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Fußball-WM 2018: Belgien gegen England, Tunesien und Panama

Der Trainer von Belgien, Roberto Martinez (r), vor der WM-Auslosung. Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Die belgische Fußball-Nationalelf trifft in der Gruppenphase der Fußball-WM 2018 in Russland auf England, Tunesien und Panama. Deutschland bekommt es mit Mexiko, Schweden und Südkorea zu tun.

Von Vorteil ist für Belgien, dass die Begegnung gegen England ganz zuletzt stattfindet. Die Konfrontation zwischen Belgiern und Engländern ist nicht ohne Brisanz, sind doch die besten belgischen Profis in der englischen Premier League aktiv.

Spielorte für Belgien sind Sotschi, Moskau (Stadion von Spartak) und Kaliningrad.

Auf der Anzeigetafel sind die ausgelosten Gruppen E, F, G und H zu sehen. Gruppe E mit Brasilien, Schweiz, Costa Rica und Serbien. Gruppe F mit Deutschland, Mexiko, Schweden und Südkorea. Gruppe G mit Belgien, Panama, Tunesien und England. Gruppe H mit Polen, Senegal, Kolumbien und Japan. Foto: Christian Charisius/dpa

Sollten die Roten Teufel das Achtelfinale erreichen, wovon man mal ausgehen darf, würden sie auf eine Mannschaft aus der Gruppe H treffen: Polen, Senegal, Kolumbien oder Japan. Im Viertelfinale könnte Belgien allerdings auf Deutschland oder Brasilien stoßen.

Eröffnet wird das Turnier am 14. Juni mit der Partie zwischen Gastgeber Russland und Saudi-Arabien. Die Russen bekamen in die Gruppe A zudem Ägypen und Uruguay gelost und haben damit eine vermeintlich leichte Aufgabe. Die wohl unangenehmste Vorrundengruppe bilden Argentinien, Island, Kroatien und Nigeria.

Von den in Lostopf 1 gesetzten Teams wollten alle Spanien aus Lostopf 2 vermeiden. Schließlich wurden die Spanier dem Nachbarn Portugal zugelost.

Die Spielorte der Roten Teufel:

SOTSCHI: Dank der Olympischen Winterspiele unter Palmen wurde der beliebte Badeort mit subtropischem Klima 2014 weltbekannt. Zudem hat Sotschi eine Formel-1-Rennstrecke. Die russische Elite schätzt den Ort am Schwarzen Meer als Feriendomizil.

DFB-Präsident Reinhard Grindel (2.v.l.), Bundestrainer Joachim Löw (r) und Teammanager der Fußball-Nationalmannschaft aus Deutschland, Oliver Bierhof (l), stehen im Saal vor der Auslosung. Foto: Christian Charisius/dpa

MOSKAU: Mit mehr als zwölf Millionen Einwohnern ist Moskau die größte Stadt Europas und gilt als Machtzentrum Russlands. Zu den wichtigsten Wahrzeichen gehört der Kreml am Roten Platz. Hinter Backsteinmauern lenkt dort Präsident Wladimir Putin die Geschicke des Landes. Moskau hat zwei WM-Stadien: die Arena des Traditionsclubs Spartak, in der Belgien spielen wird, sowie das renovierte Luschniki-Stadion, wo Eröffnungsspiel und Finale stattfinden.

KALININGRAD: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Stadt Königsberg der UdSSR zugesprochen. Heute grenzt das westlichste Gebiet Russlands nur an EU-Staaten. Als bekannteste Persönlichkeit der Ostsee-Region zwischen Polen und Litauen gilt der Philosoph Immanuel Kant (1724-1804).

Belgien trifft zunächst am Montag, dem 18. Juni, um 17 Uhr (MESZ) in Sotschi auf Panama. Das zweite Gruppenspiel gegen Tunesien findet am Samstag, dem 23. Juni, um 14 Uhr (MESZ) in Moskau (Spartak-Stadion) statt. Die dritte Partie gegen England steigt am Donnerstag, dem 28. Juni, um 20 Uhr (MESZ) in Kaliningrad.

Die Gruppengegner der Roten Teufel:

ENGLAND: Im Mutterland des Fußballs redet man immer noch vom Titel 1966 – und vielen anschließenden Enttäuschungen. Trainer Southgate hat eine junge Mannschaft geformt, die wieder Hoffnungen weckt.

Größe: 130.395 Quadratkilometer
Einwohnerzahl: 55,2 Millionen
Trainer: Gareth Southgate (47)
Star: Harry Kane (Tottenham Hotspur/24)
WM-Teilnahmen: 14
WM-Titel: 1
Beste WM-Platzierung: Sieger 1966

FIFA-Präsident Gianni Infantino (l) und Wladimir Putin, Präsident von Russland, reichen sich die Hand. Foto: Ivan Sekretarev/AP/dpa

TUNESIEN: Erstmals seit 2006 sind die Adler von Karthago bei einer WM dabei. Zum Team gehört Ex-Bundesliga-Profi Ben-Hatira. Auch Trainer Maaloul hat Deutschland-Erfahrung, er spielte einst bei Hannover 96.

