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EU-Kommission will die Windenergie vorantreiben: Digitaler und mehr Know-how [Fragen & Antworten]

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Die EU hat ambitionierte Klimaziele – und dafür muss die Windenergie ausgebaut werden, die vor vielen Herausforderungen steht. Die Kommission will mit verschiedenen Maßnahmen anschieben. Was plant sie – und was bringt das, wenn die Probleme in den Ländern liegen?

Lange Genehmigungsverfahren, steigende Rohstoffkosten, billigere Turbinen aus dem Ausland und Inflation: Vieles macht der Windenergieindustrie in Europa derzeit zu schaffen.

Um die EU-Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien bis 2030 zu erreichen, müssen bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich mehr Windräder stehen. Nach Angaben der EU-Kommission müssen die Kapazitäten mehr als verdoppelt werden.

Um die Windkraft anzuschieben, sollen nach Willen der Brüsseler Behörde die Genehmigungsverfahren für Windräder stärker digitalisiert werden. Das ist eine Maßnahme eines am Dienstag in Brüssel von der Kommission vorgestellten Pakets. Die wichtigsten Fragen und Antworten.

18.05.2022, Dänemark, Ejsberg: Alexander De Croo (l-r), Premierminister von Belgien, Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), und Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, im Hafen von Ejsberg. Foto: Pool Philip Reynaers/BELGA/dpa

– Wie steht es mit der Windkraft in der EU?

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nennt die Windindustrie der Staatengemeinschaft „eine europäische Erfolgsgeschichte“, die derzeit aber vor „einer einzigartigen Mischung von Herausforderungen“ stehe. Tatsächlich hinkt die EU beim Ausbau der Windkraft im globalen Vergleich hinterher, wie aus einer im August veröffentlichten Analyse der Denkfabrik Ember hervorgeht: Während weltweit von Januar bis Juni zehn Prozent mehr Energie aus Windkraft als im Vorjahreszeitraum erzeugt wurde, lag der Zuwachs in den EU-Ländern nur bei fünf Prozent.

Bis 2030 sollen erneuerbare Energien 42,5 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der EU ausmachen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen nach Angaben der Kommission die Kapazitäten mehr als verdoppelt werden: Mehr als 500 Gigawatt installierte Leistung seien bis 2030 notwendig. Ende vergangenen Jahres waren den Angaben nach 204 Gigawatt installiert.

– Wo hapert es?

Dem Windindustrieverband WindEurope zufolge machen den Herstellern von Turbinen etwa hohe Rohstoffpreise und die Inflation zu schaffen, sagte Sprecher Christoph Zipf. Sorge bereite außerdem, dass immer mehr Produzenten aus dem Ausland, vor allem aus China, auf den europäischen Markt drängten.

Auch die langwierige Genehmigung von Windrädern und Windparks hemme den Ausbau, sagte Linda Kalcher von der Brüsseler Denkfabrik Strategic Perspectives. Von der Beantragung bis zum Bau von Windrädern dauert es europaweit mehrere Jahre. „Durch lange Genehmigungsprozesse kommt es nachher auch mit den kalkulierten Kosten nicht mehr hin“, sagte sie.

– Was will die Kommission nun machen?

Die Brüsseler Behörde will an verschiedenen Punkten ansetzen. Um die Genehmigungsprozesse zu beschleunigen, plant sie etwa noch bis Jahresende ein Online-Tool, das die Mitgliedstaaten bei Genehmigungsverfahren unterstützt. Es soll Antworten auf häufig gestellte praktische Fragen der Länder geben, die im Zusammenhang mit der Umsetzung der überarbeiteten Genehmigungsvorschriften bestehen. Generell sollen die Verfahren den Plänen zufolge deutlich stärker digitalisiert werden.

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Auch die Auktionsverfahren sollen verändert werden. Hier sieht Zipf vom Industrieverband den größten Hebel. Bislang darf in der Regel derjenige Projektentwickler einen Windpark bauen, der bei einer Auktion den niedrigsten Preis bietet. Den Plänen der Kommission zufolge sollen künftig auch andere Faktoren berücksichtigt werden – etwa Nachhaltigkeit, der Schutz von Umwelt, Lieferfähigkeit und Cybersicherheit.

Damit mehr Geld in den Ausbau fließen kann, will die Kommission den Zugang zu EU-Finanzmitteln erleichtern und ermutigt die Länder, im Rahmen der Möglichkeiten die Windkraftindustrie mit staatlichen Beihilfen zu unterstützen. Um sicherzustellen, dass der Windsektor unter gerechten Bedingungen arbeiten kann, will die Behörde außerdem mögliche unfaire Handelspraktiken überwachen, die ausländische Windkraftanlagenhersteller begünstigen.

Angesichts der voraussichtlichen Zunahme des Windenergieausbaus müsse zudem sichergestellt werden, dass genügend Arbeitskräfte in der EU verfügbar seien und sie über die richtigen Fähigkeiten verfügten, hieß es. Daher solle eine Akademie für den Windsektor die Länder bei der Weiterbildung und Umschulung von Arbeitnehmern unterstützen.

– Wie viel bringt ein Aktionsplan der EU-Kommission?

Das Paket der Kommission ist kein neues Gesetz, daher gibt es auch keine neuen Verpflichtungen für die Länder. Kalcher hält es dennoch für einen richtigen und wichtigen Schritt – die Kommission trete den nationalen Regierungen damit auch zu den schnelleren Genehmigungsverfahren auf die Füße und lasse nicht locker.

