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England dominiert, aber Belgien gewinnt 2:0 durch zwei „Sonntagsschüsse“ von Tielemans und Mertens

15.11.2020, Belgien, Löwen: Youri Tielemans (l) von Belgien erzielt das Tor zum 1:0. Foto: Bruno Fahy/BELGA/dpa

Die belgische Fußball-Nationalelf hat am Sonntag einen großen Schritt in Richtung „Final Four“ der Nations League gemacht. Die Roten Teufel besiegten trotz einer mäßigen Leistung dank zweier „Sonntagsschüsse“ von Tielemans und Mertens England 2:0.

Die belgische Startelf war wie erwartet folgende: Courtois – Alderweireld, Denayer, Vertonghen – Meunier, Witsel, Tielemans – Mertens, De Bruyne, Thorgan Hazard – Lukaku.

15.11.2020, Belgien, Löwen: Kevin De Bruyne von Belgien in Aktion gegen Tyrone Mings (r) von England. Foto: Dirk Waem/BELGA/dpa

Bei Belgien fehlte Eden Hazard, bei den Gästen waren Sterling und Rashford sowie der gesperrte Maguire nicht dabei.

Es begann sehr flott mit einem ersten Schuss von Kane. Es waren aber die Roten Teufel, die in der 10. Minute in Führung gingen durch einen leicht abgefälschten Distanzschuss von Tielemans, der via Pfosten ins Tor von Pickford ging.

In der 24. Minute erhöhte der gebürtige Löwener Mertens, der in der Jugend für Stade Leuven spielte, mit einem perfekten Freistoß auf 2:0.

15.11.2020, Belgien, Löwen: Axel Witsel (l) von Belgien und Jordan Henderson (r) von England in Aktion. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Im ersten Durchgang waren aber die Engländer meistens im Ballbesitz. Indes waren die Gäste von der Insel nur einmal brandgefährlich, als ein Kopfball von Kane auf der Linie durch Lukaku (!) gerettet wurde.

Die Engländer störten die Roten Teufel sehr früh im Spielaufbau und waren vor allem – wie schon im Hinspiel – bei Standardsituationen gefährlich. Insofern war die 2:0-Führung für Belgien zur Halbzeit etwas schmeichelhaft.

In der zweiten Halbzeit waren die Engländer noch dominanter als vor dem Seitenwechsel. Witsel und Meunier handelten sich eine Gelbe Karte ein und sind beide für das letzte Gruppenspiel am Mittwoch gegen Dänemark gesperrt.

England hatte allerdings nur eine echte Chance bei einem Schuss von Kane, mit dem Courtois kein Problem hatte.

15.11.2020, Belgien, Löwen: Harry Kane (l) von England in Aktion gegen Toby Alderweireld von Belgien. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Belgien stand viel zu tief, ließ sich in die eigene Hälfte zurückdrängen. In der 77. Minute hätte aber Lukaku bei einem der ganz seltenen Angriffe der Roten Teufel alles klar machen können, doch scheiterte der Angreifer von Inter Mailand an Pickford. Auch in der Nachspielzeit hatte Lukaku noch die Gelegenheit, auf 3:0 zu erhöhen. Es blieb aber beim 2:0.

Um ein Haar hätten sich die Belgier durch diesen Sieg vorzeitig für die Endrunde der Nations League („Final Four“) im Oktober 2021 qualifizieren können, denn Dänemark gelang erst kurz vor Schluss der Siegtreffer zum 2:1 gegen Island.

Somit entscheidet die letzte Begegnung am kommenden Mittwoch – wieder in Löwen – gegen Dänemark, in der Belgien ein Unentschieden genügt, über den Gruppensieg. Die Engländer sind ausgeschieden. (cre)

Nachfolgende VIDEOs zeigen die beiden Tore von Youri Tielemans und Dries Mertens:

7 Antworten auf “England dominiert, aber Belgien gewinnt 2:0 durch zwei „Sonntagsschüsse“ von Tielemans und Mertens”

  1. Ein déjà vu… Bei der AS Eupen!
    Aber bei “ ein Sonntagsschuss von Mertens “ bin ich absolut nicht einverstanden!
    Mertens schiesst regelmässig tolle Tore, sei es in Neapel oder bei der Nationalmannschaft

    • Nein,absolut kein Sonntagstreffer. Wird auch überall als toller Freistoßtreffer gekauft. Belgien ist keine Ballbesitzmannschaft mehr und England konnte nicht gewinnen. Belgien hat in 93 Minuten 3 Bälle „auf’s“ Tor geschossen. England mit 10% mehr Ballbesitz sind ganze 2 Sonntagsschüsse auf das Tor gelungen.Im Hinspiel war die Situation genau umgekehrt. Da hatte England 3 und 2 Schüsse auf s Tor geschafft mit dem glücklichen Ende für die 3Lions. Wir sind inzwischen zu verwöhnt

  2. Rundes Leder

    Kein berauschendes Spiel. Devils waren nicht gut drauf diesmal. gegen die Dänen muss es besser gehen, sonst…, aber gewonnen ist gewonnen. Sie hatten sehr gute Chancen, wogegen die Briten diese nicht mal hatten, ausser in der 1 Halbzeit, wo der Romelu auf der Linie klärte. Die Briten waren Meister des Ballbesitzes, ohne gross zu glänzen. Deren Nati ist schon seit Jahren 2te Garde, obwohl das Mutterland und tolle Premier Ligue (mit sehr vielen Ausländern!!), und 5 mal Grösser als Belgien dazu! Go Devil go!

  3. Peter Müller

    Gewonnen , und Mund abwischen. Beim Ersten Tor war ein wenig Glück dabei, weil ein Engländer den Ball abfälscht, sonst hâtte der Torwart ihn gehabt. Das gleiche beim dritten Tor der Deutschen, wo auch der Ball abgefälscht wird, und die Schussbahn sich verändert. Soll den Torschützen aber sowas von egal sein. Diese Art von schönen Freistosstoren könnte man leicht verhindern, nur tut es keiner. Wenn es sich nächstes Jahr um die Wurst geht, muss aber mehr kommen.

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