Gesellschaft

Fair handeln, fair kaufen, fair kochen und fair essen

Mit diesem Bild wirbt Antonios Antoniadis, im Kabinett Lambertz zuständig für Entwicklungszusammenarbeit, auf seinem Facebook-Profil für Fair Trade-Produkte. Auf dem Foto hält er zwei Sorten der Eismarke "ben and jerry's" in den Händen. Die Hersteller versuchen seit Jahren komplett auf Fair Trade-Zutaten umzusteigen.

Auch in diesem Jahr rufen die Weltläden Ostbelgiens zur „Fairen Woche“ insbesondere Restaurants und Großküchen dazu auf, faire Menüs anzubieten oder spezielle Aktionen zum Fairen Handel durchzuführen, indem sie faire Produkte aus dem Lebensmittelbereich in ihr Angebot aufnehmen.

Die „Faire Woche“ ist am Mittwoch gestartet und läuft noch bis zum 13. Oktober. Die Aktivitäten der Weltläden sind wie jedes Jahr zahlreich. Neben Ausstellungen und Werbeaktionen werden Kochateliers angeboten. Ähnlich wie in den letzten Jahren sind auch einige Restaurants dabei, die während der „Fairen Woche“ in besonderer Weise auf ihre mit fairen Produkten zubereiteten Menüs hinweisen. Ihr Slogan lautet: „Wir kochen fair!“.

Pressefrühstück läutet Aktionswoche ein

faire trade presse

Einmal im Jahr organisiert die DG abwechselnd eine thematische Veranstaltung oder – so wie diesmal – ein faires Pressefrühstück, um die „Faire Woche“ einzuläuten.

Einmal im Jahr organisiert die DG abwechselnd eine thematische Veranstaltung oder – so wie diesmal – ein faires Pressefrühstück, um die „Faire Woche“ einzuläuten.

Bei dem Pressefrühstück waren am Mittwoch neben DG-Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz auch Vertreter der Weltläden sowie von FIAN anwesend. FIAN steht für „FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk“ und setzt sich als internationale Menschenrechtsorganisation dafür ein, dass alle Menschen frei von Hunger leben und sich selbst ernähren können.

Stellvertretend für die Restaurants im Norden und Süden der DG, die sich an der Aktionswoche beteiligen, waren Roger Trost („Saveurs du Tilleul“, Hergenrath) und Georg Keller sowie Claudine Schröder („Zur Alten Schmiede“, Schönberg) zugegen.

Im Rahmen der „Fairen Woche“ zeigt FIAN eine Ausstellung zum Thema „Zugang zu Land“, die noch bis zum 24. Oktober in Gospert 42 in Eupen zu sehen ist.

Missstand durch unser Handelssystem

„Weltweit leben 2,5 Milliarden Menschen von maximal 2 Dollar pro Tag. Ein Grund für diesen Missstand ist unser Handelsystem. Hier werden die Preise aufgrund von Angebot und Nachfrage und leider auch aufgrund von Spekulation gebildet. Die Produzenten in Entwicklungsländern können so nicht einmal die Produktionskosten decken“, sagt Antonios Antoniadis, im Kabinett von DG-Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz u.a. für Entwicklingszusammenarbeit zuständig: „Der Faire Handel ermöglicht faire Handelsbedingungen. Die Produzenten in ärmeren Regionen sichern auf diese Weise ihre Existenz.“

Fair-Trade-Ware nicht mehr nur Nischenprodukte

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In der DG steigt der Absatz an Fair-Trade-Produkten.

Laut Antoniadis besteht die Fair-Trade-Ware längst nicht mehr nur aus Nischenprodukten: „Früher waren Fair-Trade-Produkte nur in den Weltläden erhältlich. Inzwischen haben auch die Warenhausketten das Potenzial entdeckt und vergrößern jährlich die Produktpalette. Allein im letzten Jahr ist die Zahl der Produkte um 15% gestiegen. Das sind immerhin inzwischen 5% des konventionellen Sortiments.“

Und wie sieht das Angebot an Fair-Trade-Produkten in der DG aus? „Genaues Zahlenmaterial gibt es nicht“, so Antoniadis, „aber ich weiß, dass die hiesigen Supermärkte und einige Cafés neben den Weltläden faire Produkte anbieten. In so mancher Verwaltung und Schulkantine ist es auch schon der Fall. Seitens der Weltläden heißt es, dass der Absatz in der DG jährlich steigt. Das ist ein Zeichen dafür, dass die Lobbyarbeit für den Fairen Handel sich lohnt.“

Um zu erfahren, welche Restaurants an der Aktionswoche beteiligt sind, klicke man auf folgenden Link: http://www.wirkochenfair.be/

 

 

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