Sarah Brown, Energieexpertin vom Thinktank Ember, sieht das ähnlich. Das Problem liege zwar auf Ebene der Mitgliedstaaten, es sei aber sehr wichtig, dass die Europäische Kommission die Richtung vorgebe und übergreifend einen Plan und ein Ziel habe. Diese Art von Strategien könnten eine „wirklich wertvolle Überbrückung sein, während die Dinge verabschiedet werden“.

– Wie sind die Aussichten weltweit?

In ihrem Energieausblick vom Dienstag rechnet die Internationale Energieagentur (IEA) für das Jahr 2030 bei der Stromerzeugung mit einem Anteil erneuerbarer Quellen von knapp 50 Prozent. Derzeit sind es etwa 30 Prozent. Allein die Investitionen in Offshore-Windprojekte sollen dreimal höher liegen als in neue Kraftwerke, die mit Kohle oder Gas betrieben werden. Bei der weltweiten Energieerzeugung könnte nach Einschätzung der IEA der Höchstwert an CO2-Emissionen im Jahr 2025 erreicht sein. (dpa)

71 Antworten auf “EU-Kommission will die Windenergie vorantreiben: Digitaler und mehr Know-how [Fragen & Antworten]”

  1. delegierter

    Die EU-Kommission macht den meisten Wind ja selber. Sie machen sogar heiße Luft.
    Dann soll man mal anfangen der Viel-Fliegerei ein Ende zu setzen und sowieso den betriebsinternen Reiseverkehr etwas einzudämmen !

  2. Das nächste Milliardengrab wird ausgehoben…
    https://eike-klima-energie.eu/2023/10/22/offshore-windenergie-unternehmen-will-lieber-eine-hohe-geldstrafe-zahlen-als-den-vertrag-zu-erfuellen/
    „Windenergie“ ist finanziell ohne Dauersubventionen und technisch ohne regelbare Back-up Kraftwerke nicht zu betreiben. Beides lässt die Strompreise immer weiter ansteigen. Deswegen gibt es jetzt einen „Industriestrompreis“ der wiederum subventioniert ist.
    Fassen wir des 3 Stufen des Irrsinns zusammen:
    1 – Windstromausbau = Subventioniert
    2 – Back-up Kraftwerke = Subventioniert (Stichwort Kapazitätsmarkt)
    3 – Industriestrompreis = Subventioniert
    Aber laut unserer Grünen „Experten“ schickt der Wind keine Rechnung. Die grüne Sekte treibt Europa in den Ruin…

    • Gastleser

      Ich glaube nicht das Fakten interessieren, leider.
      Aber das Thema wird noch für Spannungen sorgen die scheinbar nicht bedacht werden;
      wem gehört der Wind?
      Ist es ok wenn RLP NRW oder Belgien den Wind „abgräbt“.

      Wenn Windenergie wirklich die top Lösung ist, wo ist die Freigabe für jedermann?
      Windräder aus dem Baumarkt für max 1000,-, Made in China mit CE Stempel, steckerfertig.
      Gleiche Abstände und Regeln wie freistehende Bäume.

    • Joseph Meyer

      @Dax
      Sie werden zugeben müssen, dass gerade die Alternative zu nämlich Strom aus Atomkraftwerken massivst subventioniert wurde und wird! Und auch die jetzt ins Spiel gebrachten kleinen AKWs würden/werden, sollte es dazu kommen, ohne öffentliche Subventionierung keine Chancen haben. Ich finde Subventionierung für eine öffentlich-rechtliche Aufgabe aber ehrlich gesagt auch kein Problem wenn es im Rahmen eines vernünftigen Konzeptes passiert!
      Für die Photovoltaik war das EEG eine vorübergehende und notwendige Subventionierung, jetzt steht sie auf eigenen Füssen, mit ihrer Fähigkeit auf Insellösungen mit Hilfe von Speichertechniken.
      Und was kann man ernsthaft gegen Offshore Windkraft haben oder auch gegen vernüftig geplante Windparks an Land, wenn die Bürger fair beteiligt werden?!
      Ich bin gestern Abend an einem eindrucksvollen Film auf Arte über die gewalttätigen Unruhen im Libanon hängen geblieben: Der Schluss machte Eines deutlich, die Menschen möchten einfach nur friedlich miteinander leben! Und die erneuerbaren Energiequellen sind Frieden stiftend!

      • Was Sie schreiben ist von A bis Z falsch. Es macht keinen Sinn Ihnen immer und immer wieder die Physik erklären zu wollen, Sie können (oder wollen) es nicht verstehen….

        Noch ein kleiner Ausflug in die Geschichte, von wegen „Windräder sind friedensstiftend“…
        Als die Holländer Anfang des 17. Jahrhunderts die VOC gründeten war die Basis ihres Erfolgs die Windenergie. Sie bezogen Holz aus Skandinavien und konnten die Stämme mit Hilfe ihrer Windmühlen konkurrenzlos billig zu normierten Bohlen zersägen die zu standardisierten Schiffen zusammengebaut wurden. Damit begann Hollands „goldenes Zeitalter“. Gleichzeitig gingen aber die Handelskriege los, das war die Zeit in der die Europäer mittels Seehandel die Welt kolonisierten und den Grundstein für unseren Wohlstand legten; wofür man noch heute den Windmühlen dankbar sein sollte… 😁 Man bekriegte sich aber ständig dabei. Ihre naive Vorstellung von „Frieden durch erneuerbare Energien“ ist so etwas von weltfremd, man kann es kaum fassen. Es wird nie Frieden geben sondern immer nur Sieger und Besiegte; man muss halt sehen dass man auf der richtigen Seite steht.

