Gesellschaft

Studie der EU: Schwarze leiden immer mehr unter Rassismus – vor allem in Deutschland und Österreich

19.01.2023, Baden-Württemberg, Langenargen: Ein Jugendlicher aus Burundi sitzt in einem Famlienferiendorf mit einem anderen geflüchteten Jugendlichen. Foto: Felix Kästle/dpa

Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte hat in dreizehn Ländern, darunter auch Belgien, eine Studie zu rassistischer Diskriminierung durchgeführt. Diese zeigt einen Anstieg rassistischer Verhaltensweisen zwischen 2016 und 2023. In der Studie schneidet Deutschland am schlechtesten ab.

Hinter den Zahlen verbergen sich große Unterschiede zwischen den 13 untersuchten EU-Ländern. So gaben 72 Prozent der schwarzen Menschen in Österreich und 76 Prozent in Deutschland an, Opfer von Rassismus geworden zu sein, während es in Belgien 56 Prozent und in Portugal 26 Prozent sind.

In Frankreich lag diese Zahl bei 37%, ein Rückgang im Vergleich zu 2016 (46%), teilte die Europäische Agentur für Grundrechte (FRA) in Wien am Mittwoch mit.

07.06.2020, Belgien, Antwerpen: Demonstrantinnen strecken die Faust nach oben während eines Protests der „Black Lives Matter“-Bewegung. Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Im Durchschnitt erlebten 45 Prozent der knapp 7.000 Studienteilnehmer in Europa in den vergangenen Jahren rassistische Diskriminierung. Laut dem FRA-Bericht ist das Problem also deutlich größer geworden. Denn in einer vorigen Studie aus dem Jahr 2016 hatte der durchschnittliche Anteil noch bei 39% gelegen.

FRA-Direktor Michael O’Flaherty bezeichnete den Trend als „schockierend“. Es müsse sichergestellt werden, „dass auch Menschen afrikanischer Herkunft ihre Rechte wahrnehmen können – ohne Rassismus und Diskriminierung“, sagte er. Die FRA forderte EU-Staaten unter anderem auf, genauere Daten zu rassistischen Vorfällen zu sammeln und rassistisch motivierte Straftaten härter zu bestrafen.

Das Umfrageunternehmen Ipsos hat für die FRA zwischen Oktober 2021 und Oktober 2022 6.752 Menschen in folgenden Ländern persönlich oder online befragt: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, Österreich, Polen, Portugal, Schweden und Spanien. Die Umfrage ist laut FRA repräsentativ für Migranten aus Afrika südlich der Sahara sowie für Menschen mit mindestens einem Elternteil aus dieser Region. (dpa/cre)

27 Antworten auf “Studie der EU: Schwarze leiden immer mehr unter Rassismus – vor allem in Deutschland und Österreich”

  1. .dpa melden etwas und alle glauben es…
    Vielleicht sollte man einmal etwas über die Methodik der Studie in Erfahrung bringen bevor ihre „Resultate“ heraus posaunt werden. Aber Hintergrundrecherche ist nicht wirklich das Ding von .dpa

  2. Neneewaa

    Solche Umfragen haben keine Aussagekraft und können wie Statistiken manipuliert werden.
    Auf die Fragestellung und Interpretation kommt es an.
    Frage : Fühlen Sie sich diskriminiert, wenn Sie bei der Jobsuche oder Wohnungssuche nicht berücksichtigt werden?
    Achtung, jeder Vermieter oder HR-Manager könnte ein potentieller Rassist sein.

  3. Wenn es hier so schlimm ist verstehe ich nicht das es immer mehr werden die hier sind und wohl bleiben wollen. Und es zuhauf Menschen gibt die noch hierhin wollen.
    Wenn die Studie nicht mehr „drauf“ hat als diese Zahlen, kann sie direkt in den Mülleimer, da diese Zahlen so gar nicht Aussagekräftig sind. Denn die Menschen aus den verschiedensten Afrikanischen bzw. Arabischen Ländern machen sich sehr oft Gegenseitig zu „Opfern“.

