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Kinderschänder Marc Dutroux schreibt einen Brief an seine Opfer und deren Eltern

Die Mütter von Mélissa Russo und Julie Lejeune 1996 mit den Fotos ihrer Kinder im Juni 2015. Foto: Belga

Die Opfer von Marc Dutroux und ihre Eltern erhalten in den nächsten Tagen Post des Kindermörders, dessen Anwalt sich um eine vorzeitige Haftentlassung des heute 61-Jährigen bemüht.

Wie erst die Zeitungen der Verlagsgruppe Sudpresse und anschließend mehrere andere belgische Presseorgane am Mittwoch berichteten, wird der Anwalt von Marc Dutroux den Brief an Sabine Dardenne und Laetitia Delhez sowie an die Eltern von Julie Lejeune, Mélissa Russo, An Marchal und Eefje Lambrecks senden.

Darin wolle sein Mandant seine Reue zum Ausdruck bringen, erklärte Anwalt Bruno Dayez. In dem Schreiben übernehme er die volle Verantwortung für den Tod der vier Kinder, der ihn schwer belaste.

17.06.2004, Belgien, Arlon: Marc Dutroux sitzt vor der Urteilsverlesung der Geschworenen im Gericht. Foto: Michel Krakowski/Belga Pool/epa/dpa

Sein Mandant wolle den Eltern und Opfern erklären, dass er bereit sei, auf alle ihre Fragen zu antworten, so der Anwalt weiter. Der Brief sei als friedlicher Vorstoß, als Zeichen der Öffnung gedacht. Er werde Ende dieser oder Anfang nächster Woche auf dem Postweg verschickt.

Dutroux stehe weiter dazu, dass er die volle Verantwortung für den Tod der vier Mädchen trage, auch wenn er sie nicht persönlich umgebracht habe, so Dayez weiter.

Marc Dutroux, heute 61 Jahre alt und seit 22 Jahren in Haft, wurde 2004 nach einem Mammutprozess in Arlon, der von Medien aus der ganzen Welt verfolgt wurde, zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.

Der Kindermörder sitzt derzeit im Gefängnis von Nivelles in der Provinz Wallonisch-Brabant ein. Das Schreiben an die Opfer ist ein Schritt in seinem Bemühen um eine vorzeitige Haftentlassung, die er seit dem Jahr 2012 anstrebt. (cre)

22 Antworten auf “Kinderschänder Marc Dutroux schreibt einen Brief an seine Opfer und deren Eltern”

  1. Ramscheid Bernard

    Auch der größte Verbrecher ist ein Mensch und kein Schwein. Nicht nur Verbrecher werden auf Staatskosten durchgefüttert, auch Politiker füttern wir durch, ob wir es wollen oder nicht.

        • Blasius der Musikant

          @ Ramscheid Bernard ; Nein Bernard , Du hast alles absolut nichts falsches von Dir gegeben , hier konnte jeder seine Entschlüsse herausziehen . Mit den Politiker , das hast Du so herzhaft von Dir losgelassen das Einjeder es verstanden hat . Es gehört sich einfach nicht mehr , das noch in den Wechseljahren gekommene Altpolitiker sich noch am Staatspott bereichern . Sowas soll es einfach nicht mehr geben , entweder sind diese so Geldgeil , oder diese haben einen Drachen in den eigenen Gemächern sitzen , der diese dazu zwingt .

  2. Blasius der musikant

    @ Ramscheid Bernard ; Genau wie Du dich äußerst „ Auch Politiker füttern wir durch „ Nur das schlimmste ist das wir Politiker durchfüttern müssen die längst ein fast gesegnetes Alter erreicht haben , ja diese sind immer noch geil um sich an Steuergeldern zu bereichern . Nicht genug damit , es geht denen auch noch darum , ihre Nase über alle Angelegenheiten drüber zu halten , um sich noch mehr Vorteile zu verschaffen um alles aus zu kundschaften . Es könnte aber auch im Bereiche des möglichen liegen , das dieser noch eine stramme Mutti und diesen somit dazu drängt noch etwas Knete bei der hohen Pension beizusteuern .

  3. Alfons Van Compernolle

    Stimmt auch Kinderschaender sind Menschen. Die Frage ist nur, was fuer Charakter & Seelenlose Menschen sind das ?? Soll Marc D. schreiben was und an wem er moechte, Bedauern und Reue oder Einsicht nehme ich ihn niemals ab !! Soll dieser Mensch in der Haftanstalt seinen Wohnsitz behalten bis ihm der Sensenmann abholt !! Es ist ein mehr als nur dumm Politiker mit Kindermoerdern zu vergleichen.

  4. rapunzel

    @ Ramscheid , bescheuert Politiker mit Dutroux zu vergleicehn !!!
    Der soll nie mehr raus kommen , schon schlimm genug das seine Lebensgefährtin
    raus ist hat die Kindern schliesslich mit verhungern lassen.
    Auch wenn auf Staatskosten raus darf so eine Person nicht mehr kommen !!!!

  5. Ekel Alfred

    Es steht schon in der Bibel geschrieben…Derjenige….der den Kleinsten der Kleinen was antut….für den wäre es besser….man hänge ihm einen Mühlstein um den Hals….und versenke ihn in der Tiefe des Meeres….

    Zur Zeit der Todesstrafe war ein Diskussion über Mörder…. besonders Kindermörder…..überflüssig….

    • Alfons van Compernolle

      Es ist nur gut , dass es die Todesstrafe in vielen Staaten nicht mehr gibt !! Mord mit gleich welcher Hinrichtungsmethode zu betrafen, hat a) noch keinen einzigen Mord verhindert , b) staatlich-juristisch verordnete Hinrichtung auch einem Menschen „ermorden“ ! Ich begreife wohl, dass viele eben diese Bestrafung fordern , aber gut ist eine derartige Strafe nicht !! Lebenslang in Haft und Arbeiten , wobei der Verdienst dann den Familien der Opfer zu gute kommen sollte.
      Mac D. ist ein Mensch , wenn auch Charakter – & Gewissenlos und ganz sicher von Reue und Einsicht kennt dieser Mensch noch nicht einmal die grammatische Schreibweise. Nein, hinrichten sollte man ihn nicht, aber in der JVA belassen und Arbeiten lassen zum wohle der hinterbliebenen Familien & Opfer !!

  6. Le Cul de sac

    Das Subjek befindet sich in der Obhut des Staates. Diesem Staat wäre es ein leichtes jegliche Aktionen eines Entmündigten ohne bürgerliche Rechte zu unterbinden. Ich frage mich ernsthaft wann die belgische Justiz endlich mal Eier hat und sich durchsetzt.
    Das gleiche gilt für M. Martin.
    Als Vater von Kindern die das Alter von Julie, Melissa, Ann und Efje haben rollen sich mir die Fussnägel auf.

  7. Dutroux bedauert seine Taten so wenig wie Hitler den Judenmord. Bedauern können Psychopathen gar nicht empfinden, sonst hätten sie ihre Taten nicht begangen. Solche Leute sind aber extrem manipulativ und wissen genau wie sie sich zu ihrem Vorteil verstellen müssen. Welche Rolle sein Anwalt dabei spielt kann ich nicht beurteilen, manipuliert durch Dutroux oder eiskalter Karriereanwalt der die morbide Bekanntheit seines Mandanten für sich ausnutzt. Aber egal, Dutroux soll das Gefängnis nur noch als Leiche verlassen, alles andere ist indiskutabel.

  8. Seien wir doch mal realistisch.
    Es ist wohl schön, daß sich hier viele aufregen.
    Fakt ist, jeder hier weiß doch, daß Dutroux freikommen wird.
    Irgendwann.
    Dafür wird schon die belgische Justiz sorgen ?

  9. Mischutka

    So, alle Kommentare gelesen. Mehrmals. Und jeder hat Recht.
    Todesstrafe ? Ich glaube das ist „zwecklos“ : Da wäre das Dreckschwein in ein paar Sekunden friedlich eingeschlafen und das war es dann. Und Foltermethoden sind auch nicht das richtige Mittel. (Das geht auch schnell vorbei für die Täter). Meine Meinung : In einem nackten, dunkeln Raum, 4 x 4 Meter, ohne Unterlage und ohne irgendetwas, einsperren und 3 Mal pro Tag 1 Glas Wasser und ein Stück trockenes Brot „servieren“. Da hätte einer wie der D. genug Zeit zum Nachdenken. Und vor allen Dingen : kein Kontakt, Besuch, Gespräch usw. mit „Kollegen“, mit Anwälten usw.
    Und wie der „Realist“ schreibt : Der Kerl wird wohl freikommen. Aber was erwartet den „draußen“ ? Rache der Bürger ? Oder schön abgeschirmt in einer Villa mit allen Bequemlichkeiten ?

  10. Es gibt Gesetze die einzuhalten sind und Methoden à la Mischutka sind nur Zeichen, dass der Mensch „an sich“ menschenverachtend sein kann.
    Dutroux ist manipulativ und weiss, was er macht.
    Rauslassen kann man ihn nicht, er würde umgebracht, so bekannt wie er ist.
    Dutroux gehört weiter eingesperrt, lebenslänglich.

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