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Frankreich startet mit Sieg – Mbappé jetzt nur noch zwei Tore von Kloses WM-Rekord entfernt

16.06.2026, USA, East Rutherford: Frankreichs Kylian Mbappé (r) jubelt nach seinem Tor zum 1:0. Foto: Frank Franklin II/AP/dpa

Superstar Kylian Mbappé hat Titelanwärter Frankreich bei der Fußball-WM zum Auftaktsieg geführt. Mbappé erzielte beim 3:1 (0:0) gegen Senegal in der 66. Minute die Führung. Der eingewechselte Bradley Barcola (82.) erhöhte. Senegals Ibrahim Mbaye machte es noch mal ganz kurz spannend (90.+5), ehe Mbappé mit seinem insgesamt 14. WM-Treffer erneut zuschlug (90.+6).

Damit ist der Stürmer von Real Madrid nur noch zwei Tore vom WM-Allzeit-Rekordhalter Miroslav Klose entfernt.

Im französischen Trikot hat Mbappé nun den bisherigen WM-Toptorschützen Just Fontaine (13) überflügelt – und sich mit den Länderspieltoren 57 und 58 auch die nationale Bestmarke von Olivier Giroud (57) geschnappt.

Der Weltmeister von 1998 und 2018 wirkte zunächst uninspiriert, verdiente sich den Erfolg aber dank einer klaren Leistungssteigerung nach der Pause. Die Franzosen gehören zu den großen Titelfavoriten beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko. Die ersten drei Punkte dürften ihnen auf dem Weg zum erhofften dritten Stern weiteren Schwung verleihen.

16.06.2026, USA, East Rutherford: Frankreichs Kylian Mbappé (unten) erzielt das Tor zum 1:0. Foto: Adam Hunger/AP/dpa

– Franzosen ohne Torchance in der ersten Halbzeit: Viele der 80.545 Zuschauer in East Rutherford hatten sich auf ein Offensiv-Spektakel der Franzosen eingestellt – das gab’s allerdings erst im zweiten Durchgang. Schon als Mbappé kurz vor dem Einlauf der beiden Mannschaften ins Stadion auf den Videoleinwänden gezeigt wurde, brandete großer Jubel auf. In der ersten Halbzeit blieb der hochgelobte und ausnahmslos mit Topspielern besetzte Angriff der Équipe Tricolore jedoch noch erstaunlich harmlos.

Nicht ein einziges Mal schossen die Franzosen vor der Pause gefährlich auf das Tor von Edouard Mendy. Stattdessen brachten sich die Senegalesen selbst in Bedrängnis, als Kapitän Kalidou Koulibaly eine Hereingabe beinahe ins eigene Tor klärte (44.). Ansonsten konnten weder Mbappé noch einer seiner Mitspieler zunächst große Akzente setzen.

Bayern-Leihgabe Jackson trifft den Pfosten: Und Senegal? Trat so selbstbewusst auf wie Trainer Pape Thiaw es sich gewünscht und auch angekündigt hatte. Nicolas Jackson, vergangene Saison vom FC Chelsea an die Bayern ausgeliehen, schüttelte seinen Münchner Ex-Kollegen Dayot Upamecano ab und hämmerte die Kugel an den Pfosten (25.).

Auch sonst wirkten die Westafrikaner am und im gegnerischen Strafraum zielstrebiger. Die Führung wäre verdient gewesen, hätte Ismaila Sarr seine Riesenchance in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs genutzt.

– Kein Elfmeter nach Mané-Grätsche: Nach der Pause ein verändertes Bild: Nun kamen auch die Franzosen in der Hitze von New Jersey auf Betriebstemperatur. Desiré Doué schoss knapp links vorbei (47.). Olise (53.) und Mbappé (57.) aus aussichtsreicher Position scheiterten jeweils an Mendy. Warum eigentlich nicht gleich so, dürfte sich Frankreichs Erfolgstrainer Didier Deschamps auf der Bank gefragt haben.

16.06.2026, USA, East Rutherford: Der Franzose Dayot Upamecano (l) im Zweikampf mit Ismaila Sarr aus Senegal. Foto: Frank Franklin II/AP/dpa

Noch ratloser wirkte der 57-Jährige allerdings einen Moment später. Mbappé ging nach einer Grätsche von Senegal-Star Sadio Mané im gegnerischen Sechzehner zu Boden, bekam aber keinen Elfmeter. Nicht mal, nachdem der iranische Schiedsrichter Alireza Faghani vom Video-Assistenten zum Check an den Bildschirm geschickt worden war. Eine harte Entscheidung des Referees.

– Querflöten-Jubel vom Real-Star: Doch Les Bleus blieben dran. Und sie belohnten sich. Olise bediente Mbappé mit einem herrlichen Steilpass – und der traf flach an Mendy vorbei zum 1:0.

Mbappé jubelte, in dem er sich eine imaginäre Querflöte an den Mund hielt. Dies hatte er schon vor dem Spiel dem britischen Comedian James Corden versprochen. Der Starstürmer von Real Madrid hatte in dessen Sendung erzählt, dass er als musikalische Früherziehung ein, zwei Jahre Querflöte gespielt hatte.

Jackson hätte fast mit dem direkten Ausgleich geantwortet, stand aber im Abseits (68.). In der Schlussphase erhöhte Barcola auf 2:0. Nach dem Anschluss für den Senegal in der Nachspielzeit geriet der Sieg nur ganz kurz in Gefahr – stattdessen sorgte Mbappé per Fernschuss für die endgültige Entscheidung. (cre)

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