Politik

Eupen: „Mikado-Stäbchen-Lampen“ werden teilweise ersetzt und versetzt

Eine der umstrittenen Straßenlampen in der Bergstraße. Foto: OD

Gute Nachricht für alle Autofahrer, die in der Eupener Begegnungszone den Rückwärtsgang einlegen: Dieses Manöver wird bald leichter fallen. Die berühmt-berüchtigten Straßenlampen, die nicht selten von zurücksetzenden Autos erfasst wurden und eine Zeit lang schief in der Gegend herumstanden, werden teilweise ersetzt und versetzt.

Diese Ankündigung machte das Eupener Gemeindekollegium bei der letzten Stadtratssitzung im Jahr 2013. „Ostbelgien Direkt“ fragte bei Bauschöffe Michael Scholl (PFF) nach, was es mit der Entfernung der als „Mikado-Stäbchen-Lampen“ belächelten Beleuchtungsmasten auf sich hat.

Die neuen Lampen werden ersetzt und zum Teil auch versetzt. Foto: OD

Die neuen Lampen werden ersetzt und zum Teil auch versetzt. Foto: OD

„An verschiedenen neuralgischen Punkten, wie zum Beispiel in der Bergstraße vor dem Café Columbus und am Clown-Denkmal, wird die bisherige Straßenbeleuchtung durch Prisma-Lampen ersetzt, die höher sind und eine bessere Ausleuchtung gewährleisten. Einige werden auch näher an die Häuserfassaden versetzt. Letzteres gilt insbesondere für jene Stellen, an denen die Lampen öfter angefahren wurden.“

Laut Scholl wird man auch aus den bisher gemachten Erfahrungen die nötigen Lehren ziehen in Bezug auf die Beleuchtung der sich noch im Umbau befindlichen Klötzerbahn. Dort würden die Lampen so platziert, dass das Gelände besser ausgeleuchtet werde und die Gefahr, dass ein Auto gegen einen Laternenmast fährt, deutlich geringer sei.

Diese Lampe wurde bereits in Mitleidenschaft gezogen und anschließend wieder "begradigt". Foto: OD

Diese Lampe wurde bereits in Mitleidenschaft gezogen und anschließend wieder „begradigt“. Foto: OD

Die Zusatzkosten für die Änderung der Beleuchtungsmaßnahmen beziffert der Bauschöffe auf rund 40.000 Euro. Diese Summe sei noch nicht im Haushalt 2014 vorgesehen, aber dennoch unumgänglich, sagte Scholl. Man befinde sich noch im Stadium der Planung, er hoffe aber, dass die neuen Lampen im Frühjahr angebracht werden können. (cre)

13 Antworten auf “Eupen: „Mikado-Stäbchen-Lampen“ werden teilweise ersetzt und versetzt”

  1. Hätten die Verantwortlichen vorher besser nachgedacht und geplant, hätten wir uns die 40.000 Euro sparen können! Der Steuerzahler ist mal wieder der Verlierer!
    Komplette Fehlinvestition! Erst nachdenken, dann handeln… ! Pffffff!

    • Mal abgesehen ob die Lampen gut oder schlecht sind.
      Würden die Autofahrer sich an Regeln halten und parken wo sie dürften bzw. das Gelernte beim Autofahren anwenden und mal den Rückspiegel brauchen, wären sicherlich noch einige oder alle der Lampen noch in ihrem ursprünglichen Zustand.
      Aber es ist immer einfacher über die alte Mehrheit zu schimpfen das alles schlecht gemacht wurde. Langsam wird es langweilig.

      • Ketteniser

        Kann ‚Genau‘ nur zustimmen !
        Die wilde Parkerei in Eupen ist echt nicht schön und sicherlich eine der Hauptursachen für die ’schiefen Lampen‘.
        40.000 € wären meiner Ansicht nach viel besser in Pöller investiert, die Fahrbahn von dem Gehweg trennen soll. Ist zwar wiederum ein Paradox, das es per Definition in einer Begegnungszone keine Unterscheidung zwischen ‚Strasse‘ und ‚Bürgersteig‘ gibt, da alle Verkehrsteilnehmer die gleichen Rechte haben und keiner ‚Vorfahrt‘ hat.
        Das funktionniert aber wie man sieht leider nicht ohne physische Barrieren.
        Ein schönes Vorbild ist die Haasstrasse wo überall diese Blausteinpöller stehen. Hier gibt es keine wilde Parkerei.
        Zudem würde diese Massnahme die Autofahrer dazu nötigen, langsam zu fahren, da somit auch die Fahrbahn optisch enger gestaltet würde.
        Schaut euch doch mal vormittags die Stadt an, Jeder Quadratmeter wird da zum Parken ausgenutzt, ohne Rücksicht auf Lampenmasten, Blumenbeete, Mülleimer, Bänke, Fahrradständer oder sonstiges städtisches Mobiliar.

        Ich kann nur an die Stadtväter appellieren, sich das noch mal durch den Kopf gehen zu lassen, anstatt jetzt überhastet irgendwelche Lampen zu versetzen, aber das Problem wieder nicht bei der Wurzel zu packen.
        So wie es jetzt ist, wird der gemeine Eupener bis auf immer und sein Auto da abstellen wo gerade Platz ist und das ist genau das Problem !

        • Jugendlicher

          Sehr guter Kommentar. Es ginge bestimmt auch viel billiger. Wie wäre es denn, wenn unsere Stadtarbeiter mal in der Weser und Hill schwimmen gehen und Weserpäre im Miniformat (die Grösse der Blausteinblöcke wäre ideal) holen und die an den Strassenrand legen. Da hätten wir eine Betonung auf WESERstadt und nur die Beschaffungskosten für die Steine…

    • Richtig der Ankauf der Lampen hat die alte Mehrheit zu verantworten, aber nicht das Umfahren der Lampen.
      Das ist weder der Fehler der alten noch der neuen Mehrheit sondern einzig und alleine der Autofahrer.

      • @Genau: Da bin ich nicht ganz einverstanden. Selbst vorsichtige Autofahrer hatten die größte Mühe, in der Bergstraße zu wenden, ohne Gefahr zu laufen, gegen eine dieser ollen Lampen zu prallen.

        • Schiedsrichter

          Das kann man dann aber so einfach auch nicht der alten Mehrheit anlasten, sondern den Architekten, die nicht daran gedacht haben. Wenn es so einfach wäre so ein Projekt zu planen, hätte es mit Sicherheit weniger Probleme gegeben. Man kann ihnen aber auch nicht vorwerfen die falschen Planer genommen zu haben, die waren ja durch gesetzliche Bestimmungen eingeschränkt.

  2. Also wenn ich schon eine Srassenlaterne nicht sehe wie Parken den diese guten Autofahrer in Parkhäuser ein ,wo es doch bedeutend enger ist.
    Ich glaube mancher Fahrer sollte noch mal zur Fahrschule und üben,üben,üben oder nur da parken wo man es auch darf.

  3. Ostbelgien Direkt

    HINWEIS: Da war uns ein kleines Missgeschick passiert. Plötzlich erschien ein alter, fast ein Jahr alter Bericht statt des aktuellen Artikels über die „Mikado-Stängchen-Lampen“ als Aufhänger. Ist aber jetzt behoben. Sorry!

  4. Wenn man direkt massive Gusseiserne zum Stadtbild passende Laternen genommen hätte, gäbe es das Problem erst gar nicht. Anscheinend werden die Fahrzeuge von den leicht einknickenden Strohhalmröhrchen nicht stark genug oder auch gar nicht beschädigt. Der psychologische Lerneffekt wäre dann viel größer. Sowieso wird dieser Typ Lampe normalerweise nur in 100% reinen Fußgängerzonen eingesetzt, da sie nicht auf Fremdkontakt ausgelegt sind. Hier liegt ein absoluter Fehleinsatz vor.

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