Sport

„PSG und Bayern schaffen ein Fußballmeisterwerk“ – Pressestimmen zum Neun-Tore-Spektakel von Paris

28.04.2026, Frankreich, Paris: Ousmane Dembélé (r, Paris Saint-Germain) erzielt den Treffer zum 3:2 vom Elfmeterpunkt gegen Torhüter Manuel Neuer (Bayern München). Foto: Federico Gambarini/dpa

AKTUALISIERT – Paris St. Germain und der FC Bayern liefern sich im Halbfinal-Hinspiel der Champions League ein geschichtsträchtiges Duell (siehe Spielbericht weiter unten) – und werden dafür von der internationalen Presse gefeiert.

„L’Équipe“ (Frankreich): „Der Schock kippt ins Irrationale. (…) Nach einer zehnminütigen Abtastphase lieferten sich PSG und Bayern München einen Schlagabtausch, der sich zu einem mitreißenden Kampf von erstaunlicher Intensität und technischer Klasse entwickelte.“

„Le Parisien“ (Frankreich): „Die Pariser gewinnen in einem völlig verrückten Spiel.“

„Le Monde“ (Frankreich): „Paris geht als Sieger aus einem epischen Halbfinal-Hinspiel im Prinzenpark hervor. Der erste Akt des Spitzenspiels zwischen Luis Enriques Mannschaft, dem amtierenden Champions-League-Sieger, und den Bayern, einem der besten Teams Europas, erfüllte am Dienstag alle Erwartungen mit neun Toren.“

Die Titelseite der französischen Sportzeitung „L’Équipe“ am Tag nach dem „Jahrhundertspiel“ zwischen PSG und Bayern München. Foto: Screenshot L’Équipe

„RMC“ (Frankreich): „Neun Tore und einige unvergessliche Momente, doch Paris wird es bereuen. Der Prinzenpark war Schauplatz eines der besten Spiele des Jahres, eines der großartigsten in der Geschichte der Champions League.“

„Marca“ (Spanien): „Das Duell wurde als Finale vor dem Finale angekündigt und hielt, was es versprach. PSG und Bayern boten ein Spiel, wie man es in dieser Saison – oder seit langem – noch nie gesehen hatte.“

„AS“ (Spanien): „Eine Ode an den Fußball, die zugunsten von PSG ausging. Neun Tore in einer historischen Nacht, die ein Rückspiel verspricht, das man nicht verpassen darf. Alle Stars glänzten unter dem Pariser Nachthimmel.“

„Mundo Deportivo“ (Spanien): „PSG und Bayern schaffen ein Fußballmeisterwerk.“

„Daily Mail“ (Großbritannien): „Wow, einfach wow. Wunderbar. Verrückt. Großartig. Albern. Besonders. Unerbittlich. (…) PSG gewinnt knapp einen historischen Neun-Tore-Thriller in Paris, aber das erzählt nicht einmal die halbe Geschichte.“

„The Sun“ (Großbritannien): „PSG gewinnt das ‚Jahrhundertspiel‘. DAS hätte das Finale sein sollen – Gott sei Dank ist es das nicht und wir dürfen nächste Woche alles noch einmal machen.“

„BBC“ (Großbritannien): „PSG geht nach einem der besten Spiele, die man je gesehen hat, mit einem Ein-Tor-Vorsprung ins Rückspiel. Tragt das Rückspiel in euren Kalender ein.“

28.04.2026, Frankreich, Paris: Spieler von Bayern München bedanken sich nach dem Spiel bei den Bayern-Fans für die Unterstützung. Foto: Federico Gambarini/dpa

„The Guardian“: „Gab es jemals ein Fußballspiel wie dieses? In einer strahlenden, mitreißenden, leicht verrückten Nacht im Parc des Princes lieferten Paris Saint-Germain und Bayern München etwas ab, das sich wie eine ganz andere Kategorie menschlicher Aktivität anfühlte.“

„Telegraph“ (Großbritannien): „Ein Schlagabtausch zwischen zwei Mannschaften mit unwiderstehlichen Ansammlungen an Talent. Neun Tore wurden erzielt, und weiteres Gewicht wurde dem Argument verliehen, dass dies ein großartiges Finale gewesen wäre.“