  3. Zuhörer

    Nicht vergessen was amerikanische Wissenschaftler festgestellt haben.
    Durch Windkraftanlagen wird es wärmer und trockner.
    Das ignorieren unsere Weltretter einfach mal so. Nur was den Grünen Fantasien entspricht darf an die Öffentlichkeit. Alles andere sind Verschwörer Theorien.
    Man darf nur noch glauben was das Fernsehen sagt.

  4. Guido Scholzen

    Und noch ein Schritt weiter in den Öko-Sozialismus mit noch mehr utopischen Plansoll-Listen. Vorwärts immer, rückwärts nimmer.
    Aus vergangenen Fehlern nichts gelernt? Der Marxismus in der EU-Politik ist kaum noch auszuhalten. 🤢🤮🤮

    Nicht nur die EU, sondern D’land ist wieder mal der Vorreiter.
    gestern in der tagesschau:
    „Habecks Industriestrategie: Mehr Subventionen, weniger Schuldenbremse“
    https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/habeck-industrie-strategie-102.html
    Wie sagte einst Margret Thatcher:
    „irgendwann geht jedem Sozialismus das Geld der anderen aus“
    Geht zuerst den Deutschen das Geld aus, und dann fehlt auch der EU das Geld?
    Wer stoppt hier wen irgendwann?

  5. 9102Anoroc

    Windenergie vorantreiben kann nicht falsch sein.
    Vielleicht mal etwas weniger, in sicht-behindernden Blumenkübel investieren .
    Und wenn es so wichtig sein soll CO2 einzusparen; die sinnlose rechtsvorfahrtregelung abschaffen.
    Die lächerlichen X Schilder einsparen , schadet auch nicht.
    Man könnte im Straßenverkehr so viel einsparen, dass wir sogar auf Straßen fahren könnten und nicht auf 10 mal aufgerissenen und wieder zugeschütteten Rappel-pisten.
    Da würde sogar etwas für Windräder übrig bleiben .

  6. Bei der Arimont-Veranstaltung letztes Jahr im Eupen-Plaza stand u.a. auch H. Langer von „Courant d’Air“ auf der Bühne, warum auch immer. Entlarvend war seine Antwort auf die Frage warum denn seine „Kunden“ ihren Strom genau so teuer zahlen müssen wie alle anderen obschon „der Wind keine Rechnung schickt“. Er kam nicht herum zu erklären dass er ja permanent „Regelenergie“ aus herkömmlichen Kraftwerken zukaufen muss damit seine „Kunden“ überhaupt versorgt werden können, von daher ist er auch an den Börsenstrompreis gebunden. Aha, von wegen „Windräder können x-tausend Haushalte versorgen“ wie den Leuten bei jeder Gelegenheit von Politik und Medien vorgelogen wird. Sie können es NICHT, das ist nur eine sinnlose Bilanzrechnung wobei der tatsächliche Verbrauch und die tatsächliche Produktion nie überein stimmen!
    Die Zusammenhänge des „Windstrombetrugs“ werden hier anschaulich dargelegt:
    https://sites.google.com/view/gegenpol-ostbelgien/energie/strom-aus-wind-eine-illusion
    Trotzdem erzählt auch der grüne Herr Deller in Raeren den Leuten weiter munter das Märchen der „vielen tausend Haushalte“ die in Zukunft von den Windrädern versorgt werden können. Wie lange lassen wir uns noch von dieser Sekte belügen?

  7. Zuhörer

    Mit den Subventionen, weniger Schuldenbremse geht nicht nur Deutschland kaputt. Der Euro wird immer schwächer, was wiederum für die Endverbraucher teuer wird. Sowas verstehen Grüne aber nicht, die leben in ihrer Märchenwelt.
    Es ist unbegreiflich dass es immer noch Leute gibt, die solche Spinner noch wählen, auch wenn es immer weniger werden. Jede Stimme ist zuviel.

    • Das Problem ist nur, nennen Sie mir eine Partei die bei diesem Thema nicht „grün“ ist. Frei nach dem Volkslied „Hoch auf dem gelben Wagen…“, sitzen aktuell alle „hoch auf dem grünen Wagen…“ – und rattern Richtung Abgrund…. 😬

      • Dr. Arnold Heck

        @ Dax
        Sie haben ja Recht, die Grünen sind nervig. Aber….
        Sollten wir uns nicht über jede Art von Energie freuen, die nicht von den Russen , Arabern oder von den USA geksuft werden muss?
        Ich zumindest gönne denen nicht unser Geld, nur weil sie zufälligerweise mit dem Hintern auf Öl sitzen.

          • Habe ich das richtig in Erinnerung dass Sie „Ingénieur civil“ sind? Was stimmt also bei Ihnen nicht dass Sie es nicht auf die Reihe bekommen dass man mit stochastischen Anlagen keine Stromversorgung aufbauen kann? Egal mit welchem „Tempo“ man diese Dinger aufstellt…. Hinter jedem Windrad steht ein Gas-, Kohle- oder Kernkraftwerk, ohne geht es nicht. Traurig dass man das einem „Ingenieur“ immer wieder erklären muss….

