ihm auf den Versen mit dem System, usw.
                    Hätten wir in Belgien nur halb so viele der Möchtegerne rumlaufen, dafür aber bessere, dann wäre unser Land garantiert heute besser dran!? Glauben sie es mir!? VIEL BESSER!

        • standpunkt

          das würde ich aber nicht verallgemeinern. es mag Ihnen gut gehen und das soll es auch da ich vermute das sie stets fleissig arbeiten für ihr Einkommen. Aber hier in Belgien werden die Gesellschaftsklassen immer deutlicher.
          Das ÖSHZ beklagt schon seit Jahren, das jedes Jahr die Anzahl der Anträge steigen. Viele können ihre Raten trotz Arbeit nicht mehr bezahlen. (Die Abzüge sind zu hoch). Strom, Heizung, Wasser wird zunehmend teurer , der Lohn schon seit Jahren nicht mehr.
          Die Alleinerziehenden haben ein grosses Problem alleine nur die Miete zu bezahlen.
          Altersarmut wächst von Jahr zu Jahr.
          Man kann die Augen , die Ohren und den Mund zuhalten…das wird aber das Problem nicht lösen.

          Ich wünsche und hoffe das es allen so gut geht wie ihnen. Aber ich zweifle daran…da heute schon viele sogar Nahrungsmittel sich holen gehen müssen.
          Es ist nicht alles schlecht aber die Zeiten können sich schnell durch irgendetwas ändern.
          ich muss ehrlich sagen ,dass mir das ganze System hier in Belgien einfach zu pompös, uneffektiv, kompliziert, überteuert ist. Die Politiker sind mir zu gierig und materialistisch .

          • Wobei es selbstverständlich ist, dass Leute mit dem neuesten Smartphone in der Hand im ÖSHZ auflaufen um Mietbeihilfe zu beantragen. Reden Sie einmal unter 4 Augen mit den Mitarbeitern, da relativiert sich vieles und das Mitleid mit den „Armen“ weicht schnell der Wut wohin meine Sozialbeiträge „verschwinden“….

        • Da haben Sie schon recht. Aber es ist auch nicht so, dass es uns in den Mund hinein wächst.
          Für alles was ich bis heute erreicht habe, habe ich sehr schwer arbeiten müssen. Geschenkt hat mir niemand etwas. Unser Wohlstand kommt nicht von ungefähr.

  3. Macht rund 4.600 €/Nase. Eine 4-köpfige Familie ist also mit 18.400 € (nur DG Schulden!!) dabei. Im übrigen, die DG hat keine Einnehmen, NULL, nada nichts! Das ist nur Geld welches den Steuerzahlern abgenommen wird. Richtig müsste es heißen, die DG bekommt 300 Mio € vom Steuer-Kuchen, verspeist aber 356 Mio € in der Hoffnung dass irgendwann irgendwer ein Stück Kuchen nachschiebt…..

    • @Dax: Nein. Richtig müsste es heißen, die DG bekommt jedes Jahr rund 300 Mio € vom Steuer-Kuchen, hat sie aber nie ganz verspeist, sondern davon in den letzten 15 Jahren jedes Jahr im Schnitt zwischen 10 und 20 Millionen für Infrastrukturprojekte verwendet. Ebenso viel hat sie sich über diese Zeit noch einmal dazu geliehen. Insgesamt hat sie für mehr als 500 Millionen gebaut, und zwar Dinge, von denen alle, Sie wahrscheinlich auch, profitieren. Den Schuldenberg hinterlässt sie nicht irgendjemand, sondern den tilgt sie – jährlich mit weniger als 5% der Einnahmen aus dem Steuerkuchen. Wie ich finde, ein vernünftiges Verhältnis.

    • Réalité

      Hei Franz!
      Hier ist er schon!?_?_
      Du bist sicher einer der Insassen in dem Clubheim!?_?
      Und lässt Dich vom Steuerzahler durchfüttern?_?
      Und für sowas brauchen wir all diese Leute, um solche Schuldenberge an zu häufen?
      Abschaffen, diesen Club! Dafür brauchen wir die Leute nicht! Wir müssen auch arbeiten!
      Was zu viel ist…..ist zuviel!
      EIN Minister tut es mehr als zur Genüge! Der Rest ist zuviel für unsere kleine Ecke! VIEL ZU VIEL!
      So Franz! Da has de meine Meinung!

