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Ein „Exit-Plan“ für die Alten- und Pflegeheime in der DG – 96 Prozent der Bewohner entschieden sich für Impfung

In die Alten- und Pflegeheime kehrt wieder etwas mehr Nomalität ein. Foto: Pixabay

Bewohner und Personal der Wohn- und Pflegezentren für Senioren (WPZS) werden in Ostbelgien aktuell ein zweites Mal geimpft. 96 Prozent der Bewohner haben sich für die Impfung entschieden.

Aus diesem Grund hat sich der zuständige Minister Antonios Antoniadis (SP) mit den Verantwortlichen der Einrichtungen auf einen Exit-Plan verständigt, der ab sofort greift.

Am 5. Januar wurde im Wohn- und Pflegezentrum St. Josef in Eupen die erste Nadel gesetzt und damit der Startschuss der Impfphase 1A gegeben.

„Als zuständiger Minister freut es mich sehr, dass die Impfbereitschaft in den Wohn- und Pflegezentren so hoch ist. Unsere erste Priorität war es, die Bewohner der Einrichtungen zu schützen und diesem Ziel kommen wir erfolgreich nach, sodass jeder Beteiligte nun von dieser Entwicklung profitieren kann“, so Antoniadis.

07.01.2021, Belgien, Vielsalm: Der Arzt Alberto Parada impft die 91-jährige Denise Wayaffe im Seniorenheim La Bouvière gegen Corona. Foto: Eric Lalmand/BELGA/dpa

Für die Umsetzung von Lockerungen gilt für jedes Wohn- und Pflegezentrum die Voraussetzung, dass diese frühestens 10 Tage nach Erhalt der zweiten Impfung greifen dürfen. Begründet wird dies durch die Angaben der Experten, wonach der Biontech-Impfstoff erst zehn Tage nach der zweiten Impfung seine volle Wirkung entfaltet.

Die durch die Regierung zulässigen Lockerungen umfassen die Erweiterung der Besuchsmöglichkeiten (erweiterte Besuche, Zimmerbesuche), die Erweiterung des Ausgangs der Bewohner, die Wiederaufnahme der ehrenamtlichen Tätigkeit, die Inanspruchnahme externer Dienstleistungen im Haus wie der Friseur und der Ausbau der Aktivitäten.

„Die Wohn- und Pflegezentren werden eigenständig und eigenverantwortlich die verschiedenen Lockerungen umsetzen und die Bewohner sowie die Angehörigen darüber informieren“, so der Minister.

DG-Sozialminister Antonios Antoniadis. Foto: Gerd Comouth

„Die Regierung hält weitgehende Öffnungen für zulässig. Lediglich an den Masken- und Abstandsregeln halten wir weiterhin fest. Vor allem, weil die Frage der Übertragbarkeit des Virus noch nicht von der Wissenschaft abschließend geklärt ist, bleiben diese Hygienebestimmungen weiterhin in Kraft. Das betrifft somit noch immer die zehntägige Quarantäne, die jeder Bewohner beim Einzug in ein Wohn- und Pflegezentrum und nach einem Krankenhausaufenthalt einhalten muss. Auch diese Regel bleibt bestehen.“

Nach Information des Gesundheitsministers gelten zudem selbstverständlich weiterhin die föderalen Vorgaben, darunter die Regelung zur Zahl der Personen, zu denen man einen engeren Kontakt haben darf.

Personal und Bewohner der WPZS werden gebeten, weiterhin die Hygieneregeln in den Einrichtungen zu respektieren und die Information des jeweiligen Wohn- und Pflegezentrums zum weiteren Vorgehen abzuwarten.

8 Antworten auf “Ein „Exit-Plan“ für die Alten- und Pflegeheime in der DG – 96 Prozent der Bewohner entschieden sich für Impfung”

  1. Hopla Hop

    Na das ist doch Logisch das sich 96 % dafür entscheiden, so haben sie zumindest wieder eine Perspektive das ihre lieben Verwandten wieder zu ihnen kommen dürfen. Sie bekommen doch sowieso nur die Positiven Informationen über eine Impfung.

  2. „Haben sich entschieden…“ Aber wieviele sind tatsächlich geimpft? Darüber schweigt der Minister? Und welchen Nutzen hat die Impfung für die Betroffenen wenn fast alle Isolationsmaßnahmen für diese Personengruppe weiter bestehen bleiben? Was ist mit den Hochbetagten die nicht in einem Heim leben, wie hoch ist da der %-Satz der Geimpften? Was sagt der Minister dazu? Zum seinem Glück besteht keine Gefahr dass GE oder BRF solche Fragen stellen, den Subventionen sei Dank….

    • Nutzen für die Bewohner:
      – die hängen noch an ihrem Leben
      – hoffen dass dies ihnen erlaubt zukünftig Kontakte zu haben
      – fühlen sich gut, das Pfegepersonal und deren Familien zu schützen
      – fühlen sich gut, einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie zu leisten.

      Ich würde es auch besser finden, dem Beispiel Israels (über die Palästinensergebiete und Syrien bleibt aber noch zu reden) zu folgen. Bist du geimpft, gibt es eine grüne Karte.

    • Wenn da nur 1 mit Demenz im Marienheim sitzt, sind die diese Person sehen betroffen. Wie viele Bewohner des Heims an Demenz in welchem Stadium und welcher Form leiden, könnten Sie bei Herrn Laschet erfragen.
      Möchten Sie dem Marienheim unterstellen, massiv gegen die Gesetzgebung verstossen zu haben: Impfung wider Willen / ohne entsprechende Einverständnisse eingeholt zu haben? Ach ja, ist ja nur eine Meinung.

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