            • Walter Keutgen

              Dax, ja, das war das Modell der Ingenieure, wenn man den Wünschen der Grünen, CO2-Ausstoß minimisieren und Atomkraftwerke stilllegen, folgen sollte: Gaskraftwerke mit Windrädern, am besten drumherum, denn dann spart man Stromleitungen. Das Gaskraftwerk fährt man hoch, wenn kein Wind ist. Das macht natürlich eine beträchtlich größere Kapitalbindung. Aber Geld kann man drucken und Arbeitslose gab es noch genug.

              Dass auf jedem Haufen fossilen Brennstoff ein Potentat mit einem Maschinengewehr sitzt, ist Ihnen entgangen. Die Überlegungen zu raus aus dem fossilen Brennstoffen stammen doch von 1973 also dem Erdöllieferstopp in Folge des Jomkipurkriegs. Die OPEP verhält sich doch auch stochastisch.

              • ////
                … Geld kann man drucken…
                /////
                Der Spruch sagt schon alles über Ihre Kompetenz aus. Bewegt sich auf dem Niveau von „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“… 🤦‍♂️🤦‍♂️

                  • Sie machen ja Fortschritte…. Und die Energieproduktion (die Einheit können Sie sich aussuchen sind ja Ingenieur) der „Erneuerbaren“ stellt einer definierten Menge Geld eben weniger Produktion gegenüber als die aus einem herkömmlichen Kraftwerk. Da muss man halt ein wenig mehr Geld „drucken“, gel, das Papier geht uns ja (noch) nicht aus……

                    • Walter Keutgen

                      Dax, Geld druckt man für Investitionen und ein bisschen für den Konsum. Haben Sie Ihr Haus ohne Kredit bezahlt? Drucken ist hier nur eine Sprechweise. Nur die Nationalbank druckt Geldscheine. Die Kreditgeber der Personen, Betriebe und Staaten schreiben die Kredite auf die Konten gut. Ja, natürlich sind das am Ende Subventionen. Aber das Geld für den Import der Rohstoffe lastet ja auch auf dem kleinen Mann.

        • Ob Sie sich darüber freuen, wem Sie etwas gönnen oder auch nicht, ändert gar nichts an den technischen Sachverhalten. Ohne Kohlenwasserstoffe (sprich Öl und Gas) oder Kernbrennstoffen kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Die „Energiewende“ löst kein einziges Problem, schafft aber laufend neue….

          • Ohne Kohlenwasserstoffe ...

            @ Dax

            „… Ohne Kohlenwasserstoffe (sprich Öl und Gas) oder Kernbrennstoffen kann unsere Gesellschaft nicht funktionieren. …“

            Wenn Sie Recht behalten wollen, dann ändern Sie das „nicht“ in „NOCH nicht“ um.

            Zurzeit haben Sie Recht, weil es noch keine nennenswerten Speichermöglichkeiten für erneuerbare Energien gibt – physikalisch sind sie aber möglich. Die Entwicklung dieser Technologien wird noch viel Zeit und Geld in Anspruch nehmen. Und dann – haben Sie wiederum Recht – wird „… Hinter jedem Windrad …“ ein Gaskraftwerk (H2), ein Pumpspeicherwerk, oder irgendeine neu entwickelte chemische Energiespeicherung stehen, um den „Flatterstrom“ Grundlastfähig zu machen.

              • Ohne Kohlenwasserstoffe …

                @ Dax

                Aha, Batterien gibt es also nicht – dann frage ich mich, woher der „Strom“ kommt um meinen Verbrenner per Knopfdruck zu starten.

                Mein Gott DAX, ich habe keine Lust mit Ihnen wieder eine unsinnige Diskussion zu starten, natürlich kann man „Strom“ nicht speichern wohl aber eine „Potentialdifferenz“ die zu einem Strom führt.
                Merken Sie nicht, dass Sie durch Ihre Argumentationsart Ihrer Sache keinen Dienst erweisen. Ich bin völlig bei Ihnen, was die aktuelle grüne „Vergewaltigung“ anbelangt, die Entwicklung geht aber weiter und es gibt keinen physikalischen Grund warum man Wind– und Sonnenenergie nicht in großem Maßstab speichern können soll.

                Selbstverständlich kostet das alles Geld, sogar viel Geld, was aber nicht bedeutet, dass es IRGENDWANN mal funktionieren wird.

                Sie sehen doch auch, dass es Leute gibt, die bereit sind ein teures E–Auto zu kaufen, obwohl sie damit alle 300 km eine halbstündige Tankpause einlegen müssen – die Entwicklungsingenieure der Deutschen Automobilindustrie haben die E– (Im)Mobilität nicht verschlafen, sie haben sie schlichtweg für „unverkäuflich“ gehalten .

                Einverstanden bin ich auch mit Ihrer These, dass die aktuelle grüne Politik uns zum „Armenhaus“ der Welt machen wird und das nicht nur wegen der „Energiefrage“….

                • Ich habe Ihnen doch einen Link eingestellt, darin wird sogar, zahlenbasiert, auf das Speicherpotential der chemischen Speicherung, sprich Batterien, eingegangen. Was verstehen Sie daran nicht? Oder trauen Sie sich erst gar nicht den Link zu öffnen? Sie wären nicht der erste….