„Gazzetta dello Sport“ (Italien): „PSG und Bayern, ihr seid der Wahnsinn! Magische Momente, Pfostentreffer und neun Tore im Spiel des Jahres.“

„Corriere dello Sport“ (Italien): „Eines der spektakulärsten Champions-League-Spiele der Geschichte.“

„Tuttosport“ (Italien): „Ein Spiel, das in die Geschichte der Champions League eingehen wird: ein Halbfinale mit neun Toren und unzähligen weiteren großartigen Spielzügen. PSG besiegte Bayern München mit 5:4 und sorgte damit für ein völlig offenes Rückspiel.“

„La Dernière Heure – Les Sports“ (Belgien): „Ein legendäres Spiel zwischen PSG und Bayern München: Merci, danke – und wir freuen uns schon auf nächsten Mittwoch!“ (dpa)

PSG gewinnt Fußballspiel der Superlative gegen FC Bayern 5:4

Was für ein Spiel! Ein Spiel, das wohl in die Geschichte der Champions League eingehen wird. Im Halbfinal-Hinspiel besiegte Paris Saint-Germain den FC Bayern nach einem Tor-Festival 5:4. Zwischenzeitlich führten die Franzosen 5:2. Das Rückspiel findet am Mittwoch nächster Woche in der Münchner Allianz Arena statt.

In einem atemberaubenden Fußball-Spektakel hat der FC Bayern München die erste Runde im Giganten-Duell mit Paris Saint-Germain verloren – aber ein großes Comeback hingelegt. Der gesperrte Trainer Vincent Kompany erlebte im Halbfinal-Hinspiel hoch oben auf der Tribüne des brodelnden Prinzenparks ein irres 4:5 (2:3) des deutschen Meisters gegen den Champions-League-Titelverteidiger. Dabei lagen die Münchner nach 58 Minuten mit 2:5 zurück.

28.04.2026, Frankreich, Paris: Luis Díaz (l, Bayern München) und Marquinhos (Paris Saint-Germain) kämpfen um den Ball. Foto: Federico Gambarini/dpa

Im Halbfinal-Rückspiel am Mittwoch kommender Woche müssen die Bayern in der heimischen Allianz Arena trotzdem ganz groß aufspielen, um den Titelverteidiger zu entthronen. Dann darf auch Kompany wieder unten am Spielfeldrand stehen. Das Finale am 30. Mai in Budapest ist für die mit großer Moral auftretenden Münchner Triple-Jäger weiter in Reichweite.

– Upamecano und Díaz schlagen zurück: Es war ein monumentales Fußballspiel, das auf dem Platz geboten wurde. Rauf und runter ging es – ohne Ruhemomente. Zweikämpfe, Dribblings, Elfmeter – und Tore, Tore, Tore. Harry Kane verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0 (17. Minute). Michael Olise glich zum 2:2 aus (41.). Und dann schlugen Dayot Upamecano (65.) und nochmals Díaz (68.) zu, als die Bayern bereits K.o schienen.

Das PSG-Ensemble zeigte fast ein halbes Jahr nach dem 1:2 gegen die Münchner in der Ligaphase diesmal seine ganze Offensiv-Klasse und jubelte gleich fünfmal durch den herausragenden Georgier Chwitscha Kwarazchelia (24./56.), einen Kopfballtreffer des nur 1,74 Meter großen Mittelfeldspielers João Neves (33.) sowie einen nach VAR-Überprüfung gegebenen Handelfmeter von Ousmane Dembélé (45.+5).

Der Weltfußballer und ehemalige Dortmunder traf in der 58. Minute auch noch ein weiteres Mal zum 5:2-Zwischenstand. Beide Teams hätten in dem rasanten Schlagabtausch mit höchster Geschwindigkeit sogar noch mehr Tore schießen können. Die Offensivreihen dominierten die Abwehrreihen inklusive der beiden Torhüter.

28.04.2026, Frankreich, Paris: Bayerns Michael Olise (l) erzielt das zweite Tor seiner Mannschaft. Foto: Aurelien Morissard/AP/dpa

– Wechselbad der Gefühle für Kompany auf der Tribüne: Bis zur Ankunft im Stadion waren die Abläufe des Bayern-Trosses wie immer gewesen. Kompany hielt auch noch die Abschlussbesprechung im Teamhotel, bevor er im Prinzenpark von seinem Team getrennt wurde. Sein Zuschauerplatz im 50. Saison-Pflichtspiel des deutschen Meisters war oben auf der Tribüne an einem Tisch. Der Belgier durchlief ein Wechselbad der Gefühle.