    • Kerstges Angela

      Vorsicht ! Lambertz verrechnet sich hin und wieder ! Siehe Franziska Franzen vor einigen Jahren !
      Betreff andere Stelle an der hier im Forum auch von „Arzt“, „Priester“ usw die Rede ist, nachweislich vor ca 4 ??? Monaten in Ostbelgien geschehen, “ in Ostbelgien hat es nie Pädipholie gegeben“, hat es wohl, genügt sich entsprechende Nachschlagewerke anzueignen, z. B. in Lüttich die notwendigen Unterlagen vorzunehmen! Bei meinen Verwandten gab es dieses Delikt, hieß da z. B. der Geistliche, der schönreden wollte, auch vorübergehend Lambertz?

  4. Marcel Scholzen eimerscheid

    Es wäre besser Vermögen und Schulden der DG gegenüber zu stellen als die jährlichen Einnahmen und Schulden. Das würde ein realistischeres Bild der Situation geben. Denn das Geld ja auch teilweise investiert. Daher meine Frage nach der Höhe des DG-Vermoegens ? Und was sind Liquiditätsscheine ? Und wie lange laufen die Kredite zu welchem Zinssatz ?

  5. Den Ahlen

    Bei der ganzen Affäre ist, für mich, der springende Punkt, dass wir zu 120 % des „BIP“ verschuldet sind. Das verstößt gegen die „Maastricht Kriterien“ und war nur durch buchhalterische Trixerei möglich (abgekürzt „PPP“ und sonstige)! Einerseits hat Paasch selbst diese Kriterien als Finanzminister mit unterzeichnet. Und jetzt umgeht er sie, ganz bewusst? Es steckt anscheinend doch in jedem Politiker der Zwang die eigenen Gesetze zu umgehen! Anstatt Gesetze für alle anzupassen, wenn nötig, wird gemogelt und getrixt. Ähnlich war’s ja auch bei Publifin, Samusocial, etc … Alles legal, aber es stärkt nicht das Vertrauen der Wähler, auch wenn die Absichten (Schulen bauen etc) noch so gut waren!

    • @den Ahlen. Das BIP dürfte wohl bei ein paar Milliarden liegen. Unser Unternehmen macht allein schon fast 100 Millionen. Balter vergleicht die Schuld nicht mit dem BIP. Er nimmt Einnahmen der DG (300 Millionen) um zu vergleichen. So entsteht ein falscher Prozentsatz (120 %). Wenn man mit dem BIP vergleichen würde, würde die Zahl nur ein paar Prozent liegen oder sogar bei weniger als ein Prozent

  6. Ein Beobachter

    Was soll eigentlich noch der ganze Firlefanz und das leere Geblaffs unseres MP Paasch über die baldige schwarze Null der DG???? Wiederum war Heute in den Wirtschaftszeitungen zu entnehmen , das NOCHMAL 200 Millionen dringend gesucht werden von der Föderalregierung , um irgendwo nochmal Löscher zu stopfen . Annähernd 460 Milliarden Schuldenlast schwebt über das Marode Staatsgefüge , da kann man schon davon ausgehen , das die EU Belgien in kurzer Zeit an den Pranger stellt und es wird ein ganz Böses Erwachen geben . Das Grauenhafte an dieser ganzen Sache ist , das diese Ministerriege an der Weser noch so tut , als alles im besten Lot vonstatten geht . Für wie dumm hält eigentlich diese abgehobene Gesellschaft die Bürger der DG mit ihren verlogenen Aussagen , wenn man bedenkt das diese angeberischen Zeitgenossen vereidigte Personen sind , die zum Wohle des Bürgers handeln müssen , aber selbst von dieser bankrotten Sachlage längst informiert sind . Wozu benötigen wir eigentlich noch all diese Scharlatannen , ja es ist zum kotzen , wenn diese aufgeblähten Gestalten noch in der Presse auftauchen .