Größe: 163.610 Quadratkilometer
Einwohnerzahl: 11,2 Millionen
Trainer: Nabil Maaloul (55)
Star: Wahbi Khazri (AFC Sunderland/26)
WM-Teilnahmen: 4
WM-Titel: –
Beste WM-Platzierung: Gruppenphase 1978, 1998, 2002, 2006

PANAMA: Ein irreguläres Tor im letzten Quali-Spiel ermöglichte die WM-Premiere und besiegelte das Aus der USA – eine besonders Genugtuung nach der auf dramatische Weise verpassten WM 2014.

Größe: 75.517 Quadratkilometer
Einwohnerzahl: 4,1 Millionen
Trainer: Hernán Gómez (61)
Star: Gabriel Torres (Lausanne-Sport/29)
WM-Teilnahmen: –
WM-Titel: –
Beste WM-Platzierung: –

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf „Ostbelgien Direkt“:

  1. anti-aspire

    Gute Auslosung für Belgien, Teams wie Kroatien, Schweden oder Island wären schwieriger zu spielen als das ohnehin favorisierte, aber keineswegs großartige England. Zudem hat diese Begegnung für die Spieler Derbycharakter. Bleibt nur so hoffen, dass im April kein englischer Abwehrspieler Hazard, Debruine oder Lukaku zu hart auf die Socken geht – Ballack lässt grüßen.
    Dass ab dem Achtelfinale echte Kaliber kommen, scheint mir in der Natur einer WM zu liegen, schließlich können die Gegner nicht immer Gibraltar und Zypern heißen.

  2. anti-aspire

    Und dass die gastgebenden Russen eine verblüffend schwache Gruppe ziehen, ist angesichts der ausgefeilten dortigen Betrugs- und Manipulationstechniken einigermaßen bemerkenswert. Hoffe, dass sie trotzdem schnell raus sind.

  3. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERUNG – Belgien trifft zunächst am Montag, dem 18. Juni, um 17 Uhr (MESZ) in Sotschi auf Panama. Das zweite Gruppenspiel gegen Tunesien findet am Samstag, dem 23. Juni, um 14 Uhr (MESZ) in Moskau (Spartak-Stadion) statt. Die dritte Partie gegen England steigt am Donnerstag, dem 28. Juni, um 20 Uhr (MESZ) in Kaliningrad.

    • Weil Belgien schon in der Qualifikation für WM 2014, bei der WM 2014, in der Quali für die EM 2016 und jetzt wieder in der WM-Quali 2018 Losglück hatte. Belgien ist seit 2012 nur auf zwei starke Mannschaften gestoßen: Argentinien (Viertelfinale WM 2014) und Italien (Gruppenphase EM 2016). Beide Spiele hat Belgien verloren.

      • Leider hast du damit recht. Ich lege die Latte diesmal nicht zu hoch. Wobei die meisten in meiner Familie dem DFB Team die Daumen drücken. Da genießt man jeden Tag wo man mal die Trikolore schwenken kann.

  4. Sollte machbar sein. Diesmal aber auf dem Teppich bleiben und nicht schon wieder Tönen, dass wir der Geheimfavorit sind.
    Das ist schon die letzten Jahre schief gegangen . Aufgehts!

  5. Eifelkick

    Gerade gegen vermeintlich leichte Gegner hat die belgische Mannschaft sich in der Vergangenheit schwer getan, daher wird das Spiel gegen Tunesien sicherlich kein Selbstläufer. De Bruyne bezeichnete die Mannschaft zuletzt als „taktisch nicht gefestigt“. Gleiches tat er bei der EM und behielt recht mit seiner Aussage. Spätestens im Viertelfinale wartet mit (voraussichtlich) Brasilien oder Deutschland ein weiterer „dicker Fisch“, wenn es soweit kommt…

  6. Viertelfinale ist ein Must. Danach gegen Deutschland oder Brasilien mehr als wahrscheinlich. Alles andere wäre eine Blamage. Hoffentlich dann gegen Deutschland mit einem Schiedsrichter, der diesmal unparteisch ist, nicht wie dieser Schweizer in der WM in den USA damals.

    • Glaubst du wir haben gegen Deutschland eine Chance?? Einfach mal realistisch bleiben, dann steht das Team nicht so unter Druck und die Fans sind nicht so enttäuscht.
      Brasilien ist da schon realistischer.

  7. Peter Müller

    Man(n) sollte sich doch ûber jeden Sieg freuen. Was unser Nachbar macht, sollte uns am Arsch vorbeigehen. Jedes Spiel muss gespielt werden. Drücken wir unseren Jungs die Daumen.. .

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