Gesellschaft

Ehrenmütze für Annie Michaelis gut eine Woche vor der Goldenen Feder

Preisträgerin Annie Michaelis beim Gruppenfoto im Kreise ihrer Verwandten. Foto: privat

Eine Woche vor der Verleihung der Goldenen Feder ist Annie Michaelis, Leiterin des Palliativteams am Eupener St. Nikolaus-Krankenhaus, am Freitagabend im Rathaussaal mit der Ehrenmütze der Eupener Ex-Prinzen ausgezeichnet worden.

„Wie kann ich es schaffen, mit meiner Art des persönlichen Seins Licht in die oft dunklen Seiten des täglichen Miteinanders hineinzubringen?“ Mit dieser Kernbotschaft richtete sich die neue Trägerin der Goldenen Feder, Annie Michaelis, an die Gäste beim Empfang im Eupener Rathaus.

Die 52-jährige Krankenpflegerin aus Medell erhielt am Freitag die Ehrenmütze der Exprinzen der Stadt Eupen-Kettenis und den goldenen Federhalter der Stadt Eupen.

Annie Michaelis zusammen mit ehemaligen Preisträgern. Foto: privat

Annie Michaelis ist Leiterin des Palliativteams am Eupener St. Nikolaus-Krankenhaus. Gemeinsam mit 15 weiteren Mitarbeitern begleitet sie Menschen in der wohl schwierigsten Phase ihres Lebens.

„Mit der Auszeichnung ehren die Eupener Exprinzen das zwischenmenschliche und soziale Engagement eines gesamten Krankenpflegebereichs. In ihrem Berufsalltag werden sie mit den Einzelschicksalen vieler Menschen konfrontiert“, unterstrich Michael Scholl, Präsident der Exprinzen der Stadt Eupen-Kettenis, die Begründung des Ordensgremiums.

Seit genau 20 Jahren arbeite Annie Michaelis mit großer Leidenschaft in der Palliativpflege. Aber ohne ein Team sei diese Arbeit nicht möglich. Da komme es nicht auf Einzelpersonen an. Die Interaktion aller Beteiligten sei enorm wichtig. Es entstehe ein Flechtwerk, wo jeder Einzelne seine Aufgabe habe.

Starkes soziales Engagement

In den Vordergrund hob Claudia Niessen (Ecolo) als Erste Schöffin der Stadt Eupen, stellvertretend für Bürgermeister Karl-Heinz Klinkenberg (PFF), das soziale Engagement und den vorbehaltlosen Dienst des gesamten Pflegebereichs für die Mitmenschen. Gerade in dem sensiblen Bereich der Palliativpflege bedürfe es eines ermutigenden Wortes, einer schlichten Umarmung, einer starken Schulter, eines liebevollen Blicks, eines verständnisvollen Lächelns.

„Auch die Ex-Prinzen leisten mit ihrer Entscheidung einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung eines überaus sensiblen medizinischen Bereichs. Auf diese Weise machen sie sich stark für ein Betreuungs- und Begleitungskonzept, das den Respekt vor der Würde des Menschen und vor dem Erhalt der persönlichen Integrität in den Vordergrund rückt“, sprach Schöffin Niessen ihre Anerkennung für eine tiefgründige Wahl der Karnevalsprinzen aus.

Annie Michaelis (links) mit Claudia Niessen und Michael Scholl. Foto: privat

„Schon als 7- oder 8-Jährige saß Annie lieber am Krankenbett ihrer Oma, als in die Schule zu gehen. Alles, was krank war, Katzen, Vögel, … und ich weiß nicht, welche Tiere noch herangeschleppt wurden“, beschrieb Dechant Helmut Schmitz als Ordensträger 2017 in seiner Laudatio den frühen Berufswunsch von Annie Michaelis.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Krankenpflegeschule in Eupen durchlief sie verschiedene Stationen am Eupener Krankenhaus, ehe sie 1998 mit der Leitung der Palliativpflege beauftragt wurde. Sie sei ein offenes und herzliches junges Mädchen gewesen, frei von Berührungsängsten. Die Überzeugung von der menschlichen Würde habe Annie Michaelis dazu bewogen, sich immer an den Wünschen der ihr anvertrauten Menschen zu orientieren. „Ich war schon immer ein kleiner Rebell“, sagte die Pionierin der Palliativpflege dazu.

Die designierte Ordensträgerin sieht in ihrer Arbeit eine Hingabe für den Menschen und eine Berufung zur Nächstenliebe. „Unser Pflegeberuf kann mit keinem besseren Symbol verglichen werden als mit einer Kugel. Wir sind als Team im Pflegealltag bemüht, die Kugel nicht mit Lebensquantität, wohl aber mit Lebensqualität zu füllen. Jeder uns anvertraute Patient ist durch seine Lebensgeschichte einzigartig. An jedem Tag, in jeder Stunde müssen seine Bedürfnisse neu angepasst werden“, schilderte Annie Michaelis das zentrale Anliegen der Palliativpflege.

Am kommenden Samstag erhält Annie Michaelis im Rahmen des Festes „Rot-Gelb“ im Ambassador Hotel Bosten den Orden der Goldenen Feder. EDGAR HUNGS

  1. Eupenerin

    Ja Annie Herzlichen Glückwunsch hast es verdient von ganzem Herzen und solche blöden Kommentare von (Timmeles ??) muss du nicht drauf hören ,jeder was dich kennt weiß das du immer ein offenes Ohr hast für kranke Leute. 💖💖💕💔👍👍👍

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