                  • Ohne Kohlenwasserstoffe…

                    @ DAX

                    Der Sachverhalt ist lapidar, dazu brauche ich keinen Link zu öffnen. Chemische Speicherung findet nicht nur in Batterien statt, sondern auch z.B. in H2. Der von Ihnen immer wieder als Totschlagargument gebrachte Wirkungsgrad ist garnicht so schlecht – und was soll‘s, die Sonne scheint sowieso und der Wind bläst auch, warum sollte man die überschüssige Energie nicht speichern und warum sollte die Speicherung von H2 begrenzt sein?!

                    Ich verstehe Ihre Hartnäckigkeit in dieser Sache nicht! Ihr physikalisches Verständnis müsste doch, so sehe ich es, reichen um zu begreifen, dass Ihre These auf DAUER keinen Bestand hat.

                    Dann habe ich auch noch eine Frage zu Ihrem obigen Post. Was soll an Strom „virtuell“ sein. Strom bedeutet für mich „Die Bewegung von Elektronen in einem Leiter“ und die ist sehr real. Mein früherer Physik–Professor Keil sagte immer, „Wir wissen besser was sich in einem stromdurchflossenen Draht abspielt, als was in einem wasserdurchflossenen Schlauch passiert“.

                    • @Ohne Kohlenwasserstoffe
                      Also müssen wir uns auf DAUER mit Energieabschaltungen einstellen?
                      Mit den intelligenten Stromzählern alles kein Problem. An den geraden Tagen, stundenweise Abschaltung der Häuser mit geraden Hausnummern, an ungeraden Tagen stundeweise Abschaltung der Haushalte mit ungeraden Hausnummern.
                      Warum sind sie zu feige, dies deutlich auszusprechen?

                    • Walter Keutgen

                      Ohne Kohlenwasserstoffe…, ja, im strikten Sinn kann man elektrische Energie nicht speichern, sondern muss sie vorher umwandeln und nachher zurückwandeln. Es ist kein physikalisches Problem, aber ein wirtschaftliches – und geopolitisches. Meine Meinung ist, dass bei der Geschwindigkeit, die die Politiker uns jetzt vorschreiben, es nicht klappen wird. Wir wollen zu vielen Hasen mit zu wenigen Arbeitskräften hinterherlaufen. Außerdem sind die Rohstoffe für die Investitionen genau so wenig bei uns vorhanden wie die Verbrauchskohlenwasserstoffe. Und findet man solche Rohstoffe bei uns, sind es genau diejenigen, die vehement für die Energiewende sind, die auch gegen deren Ausgrabung sind.

                    • Ohne Kohlenwasserstoffe… @ Studium

                      @ Studium

                      Wieso sollen wir uns auf Stromabschaltungen einstellen müssen?!

                      Wenn Sie den obigen Tweed lesen würden, würden Sie fesstellen, dass ich schreibe, dass man von erneuerbaren Energien die Überschüsse speichern kann, um z.B. wenn Sonnenenergie nicht zur Verfügung steht, damit Strom zu erzeugen – Wie Dax sagt: „Hinter jedem Windrad muss ein herkömmliches Kraftwerk stehen“, welches dann mit der gespeicherten Energie betrieben wird. – Da ist nix mit „Abschalten“.

                    • Ohne Kohlenwasserstoffe… @ Walter Keutgen

                      @ WK

                      Alles richtig Herr Keutgen – wie gesagt, was die Grünen „SOFORT“ wollen ist Wahnsinn, wenn die sich durchsetzen wird Europa zum Armenhaus.
                      Allerdings braucht man zur Energiespeicherung nicht unbedingt Kohlenwasserstoffe zu produziern – H2 alleine reicht auch um Brennstoffzellen oder auch Verbrennungsmotoren zu betreiben. Ich glaube, dass es auch in unserer Region nicht am Wasser zur H2 Produktion scheitern würde. Übrigens beim Verbrenner ist das Schöne, dass bei H2-Einspritzung hauptsächlich Wasser aus dem Auspuff kommt – wenn man es richtig macht.

                    • @Ohne Kohlenwasserstoffe
                      Zu ihrem Kommentar von 20:08 Uhr
                      so lange eine solche Speicherung nicht in diesem Umfang möglich ist, dürften die Kern- und Kohlekraftwerke also NICHT abgeschaltet werden. Das aber bereits erfolgt bzw. in die Wege geleitet.
                      Woher wollen sie die fehlende Energie nehmen?
                      Also auf Dauer (bis wann) doch eine eingeschränkte Energielieferung.

                    • Ohne Kohlenwasserstoffe… @ Studium 20:37

                      @ Studium 20:37

                      Das habe ich doch oft genug geschrieben, siehe z.B. meine Antwort an Walter Keutgen 20:23: „Alles richtig Herr Keutgen – wie gesagt, was die Grünen „SOFORT“ wollen ist Wahnsinn, wenn die sich durchsetzen wird Europa zum Armenhaus.“

                      Ihre Befürchtung ist durchaus richtig, man spricht ja schon in der EU von der „Deindustrialisierung“, deshalb lassen die deutschen Grünen ja auch noch gezwungenermaßen die Kohlekraftwerke am Netz – ohne die oder KKW’s oder Gaskraftwerke geht es zur Zeit nicht. Ich wiederhole auch nochmal, dass es auch später ohne Gaskraftwerke nicht gehen wird, weil der „Flatterstrom“ von Sonne und Wind grundlastfähig gemacht werden muss – das wird aber mit der gespeicherte Überschussenergie gemacht werden können.
                      Wie schnell diese Entwicklung voran schreiten wird, hängt davon ab, wieviel Kapazität die Industrie hinein steckt und das wiederum ist eine Frage der Rentabilitätserwartung. Die Industrie muss im Gegensatz zur steuergeldfinanzierten Politik (Steuergelder sind Zwangsabgaben, da hat die Industrie keinen Anspruch drauf) selbst das Geld für Forschung, Entwicklung und Optimierung verdienen.