  4. Gastleser

    Doch doch die Studie stimmt schon- wenn man bedenkt daß die Konservativen in Europa mal das sagen hatten.
    Ihr Einfluss schwindet überall.
    Die Blauen gewinnen ein paar Stimmen ,ok -aber dafür werden sie noch stärker gemobbt als die Schwarzen.

  5. Voriges Jahr gab’s mal eine belgische Studie die besagte, das Schwarze weniger Chancen haben im Fussball aufgestellt zu werden.
    Chauen wir uns einfach mal den Proporz der Nationalmannschaft im Vergleich zur Bevoelkerung an.

  6. Denkfehler

    Verstehe ich jetzt nicht, 76% Opferquote in Deutschland bei einer links-grün Regierung, die wiederum selbst die AFD als rechts und rassistisch bezeichnet, diese aber noch gar nicht an der Macht ist.

  7. Ermitler

    Es wird zeit das im grossen Stiel ab geschoben wird,geht mal nach Schoenefeld und schaut euch die Sozialhäuser an die eigenlich für uns sein sollten und warum haben die eher anrecht auf Wohnung als hiesige.
    Kann uns mal da jemand aufklären?

    • (V)ermittler

      @Ermitler
      Erstens : Weil man mittlerweile Alles was zwei Beine hat in Belgien aufnimmt
      Zweitens : Weil bestimmte Personengruppen in Belgien Alles in den Ar. . h geschoben bekommen.
      Drittens : weil es für unseren Staat mittlerweile einfacher ist, sich um die neuen eingereisten Urlauber zu kümmern, als dafür zu sorgen, dass es der heimischen Bevölkerung besser geht.

  8. Das Rassismus gegenüber Schwarzen und ganz sicher nicht nur Schwarzen sondern auch andersfarbigen entsteht, bzw. enstanden ist, ist eine ganz logische Folge der Politik unserer Politiker.
    Probleme in den Sozialkassen, in der Wohnungsnot, in der Sicherheit, im Schulwesen, in der Armutsbekämpfung, in der Kinderarmut, usw. usw. sind durch eine völlig verfehlte Migrationspolitik entstanden.
    Mit „wir schaffen das“ und „wir retten die Welt“ und „es gibt keine Illegalen“ und „jeder hat Recht auf ein gutes Leben bei uns“, usw. usw. löst man keine Probleme sondern schafft welche auf Kosten der Bevölkerung zu dessen Wohlergehen man gewählt wurde. Falsche Politik, gegen die Interessen der Bevölkerung, falsche Politiker.

    • Aunderstaedter

      Genau. Nach diesem Manifest gehören viele gebürtige Deutsche in Ihrem Verhalten gar nicht nach Deutschland und die Bild-Zeitung müsste sich wegen ihrer „Berichterstattung“ selbst abschaffen. Bingo!

    • Robin Wood

      @Joseph
      Danke für den Link.
      Die BILD sollte sich bei einigen Punkten aber an die eigene Nase fassen bzw. die Augen öffnen.

      1. Für jeden, der in ­Deutschland lebt, gilt Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar“!
      Naja, hätte die BILD das mal auch zu Corona-Zeiten geschrieben, wo sogar Menschen, die das Grundgesetz-Buch in Händen hielten und für die Würde des Menschen demonstrierten, verhaftet wurden. Gar nicht so lange her.

      5. Jeder kann in Deutschland friedlich für seine Über­zeugung demonstrieren. Zur ­freien Meinungsäußerung gehört nicht, Menschen zu bedrohen oder zusammenzuschlagen, Steine zu werfen, Autos anzuzünden, Mörder zu feiern.
      Friedliche Demonstranten wurden zu Corona-Zeiten mit Wasserwerfen, Pfefferspray und Schlagstöcken attackiert.

      8. Vor dem Hintergrund des dunkelsten Kapitels unserer Geschichte ist die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson! Das heißt: Das Eintreten für die Sicherheit des jüdischen Volkes ist nicht verhandelbar. Kritik an der Politik Israels ist selbst­verständlich erlaubt.
      Ich denke, es ist Staatsräson, dass man zuerst einmal für die Sicherheit des eigenen Landes sorgt. Erst wenn im eigenen Land alles rund läuft, kann man anderen helfen.

