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Flagge zeigen gegen „Hetze im Netz“: Bildungstag in St. Vith

Foto: Shutterstock

Am Samstag, dem 26. November, findet im St. Vither Triangel ein Bildungstag zum Thema „Hate Speech“ statt. Es geht um Hasskommentare im Netz – und nicht nur im Netz. Weitere Themen sind „Cyber-Mobbing“ und „Verschwörungstheorien“. „Es wird Zeit, Flagge zu zeigen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Veranstalter.

„Hate speech“, das sind Beleidigungen, Verleumdungen oder Diskriminierung in den Sozialen Netzwerken. „Verschwörungstheorien, Hass und Hetze sind aber nicht nur ein Online-Phänomen, sondern Ausdruck unserer Gesellschaft. Aus diesem Grund geht dieses Thema alle etwas an“, so Nina Reip, Forschungsbeauftragte von GrenzGeschichteDG, einer Forschungsabteilung der Autonomen Hochschule (AHS).

GrenzGeschichteDG, das Medienzentrum und weitere Partner aus den Bereichen Kultur, Soziales und Medien hätten gemeinsam den Bedarf festgestellt, gegen Hasskommentare in den neuen Medien anzugehen, so Reip.

Foto: Shutterstock„Hassreden in den sozialen Medien zielen bewusst darauf ab, bestimmte Menschen abzuwerten oder sie verbal anzugreifen. Oft sind diese Kommentare rassistisch, antisemitisch oder sexistisch. Dabei ist wichtig, dass die Bürger über dieses recht neue Phänomen informiert werden, aktiv dagegen angehen und sich für Toleranz und Respekt einsetzen“, betonte Nina Reip zu den eigentlichen Hintergründen des Bildungstages.

Die Verrohung in unserer Gesellschaft war auch Thema am Montag in der ARD-Talksendung „Hart aber fair“ mit Markus Plasberg. „Hassen, Pöbeln, Gaffen – wie verroht ist unsere Gesellschaft?“ lautete der Titel der Sendung.

Die Erkenntnisse fielen jedoch recht dürftig aus, denn außer der Empörung hatten die Diskussionsteilnehmer an Lösungsansätzen nicht viel zu bieten.

Originell war allenfalls die Grünen-Politikerin Renate Künast, die sich nicht gescheut hat, die User, die sie auf Facebook – unter ihrem richtigen Namen – beschimpft hatten, persönlich aufzusuchen und sie zu fragen, was sie dazu verleitet hat, sie zu beleidigen.

Bildungstag – Allgemeine Informationen

ZEITPLAN

14:30 Uhr Einlass

15:00-17:30 Uhr Workshops (mit Anmeldung)

17:30-18:30 Uhr Möglichkeiten zum Austausch bei Suppe und Getränken

19:00-21:30 Uhr Podiumsdiskussion

21:00 Uhr Konzert von Amewu, Support: Jan Schahin (Café Trottinette, Triangel)

Tickets bei www.arsvitha.be

SHUTTLEBUS

13:45 Uhr ab Werthplatz Eupen (Ankunft 14:45 St. Vith), Rückfahrt 21:00 Uhr ab Triangel St. Vith

17:45 Uhr ab Werthplatz Eupen (Ankunft 18:45 St. Vith), Rückfahrt 23:30 Uhr ab Triangel St. Vith (Mit Anmeldung)

Alle Bildungsangebote, der Shuttlebus und die Verpflegung nach den Workshops sind kostenfrei.

www.facebook.com/GrenzGeschichteDG

Web: www.grenzgeschichte.eu

 

29 Antworten auf “Flagge zeigen gegen „Hetze im Netz“: Bildungstag in St. Vith”

    • „Cyber Mobbing“ war im OD-Forum gang und gäbe. Die Rede isgt von Maria Heidelberg und Angela Kerstges, diese beiden Damen erlebten dies, und würden es garantiert heute auch noch erleben, sofern diese Damen mit Namen posten würden. A. Kerstges ihre „Freunde“ nannten sich Hanni Hübner und Harald??? Wieso der Name HH nicht mehr zu lesen ist, keine Ahnung, doch Cyber Mobbing gibt’s noch, würde sogar behaupten. ist „in“!

      • Maria Heidelberg

        Kommentar des Tages: Die neu eingeführten Orwelschen Begriffe „Hate-Speach“ und „Fake-News“ (gemeint sind missliebige und nicht-System-konforme Informationen und Meinungsäußerungen ) sind da nur zwei weitere Beispiele die zeigen wohin die Reise gehen soll: Politische Verfolgung ala Erdowahn auf allen Kanälen gepaart mit Desinformation, Konterhetze und Diffarmierung ganzer Volksgruppen als „faule Griechen“, „Nazi-Sachsen“, „Putin-Trolle“ und neuerdings auch US-Bürger als „Terrorhelfer“ und „Nazi-Trumpisten“!
        Aber nicht nur das wird zu einer weiteren Radikalisierung führen. Die Politik setzt offenbar auch lieber auf Konfrontation. Statt den Versuch zu unternehmen das Ruder im letzten Moment noch mal herumzureißen, werden nun mit Merkel, Gabriel und Steinmeier genau die Personen als Kanzlerkandidaten und Bundespräsident wieder eingesetzt, die mittlerweile die größte Verachtung überhaupt in der Bevölkerung genießen.
        Was mit dem Brexit und der Wahl von Trump begann, wird sich mit der AfD in Deutschland, der Front National in Frankreich, PiS in Polen, der MSI in Italien und der NPÖ in Österreich fortsetzen.
        Die Katastrophe ist unausweichlich! Man versucht mit einem Bildungstag die Bevölkerung unter Kontrolle zu bekommen??, dabei müsste es umgekehrt ablaufen. Die Bevölkerung(en) sollte(n) mal langsam anfangen die „Bildungsbeauftragten“ unter Kontrolle zu bekommen. Mich interessiert es persönlich nicht, wenn ich hier angegriffen werde. Ich bin sowieso den meisten überlegen, allein schon deswegen, weil ich es nicht nötig habe, mich hinter einem Pseudonym zu verstecken, um meine eigene Meinung zu äussern, ich stehe nämlich dazu, was ich sage. Das solltet ihr auch, wenn ihr euch positioniert. Nett dabei wäre es, wenn ihr eure Wut und euren Frust nach oben richtet, und euch mit Gleichgesinnten vereint.

    • Dann bitte zählen Sie sich dazu, zwangsverpflichtet zu werden ! Ich erlaube mir, so frech wie ich bin, selbst eine Ausnahme zu machen, denn lässt man mich in ruhe, lasse ich auch die User in ruhe. Eine Berichtigung oder Ähnliches,, das notwendig ist, total ok, doch bitte höflich1

  1. Ich bin kein Freund von der Künast, im Gegenteil, die Frau nervt meistens, aber was sie da mit den Facebook-Hetzern gemacht hat, das war echt stark. Den Mut muss man erst mal haben. Spitze!

    • Guido Scholzen

      In den 10 Geboten steht folgendes:
      „Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinem Nächsten“
      Also, gegen die 10 Gebote verstößt es nicht.

      Z.B.: Wenn man zu Renate Künast sagt „du blöde Kuh“, dann ist das eben Realität und eine freie Meinungsäußerung. Daran muss sich die Frau gewöhnen. Gutmenschen-Fantasiewelten haben da eben keine Chance. (das mit der ‚blöden Kuh‘ kam schon vor 20 Jahren mal vor, als diese Frau von deutschen Bauern als zu inkompetent für Landwirtschaftsfragen bewertet wurde)

      Und was sind überhaupt „Hass-Kommentare“? Auf meinem youtube-Kanal habe ich auch schon Kommentare streichen müssen, die mit einem Thema nichts zu hatten, und massiv unter die Gürtellinie gingen. aber ansonsten lasse ich Beschimpfungen die einem Alltags-Charakter entsprechen einfach stehen. Die Welt ist eben wie sie ist.
      Übrigens: es ist natürlich besser, wenn eine Person den richtigen Namen hinterlässt. Doch dafür sind die meisten viel zu feige. Aber darüber regen sich die meisten auch nicht mehr auf. virtuel ist noch lange nicht reell.

      • Z.B.: Wenn man zu Renate Künast sagt „du blöde Kuh“, dann ist das eben Realität und eine freie Meinungsäußerung.

        @ Guido Scholzen

        Das ist weder Realität noch eine Meinungsäusserung sondern eine Beleidigung. Alleine die Tatsache das es anders gesehen wird ist schon ein Beleg für die Rückentwicklung der Zivilisation. Früher gab es zwar scharfe Debatten aber man hat sich wenigstens noch mit einem bisschen Respekt behandelt, Das scheint heute vorbei zu sein. Mich würde interessieren wie Sie wohl regieren wen jemand Ihre Frau mit „blöde Kuh“ titulieren würde.

