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Ex-CDU-Generalsekretär Heiner Geißler gestorben

Heiner Geißler hält am 27.11.2011 im Schauspielhaus in Hamburg eine Rede. Foto: Markus Scholz/dpa

Der frühere deutsche Bundesminister und CDU-Generalsekretär Heiner Geißler ist tot. Er starb im Alter von 87 Jahren, wie sein Sohn Dominik der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Er war einst ein enger Weggefährte des am 16. Juni dieses Jahres verstorbenen Altbundeskanzlers Helmut Kohl.

Unter den Ministerpräsidenten Peter Altmeier und Kohl (beide CDU) war Geißler von 1967 bis 1977 Sozialminister in Rheinland-Pfalz, anschließend wurde er CDU-Generalsekretär.

Als Kohl Kanzler wurde, berief dieser den promovierten Juristen 1982 zum Familienminister. Der katholische Sozialexperte arbeitete an einem neuen Image der CDU als moderne Programmpartei und führte unter anderem ein Erziehungsgeld ein.

Der scheidende CDU-Generalsekretär Heiner Geißler (rechts) gratuliert am 11.09.1989 auf dem 37. Bundesparteitag der CDU in Bremen Bundeskanzler Helmut Kohl nach dessen Rede. Foto: dpa

Seine letzte ganz große Mission hatte Geißler, als er im Alter von 80 Jahren 2010 den Konflikt um das Bahnprojekt Stuttgart 21 schlichtete.

Geißler kam am 3. März 1930 – genau einen Monat vor Kohl – in Oberndorf am Neckar als Sohn eines Oberregierungsrates zur Welt. Vor seiner politischen Karriere war der Vater von drei Söhnen vorübergehend Mitglied des Jesuitenordens, dann Amtsrichter.

Als CDU-Generalsekretär verstand es Geißler, oft scharf gegen die politsche Linke und die Friedensbewegung auszuteilen. Von ihm stammt der Ausspruch, dass der Pazifismus der 1930er Jahre Auschwitz erst möglich gemacht habe.

In seinen späteren Lebensjahren vertrat Geißler selbst eher linke Positionen und wurde Mitglied des globalisierunngskritischen Netzwerks Attac.

Bis zuletzt äußerte er sich zu aktuellen politischen Themen. So kritisierte er etwa noch im März die rheinland-pfälzische CDU-Chefin und Bundes-Vize Julia Klöckner, weil diese Reformen an den Hartz-Gesetzen abgelehnt hatte. (dpa)

  1. Abendland

    ein fähiger mann der kohl-ära, der aber dem kohl auch paroli bieten konnte.
    diesem politiker nahm man ab, der er wirklich so war wie er war.
    ich werde ihn vermissen.
    RIP

      • Was soll das Geblaffe? Natürlich kann man jemanden vermissen, der als öffentliche Person bekannt und vielleicht beliebt war. Sehen Sie, Hein blöd, Sie kenne ich gar nicht und deshalb würde ich Sie und Ihre blöden Kommentare keine Sekunde vermissen.

  2. Merowinger

    Provokateur, Querdenker, streitbarer Demokrat, überzeugter Christ, geborener Rhetoriker und letztendlich der altersweise „Meister Yoda“.
    Ein einzigartiger Mensch und Politiker mit vielen Facetten.

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