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Syrien-Konflikt: „Die weltweite Lage wird immer chaotischer“

24.03.2018, Syrien, Duma: Dieses von der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur (SANA) zur Verfügung gestellte Foto zeigt Zivilisten, die einen von Rebellen besetzten Stadtteil von Duma verlassen. Die syrische Armee ist in eines der letzten Rebellengebiete Ost-Ghutas eingerückt. Foto: Uncredited/SANA/dpa

AKTUALISIERUNG – Wankelmut in Washington, Patt in New York: Nach Donald Trumps provokanter Ankündigung eines Raketeneinsatzes in Syrien ruderte das Weiße Haus wenig später wieder zurück.

“Es ist sicher eine Option, aber das heißt nicht, dass es die alleinige Option ist oder das einzige, was der Präsident tun könnte oder auch nicht“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, am Mittwoch in Washington.

US-Präsident Donald Trump. Foto: Carolyn Kaster/AP/dpa

UN-Chef António Guterres äußerte sich einmal mehr besorgt über die Lage sowie über die Blockade des Weltsicherheitsrats. Er warnte die Mitglieder des höchsten UN-Gremiums davor, die Lage in Syrien außer Kontrolle geraten zu lassen. Er habe die Botschafter der fünf ständigen Mitglieder des höchsten UN-Gremiums kontaktiert, um seine Sorge über die Pattsituation im Rat zu bekräftigen, teilte Guterres am Mittwochabend (Ortszeit) mit.

Der UN-Chef erinnerte daran, dass es letzten Endes um ein Ende des „schrecklichen Leidens der Syrer“ gehen müsse. Im Sicherheitsrat waren tags zuvor gleich drei Resolutionsentwürfe zu Untersuchungen des vermuteten Giftgasangriffs in Duma an einem Veto entweder von russischer oder amerikanischer Seite gescheitert.

Drohende militärische Eskalation

Eine Entscheidung über das weitere Vorgehen sei noch nicht gefallen, sagte Sanders. Es gebe Gespräche mit den Verbündeten Israel, Saudi-Arabien, Frankreich und Großbritannien. Auch einen Zeitplan gebe es nicht, betonte Sanders. „Alle Optionen sind auf dem Tisch.“

Die britische Premierministerin Theresa May berief für Donnerstag eine Sondersitzung des Kabinetts zur Syrien-Krise ein. Nach Angaben der Agentur PA lehnte das britische Verteidigungsministerium jeden Kommentar zu Medienberichten darüber ab, dass britische U-Boote bereits in Position und Reichweite seien, um Marschflugkörper nach Syrien zu starten.

18.03.2018, Syrien, Ghuta: Baschar al-Assad, der Präsident von Syrien, besucht die syrischen Regierungstruppen in der umkämpften Region Ost-Ghuta. Ost-Ghuta grenzt an die Hauptstadt Damaskus und ist seit 2013 unter Kontrolle von Aufständischen. Syrische Soldaten sind tief in das Rebellengebiet eingedrungen, was viele Zivilisten zur Flucht trieb. Foto: Syrian Presidency/XinHua/dpa

„Russland hat geschworen, alle Raketen abzuschießen, die auf Syrien abgefeuert werden. Mach‘ Dich bereit, Russland, denn sie werden kommen (…)“, hatte Trump am Mittwoch auf Twitter geschrieben. Das wurde allgemein als Provokation Moskaus aufgefasst.

Am Donnerstag wollte erneut der UN-Sicherheitsrat in New York zu einem Treffen hinter verschlossenen Türen zusammenkommen, um die Frage einer drohenden militärischen Eskalation in Syrien zu erörtern.

Kremlchef Wladimir Putin hatte zur Vernunft aufgerufen. „Die weltweite Lage wird immer chaotischer“, sagte er in Moskau. „Wir hoffen, dass letztlich der gesunde Menschenverstand die Oberhand gewinnt und die internationalen Beziehungen in eine konstruktive Richtung gehen“, sagte er nach Angaben der Agentur Interfax.

In den USA selbst ist eine militärische Einmischung in Syrien rechtlich umstritten. Der Präsident muss laut US-Verfassung eigentlich die Einwilligung des Kongresses einholen. Eine Ermächtigung zum eigenmächtigen Handeln hat er nur im Kampf gegen den Terrorismus. Aus seiner eigenen republikanischen Partei kamen Stimmen, wonach kleinere Militäroperationen gedeckt werden könnten.

Syrische Armee in Alarmbereitschaft

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu geht es in Syrien unter anderem um die militärische Präsenz des Irans. In einem Telefonat mit Putin machte er deutlich, dass Israel eine dauerhafte Präsenz iranischer Kräfte in Syrien nicht dulden werde. Israel werden erste Luftangriffe auf syrische Stellungen in den vergangenen Tagen zugeschrieben, bei denen auch iranische Soldaten ums Leben gekommen sein sollen.

10.04.2018, Syrien, Zamalka: Syrische Soldaten patrouillieren durch die Straflen des Ortes in Ost-Ghuta. Nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff hat sich die Krise um den Bürgerkrieg in Syrien dramatisch zugespitzt. Foto: Ammar Safarjalani/XinHua/dpa

Die syrische Armee ist schon seit Tagen in voller Alarmbereitschaft und hatte sich am Mittwoch von weiteren Stützpunkten zurückgezogen. Bereits am Dienstag verließ die syrische Armee einige Militärbasen, um einer möglicherweise bevorstehenden Attacke der USA und von deren Verbündeten weniger Angriffsfläche zu bieten.

Begonnen hatte die verbale Eskalation mit einem am Samstag gemeldeten Giftgasangriff auf die von Rebellen kontrollierte Stadt Duma in Ost-Ghuta. Bei diesem sollen der Hilfsorganisation Weißhelme zufolge mindestens 42 Menschen getötet worden sein. Mehr als 500 Personen wurden demnach in Krankenhäusern behandelt. Die USA sprechen von mindestens 85 Toten.

Die Organisation für ein Verbot von Chemiewaffen (OPCW) hatte angekündigt, ein zehnköpfiges Expertenteam für eine Untersuchung nach Duma schicken zu wollen.

Es wäre nicht das erste Mal, dass die USA und Präsident Trump die Assad-Regierung direkt angreifen. Das US-Militär hatte vor einem Jahr die syrische Luftwaffenbasis Schairat beschossen – als Reaktion auf den Giftgasangriff mit Dutzenden Toten auf die Stadt Chan Scheichun, für den UN-Experten die Regierung von Assad verantwortlich machten. Das Eingreifen der USA galt aber weitgehend als symbolisch. (dpa)

  1. Alfons Van Compernolle

    Trump – Putin – Kim aus Nord-Korea und so ein paar Andere drohen nicht nur, sie besitzen auch die Charakterlosigkeit aus eigenem egoistischen Machterhalt und eigen Interessen, jedliche Waffe zum Einsatz zu bringen. Wobei Putin um einige Klassen intelligenter ist als Trump jemals sein wird!
    Assad ist da keine Ausnahme mehr, sondern sein Verhalten der Regelfall !! LEIDER !!

  2. schlechtmensch

    Die geopolitische Lage ist für jedes Kind leicht durchschaubar. Assad wird an der Macht bleiben und das passt den westlichen Kriegstreibern nicht. Ausserdem soll um jeden Preis der Flüchtlingsstrom nach Europa in erster Linie nach Deutschland wieder entfacht werden um Europa weiterhin zu destabilisieren und einen Keil zwischen den Europäern und Russland zu treiben. Die Merkel-Juncker-Clique wird brav still halten da sie mit den USA und den Engländern unter einer Decke stecken. Was für eine armseelige Schmierenkomödie die da auch von unseren Politversagern veranstaltet wird. Ich hoffe die Verantwortlichen werden irgendwann dafür zur Verantwortung gezogen. Und nein, ich erhalte kein Geld von den Russen, ich sage nur meine Meinung. Putin und Assad sind nicht besser als Trump und Co. Ich habe am Anfang viel von Trump gehalten aber mittlerweile denke ich daß dieser Mann in die Psychiatrie gehört.

    • deuxtrois

      „Ich habe am Anfang viel von Trump gehalten aber mittlerweile denke ich daß dieser Mann in die Psychiatrie gehört.“

      Besser man hört den Schuss zu spät, als nie.
      Aber dummerweise ist man nach dem Schuss bereits tot.
      Aber machen Sie sich keine Sorgen, viele haben geirrt, wie Sie.
      Dummerweise leider auch diejenigen, die diesen „Psychopathen“ gewählt haben, und das wird auch für uns Konsequenzen haben.
      Dass immer wieder jemand morgens aufsteht, dem man immer wieder sagt „Trump wird uns schaden“, alle hier rebellieren und am Ende sich selbst eingestehen müssen, dass sie meilenweit mit der Wahrheit daneben waren oder lagen.
      Aber Sie können nicht behaupten, man habe nicht alle des Besseren belehrt und Sie darauf hingewiesen.

  3. Wespen Bussard

    Es hat nun echt lange genug gedauert diese schlächterei in Syrien , denn dieser barbarei muss endlich nach fast acht Jahren ein Ende gesetzt werden . Dies verlogene Russen sind sowieso nur darauf bedacht , um die Greueltaten dieses Schlächter Assad gut zu heißen . Es bleibt wirklich nur zu hoffen , das die Amerikaner in Verbindung mit den Engländer , den Franzosen und den Saudis in den kommenden Stunden einen Generalangriff auf das Regime dieses Barbaren in Angriff nehmen . Wie soeben zu erfahren war sollen spezialisierte Französische Bodentruppen bestehen aus Fremdenlegionären und Marinetruppen in Bodenkämpfen mit einbezogen werden .

    • Geil. Macht nur weiter so. Kaum war die unsägliche von der USA ehemals unterstützte IS besiegt und man dachte, dass endlich mal Ruhe herrscht, und schon knallt es wieder. Nur dieses Mal können die Konsequenzen weitreichender sein. Wofür?

      • LosKotzos

        Wofür?
        Trump tut genau das was er tun muß. Die Kessel der Waffenindustrie müssen auf dem
        Weg nach Macht und Gier glühen.
        Und alle freuen sich. Die Europäer freuen sich auf Einwanderung.
        Das schafft Wachstum auf allen Ebenen, zwar staatlich subventioniert, aber was soll´s.
        Den Aldi freut´s, die Baumärkte boomen und die Babys boomen auch.
        Das Trump aufgrund seiner naiven, trotteligen und ehrlichen Art, den Zorn der Massen auf sich zieht ist doch für die wahren Profiteure ein willkommener Nebeneffekt.

    • Alfons Van Compernolle

      Sie Glauben doch nicht im ernst, dass ein wie auch immer gelagerter Angriff auch nur etwas Abhilfe oder Verbesserung bringt ?? Die Russen haben dort eine ( die einzige im Ausland befindliche) Basis von wo aus sie ihre Macht und Einfluss ausueben koennen. Diese und somit den Diktator Assad, werden sie um jeden Preis halten wollen. Ein Angriff aus Syrien als sogenannte Trumpsche-Danksagung wuerde das Problem sehr problematisch zuspitzen. Sollten dann die Russen die US-Raketen und Abschusseinrichtugen, wie von den Russen bereits angekuendigt, bekaempfen, dann haben wir ganz sicher einen neuen Krieg, der auch uns hier sehrviele Menschenleben kosten wird !

    • @ KH1B

      Sie sollten gelegentlich die Interviews dieser Generäle und Admiräle lesen dann sehen Sie wie irre die sind.
      Heute wurde in einem Kommentar gesagt die Lage ist so brisant wie 1962 in der Kuba-Krise.
      Trump twittert eine Kriegserklärung an Russland, Glaubt wirklich irgendwer das würde uns nicht betreffen?

      • karlh1berens

        Von mir aus kann die Generalmobilmachung nächste Woche kommen. Wenn ich einen Waffenwunsch äußern dürfte : eine P90, eine FiveseveN, jeweils mit 5 Magazinen und eine Kiste Munition bitte. Die Marschrichtung kenn‘ ich auch schon.

        • @ KH1B

          Sie können Ihren Waffenschrank ruhig zu lassen. Es wird keine Generalmobilmachung geben.
          Die paar Minuten bis eine Langstreckenrakete braucht um von der Russischen Grenze nach Brüssel zu fliegen reichen für eine Mobilmachung nicht aus
          Die Ziele für den Gegenschlag sind klar. Berlin, Brüssel, Paris und London. Flugdauer pro Ziel ca 3 Minuten. In der Zeit schaffen es selbst Sie nicht von Galhausen nach Eupen.

          • karlh1berens

            Jede „Arbeit“, die andere an meiner Statt erledigen, ist willkommen. Ich hatte bisher ein erfülltes Leben. Dafür danke ich Gott. Und was noch so kommen mag, lege ich in seine Hand.
            P.S. : Mein aktueller „Waffenschrank“ ist eine startwillige Motorsäge mit frisch gefeilter Kette neben meinem Bett.

            • @ Kuh

              Wie kommen Sie nur darauf das KH1N Herrn Putin für das Böse halten könnte? Genau das Gegenteil ist der Fall, eer hält Putin für einen lupenreinen Demokraten. In einer Reihe mit Herrn Orban, Herrn Kaczinsky Herrn Fico und Herrn Sobotka.

                • @ KH1B

                  Ich habe mich nicht vergessen. Die aufgezählten Herren haben eines gemeinsam sie sind, wie Sie, Politiker. Ich bin keiner.
                  Ich halte Sie aber nicht für wichtig genug um Sie in der Aufzählung aufzuführen.

                  • karlh1berens

                    Ich bin kein Politiker. Ich mache politische Arbeit. Ein Politiker kann, im Gegensatz zu mir, von seiner „Arbeit“ leben.
                    Mit „Herr Präsident“ dürfen Sie mich allerdings anreden, da ich der Präsident der „Dorfgemeinschaft „Eingkeit“ Galhausen-Metz V.o.G.“ bin. Aber davon kann ich auch nicht leben – höchstens dafür.

                    • karlh1berens

                      @ Spezi Es : Mit Edig kann man nicht diskutieren. Er hat keinen Wertekompass, kaum eine eigene Meinung, nur zusammengegoogelte Fetzen, vom Grund her ein vollkommen überflüssiger Dampfplauderer, dessen Auslassungen man getrost ignorieren kann und in die ich nur aus sportlichem Ehrgeiz gelegentlich hineingrätsche, wenn mir gerade danach ist. Wenn ich gezwungen wäre, mit ihm in physischer Nähe zu sein, würde ich vorher ordentlich Bohnensuppe zu mir nehmen.
                      EdiG ist ein Forent der schon viele gute Forenten aus dem OD-Forum getrieben hat. Und das ist schade. Dass Herr Cremer dem Spuk noch kein Ende gesetzt hat, deutet auf die baldige Verrentung hin. Die redaktionelle Richtung und hier besonders die Themenauswahl kriegt der Chef gut hin, aber wenn das irgendwann mal weg ist, aus welchen Gründen auch immer, gehen bei OD die Lichter aus. Und das wäre ein herber Verlust für mich, für die DG, aber ganz besonders für EdiG. Und letzeres wäre mir dann schon wieder Trost genug.

  4. Marcel Scholzen eimerscheid

    Wenn Russland und die USA in Syrien aneinander geraten sollten, dann gibt es nur einen Gewinner : China. Ein Schlagabtausch wird beide schwächen und China wird der lachende Dritte sein. Die Verschuldung der USA wird noch weiter zunehmen und die USA werden ökonomisch noch schwächer. Und Russland wird noch abhängiger von China. Putin und Trump sollten sich am Riemen reissen und sich beruhigen.

    • @ Marcel Scholzen eimerscheid

      Wenn Russland und die USA in Syrien aneinander geraten sollten, dann wird es nur Verlierer geben. Beide Parteien haben genug atomares Potenzial um den Planeten zu pulverisieren. Das hält dann auch China nicht auf.

  5. Polarlicht

    Im Gegensatz zu Trump, der tatsächlich bei Twitter einen Angriff bekannt gibt, und darin noch seine tollen Waffen in den Himmel lobt, Ist Putin , so hoffe ich jedenfalls ,besonnener! Man kann der Welt nur wünschen, dass dieser Mensch Trump langsam von der Bildfläche verschwindet

  6. Menier Meinung nach gehört Trump in ein Irrenhaus. Am besten schnellstmöglich. Seine Sprache und Ausdrucksweise ist einfach nur kindlich und eines US-Präsidenten absolut unwürdig. Wer innerhalb eines Jahres fast zwanzig vorher mit Bedacht ausgesuchte Mitarbeiter nach Tagen bzw Monaten wieder vor die Türe setzt ist zeigt, dass er nicht alle Tassen im Schrank hat.

  7. Dumpfbacke

    Die Twitter-Drohung von Trump ist schon wieder vom Tisch. Seine Pressesprecherin ist bereits zurück gerudert. Wann legt ein russischer Hacker endlich den Twitteraccount von Trump endültig still? Seine Berater haben ja Null Einfluss auf diesen Verrückten.

  8. Polarlicht

    Auch wenn ich nicht eben ein Fan von Putin bin, so ist er mir wirklich lieber, als der Wahnsinnige aus den USA! Wäre Putin geistig ebenso gestrickt wie Trump, der den Weltfrieden dazu missbraucht, um von seinen Skandalelchen abzulehnen, hätten wir schon den dritten Weltkrieg

  9. Werner Radermacher

    Ein Eingreifen in Syrien ist vielleicht die falsche Entscheidung, aber warum nur über Trump schimpfen? Die drohende militärische Eskalation geht nicht nur von den USA aus, sonderns auch von Frankreich und GB. Und Bundesaußenminister Maas deutete an, dass Deutschland einen Militärschlag zumindest politisch mittragen würde,

    http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_83588442/syrien-krise-im-blog-pompeo-weiche-politik-gegenueber-moskau-vorbei-.html

  10. Welche UN-Konvention deckt übrigens den Einmarsch des Nato-Bündnispartners Türkei in Syrien? Bei Russlands Einmarsch in die Ukraine grosses Getöne und Sanktionen. Beim Einmarsch der Türkei sind unsere führenden Politiker, Trump, Macron, Merkel und all die anderen Bündnispartner hingegen ziemlich kleinlaut.

    • „Beim Einmarsch der Türkei sind unsere führenden Politiker, Trump, Macron, Merkel und all die anderen Bündnispartner hingegen ziemlich kleinlaut.“

      Das liegt auf der Hand, werter skifan, denn die Türkei nimmt sehr viele Flüchtlinge auf, die ansonsten noch zu uns nach Westeuropa kommen würden. Da kritisiert man kaum und schweigt lieber und die EU zahlt der Türkei im Gegenzug Milliarden Euros ,(Geld stinkt bekanntlich nicht) Ironisch gesehen also quasi „Schweigegeld“ Da die EU das Flüchtlingsproblem in keinster Weise in den Griff bekommen hat, bzw. in den Griff bekommt und so wie so nicht in der Lage ist, irgend etwas von Belang zu lösen, zahlt man lieber und hat seine Ruhe…

  11. Da sind die durch Grossbritanien finanzierten ‚Weißhelme‘ die nur in von islamistischen Rebellen kontrollierten Gebieten agieren, die Bilder zeigen von Kindern die eine Gasmaske vors Gesicht gehalten bekommen. Da ist der aus Großbritanien agierende Ein-Mann-Betrieb ’syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte‘ der scheinbar die Exklusivberichterstattung für die westlichen Medien übernommen hat.
    Und da ist wieder das ‚Regime‘ das einen Tag vor dem kompletten Zusammenbruch der islamistischen Rebellenverbände aus einem Grund der wohl nur der ’syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte‘ bekannt ist Chlorfässer aus dem Flugzeug schmeisst.
    Und da ist das westliche Verteidigungsbündnis das auf Grund von dieser Berrichterstattung Syrien bombardieren will.