              • Joseph Meyer

                Dax
                Ich finde @Ohne Kohlenwasserstoffe hat es sehr gut formuliert:: HEUTE nutzen wir die Sonnenenergie NOCH nicht optimal, aber es ist nur eine Frage von sehr kurzer Zeit und dann ist Ihr Argument zum Glück futsch!

                Denn, dann erklären Sie uns doch bitte mal, wo denn die Energiespeicher der Kohlekraftwerke, der Kernkraftwerke und der Gaskraftwerke sind, wenn nicht in den Kohle- Uran- und Erdgasvorkommen? Warum weigern Sie Sich dann so bockbeinig auch der Sonne zu erlauben uns Ihre Energie in Form von brauchbaren Reserven zu liefern? D.h. Wärmespeicher, Talsperren für Wasserkraftwerke, solare Methan- und Methanolreserven für entsprechende Kraftwerke, und alles Weitere was Ihre klugen Ingenieurskollegen noch entwickeln werden!
                Und Sie tun auch den Erfindern und Entwicklern im Bereich der Wechselrichter für Solarstrom Unrecht, finde ich, denn die Ingenieure dort machen ständig mit rasanten Neuerungen und Verbesserungen auf sich aufmerksam. Gehen Sie z.B. auf die Webseite von sma.de!
                Auch in Ostbelgien argumentieren Sie inzwischen an vielen Besitzern von Photovoltaikanlagen vorbei, die tagtäglich die Realität und die Möglichkeiten der eigenen Stromproduktion erleben, und das Gleiche gilt für Besitzer von Anteilen an Windparks!
                Ich denke, dass die Zeit der großen zentralen Kohle – und Kernkraftwerke endgültig vorbei ist. Inwieweit kleine regionale AKWs, die dann die alten Brennstäbe und den strahlenden Abfall nutzen könnten, was ja dann toll wäre, das müssen auch die Ingenieure zeigen ob es denn geht.
                Jedenfalls könnten wir niemals einen besseren Fusionsreaktor bekommen als unsere Sonne, die unendlich viel Energie produziert und das weit genug von uns entfernt um uns nicht zu vertrahlen…

                • Es ist mir unbegreiflich wie man Arzt werden kann und augenscheinlich dabei die fundamentalsten Grundlagen der Physik nicht versteht. Ich muss es zur Kenntnis nehmen, auch wenn ich das nie für möglich gehalten hätte….

                  • Dr. Ing. H. Hurghada

                    @ Dax
                    Es ist mir unbegreiflich, wie man so den physikalischen Gesetzen widersprechen kann wie Sie. Natürlich hat Herr Meyer Recht und schon in wenigen Jahren werden wir Strom zu 100% speichern können.
                    Von Herzen, Ihr Dr. Ing. H. Hurghada

                    • Kein Problem, 4800 mAh speichere ich ständig, das sind satte 100% vom Energiebedarf meines Telefons. Hurra, die „Energiewende“ ist gerettet, Herr Dr.Ing….

      • Neneewaa

        Sehenswert das Interview mit J. Franssen auf Brf bezüglich der geplanten Erhöhung der Windräder um 25meter auf 235meter.
        1. Vögel und Fledermäuse sind besser geschützt.
        2. Es sollen Interferenzen mit dem BRF-Sendemast vermieden werden
        3. Es hat ökologisch-ökonomische Gründe. Es spart mehr CO2 ein und der Ertrag ist höher.

        Ein Satz hätte gereicht: Engie will mehr Geld verdienen.
        Die Windräder im benachbarten Münsterwald sind 196meter hoch. Die Raerener haben noch nicht realisiert welche Auswirkungen das für unser Dorf haben wird.

        • Die Argumente sind an den Haaren herbei gezogen. Wer Vögel und Fledermäuse schützen will stellt gar keine WKA auf, diese etwas höher bauen ist nur ein Scheinargument um gut da zu stehen. Der BRF Sendemast war den Planern bekannt, wieso der jetzt plötzlich ein Problem ist, das aber mit 25 m höheren Windrädern lösen kann, halte ich für zumindest fragwürdig. Es spart mehr CO2, haben gelacht… 😁, und die Wahrheit kommt zum Schluss der Märchenstunde, der Ertrag wird höher! Wer hätte das gedacht…
          Die angekündigten 88.000 MWh/anno Ertrag konnte ich über die simulierte Weibull-Verteilung nicht nachvollziehen und H. Rutte von Engie bestätigte mir nach der Informationsveranstaltung im April dass es sich dabei nur um einen Schätzwert handele. Vielleicht hat man noch einmal nachgerechnet und festgestellt dass man doch besser noch ein Stück höher baut…. Sicher nicht wegen der Vögel und der Fledermäuse….

