Gesellschaft

1.200-Euro-Goldsteak und Obszönitäten: „Hohe Geldstrafe“ für Franck Ribéry

Bayern-Star Franck Ribéry vor seinem vergoldeten Steak. Foto: Screenshot Youtube

AKTUALISIERT – Der Streit um ein Goldsteak und obszöne Schimpf-Tiraden sollen Franck Ribéry teuer zu stehen kommen. Der FC Bayern ist bemüht, die Entgleisung seines Stars zu erklären, bestraft ihn aber auch.

Als Franck Ribéry im sonnig-heißen Doha mit dem Handy in der Hand vom Trainingsgelände schlenderte, hatte er die hohe Geldstrafe für seinen Internet-Ausraster längst akzeptieren müssen. Für die schriftlichen Entgleisungen und Obszönitäten muss der französische Fußballstar laut Sportdirektor Hasan Salihamidzic eine «hohe» Summe bezahlen.

“Er hat Worte benutzt, die wir als FC Bayern München nicht akzeptieren können und die Franck als Vorbild und als Spieler des FC Bayern nie benutzen darf“, erklärte Salihamidzic am Sonntag in Katar.

06.01.2019, Katar, Doha: Franck Ribéry läuft vor Beginn einer Übungseinheit am Vormittag mit dem Mobiltelefon in der Hand über den Platz. Foto: Peter Kneffel/dpa

Nach der Berichterstattung über ein angeblich rund 1.200 Euro teures, mit Blattgold überzogenes Steak, das Ribéry während seines Urlaubs im Emirat Dubai in einem Edel-Steakhaus serviert worden war, wurde der 35 Jahre alte Familienvater heftig kritisiert. Seine nicht im Affekt entstandene Replik war allerdings unterste Schublade.

„Lass uns beginnen mit den Neidern, den Hassern, die sicher durch ein löchriges Kondom entstanden sind. F… Eure Mütter, eure Großmütter und sogar euren Stammbaum“, ätzte der Familienvater in Beiträgen, die er in den Sozialen Netzwerken Twitter und Instagram veröffentlichte. „Ich schulde euch nichts. Meinen Erfolg habe ich Gott zu verdanken, mir und meinen Nächsten, die an mich glauben. Für die anderen, ihr wart nur Kieselsteine in meinen Socken.“

Salihamidzic war in seinem Statement auf der Trainingsanlage in Doha bemüht, das Verhalten des Emotionsmenschen Ribéry zu entschuldigen. „Er hat ja nichts bezahlt. Er wurde eingeladen und daraufhin, weil das falsch dargestellt wurde, wurde Franck aufs Übelste beschimpft und beleidigt. Aber nicht nur Franck, sondern auch seine hochschwangere Frau und sein Kind, seine Mama, die im Krankenhaus operiert wurde“, sagte Salihamidzic in der Mittagshitze von Katar.

„Daraufhin hat sich Franck vor seine Familie gestellt, hat sich gewehrt, hat die Familie verteidigt. Da hat er auch jedes Recht dazu, da unterstütze ich den Spieler auch. Leider ist das in einem Punkt total entgleist“, kommentierte der Sportdirektor.

Schlagzeile von bild.de am Sonntag, 6. Januar 2019.

Wie viel der Profi zahlen muss, verriet Salihamidzic nicht. Die Summer werde sehr hoch sein, sagte der Sportdirektor nur. „Ich habe lange mit Franck gesprochen und ihm auch mitgeteilt, dass er eine hohe Geldstrafe bekommen hat. Die Strafe hat er auch akzeptiert.“ Die bislang wohl höchste Geldstrafe im Verein hatte Musterprofi Philipp Lahm im Jahr 2009 zahlen müssen, als er nach einem Interview mit 50.000 Euro zur Kasse gebeten wurde.

Bei Ribéry, dessen Vertrag ausläuft und der mutmaßlich im Sommer seine 2007 begonnene Bayern-Zeit beenden muss, ist es nicht der erste Fehltritt in dieser Saison. Nach dem Bundesliga-Gipfel bei Borussia Dortmund (2:3) war er einen französischen TV-Mitarbeiter angegangen und musste sich ein paar Tage später entschuldigen.

„Es war natürlich falsch, was ich gemacht habe. Es ist immer schwierig nach einem Spiel, weil ich sehr emotional war. Ich habe zu Patrick Entschuldigung gesagt, auch an seine Familie“, hieß es damals in einem Video auf der Vereinshomepage. Über den neuen Vorfall sprach Ribéry zunächst nicht – aber mit einem Lächeln im Gesicht schritt er am Sonntag in Doha zum Mannschaftshotel. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

23 Antworten auf “1.200-Euro-Goldsteak und Obszönitäten: „Hohe Geldstrafe“ für Franck Ribéry”

  1. Propaganda

    Da sagt mal einer die Warheit was die meisten Spieler über ihre Fans denken. Die Fans opfern ihr hart verdientes Geld um sich diesen Proleten anzugucken. Es gibt nur eins nicht mehr hingehen. Der gibt an einem Abend soviel aus wofür andere einen Monat arbeiten gehen.

