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In Eupen kann man sich in einem Käfig einsperren und fotografieren lassen – Aktion von GAIA gegen Käfighaltung

Leichtathletik-Ass Kevin Borlée ließ sich am Stand von GAIA in einem Käfig einsperren und fotografieren. Foto: GAIA

Vom 25. Juli bis zum 16. August ist GAIA wieder auf jährlicher Sommer-Tournee unterwegs. Der Tross der Tierschützer startete in Brüssel und macht zurzeit in 12 Städten von Nord bis Süd Halt. In Eupen endet die Aktion am Freitag, 16. August.

Letztes Jahr war GAIA im August mit einem „Catmobil“ in Eupen präsent. Auf dem Marktplatz hatten die Besucher u.a. die Möglichkeit, eine Petition für eine Kürzung des Mehrwertsteuersatzes auf die Sterilisierung von Katzen von 21 auf 6 Prozent zu unterschreiben.

In diesem Jahr ist die GAIA-Sommertour Teil der europaweiten Kampagne „Exit les cages“. Dabei handelt es sich um eine europäische Bürgerinitiative mit dem Ziel, die Käfighaltung in den Zuchtbetrieben in Europa zu verbieten. Eupen ist die letzte Etappe der „GAIA Summer Tour 2019“.

In Europa werden jährlich über 300 Millionen Tiere in Käfige eingepfercht. „Ein Leben in einem Käfig, das ist kein Leben“, so GAIA-Präsident Michel Vandenbosch. Foto: Shutterstock

Für den Auftakt in Brüssel konnte GAIA auf die Anwesenheit eines ganz besonderen Botschafters zählen, nämlich den belgischen Olympia-Athleten Kevin Borlée.

“Ich unterstütze diese Kampagne, weil ich Tiere liebe“, so Kevin Borlée, der in den letzten Jahren mit der belgischen 4×400-Meter-Staffel („Belgian Tornados“) bei Europa- und Weltmeisterschaften etliche Medaillen gewinnen konnte.

„Wenn man sieht, unter welchen Bedingungen Tiere gezüchtet werden, muss man sich einfach die Frage stellen, wieso das nicht schon längst geändert wurde. Tiere sollten unter würdigen Bedingungen leben. Die Mentalitäten müssen deshalb verändert und die Leute sensibilisiert werden. Diese Debatte muss unbedingt stattfinden“, erklärte Kevin Borlée, der darum bittet, die Petition „Exit Käfige!“ zu unterzeichnen.

Borlée ist einer der „Cage Fighter“ von GAIA. Um die erbärmlichen Lebensbedingungen in der Tierzucht zu demonstrieren, hat er sich in Namur öffentlich in einen lebensgroßen Käfig einsperren lassen (siehe Foto oben).

Das Team von GAIA am 18. August 2018 auf dem Eupener Marktplatz beim Gruppenfoto mit dem „Catmobil“. Foto: OD

Am 16. August kann in Eupen jeder die Petition „Exit Käfige!“ unterschreiben, mit den Freiwilligen von GAIA diskutieren und seine Unterstützung zeigen, indem auch er sich für die Dauer eines Fotos in einem Käfig einsperren lässt. Das Foto kann man dann in den sozialen Netzwerken mit dem Hashtag #ExitLesCages, #EndTheCageAge oder #EndeKäfige posten, um so ein Zeichen gegen die Misshandlung von Zuchttieren zu setzen.

In Europa werden laut GAIA jedes Jahr mehr als 300 Millionen Tiere in Käfigen gehalten. Diese Käfige sind grausam und haben schlimme Auswirkungen auf Hasen, Wachteln, Gänse, Hühner und Schweine beispielsweise. Auch in Belgien werden fast 85 Prozent der Tiere intensiv gemästet. „Ein Leben in einem Käfig, das ist kein Leben“, so GAIA-Präsident Michel Vandenbosch.

Um diesen Albtraum in Europa zu beenden, arbeitet GAIA in einem Netzwerk von mehr als 140 Organisationen. Ziel ist das Sammeln von 1,3 Millionen Unterschriften vor Ende dieses Sommers. „Dies ist die einzige Methode, um die Europäische Kommission zu zwingen, dieses Thema ernst zu nehmen“, so GAIA in einer Pressemitteilung. (cre)

Weitere Informationen über die europäische Kampagne gegen Käfighaltung finden Sie auf der Webseite www.exitkaefige.be In Eupen werden die Freiwilligen von GAIA am Freitag, dem 16. August 2019, zwischen 10 und 18 Uhr auf dem Marktplatz sein. Jeder ist willkommen.

2 Antworten auf “In Eupen kann man sich in einem Käfig einsperren und fotografieren lassen – Aktion von GAIA gegen Käfighaltung”

  1. treesche

    Käfighaltung ist bestimmt nicht gut, aber die meisten Verbraucher und Einkäufer der grossen Ketten drücken die Preise der Lebensmittel gnadenlos. Jeder hechtet dem günstigsten Angebot nach, um ein paar Cent zu sparen. Wer was für den Tierschutz möchte muss bei sich selbst anfangen. Aber auch die EU und die einzelnen NATIONALSTAATEN müssen landwirtschaftliche Subventionen an gute Bedingungen für die Tiere knüpfen. Da helfen solche Käfigfotos überhaupt nicht. Gaia und Soko Tierschutz usw. sind mir einfach zu fanatisch und zerstörerisch.https://www.welt.de/regionales/nrw/article174915364/Radikaler-Tierschutz-Wenn-radikale-Tierrechtler-geltendes-Recht-brechen.html?

  2. peter Müller

    Ich bin auch gegen Käfig und sonstige Haltung. Jeder der Vögel, Meerschweinschen Reptilien, Fische, Schafe, Pferde, Kühe, Katzen und so weiter hält, soll sie frei lassen. Geschweige von den Männern , die nicht vor die Tür dürfen.

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