          • Neneewaa

            @Dax
            Unser nichtgewählter Putschbürgemeister hat die grüne Neusprechattitude übernommen.
            Wenn meine Frau sagt es wäre zu kalt im Haus, werde ich erwidern dass Sie für den Frieden friert und dazu noch viel CO2 einspart.
            Dieser Tage geh ich Mal im Münsterwald die toten Vögel und Fledermäuse zählen.

  8. Zuhörer

    Das größte Problem ist Siemens. Ein multimilliarden Konzern. Die sagen wo’s hingeht. Auch der Grüne von der Judenstraße wird sich noch wundern, eines Tages werden die Windmonster auch vor Städten nicht halt machen.

    Für Entsorgung dieses Sondermülls ist auch noch immer keine Lösung da. Die jungen Leute, die sich jetzt auf der Straße kleben, die können sich ja damit befassen. Daß gönne ich denen.😄😄😄

  9. 9102Anoroc

    @ – Zuhörer 17:01

    Was denn für Sondermüll?

    Wenn Sie die Rotorblätter meinen, die mit dem Geflügeltransporter angeliefert wurden, kann dieser, die Flügel auch gerne wieder abholen und zu den Autobahnen auf den Parkplätzen bringen , damit man diese schönen kunstvollen Rotorblätter, zur Trennung und zwecks Schallschutz , zwischen Parkplätzen und Autobahn an Pfeilern befestigen könnte.
    Da wären sicher manche Lkw-Fahrer froh , denen die Parkplätze zu nah an der Autobahn liegen und deshalb nur manchmal in Ruhe schlafen können.

    Jetzt sagen Sie mir nicht , dass man Schallschutzwände oder Trennwände auch mit Atommüllfässer verunstalten könnte.
    Atommüllfässer gehören ausschließlich bei den Leuten im Garten , die Atommüll mögen.

    • Zuhörer

      @. Anaroc. wenn die Flügel von Windräder morsch werden, kann man sie nicht mehr als Schallschutz verwenden. die Glasfaser würden in der Umwelt verteilt. Keine Kühe könnten mehr weiden, kein Ackerbau wäre mehr möglich. Haben Sie denn nicht gesehen, wo solche Flügel abgebrochen sind, muss der ganze Boden im Umkreis abgetragen werden.

  10. Peter Müller

    Jetzt spielen Vögel, und was sonst noch in den Windrädern gerät keine Rolle mehr. Anfangs waren das die Hauptargumente der Grünen. Beim Bau von Autobahnen oder Grundstücke, wird die Tierwelt immer noch vorgeschoben.

  11. Herjender

    Wie DAX sagte das nächste Milliardengrab wird nicht nur ausgehoben sondern ist schon da . Bei unsere Fahrt durch Spanien sieht mann es überdeutlich tausende Windräder wo höchstens 20% drehen der Rest steht still . Leider lassen sich die Leute die Butter vom Brot nehmen von diesem Grünen Fuzis mit Null Ahnung.

  12. Gastleser

    In der „Welt“ war ein netter „Bericht“, von einer Stadtbratze, „ich habe zwar keine Ahnung,aber die Dinger sehen so schön aus und blinken nachts sogar“…

    Na ja…
    Die deutsche Eifel ist als Reiseziel zumindest hinfällig geworden – ich hätte nie gedacht daß man eine Landschaft derart versauen kann und darf.
    Ein Fahnenmast im Vorgarten ist wesentlich strenger reguliert…

  13. Noch etwas zu Langer und sein „Courant d’Air“. Auf der Informationsveranstaltung in Elsenborn im Februar 2020 versicherte er noch hoch und heilig dass man die Windraddichte der Deutschen Eifel nicht als Ziel sieht und das Landschaftsbild in Belgien nicht derart verunstaltet werde. Nach den Veranstaltungen in Raeren und im Eupen-Plaza komme ich zu der Erkenntnis, der Mann ist ein Heuchler! Der würde noch ein Windrad auf dem Friedhof stellen wenn er das genehmigt bekäme und unsere Provinzpolitiker sind Komplizen dabei. Bei jeder „Info-Veranstaltung“ sitzt Langer neben den Politikern auf der Bühne und tingelt durch die Schulen um für seine Sekte zu werben. Und wenn die Windräder in Raeren 500 m hoch wären, vollkommen egal, „Courant d’Air“ rettet das Weltklima, egal wie….

  14. https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/in-milliardenhoehe-siemens-energy-aktie-im-freien-fall-siemens-energy-verhandelt-offenbar-ueber-staatliche-buergschaften-12961683
    Siemens Energy Aktienkurs bricht dramatisch ein.
    Siemens Energy verhandelt Berichten zufolge mit dem Bund über staatliche Bürgschaften in Milliardenhöhe.
    ….
    Siemens Energy geht schon länger wegen der massiven Probleme im Windgeschäft von einem Jahresverlust von mehreren Milliarden Euro aus.
    ….
    /////
    Der Wind schickt keine Rechnung… 😁😁 Die Mrd. € Bürgschaften mit Steuergeld schickt ja nicht der Wind….😜