      12. Viele Deutsche essen Schweinefleisch. Es gibt bei uns übrigens fast 10 Millionen Vegetarier oder ­Veganer. Freiheit geht auch durch den Magen.
      Wieso wird dann in vielen deutschen Schulen/Kitas/Kantinen kein Schweinefleisch mehr angeboten?

      4. Wir akzeptieren, dass ­unser frei gewähltes Parlament die Regeln für unser Zusammenleben festlegt, die von unabhängigen Gerichten überprüft werden können.
      „Unabhängige Gerichte“… nun ja…

      18. Wir achten die Justiz, weil sie ohne Ansehen der Person urteilt.
      Wer’s glaubt… Ein Deutscher, der Steuern hinterzieht, bekommt bis zu ein, zwei Jahren Haft, ein Migrant wird bei Vergewaltigung auf Bewährung entlassen, weil er laut Richter (Zitat) „auf dem Weg ist, ein guter Bürger zu werden“, Corona-Spaziergänger bekamen postwendend Geldbussen, Klima-Kleber werden mit Samthandschuhen angefasst.

      22. Wir diskutieren kontrovers und leidenschaftlich, aber wir beleidigen Andersdenkende nicht.
      Ups, da bewegt sich die BILD auf dünnem Eis. Wie war das zu Corona- und Ukraine-Zeiten? Corona-Massnahmen-Gegner waren der „Blinddarm, auf den man verzichten kann. Ein deutscher Politiker bedauert gar, dass man die Kritiker nicht nach Madagaskar schicken könnte… Ganz widerlich im geschichtlichen Zusammenhang. Wer es wagte und wagt, zu sagen, dann man Putins Angriff zwar versteht aufgrund der Vorgeschichte, aber kein Verständnis dafür hat, muss sich auch heute noch warm anziehen, weil er doch Putin-Stiefellecker ist.

      31. Wir verheiraten keine ­Kinder. Und auch Männer nicht mit mehr als einer Frau.
      Aber die Aussenministerin erlaubt den Zuzug von Zweitfrauen.

      43. Die Medien hinterfragen die Politiker, aber wir ­vertrauen grundsätzlich darauf, dass die Gewählten wahrheits­gemäß und zum Wohle des ­Volkes entscheiden.
      Ob die BILD das wirklich glaubt???

      47. Deutschland hat ein Herz für Kinder. Sie werden nicht geschlagen, ­sondern gefördert.
      Das sieht in einigen deutschen Familien aber anders aus.

  9. Peter Müller

    Wie man sich bettet so schläft man. Z.B. Arbeit gibt es genug. Leider sieht man sie nicht, Freie Arbeitsstellen gibt es genug. Kann man den Jungs ja auch nicht zutrauen, da wo sie herkommen ist Arbeit ein Fremdwort.

  10. Fremde im eigenen Land

    Der Rassismus gegenüber WEISSEN und CHRISTEN ist das problem Nummer 1! Solange das nicht anerkannt wird, bzw. VERSCHWIEGEN wird, sollte man über andere Formen des Rassismus NICHT diskutieren. Wir sind Fremd im eigenen Land, auf dem eigenen Kontinent, geworden!

  11. Wir sind nicht fremd im eigenen Land. Wir haben einige Politiker, denen das Volk egal ist, das sie gewählt hat und die stattdessen nur für ihre eigene Brieftasche wirtschaften. Wenn die Gesetze angewandt würden ständen wir nicht vor den aktuellen Problemen.

  12. Ohne Moos

    Ich möchte mal wissen, ob einem Asylanten/ Migranten, auch Gelder ersatzlos gestoppt werden?! Firma meldet Konkurs an, man Bekommt irgendwann mal eine Ausgleichsentschädigung, ist aber seit mehreren Monaten krank geschrieben. Man gibt das Papier an der Krankenkasse ab, welches besagt, dass die o g Ausgleichszahlung kommt. Wie gesagt, irgendwann in den nächsten Monaten. Zack, wird das Krankengeld gestoppt. Kein Geld, denn die Ausgleichszahlung kommt auch noch nicht. Normale Härte für jeden? Glaub ich kaum! Sowas wird den neuen Mitbürgern eher nicht passieren

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern