Politik

Umfrage zu Jugenddekret: Ecolo wirft Weykmans Einschüchterung vor

DG-Ministerin Isabelle Weykmans. Foto: OD

Der Ecolo-Abgeordnete Marc Niessen kritisiert, dass Ministerin Isabelle Weykmans (PFF) die im Rahmen einer Umfrage zum Jugenddekret befragten Akteure im Jugendbereich dazu verpflichtet hat, unter ihrem Klarnamen zu antworten. Eine solche Umfrage hätte nach Meinung von Niessen nur Sinn gemacht, wenn die beteiligten Personen anonym ihre Anliegen, Sorgen oder Erwartungen hätten formulieren können.

Auch wenn Niessen selbst das Wort „Einschüchterung“ nicht in den Mund nahm, so beinhaltet sein Vorwurf an die DG-Ministerin doch genau dies.

Wenn In einem kleinen Gebiet wie der DG von Seiten der Regierung eine Umfrage durchgeführt wird, um zu erfahren, wo im Jugendbereich der Schuh drückt, was nicht geht und was besser gemacht werden muss, wobei auch eine Bewertung der Arbeit von anderen Mitarbeitern, Vorgesetzten und der DG-Regierung erfragt wird, dann ist zu befürchten, dass hauptsächlich Gefälligkeitsantworten dabei herauskommen.

Ministerin: Teilnahme freiwillig

Der Fachbereich Jugend hat kürzlich allen Jugendeinrichtungen, ihren Verwaltungsräten und auch den Gemeinden einen Online-Fragebogen zukommen lassen, der die Situation der Jugendeinrichtungen seit Inkrafttreten des Jugenddekretes ermitteln soll.

Der Ecolo-Abgeordnete Marc Niessen.

In ihrer Antwort betonte Ministerin Weykmans, die Teilnahme an der Online-Umfrage sei freiwillig gewesen. „Wer sich bei der Beantwortung des Fragebogens unwohl fühlte, konnte sich selbstverständlich enthalten.“

Zudem würden die in der Online-Umfrage abgefragten Informationen vertraulich durch den Fachbereich behandelt und ausschließlich für die Zwecke der Umfrage verwendet.

Weykmans weiter: „Eine anonyme Beantwortung der Fragen erschwert eine Gewichtung der Aussagen. Anonymität kann zwar bewirken, dass sich die Antwortenden wohl fühlen und motiviert sind, ehrlich zu antworten, dennoch kann es passieren, dass Fragen nicht vollkommen ehrlich beantwortet werden. Unter Umständen ist nicht ermittelbar, wie, wo, wann und von wem der Fragebogen wirklich ausgefüllt wurde. Des Weiteren wäre die Anonymität der Umfrage mit Blick auf die überschaubare potenzielle Teilnehmerzahl nur bedingt gewährleistet, da eine Vielzahl an Daten zur Aufhebung der Anonymität der Teilnehmer führen könnten (z.B. durch Kreuztabellierung).“

Niessen: Vorgehensweise besorgniserregend

Die Auswertung der Daten wird laut Weykmans allgemein festgehalten und nicht namentlich zugeordnet. Die Kontaktdaten würden nach der Erstellung des Berichts von den Umfragedaten getrennt und gelöscht.

Schließlich stellte Weykmans klar, dass die Ergebnisse der Online-Umfrage in keiner Weise Auswirkungen auf die Anerkennung oder Förderung der einzelnen Jugendeinrichtungen hätten.

Der Ecolo-Abgeordnete Marc Niessen wertete die Vorgehensweise der Ministerin in einer Pressemitteilung als „besorgniserregend“. Offen negative Bewertungen seien bei diesen Bedingungen kaum zu erwarten. Niessen plädierte dafür, zukünftige Umfragen derselben Art anonymisiert anzubieten. (cre)

  1. Pädagogo

    Wenn das Ministerium das Lehrervolk „anonym“ befragt, sollte man sich den Fragebogen genau anschauen. Es gab schon Fragebögen die „anonym“ waren und dennoch jeder einzelne mit einer anderen, nicht nachvollziehbaren Zahl versehen war. Ein Schelm wer böses denkt.

  2. Propaganda

    Aber eines muss man der Weykmans lassen: Pokale und Ehrungen kriegt sie gut hin. Dafür ist es ja auch so wichtig das wir in der DG vier Minister haben. Wer sollte das sonst machen ?

  3. Joachim Wahl

    „Eine solche Umfrage hätte nach Meinung von Niessen nur Sinn gemacht, wenn die beteiligten Personen anonym ihre Anliegen, Sorgen oder Erwartungen hätten formulieren können.“ War ist das denn, Herr Niessen? Wieso kann man denn keine ehrliche Meinung unter Nennung des eigenen Namens abgeben? Ist das „grüne“ Logik oder nur Förderung von „hate speech“?

      • @ Luxland

        Ich mag Herrn Wahl und die Scholzen Brothers zwar auch nicht, aber hier hat er recht.Wo leben wir denn das man sich hinter einem Pseudonym verstecken muss um seine Meinung zu sagen?
        Müssen wir den Gewaltigen denn immer nach dem Munde reden und uns dann in „Foren“ austoben weil wir uns nicht trauen Flagge zu zeigen?
        Schöne Welt die uns da einige servieren wollen. Meine Welt ist das nicht. Wenn ich das Gesicht zeige muss ich auch damit rechnen eines auf die Nase zu bekommen, wer davor Angst hat muss einfach den Mund halten und weiter zittern.
        FEIGLINGE

          • @ Kaaskopp

            Das habe ich hier schon wiederholt geschrieben. Edi steht für meinen Vornamen Edmund und das G für meinen Nachnamen. Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat genügt das scheinbar vollauf mich zu indentifizieren und zu „besuchen“. Im übrigen ist jedem in meinem Bekanntenkreis bekannt das ich hinter EdiG stecke.

            • Beeindruckend! Und wie groß ist ihr Bekanntenkreis? Anderen Leuten als Feiglinge beschimpfen, sich aber selbst hinter einem Pseudonym verstecken. Tolle Leistung! Edmund G. Weltbekannt. The world is my oyster! Ich glaube Sie haben in Ihrer OD-Karriere mehr Menschen beleidigt als je zu Ihrem Bekanntenkreis zählten oder zählen werden…

              • @ Atheist

                Ich kann mich nicht erinnern jemanden beleidigt zu haben der mir nicht vorher nämliche Freundlichkeit hat angedeien lassen.Wenn aber jemand Widerspruch als Beleidigung auffasst bekenne ich mich gerne schuldig.
                Über meinen Bekanntenkreis möchte ich mich nicht weiter auslassen, er scheint aber groß genug zu sein das mir unbekannte Forenschreiber wie Dr.D.F. sich damit brüsten können mich zu Hause aufgesucht zu haben. Sie sehen, mit der Anonymität ist es nicht allzuweit her.
                Im Übrigen ist EdiG der Name unter dem ich auch öffentlich auftrete.

  4. Ich kann mich an Umfragen die anonym ausgefüllt wurden gut erinnern, es wurde viel Kappes reingeschrieben und angekreuzt nur um cool zu sein.
    Dies diente mit Sicherheit nicht einer repräsentativen Analyse!
    So ist es schon besser und wenn dann die Adressen usw. nach der Auswertung gelöscht werden finde ich dies sehr sinnvoll!!

  5. Wenn man Leute bewerten muss von denen man auch in Zukunft noch abhängig ist dann ist das sehr heikel. Wenn diese Leute dann auch noch im gleichen Laden arbeiten wie die Leute, die mir die Fragen stellen dann werde ich mit Sicherheit nicht ehrlich darauf antworten. Es sei denn ich möchte meiner Karriere in der DG ein rasches Ende setzen.
    Gegen solche Stasimethoden hilft nur eins: bei der nächsten Wahl nicht mehr berücksichtigen.

    • @ heinz

      Man müsste den Fragebogen einmal öffentlich stellen um sich ein Bild davon zu machen. Werden Fragen zu Abläufen und Prozessen oder zu Personen und Dienststellungen gestellt.
      Ein Fragebogen der sich mit Abläufen und Prozessen befasst bringt nur dann aussagekräftige Ergebnisse wenn bekannt ist wer Stellung nimmt. Der Verkäufer bei Lebensmittel wird wenig verbesserndes zu Abläufen im Hobbymarkt aussagen können und umgekehrt. Um etwas verbessern zu können braucht man also Feedback von Leuten die sich mit der Materie befassen.
      Fragebgen über Personen dagegen würde ich ignorieren.

  6. Ulrich Küpper Monschau

    Bin zwar für Euch von drüben (kurz hinter der Grenze) Ich finde Euch ein lustiges Völkchen. Anonyme Beiträge sollten niemals veröffentlicht werden, sofort löschen. Wenn ich etwas schreibe, egal wo, stehe ich auch dazu mit meinem Namen. Alles andere ist Feigheit

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