        • Guido Scholzen

          seit wann wurde denn lauthals mit Respekt begegnet?
          Haben Sie vor Jahrzehnten kein Fernsehen geschaut oder Radio gehört?
          Großschnauzen-Politiker wie Herbert Wehner oder Franz-Josef Strauß würde man heute erst gar nicht mehr ans Mikrofon lassen.
          Keine politische Beleidigungen in früheren Zeiten?
          Ich lach mich tod! Wir brauchen mehr Debatte, nicht weniger. Dieses Talkshow-Blabla-Getue hat nicht deswegen kein Niveau, weil Alltags-Beleidigungen drin sind, sondern weil die Inhalte leer sind, politisch konform, realitätsfremd und es wird zuviel um den heißen Brei geredet.

          Auch wenn ich bis heute nicht unbedingt ein Fan von Größen wie Wehner und Strauß bin, so würde ich diesen Großmäulern NIEMALS den Mund verbieten. Sowas wie Donald Trump hat ’ne genau so ne Schnauze wie Strauß.

          https://www.youtube.com/watch?v=YEMOS1m6UgI

          • Werter Herr Scholzen,

            Ich durfte einige der von Ihnen genannten Herren auch live erleben. Die waren klar in der Ansage, stimmt. Ich kann mich aber nicht an derartige Diffamierungen erinnern wie sie heutzutage im Netz und auf Wahlveranstaltungen üblich sind. Herr Wehner hat den Reporter Lueg einmal Lüg genannt weil der ihn ständig mit Wöhner ansprach. Das sind aber die einzigen billigen Witzchen die mir aus dieser Zeit im Gedächtnis geblieben sind. Volksverhetzung, offensichtliche Lügen und grobe Beleidigungen waren, trotz fehlender „political Correctnes“ damals nicht an der Tagesordnung.

  2. Mischutka

    Kürzlich war im Fernsehen (Schland) so eine Diskussion wo Juristen, Politiker usw. geladen waren. Nichts ungewöhnliches. Interessant fand ich allerdings das Folgende : Wenn jemand (z.B.) zu einem Polizeibeamten sagt „Sie blöde dumme Sau“ so ist das eine Beleidigung. (Was ich auch denke). Wenn man allerdings sagt „Am liebsten WÜRDE ich „Sie blöde dumme Sau“ zu Ihnen sagen, so sei das KEINE Beleidigung – denn dann habe man es ja nicht direkt zu dem Beamten gesagt …….. und sei daher nicht strafrechtlich zu verfolgen …. Seltsam …..
    MfG.

  3. Frau Mahlzahn

    Liegt auch am ständigen „Schwanzvergleich“ hier im Forum. Herr Cremer sollte die User paritätisch besetzen, dann würde es hier automatisch ziviler.
    Man kann eine Künast nervig nennen, aber dumm. Wenn man dumm ist, wird man bestimmt nicht Ministerin, auch wenn Sie Ihren Job nicht gut gemacht haben möge was ja auch Ansichtssache ist. Wenn die Bauern mit Ihr nicht zufrieden waren, muss es ja keine schlechte Arbeit gewesen sein. Bei Frau Aigner sind die Bauern vielleicht zufrieden, ich aber nicht.
    Ich führe das Phänomen auf das Resultat der antiautoritären Erziehung zurück. Ist aber nur meine Meinung. Hier laufen viele Opfer Ihrer Eltern herum. Jetzt wo man die Erziehung der Kinder dem Staat überlässt, sehe ich auch keine Aussicht auf Verbesserung.

  4. Zaungast

    „Z.B.: Wenn man zu Renate Künast sagt „du blöde Kuh“, dann ist das eben Realität und eine freie Meinungsäußerung. Daran muss sich die Frau gewöhnen.“

    Wahrscheinlich waren Sie nicht auf dieser Veranstaltung, Herr Scholzen, obschon der zitierte Satz beweist, dass Sie es bitter nötig hätten.

    Nein, an eine solche Bezeichnung muss sich Frau Künast nicht gewöhnen, und auch Frau Merkel nicht daran, wie hier schon geschehen, als „Ferkel“ verunglimpft zu werden.

    Wie weiter oben schon gesagt, das sind Beleidigungen, die die menschliche Person angreifen statt an einer Sache Kritik zu üben.

    Ich nehme an, ich darf den Herrn Scholzen in Zukunft als „blödes A…“ bezeichnen? Oder gewöhnt er sich doch nicht so sehr daran? Dabei nähme ich nur mein Recht auf freie Meinungsäußerung in Anspruch…

    Es stimmt allerdings, dass in früheren Zeiten der Ton auch oft ziemlich rau war. Erinnert sei nur an Wehner: „Sie Schleimer“ zu Rainer Barzel, Strauss verglich Journalisten mit Ratten und Schmeißfliegen, sogar der biedere Erhard ließ sich dazu hinreißen, Intellektuelle als Pinscher zu bezeichnen. Aber soll das als Entschuldigung dienen?

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