    • Réalité

      Sie umschreiben es wie es ist, werter Beobachter! Realtätskonformer Sachverhalt!
      Ein Club der Vielverdiener und Überzähligen, den wir in dem aufgebauschten, übertriebenen Rahmen gar nicht gebraucht hätten!
      Die Politik ist überall am kratzen und auflösen, jedoch bei sich selber da ist Überfluss im höchsten Grade angesagt!
      Gerade hier bei uns, wo doch Zehn hohe und sehr gut bezahlte Leute sich gerade mal um jeder gute 7.000 Leutchen kümmern muss. Sowas bekäme ein EINZIGER mit links alleine fertig, wenn man das „in Relation und Realität“ umsetzte!?
      Aber NEIN, die krallen sich fest, und dazu jede Menge an Referenten und sonstigem Personal noch obendrauf.
      Ein UNIKUM sondergleichen, und das auf der ganzen Welt!?

      Nb: die müssen sich schon ab und zu sehen lassen, sonst wären sie ja vor jeder Menge an Arbeit ganz abgetaucht. Ein Senator (teurer dazu) mit 8 Sitzungen pro Jahr, der Gipfel des ganzen!

  7. Professor

    Im nächsten Jahr wird gewählt: Gemeinde- und Provinzialwahlen. Und in 2019 wird nochmals gewählt: EU, Kammer, Wallonische Region und Deutschsprachige Gemeinschaft. Wie wäre es, wenn die unzufriedenen OD-Schreiber, die, wenn man ihre Kommentare liest, allesamt Experten im Bereich der Politik und der Demokratie sind, zu einer eigenständigen Liste zusammenschließen und kandidieren? Das wäre doch mal ein praktischer Anfang, die von ihnen beschriebene Misere zu beenden.

    • Den Ahlen

      Ja, aber andererseits würde ich es dem Herrn Paasch gönnen den Karren jetzt auch zu schieben, den er so tief in den Dreck gedrückt hat! Für die nächsten Jahre hat er uns verschuldet! Mit anderen Worten: Die Folgeregierungen können eigentlich nur sparen und selber nichts umsetzten! Kein sehr dankbarer Job!

      • Réalité

        Hallo „Den Ahlen“! Sie sind ein wenig zu milde! …nächsten Jahre? Nächsten Jahrzehnte!!! Deren Hochrechnung ging schon bis 2038! Jedoch den Märchenonkeln kann man nicht mal das glauben! Daher rechne ich erst um 2050 um Schuldenfrei zu sein!?
        Und dann lassen Sie sich die Zahl mal durch den Kopf gehen, durch Ihren „alten und grauen Kopf“!?
        Und rechnen das mal um in unsere alten Bfrs…….
        Daraufhin müssen Sie sich erst mal im Lehnstuhle setzen….und tief Luft holen…..hoffentlich werden Sie es ohne grosse Probleme überstehen….es ist schon eine WAHNSINNSZAHL, nicht wahr????

        • Nurmalsonebenbei

          Wenn man so wenig von Haushalt und Bilanz versteht wie sie sollte man sich eigentlich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Ihre Kommentare zu diesem Thema zeugen von ganz erheblicher Unkenntnis. Bilanzen, Haushalte oder auch Ergebnisrechnungen richtig zu lesen und zu verstehen scheinen für sie eindeutig eine Nummer zu gross. Wenn man z.B. von Schuld spricht muss man im gleichen Atemzug auch das geschaffene Vermögen betrachten. Alles andere ist schlichtweg unehrlich.

      • Herr Paasch ist noch nicht lange Finanzminister. Die Schulden für Infrastruktur wurden bestimmt während Jahrzehnten gemacht. Wenn Herr Paasch an der schwarzen Nullarbeitet, finde ich gut.

  8. standpunkt

    Mir sind effektiv alle Bilanzen nicht bekannt und verfüge auch kein Wissen über sämtliche Haushalte.
    Fakt ist jedoch
    -das die Steuerbelastungen hier in Belgien einer der höchsten ist
    -das die Anzahl an Mandate im Vergleich zu anderen Ländern erschreckend hoch ist
    usw…

    – die Gier (Geld, Macht) der Politiker unersättlich zu sein scheint
    – das immer wieder neue Einnahmequellen beim Steuerzahler gesucht werden muss
    und
    – so ein Palast wie in Eupen , muss das sein?
    -das Vermögen besteht grösstenteils aus Immobilien, die sicherlich im Laufe der Jahre an Wert verlieren
    Diese immobilien sind so gesehen totes Kapital da sie keine Einnahmen einbringen . Und andersherum müssen sicherlich all diese Immobilien in zirka 20 Jahre wenn es gut geht wieder renoviert, saniert …werden.

