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Aktion von GAIA gegen Käfighaltung in Eupen: Dutzende „Cage Fighters“ ließen sich einsperren

Tierfreund Berni Schmitz aus Hauset im Käfig mit dem Schild „Ich kämpfe gegen Käfige“. Foto: OD

Die letzte Etappe der diesjährigen Sommer-Tournee von GAIA endete wieder in Eupen. Seit dem 25. Juli hatte die Organisation für Tierschutz in insgesamt 12 Städten des Landes Halt gemacht und die Bevölkerung über die europäische Bürgerinitiative „Exit Käfige“ informiert.

Ziel ist es, ein Verbot der Käfighaltung in ganz Europa zu erwirken. Hierfür benötigt GAIA vor Ende des Sommers mehr als 1,3 Millionen Unterschriften.

Dem Beispiel des olympischen Athleten Kevin Borlée, Botschafter der Kampagne, folgten am Freitag zahlreiche Eupener. Sie unterzeichneten am Stand von GAIA auf dem Marktplatz die Petition und ließen sich für die Dauer eines Fotos in einen Käfig einsperren.

Tierfreunde unterschreiben eine Petition am GAIA-Stand auf dem Eupener Marktplatz. Foto: OD

In Europa werden jährlich über 300 Millionen Tiere in Käfige eingepfercht. Diese Käfige sind grausam und unnütz. Sie haben schlimmste Auswirkungen auf Tiere wie Kaninchen, Wachteln, Gänse, Hühner und Schweine. Die meisten sehen das Tageslicht nie. Säue können sich nicht einmal umdrehen. Kälbchen werden von Geburt an von ihrer Mutter getrennt.

Ein Leben in einem Käfig, das ist kein Leben, so der Tenor. Die Tiere seien nur Reproduktionsmaschinen und würden als ein Stück Fleisch betrachtet, so GAIA in einer Pressemitteilung. Diese sensiblen Wesen seien dazu verdammt, ein würdeloses Leben zu führen. Sie hätten weder Platz, sich zu bewegen, noch könnten sie ihre natürlichen Bedürfnisse befriedigen.

Belgiens Sprint-Ass Kevin Borlée unterstützt GAIA-Aktion

„Auch in Belgien werden fast 85 Prozent der Tiere durch Intensivtierhaltung in Käfigen gemästet“, erläuterte GAIA-Präsident Michel Vandenbosch. „Ein Leben im Käfig bedeutet ein Leben voller Leiden. Das Ende der Käfighaltung soll deshalb die Massentierhaltung beenden, die weder nachhaltig noch moralisch akzeptabel ist und einen wirtschaftlichen Irrweg darstellt.“

Wie berichtet, hatte sich beim offiziellen Start der Tournee “Exit les cages / End the cage age / Exit Käfige” am 25. Juli 2019 kein Geringerer als das belgische Sprinter-Ass Kevin Borlée, Welt- und Europameister mit der belgischen 4×400-m-Staffel („Belgian Tornados“) in einen Käfig in der Rue Neuve in Brüssel einsperren lassen.

Tierfreund Berni Schmitz (l) und Georg Kremer (r) von GAIA Ostbelgien vor einem Schwein im Käfig während der GAIA-Aktion gegen Käfighaltung am Freitag in Eupen. Foto: OD

Als engagierter Bürger und Sympathisant in Sachen Tierschutz stellte sich Borlée als Botschafter für GAIA zur Verfügung und machte damit auf das schlimme Los von Millionen von Zuchttieren aufmerksam, die jährlich in Käfigen vegetieren.

Viele Passanten sind am Freitag auf dem Marktplatz in Eupen dem Beispiel von Kevin Borlée gefolgt und haben sich für die Dauer eines Fotos in einen Käfig einsperren lassen.

Um diese Aktion optimal bekannt zu machen, bat GAIA darum, die Petition am Stand von GAIA in Eupen oder auf www.exitkaefige.be zu unterzeichnen. Wer die Aktion unterstützen will, kann das Foto im Käfig auch mit dem Hashtag #ExitlesCages, #EndTheCageAge oder #ExitKaefige auf Instagram, Twitter oder Facebook veröffentlichen.

Letztes Jahr war GAIA im August mit einem „Catmobil“ in Eupen präsent. Auf dem Marktplatz hatten die Besucher u.a. die Möglichkeit, eine Petition für eine Kürzung des Mehrwertsteuersatzes auf die Sterilisierung von Katzen von 21 auf 6 Prozent zu unterschreiben. (cre)

Nachfolgend einige Fotos von der GAIA-Aktion gegen Käfighaltung am Freitag auf dem Marktplatz in Eupen (Zum Vergrößern Bild anklicken):

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