    Wäre es nicht so ernst könnte man über so viel Schwachsinn nur den Kopf schütteln.
    Die westlichen Massenmedien haben erst während dem Ukrainekrieg und anschliessen während dem Syrienkrieg den Sinn für eine ausgewogenen, hinterfragende, realistische Berichterstattung verloren.
    Es gibt bei uns keine neutralen Medien mehr!
    Und das kann einem auch Angst machen.

    Jeder Kriminalbeamte fragt sich: „wem nützt das Verbrechen?“
    Wie wäre es wenn die Medien dies auch mal tun würden.

    • Zum Schluss stellt sich die Frage, wem man bei dieser Gemengelage in Syrien noch Glauben schenken darf. Wer besitzt die Fähigkeit und Kompetenz auf die Frage „wem nützt das Verbrechen“ mit beweiskräftigen Fakten zu antworten. Bis heute wird darüber gestritten, wer für die Giftgasangriffe von 2015 und 2017 verantwortlich war: Assad, Russland, die Türkei, Al Nusra, der IS, die Amerikaner, … ? Kennen sie die Antwort ?

      • Nein, ich kenne die Antwort nicht.
        Die Frage stellen ist jedoch schon ein erster Anfang.

        Alleine durch die Frage zu stellen erkennt man das die Lage so unübersichtlich ist, so viele geopolitische Interessen im Spiel sind und jede der Parteien so viel Dreck am stecken hat.

        Dies kann nicht durch eine Bombardiereung der Alawitisch-Aramäisch-Assyrisch-Drusisch-Jeminitisch-Christlich-Sunnitisch-Schiitischen Armee der syrischen Regierung (in unserer Medien kurz und lapidar ‚die Regime Armee‘ genannt) gelöst werden.
        Im Gegenteil, dies würde das Morden nur verlängern.

        Die westlichen Medien müssten sich nochmal klar werden das die Einteilung in ‚Gut und Böse‘ vielleicht in Hollywood funktioniert, in der realen Welt jedoch unhaltbar ist!

        • Viele Putin-Versteher lassen sich von dem Wolf im Schafspelz-Strategie des Kremel-Herrschers täuschen. Sie glauben eher jemandem, der seine Geheimdienstvergangenenheit gezielt in seinem Präsidentenamt nutzt und sich der gleichen Methoden bedient mehr, als westlichen Quellen.
          Im Zweifeksfall, glaube ich demokratisch legitimierten Einrichtungen oder Politikern mehr, als Autokraten und Diktatoren (Ausnahmen bestätigen die Regel). Aber zugegeben, im Syrienkonflikt fehlt mir mittlerweile ein funktionierender Kompass.

      • karlh1berens

        Stellen Sie die einfache Frage : Wem nutzt diese Gewalt ? Wer profitiert davon (qui bono) ? Und sie haben (freilich mit viel Recherche (welche eigentlich die Aufgabe der Journalisten wäre) verbunden) die Antwort.
        Das kostet (mich) viel Zeit. Aber eines kann ich Ihnen versichern : die Antwort ist hässlich.

        • Nach den Vergeltungsangriffen Amerikas, Frankreichs und Großbritanniens gegen syrische Militärinfrastruktur gilt es erneut die Frage zu stellen, Qui bono?
          Wem nützt dies? Zumal wenn es ein einmaliger Angriff sein soll. Welchen Sinn ergibt dieser Angriff Herr Behrens, wenn nicht den, die Giftwaffenlager- bzw. Produktionsstätten Assads zu zerstören? Eigentlich gar keinen, denn Assad wird damit nicht geschwächt und am Kräfteverhältnis ändert sich auch nichts.
          Aber fällt ihnen etwas auf Herr Behrens, wenn Russland verkündet, Großbritanien habe den Giftgasangriff in Duma geplant? Von wem glauben sie, werden wir verarscht?

    • @ Lehmboy

      Warum lassen dann die Russen und das Assad Regime keine neutralen Berichterstatter z.B. aus der Schweiz oder aus Schweden ins Land?
      Meiner Meinung nach sind die Nachrichten von RT noch unglaubwürdiger als die Berichte von NGOs aus dem Land.

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