        • Wahrscheinlich haben die Franzosen – mit Ausnahme des Adels und einiger Profiteure – über die Prunksucht des Sonnenkönigs geflucht. Aber jetzt lockt Versailles Millionen Besucher aus aller Welt an.

          Vielleicht errichten zukünftige Generationen den jetzigen Politikern mal Denkmäler dafür, dass diese Bauten in Eupen zu Touristenmagneten geworden sind – allerdings erst nach einer Revolution mit den bekannten Folgen für die genannte Oberschicht.

        • Réalité

          Sehr schlauer Spruch, lieber Edi!?_
          Ruinen lassen sich sehr oft sehr gut verkaufen……
          Schulden….ist schon schwieriger….
          Denn die muss man (d h der Steuerzahler!!!) zurückzahlen
          In dem Falle hier noch mindestens ZWANZIG JAHRE…….
          Wenns denn gut geht…
          Oder nicht…..
          Dann noch „etwas länger“…..

      • Bob der Baumeister

        und wenn man diese Gebäude hätte verfallen lassen, wäre dann alles besser?
        NB ein Großteil der Gelder fließt in die Schulen unserer Region, ich denke da ist es gut aufgehoben!

        • Naja, die Gebäude können noch so toll sein. Der Unterricht wird noch immer von den Lehrern gegeben. Und meiner Meinung sollte hier mehr investiert werden. Mehr Gehalt, bessere Motivation, schnellere Festeinstellungen statt Zeitverträge. Unsere Kinder werden es uns danken. Aber die Flaschen in Namür denken lieber über Maut nach für die Benutzung unserer tollen Straßen, oder über Sozialkürzungen. Oder es hat Methode und wir sollen dumm gehalten werden. Das sieht man auch mehr und mehr in der DG. Die Neupolitiker kommen oft direkt von der Uni und haben keinen Schimmer was die Menschen denken oder wie es ist zu arbeiten. Das war früher anders. Noch ein Anzeichen dafür sind die Politikergenerationen. Wie der Vater so der Sohn. Aber dann regt man sich über Nordkorea auf…

  9. Dumpfer Geldverschwendungsladen DG

    Richtig, Herr Balter.
    Außer Schulden, pro Kopf mehr als 5.000 Euro in der DG, haben diese Politkasper nichts vorzuweisen.
    Außer natürlich einer satten Selbstbereicherung auf Kosten der Steuerzahler in Form einer Diätenerhöhung, millionenschwere Bauten für sich selbst und Vetternwirtschaft zum Umfallen.
    Das ist die Bilanz dieser politischen Suppenkasper in der DG.

  10. „Und die Eifeldörfer brauchen sich nicht zu verstecken! Jedenfalls sind deren Strassen viel besser in Ordnung wie die unseren, dass zu Ihrer Kenntnisnahme.“

    Diesen Satz, der weiter oben steht, möchte ich etwas zurechtrücken. Zwar liest man immer wieder diese Mär, dass die Straßeninfrastruktur „drüben“ bei unseren Nachbarn im Osten so toll sei.

    Vor Ort hört das sich aber ganz anders an, sowohl in NRW als in RP:

    https://www.derwesten.de/politik/loch-an-loch-so-mies-sind-die-strassen-an-rhein-und-ruhr-id9754782.html

    https://dgfhp.wordpress.com/2015/04/24/desolate-strassen-und-bruecken-rheinland-pfalz-muss-mehr-investieren-infrastruktur/

    Dass allerdings hier in Belgien selbst die Autobahnen nicht korrekt unterhalten werden, ist eine Binsenwahrheit. Völlig verwischte Fahrbahnmarkierungen sind noch das mindeste Übel, stellen aber etwa an der Auffahrt von Verviers auf die Autobahn Aachen-Lüttich ein echtes Sicherheitsproblem dar, zumal bei Dunkelheit und Regen.

    Frage: Wer ist eigentlich für die Rüttelpiste von Eupen über Ternell Richtung Mützenich zuständig? Eine Schande!

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