  2. standpunkt

    …soviel zu Rummeniges WutPK nach kleiner Kritik an der Spitze des FC Bayern München zur Unantastbarkeit der Menschenwürde.

    Er ist Vorbild von tausenden Kindern, Jugendlichen usw…und hat effektiv eine Vorbildfunktion , denn dafür wird er überdimensional bezahlt. Zu den Pflichten gehören auch von seiner Seite aus Respekt und Dankbarkeit. Ich habe gar keinen Neid auf sein Honorar, aber durch seine Ausnahmestellung in der Öffentlichkeit durch das von Gott gegebene Talent, hat er eine Aufgabe angenommen und deshalb auch Pflichten nicht nur auf den Fussballplatz.

  3. Was erwarten die Leute eigentlich? Zuerst überschütten sie Sportler mit Gold um ihr eigenes kleines Ego an deren Leistungen zu ergötzen und dann, wenn die „Götter“ sich wie solche benehmen, bricht der Neid aus ihnen heraus. Nicht Ribéry ist das Problem, der Sportkult der seine Einnahmen ermöglicht ist es!

  4. Brot und Dummheit

    Er hat bereits den Preis für den „Hässlichsten“ bekommen, jetzt evrsucht er sich beim „Ekligsten und Dümmsten“. Mit Maradonna hat er Weltklasse-Konkurrenz.
    Dekadente Geselllschaft.

  5. Diese Reaktion sagt „Alles“ über dieser Kreatur aus.
    Sein Hintergrund: Kritik können Leute aus diese Gegenden nicht ertragen bzw. fühlen sich „einige Stufen“ höher als der „Normalo“…der sein Gehalt zum Teil bezahlt.
    Seine Mentalität: Er meint der „Größter“ zu sein…menschlich allerdings „unter die unterste Stufe“.
    Einfach nur ein armes Würstchen.
    Bin mal gespannt ob Hoeneß bzw. Rumenigge etwas über dieser Art von „Respekt und Menschenwürde“ zu beanstanden haben???

  6. Nach einigen Kommentaren zu urteilen müsste jeder Topfussballer sich wie ein Prolet benehmen.
    Dem ist aber nicht so, zahlreiche Fußballer benehmen sich beispielhaft und füllen die Vorbildrolle voll aus.
    Ribery war ein Prolet, ist ein Prolet und wird immer ein Prolet bleiben. Die gute Kinderstube hat er nie gekannt.

  7. Beobachter

    Dieser Mann glaubt, sich alles auf dem Platz wie ausserhalb des Platzes erlauben sie dürfen. Er
    soll sich mal im Spiegel anschauen und eine Gewissenserforschung über seine Person und sein Verhalten machen. Doch wird dies leider auch nichts ändern. Dem ist der Grössenwahn in den Kopf gestiegen.
    Und was denkt sein Arbeitgeber, der Ulli, darüber ? Ist dies menschenwürdig. Wie würde ein anderer Arbeitgeber mit ihm umgehen ? Antwort : Ihn rausschmeissen !

  8. Alle freuen sich, dass man nun einen Spieler vom FC Bayern attackieren kann. Ich bin überzeugt, dass gerade diejenigen um ein Ticket kämpfen, wenn Bayern in Gladbach, auf Schalke… spielt. Ribéry wurde zuerst attackiert. Das ist für Euch ok ? Im Grenz-Echo wird niemand anders mit Namen genannt. Das ist ok für Euch ? Wenn vor Weihnachten die Pralinen mit Blattgold-Deko angeboten werden …. das finden die Kunden schön, das wird gekauft. Da gibt es nicht so ein Palaver drum. Und Ribéry ist ein Supertoller Fußballer, und FC Bayern wird sowieso direkt attackiert. Wir haben mal live erlebt, wie die Reporter sich organisieren um schnell eine Superstory zu bringen. Da ist die Person oder dessen Privatleben eine Nebenrolle. Und hier genauso. Er war EINGELADEN!!! Schaut Ihr zuerst in die Töpfe des Gastgebers und fragt nach dem Preis vom Wein ?

  9. Spiegelbild

    Vollkommen legitim! Wenn die Menschheit so dumm ist, diesen FIFA-Zirkus zu finanzieren, dürfen sie sich auch nicht wundern, wenn die Spieler davon profitieren. 1+1=2, so einfach ist das.

  10. Diesen Typen sollte man nicht allzu ernst nehmen. Der war noch nie der hellste und wird es auch nie sein. Sonst würde er sowas nicht sagen. Und sonst hätte er sich die ganzen anderen „Ausrutscher“ nicht geleistet. Aber wenn man sieht wie beim FC Bayern München selbst Schwerkriminelle auf beispiellose Art und Weise und in kürzester Zeit re-sozialisiert werden, dann hat man dort bestimmt auch Verständnis für die erneute Peinlichkeit eines Franck „ich bin Gott“ Ribery.

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