  15. Wahl, Joachim

    Erschreckend ist hier die Ahnungslosigkeit, welche durch Glaubensbekenntnisse kompensiert wird. Ich bin nicht sicher, ob ein hier argumentierender Mediziner auch die „Jungfräulichkeit Mariens“ akzeptieren würde. Bei „grün“ scheint alles zu gehen. Ja, man kann Strom speichern, allerdings nur als Gleichstrom, zur Nutzung muss er später wieder wechselgerichtet werden, und zwar verlustbehaftet. Verfolgen wir die Idee mit der Batterie. Als Berechnungsgrundlage dient der Preis einer 300 Ah-Zelle mit 3,2 V Nennspannung, Kosten ca. 470 €. Belgien hat einen Strombedarf von 72 TWh jährlich. Wollte man 1 Tag überbrücken, wären das 0,2 TWh. In „Wattstunden“ ist das eine Zahl mit 12 Nullen. Unser Akku hat etwa 1 kWh an Energie, brutto, in der Realität weniger. Die erforderliche Energiemenge beläuft sich auf 0,2 x 10^12 Wh = 0,2 x 10^9 kWh.
    Die multiplizieren wir mit den Kosten von 470 €. Das ergibt 94 x 10^9 €. Die legen wir denn mal auf den Strompreis um, noch Fragen? Ok, Mengenrabatt habe ich nicht mitkalkuliert.

  16. 9102ANOROC

    Letzten Endes geht es doch darum etwas mehr unabhängig zu sein ,um irgendwann sagen zu können;
    – der Verbrauch hat meinem Bankkonto gar nicht weh getan und der Öl und Gas Multi hat auch nicht gebohrt.-)
    Bis dahin mag es noch ein langer Weg sein , aber der Mensch ist erfinderisch und wird in ferner Zukunft auch ohne Atomkraft Multis , Öl Multis und Gas Multis auskommen.
    Das Problem , ist ja meistens die Speicherung, aber auch das wird man irgendwann lösen.
    Nimmt man das Beispiel Elektrofahrzeug , kann man eigentlich nur staunen, das Zulassungen ohne wirkliche gefahrentests zum Verkauf freigegeben werden, jedoch muss man bedenken, dass das E-Fahrzeug an sich noch in den Kinderschuhen steckt.
    Man arbeitet also an Unabhängigkeit und das ist auch gut so , wenn es in kleinen Schritten geschieht, die uns nicht gefährden.
    Klar, vom Preis her ist Öl und Gas ja gar nicht teuer, dafür aber die Steuer.
    Da kann man natürlich befürchten , das irgendwann die Mehrwertsteuer auf den Strompreis enorm steigen wird, weil Milliarden Steuereinnahmen , an Diesel, Heizöl und Benzin verloren gehen.
    Billiger wird das Ganze sicher nicht, dafür aber sauber und sozusagen selbst gemacht.
    Bei den Fahrzeugen wird die jährliche Steuer auf Elektrofahrzeuge sicherlich irgendwann genauso hoch sein wie auf den jetzigen Fahrzeugen.
    Ich wette sogar, sie wird noch viel höher ausfallen.

  17. Gastleser

    So, lustige Ökos.
    Wind habe ich illegal probiert – geht nicht.
    Wasser darf ich nicht nutzen weil ihr meint da könnte mal eine Muschel drin gewohnt haben.
    Es bleibt Solar, legal, vom Fachbetrieb.
    Alles, jede Schraube und selbst der Karton kommen aus China.
    Da der Verkäufer als Freund etwas ehrlicher Auftritt meint er:
    ökologisch- unsinnig, finanziell- vielleicht positiv als Vordach ganz ok.

    • Holz ist ein Nischenprodukt in der Energiebilanz.
      Zahlen für Deutschland (alles pro Jahr):
      Primärenergieverbrauch: 3600 TWh (3.9%)
      Wärmesektor: 1283 TWh (11%)
      Davon Gebäudeheizung: 800 TWh (17.5%)
      Energie aus Holz: 140 TWh
      Die jeweiligen %-Anteile stehen in Klammern daneben. Holz ist etwas für den Liebhaber oder den gemütlichen Abend am Kamin, aber keine Alternative für eine Industriegesellschaft….

      • Gastleser

        Das ist klar und gut so, trotzdem bleibt es ziemlich „grün“ und ist für mich eine gute altmodische Option.
        Die ganze Elektrobastelei hatten wir vor hundert Jahren auch schon.
        Vielleicht kann man andere veraltete Technik auch weiter bringen – der Holzvergaser lebt ja auch noch ein wenig in der Heizungsnische…

  18. 9102ANOROC

    @ – Gastleser 11:15

    Etwas Geduld ist gefragt .
    Kein Meister ist vom je vom Himmel gefallen.
    Die Südkoreaner arbeiten an schwimmende Solaranlagen. Das macht Sinn .
    Man könnte riesige Wasserflächen dafür nutzen, wie z.B unsere Talsperren in denen man ja doch nicht schwimmen darf.
    Gut , man muss natürlich aufpassen , dass die Talsperre dann nicht wieder überschwappt und die Solaranlage in Verviers landet.
    Da sollte man schon vorher , dem Henry seine Verantwortung entziehen.
    Technisch gesehen ist das Ganze aber nicht schlecht , weil man keine Flächen mit Solaranlagen zu pflastert , die für die Ernte genutzt werden könnten .

    Außerdem ist man bei der Entwicklung von großen Luftschiffen , die eines Tages die Windräder ersetzen könnten , weil die Möglichkeit besteht , diese in viel weiteren Höhen arbeiten zu lassen.
    Es würde viel mehr bringen als die jetzigen Windräder , weil dort der Wind um ein Vielfaches stärker weht.
    Das ganze soll sogar die Energiewende bringen.
    Diese Aussage zählt sicherlich nicht für morgen;
    in ferner Zukunft könnte ich mir das aber vorstellen.

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