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2015 doppelt so viele Streiks in Wallonien wie in Flandern und in Brüssel

Ein Bus-Depot der TEC. Foto: Belga

Die gute Nachricht zuerst: Im Jahre 2015 hat sich die Zahl der Streiktage in Belgien insgesamt im Vergleich zu 2014 deutlich reduziert. Die schlechte Nachricht: Dass in Wallonien viel häufiger die Arbeit niederlegt wird als in den beiden anderen Regionen des Landes, ist kein anti-wallonisches Vorurteil, sondern eine Tatsache, die durch Zahlen belegt wird.

Die Zahlen stammen vom Landesamt für Soziale Sicherheit (ONSS). 2015 war ein vergleichsweise friedliches Jahr, denn die Zahl der Streiktage war in Gesamtbelgien fast um das Vierfache geringer als 2014, dem Jahr der Bildung der Mitte-Rechts-Regierung unter Premierminister Charles Michel (MR).

760.297 Streiktage gab es 2014 in Belgien. Nur im Jahr 1993 hatte es mit rund 900.000 noch mehr Streiktage gegeben. 2015 waren es „nur“ 207.563.

Von diesen 207.563 Streiktagen wurde die Hälfte in der Wallonischen Region „abgeleistet“ (101.699). Die meisten Streiks gab es in den Provinzen Lüttich und Hennegau.

In Brüssel und Flandern waren es jeweils nur 50.000, genauer: 49.860 in Brüssel und 56.015 im flämischen Landesteil.

Totenstille am Eupener Bahnhof bei einem Streik der Eisenbahner im April 2015. Foto: OD

Totenstille am Eupener Bahnhof bei einem Streik der Eisenbahner im April 2015. Foto: OD

11 Antworten auf “2015 doppelt so viele Streiks in Wallonien wie in Flandern und in Brüssel”

  1. systray0

    Eine reine Zahl sagt nicht sehr viel aus.
    Gehen wir davon aus, die Wallonen haben 2x mehr gestreikt weil die KFZ-Zulassung und Erstanmeldung zu teuer sind, würde in Flandern wohl noch nicht einmal jemand davon Wind bekommen.
    Es gibt keine Zahl, die vom Himmel fällt.

  2. Frankenbernd

    deswegen haben die auch 2x mehr Arbeitslose, kein Wirtschaftswachsum, mindestens 2x mal mehr Schulden als Flandern. Und da wundert man sich noch, dass bei all dem Geld das aus Bruessel (Foederal und FR) dahin fliesst, die Flamen die Nase voll haben von diesem ‚bodenlosen Fass‘ und ‚Belgie barst‘ rufen.

  3. KarierteSockenundneganzengeJeans

    Die Flamen interrisieren mich null! Sollen die sich doch zur Schlachtbank führen lassen…übrigens profitieren die Flamen doch genau so von dem was die bösen sozialistischen Wallonen erstreiken ^^ aber auf dem Ohr sind wir ja schön taub…

    • @ KarierteSocken

      Sicher haben Sie auch Belege über signifikante Verbesserungen für die Arbeiter die von den wallonischen Gewerkschaften in den letzten, sagen wir mal , 20 Jahren erstreikt wurden.

      • Socke mit Loch

        @EdiG, alles kontra produktiv Ihr Gequatsche. Die Politik sollte viel generöser sein, dann bräuchten die Leute nicht mehr zu streiken. Eben so generös wie sie mit sich selber sind. Lassen sich doch nichts fehlen die Brüder. Und kriegen alles bezahlt vom vielen Steuergeld der Bürger! Raub und Betrug am Volk nennt man das! Dazu noch hohe Berge an Schulden hinterlassen. Ehe sie sich dann dicke Renten gönnen. x mal so grosse wie die der armen Steuerzahler! Die Leute werden langsam schlauer und merken wie sie betrogen wurden. Das ist nicht mehr wie richtig. Somit werden sie ihr böses Erwachen haben das nächste mal.

        • -Sie gehen davon aus das Ihr Gequatsche nicht kontaproduktiv ist, somit produktiv sei.
          -Wie kontraproduktiv kann denn ein Komment sein, der nur negative Signale aussendet.
          -Es gibt für Sie die Möglichkeit auszuwandern…..aber wohin?
          -Oder Sie lassen sich aufstellen bei den nächsten Wahlen, nur dazu braucht der Mensch Mut.
          -Aber den haben Sie nicht und werden ihn auch niemals haben.
          -Das ist so und das können Sie mir glauben.

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