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Die Gründe für die Kündigung des Direktors des Eupener Krankenhauses sind weiterhin unklar

DG-Minister Antonios Antoniadis (links) und Krankenhaus-Direktor Danny Havenith bei der Vorstellung der CliniClowns Ostbelgien im September 2015. Foto: Gerd Comouth

Die Gründe für den Rücktritt von Danny Havenith als Direktor des Eupener Krankenhauses sind weiter unklar. DG-Minister Antonios Antoniadis (SP) hielt sich am Mittwoch im Ausschuss IV für Gesundheit und Soziales des PDG mit Erläuterungen in dieser Angelegenheit zurück.

Antoniadis antwortete auf eine Frage des Ecolo-Fraktionssprechers Freddy Mockel über den Stand der Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern von Eupen und St. Vith (Frage und Antwort im vollen Wortlaut anbei als Anhang).

Außenansicht des Eupener St. Nikolaus-Hospitals (von der Hufengasse aus). Foto: OD

„Die Beweggründe für die Kündigung des Direktors des Eupener Krankenhauses obliegen allein dem Betroffenen“, betonte Antoniadis im Ausschuss. Jede Interpretation, die über die öffentlichen Aussagen hinausgehe, sei „reine Spekulation, an denen die Regierung sich nicht beteiligen wird“.

Weiter sagte der Minister: „Ich habe die Kündigung des Direktors zur Kenntnis genommen. Alles Weitere muss der Verwaltungsrat des Krankenhauses entscheiden. Den Verwaltern ist sicherlich bewusst, dass ungeachtet der Situation, in der ein Krankenhaus sich befindet, es eine dynamische und effiziente Führungsequipe benötigt.“

Viele Pfeile zeigen in eine bestimmte Richtung, aber wohin das Eupener Krankenhaus steuert, weiß niemand. Foto: OD

Er gehe davon aus, dass der Verwaltungsrat die nötigen Schritte zu einer raschen Anstellung eines neuen Direktors in die Wege leiten werde, so Antoniadis.

An die Adresse von Fragesteller Mockel fügte der Minister noch hinzu: „Sollten Sie daran Zweifel haben, rate ich Ihnen, die Ecolo-Vertreter im Verwaltungsrat und in den Mehrheiten der Trägergemeinden für diese Dringlichkeit zu sensibilisieren.“

Der heute 47-jährige Danny Havenith hatte im Oktober seine Kündigung eingereicht. Direktor des Eupener Krankenhauses war er seit 2011, nachdem er zuvor drei Jahre Stellvertreter seines Vorgängers Willy Heuschen war.

Im Eupener St. Nikolaus-Hospital hatte es zuletzt immer wieder Unruhen und Unstimmigkeiten gegeben, die unter anderem aufgrund der schlechten Kommunikation nach außen in der Öffentlichkeit zu vielen Spekulationen und Gerüchten führten. (cre)

Die Frage von Freddy Mockel und die Antwort von Antonios Antoniadis im vollen Wortlaut unter folgendem Link:

Mündliche Frage Ausschuss IV 08.11.2017

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