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Frau bei Kontrolle verschleiert: Belgien lässt Dänin nicht einreisen

Illustrationsfoto: Shutterstock

Belgien hat einer Dänin bei einem Zwischenstopp in Brüssel die Einreise verwehrt, weil sie ihre Verschleierung nicht für die Grenzkontrolle lüften wollte. Dies bestätigte die belgische föderale Polizei am Samstag.

Die Frau im Nikab – der nur einen Sehschlitz freilässt – wurde zurück nach Tunesien geschickt, wo sie ihre Reise angetreten hatte. Eigentlich wollte sie nach Kopenhagen weiterfliegen. Da Brüssel der erste Stopp im europäischen Schengenraum war, sollte sie dort kontrolliert werden.

Den Fall hatte der belgische Migrationsminister Theo Francken (N-VA) auf Facebook publik gemacht.

Der Staatssekretär für Asyl und Migration, Theo Francken (N-VA). Foto: Belga

„Menschen, die sich weigern, sich zu identifizieren, können wir unmöglich Zugang zu Schengen gewähren“, schrieb der Minister.

Angekommen war die Frau demnach am Mittwoch aus Tunis, am Freitag wurde sie laut Francken dorthin zurückgeschickt.

Der Fall sei sehr ungewöhnlich, sagte der Sprecher der föderalen Polizei, Guy Theyskens, der Deutschen Presse-Agentur. Verschleierte Frauen, die sich nicht in der Öffentlichkeit von Männern kontrollieren lassen wollten, ließen dies meist in abgetrennten Räumen durch Polizistinnen zu. In diesem Fall habe sich die Reisende aber nicht überzeugen lassen.

Die Entscheidung zur Rückreise nach Tunis habe die belgische Einwanderungsbehörde getroffen. Die Frau sei zeitweise an einem Ort außerhalb des Flughafens untergebracht gewesen. Das sei rechtlich gesehen keine Einreise nach Belgien, sagte der Sprecher.

In Belgien gilt seit 2011 ein Verbot der Vollverschleierung mit Burka oder Nikab. Das habe in diesem Fall aber keine Rolle gespielt, sagte Theyskens. (dpa)

  1. Pensionierter Bauer

    Richtig so ! Ich glaube kaum dass ich mit einer Karnevalsmaske vor dem Gesicht in die Türkei oder nach Saudi Arabien einreisen dürfte. Auch glaube ich nicht dass es sich bei dieser Frau um eine echte Dänin handelte.

  2. Alfons Van Compernolle

    Richtig so, auch ich als Sozialist,finde diese Entscheidung mehr als nur richtig. Wir muessen uns auch an die Vorschriften in molimischen Staaten halten. Private Ansichten (Meinungen) betr. solcher Kleindung auch dann,wenn sie religioeser Natur sind, haben aussen vor zu bleiben, sind nachgeordneter Natur.

  3. Eupenerin

    Ich finde das korekt diese DANIN ??So nicht rein zu lassen , bestimmt mit den ganzen Attentaten .Im übrigen hat sie sich Belgien anzupassen und nicht so vermumt rein zu kommen zurück mit ihr wo Sie her kommt

  4. ich finde es richtig , jeder muss sich vorher informieren und an regeln und gesetze halten. zurückschicken perfekt . gerade weil die dame sich weigerte kontrolliert zu werden haben die beamten das einzig richtige gemacht

    • Angela Kerstges

      Stimmt Heinz ! Doch wer sich etwas in die muslimischen „Zwangsvorschriften“ hineinkniet, (habe es persönlich leicht getan ), der weiß, lebt man diesen Glauben nach Vorschrift, muss diese beachtet werden !
      Wir Katholiken „dürfen“ uns kl Erleichterungen genehmigen ! Die Suren sehen sehr strenge Maßnahmen vor. Aus den Büchern, die ich gelesen habe, war die Mutter strenger als der Vater, ABER, als die Tochter vor einem europäisches Gericht ihr Recht einklagen wollte, logen beide Elternteile, dass sich die Balken bogen. So ein ehrlicher Glaube ! Oder bin ich „schief gewickelt“? eventuell sind einige „nette Herren“ in der Lage, mir Antwort zu geben ? Hat man „mein Eupener Deutsch“ eventuell nicht verstanden, oder ?

  5. „Auch glaube ich nicht dass es sich bei dieser Frau um eine echte Dänin handelte.“

    Interessante Bemerkung.
    Ab wann ist man ein „echter“ Bürger in einem Land?
    Auf die Ostbelgier angewandt: Sind wir „echte Belgier“?
    Meine Eltern waren bei der Geburt deutsche Staatsbürger, denen 1920 zwangsweise die belgische Nationalität übergestülpt wurde.

    Ist Nafissatiou Liam, die als erste belgische Goldmedaillengewinnerin gefeiert wurde, eine „echte“ Belgierin?

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