„Vincent ist mit dem Herzen dabei – und wir spielen natürlich auch für ihn“, hatte Kapitän Manuel Neuer nach der Ankunft im Parc des Princes bei Prime Video gesagt. Das lautstarke Kommando am Spielfeldrand übernahm derweil Kompanys erster Assistent Aaron Danks.

„Danksy hat schon Erfahrung. Ich habe 100 Prozent Vertrauen in unseren Staff“, hatte Kompany gesagt. Verkleidet hatte sich der 42-jährige Engländer nicht, er trug keinen feinen Anzug, sondern stand im Trainingsanzug in der Coaching Zone.

– Davies statt Laimer in der Startelf: Aufstellung, Taktik, Marschroute lagen ohnehin weitgehend auf der Hand. Wobei die Münchner Startelf eine Überraschung beinhaltete: Der extrem schnelle Alphonso Davies verteidigte links anstelle von Konrad Laimer. Dem Kanadier unterlief das unglückliche Handspiel, das zum Elfmeter führte.

Als Münchner Blaupause galt das nach einer Roten Karte für Doppeltorschütze Luis Díaz in Unterzahl erkämpfte 2:1 in der Ligaphase Anfang November. Mutig sein, aktiv sein, widerstandsfähig sein – darum ging es erneut in Paris.

28.04.2026, Frankreich, Paris: Bayerns Michael Olise (r) jubelt nach dem zweiten Tor seiner Mannschaft. Foto: Christophe Ena/AP/dpa

„Wir kämpfen um den Titel, den PSG letztes Jahr erreicht hat“, hatte Kompany bei der Pressekonferenz am Vorabend zur Zielsetzung gesagt. Und Paris gelang der Königsklassen-Triumph 2025 bekanntlich in München – mit einem 5:0 gegen Inter Mailand, das wiederum die Bayern im Viertelfinale bezwungen hatte.

„Bei PSG ist es wie ein Sturm, der auf einen zukommt“, hatte Kompany angesichts der Pariser Offensiv-Asse um Dembélé, den jungen Desiré Doué und Kwarazchelia gemahnt. Er sollte Recht behalten. Die PSG-Stars waren kaum zu stoppen. Fast wäre Senny Mayulu (87.) noch das 6:4 gelungen, als er den Ball an die Latte drosch.

Aber auch die Bayern-Offensive lieferte. Der starke Díaz traf wieder doppelt, Olise zeigte großartige Dribblings und traf wunderbar. Einmal landete der Ball nach einem tollen Solo des Franzosen am Pfosten. Und auch Kane traf – eiskalt vom Punkt. Alle Fußballfans dürfen sich auf ein großes Rückspiel freuen. (dpa/cre)

9 Antworten auf “„PSG und Bayern schaffen ein Fußballmeisterwerk“ – Pressestimmen zum Neun-Tore-Spektakel von Paris”

  1. DR ALBERN

    Das Spiel wurde von OD im vorherigen Artikel angesagt, nur NICHT auf welchem Sender es im TV gezeigt wird!!! Warum wird BAYERN nie auf DAZN gezeigt??? Ich habe das Spiel dann auf SKY SPORT AUSTRIA zu sehen bekommen!!!

    • Ostbelgien Direkt

      Dr. Albern: Champions League läuft in Belgien nicht auf DAZN, sondern auf RTL Club und vtm2 fürs Free-TV sowie auf pickx+sports (ProximusTV) fürs Pay-TV. Das ist auch noch nächste Saison der Fall. Für die Zeit ab 2027 hat sich Canal+ (der Disney-Konzern wurde bereits als Sieger gefeiert, wurde am Ende jedoch von Canal+ überboten) die Rechte für Belgien gesichert. Gruß

      • …und das ist gut so.
        Wie auch immer Belgien/ Rtlclub das schafft uns Champions Leaguespiele für ummesös zu zeigen.

        Deutlich schwächster Bayer – Musiala.
        Jeder Ball und Kombination mit ihm verlief ins Nichts. Kopfballtor Psg ging dann auch noch auf seine Kappe. Hoffe er spielt bei der WM auch so

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern