Politik

Ergebnisse der jüngsten Forsa-Umfrage: Eine Mehrheit der Ostbelgier sieht eigene Zukunft (eher) optimistisch

Mit den Ergebnissen der Forsa-Umfrage wollen Ministerium und Regierung der DG die Einstellung der Bevölkerung zu verschiedenen Themenbereichen der Corona-Krise erfassen. Foto: Shutterstock

Nach wie vor blickt eine große Mehrheit (70 Prozent) der Bürger der neun DG-Gemeinden eher bzw. sehr optimistisch in die persönliche Zukunft.

Gefragt nach ihrer Beurteilung der wirtschaftlichen Zukunftsaussichten in Ostbelgien äußern 62 Prozent der Befragten, dass sie diese eher bzw. sehr optimistisch einschätzen. Damit sind die Erwartungen der wirtschaftlichen Entwicklung in Ostbelgien im Sommer 2022 im Vergleich zum Februar dieses Jahres und Sommer letzten Jahres weiter zurückgegangen, wie die neueste demoskopische Befragung in der DG nun ergab.

Im Juli und August hatte das deutsche Marktforschungsinstitut forsa 1.000 Ostbelgier ab 18 Jahren mithilfe computergestützter Telefoninterviews kontaktiert, erneut mit besonderem Fokus auf die Corona-Pandemie.

– Sorgen wegen und Betroffenheit von der Corona-Krise. Die große Mehrheit der Bewohner der DG (92 Prozent) fühlt sich demzufolge nicht (mehr) oder lediglich weniger stark durch die Corona-Krise und die damit verbundenen Maßnahmen persönlich eingeschränkt.

Ministerpräsident Oliver Paasch (r) und Forsa-Chef Manfred Güllner (l) bei der Vorstellung der Ergebnisse einer Forsa-Umfrage in Eupen im Juni 2020. Foto: OD

Auf die Frage, was ihnen im Zusammenhang mit der Corona-Krise die meisten Sorgen bereitet, nennen die Befragten mit Abstand am häufigsten die Sorge vor weiteren Pandemiewellen und einem Lockdown (27 Prozent).

Zu den positiven Erlebnissen oder Erfahrungen nennen die Bewohner Ostbelgiens nach wie vor am häufigsten den Zuwachs an Zeit (insbesondere mit der Familie) und eine erlebte Entschleunigung.

– Krisenmanagement der Regierung und Akzeptanz der Maßnahmen. Mit der bisherigen Arbeit der föderalen Regierung in Brüssel sind 66 Prozent der Bewohner in Ostbelgien (sehr) zufrieden und 31 Prozent weniger bzw. gar nicht zufrieden. Mit der Arbeit der DG sind dagegen 82 Prozent der Bürger in Ostbelgien (sehr) zufrieden und 17 Prozent weniger oder gar nicht zufrieden.

62 Prozent der Befragten halten die in der Vergangenheit zur Eindämmung der Corona- Pandemie getroffenen politischen Maßnahmen für angemessen.

– Informationsverhalten und Glaubwürdigkeit der Informationen. Um sich über die Corona-Krise zu informieren, nutzen die Ostbelgier weiterhin am häufigsten persönliche Gespräche mit Verwandten, Freunden und Bekannten (61 Prozent), das Radio sowie das Fernsehen (jeweils 56 Prozent). Eine Mehrheit von 73 Prozent der befragten Ostbelgier hält die Informationen der föderalen Regierung in Brüssel zur Corona-Krise für (sehr) glaubwürdig. Die Informationen der DG halten 84 Prozent für sehr bzw. eher glaubwürdig.

DG-Gesundheitsminister Antonios Antoniadis im Eupener Impfzentrum. Foto: Gerd Comouth

– Meinungen zur Corona-Impfung. 72 Prozent aller Befragten sind nach eigenen Angaben dreimal gegen das Corona-Virus geimpft. Von den dreifach Geimpften sind mehr als zwei Drittel (71 Prozent) ebenfalls bereit, sich ein viertes Mal impfen zu lassen, sofern das medizinisch empfohlen wird.

Darüber hinaus wurde die allgemeine Bereitschaft in der Bevölkerung der DG ermittelt, sich regelmäßig gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Aktuell ist etwas mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) dazu bereit, sofern eine medizinische Empfehlung vorliegt.

Anders als im Februar 2022 bevorzugt nun eine Mehrheit von 57 Prozent der Befragten die Beibehaltung einer freiwilligen Impfung (plus 14 Prozentpunkte). Knapp ein Viertel (23 Prozent) – und damit deutlich weniger Befragte als vor einem halben Jahr – spricht sich aktuell für die Einführung einer Impfpflicht für alle Bürger aus, solange keine gesundheitlichen Gründe dagegensprechen, und 18 Prozent bevorzugen eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen wie beispielsweise für Personal im Gesundheitssektor.

Detaillierte Statistiken und der vollständige Bericht sind hier nachzulesen:

https://ostbelgienstatistik.be/desktopdefault.aspx/tabid-7441/

 

26 Antworten auf “Ergebnisse der jüngsten Forsa-Umfrage: Eine Mehrheit der Ostbelgier sieht eigene Zukunft (eher) optimistisch”

  1. In den Trümmern der Städte des 3. Reiches anno 1944/45 waren grosse Parolen zu lesen im Stil von „Unser Glaube, der totale Sieg“. Damit suggerierte die Propaganda dass die Mehrheit weiter hinter dem Regime stand und jeder der Zweifel verspürte sich als Aussenseiter fühlen musste. Heute sind die „Forsa-Umfragen“ die Trümmer-Parolen einer abgewirtschafteten Regierung. Die Methode dahinter ist identisch, wenn doch 70% der Ostbelgier mit der Regierung zufrieden sind, was stimmt nicht mit mir wenn ich es nicht bin? Wie ist die Methodik der Umfragen? Per Telefon-Festnetz? Dann wäre es direkt für die Tonne. Wie ist die Fragestellung? Welche Aussagekraft haben fest vorformulierte Antworten wie „ja“, „nein“, weiss nicht“ in Bezug auf komplexe Sachverhalte? Und das alles kumuliert dann zu einer einzigen Aussage wie „70% sind zufrieden“, Schulterklopfen ist angesagt. Mal sehen wie lange solche „Umfragen“ noch Bestand haben angesichts der anstehenden Energiekrise…..

    • Die Auswahl und Formulierung der Frage und die Auswahl der Befragungsmethode beeinflussen das Ergebnis. Wenn 72 % der Befragten dreifach geimpft sind und die Impfrate der 18 – 54 jährigen unter 72 % siegt, dann weiß man wer mehrheitlich befragt wurde: die über 54 Jährigen. Der Titel des Artikels konnte lauten: „Eine Mehrheit der Ostbelgier über 54 Jahre sieht die eigene Zukunft (eher) optimistisch“.

      • Festnetz

        Dies Umfrage taugt nichts. Welcher Jugendliche hat heute noch ein Festnetzanschluss? Also hat man nur ältere Personen befragt und die glauben sowieso was die Staatsmedien ihnen predigen.

  2. Diese Umfragen sind teuer, aber leider in Zeiten gewaltiger und schneller Umbruche, wie wir sie jetzt erleben, ohne jeden ausagekraft… !
    Wir erleben hier das Lesen der Zeitung von letzte Woche, aber kein Tagesbericht !
    Gerne ein update in November 2022 oder zum Anfang 2023.

    Wann wird wieder gewählt ?

  3. schlechtmensch

    Ich gehöre tatsächlich zu einer Randgruppe und bin von den paar Prozent umgeben die das alles anders sehen. Seltsam. In meinem persönlichen und beruflichen Umfeld sind geschätzt 95% der Leute extrem angesäuert und sehen den Karren eher weiter in den Dreck fahren. Milliarden werden verpulvert ohne Sinn und Verstand. Mal sehen ab wann die „Umfragen“ sich ändern. Sicherlich wenn der Sprit 5 Euro und das Heizöl 6 Euro pro Liter kosten und der Strompreis verzehnfacht ist.

  4. Das ist ja wirklich übermäßig furchtbar, Optimismus, das geht gar nicht, wo doch die üblichen verdächtigen Miesmacher und Weltuntergangspropheten, Auswanderungsankündiger (aber denn doch Hierbleiber), Hassprediger und Fortschrittsphobiker genau wissen, dass Belgien, die EU, das Lieblingsthemaland Deutschland, ja eigentlich die ganze Welt im Untergang begriffen sind. Also, diese Umfrageergebnisse können auf gar keinen Fall stimmen. Denn die einzig wahre Wirklichkeit spielt sich wo ab? Hier, auf ostbelgiendirekt.be! Törö!

      • Schreiben Sie aus Belgien oder sind Sie schon ausgewandert, wie einige Kollegen das hier mehrfach angekündigt haben? Frau Beaudimont soll ja schon mit unbekanntem Ziel die EU verlassen haben, ein anderer Mitkommentator wollte eine Hütte im Senegal bewohnen, wieder andere zog es aus Angst vor Impfungen nach Paraguay. Ich bleibe lieber in meiner kleinen Welt und wünsche Ihnen viel Glück in all dem Unglück!

  5. Bulletin

    PS: Wann kommt eigentlich die nächste Studie über die Beliebtheit des BRF?
    Kann man diesbezüglich nicht die letzte kopieren um Geld zu sparen?
    Also einfach nur die Daten ändern oder so….

  6. der heilige josef

    Osteuropa steht in Flammen, selbst der Beschuss von Kernreaktoren ist kein Tabu, im Irak gibt es Volksaufstände, in Libyen geht der von Westen entfachte Bürgerkrieg in eine neue Runde, die Taliban sitzen fest im Sattel, China, Russland, Iran und Nord Korea halten gemeinsame Manöver ab um sich vor Attacken der USA zu schützen. Aber hier so glaubt man nach einer zweifelhaften Studie ist alles in bester Ordnung.

  7. Wie viele Private Festnetz Anschlüsse gibt es denn überhaupt noch in Ostbelgien ?
    Jüngere Menschen benutzen ja meist eher Telefonieren übers Internet.
    Ich nehme mal an Forsa wird auch nur ein offizielles Digitales Telefonbuch haben wo die Nummern der richtigen Festnetzanschlüsse drin stehen, und das werden wohl grösstenteils ältere Menschen sein.
    Bin fast überrascht das es überhaupt noch über 1000 Private Festnetz Anschlüsse gibt in Ostbelgien, mittlerweile benutzen ja auch viele Ältere Menschen Whatsapp usw zum Telefonieren.

    • Stimmt, wir haben zwar noch eine Festnetznummer (meine Söhne haben keine mehr), haben aber das Akku vor Monaten aus dem Telefon genommen weil bis zu drei! Werbeanrufe täglich eingingen. Wie meinte meine Frau „ich nehme jetzt das Akku raus bevor ich das Ding beim nächsten Werbeanruf gegen die Wand werfe….“. Gut für die Regierung, zwei unzufriedene weniger die Forsa finden könnte…. 😁

  8. Willi Müller

    Forsa hat wohl die Philosophie, dass der Einzelne sich an diesen Umfragen orientiert und dem Ergebnis nacheifert. Aus diesem Grunde hat bei der deutschen „Sonntagsfrage“ die AfD immer 2 Prozent weniger bei Forsa verglichen mit den anderen Meinungsforschungsinstituten. Das gehört wohl zu deren „Erziehungsauftrag“.

  9. Kritisch denken!

    Das Geld für diese Umfragen sollte man nun wirklich sinnvoller einsetzen!
    Ausserdem sind diese Anrufe des Institutes einfach nur lässtig!
    Wann kommt der MP wieder in der Realität an? Wenn er eine gutbezahlte Stelle bei der EU hat? Wahrscheinlich nicht!

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