Politik

Erstmals seit Gründung der DG startet die Regierung ohne ein neues Gesicht in die Legislaturperiode

Sie besetzten nach den Wahlen vom 26. Mai 2019 die sechs wichtigsten Posten in der DG-Politik. V.l.n.r.: Alexander Miesen (PFF), Harald Mollers (ProDG), Antonios Antoniadis (SP), Oliver Paasch (ProDG), Isabelle Weykmans (PFF) und Karl-Heinz Lambertz (SP). Foto: Gerd Comouth

Seit nunmehr 15 Jahren regieren in der DG die Parteien ProDG, SP und PFF gemeinsam. Auch nach der Wahl vom 26. Mai 2019 wurde das Dreierbündnis fortgesetzt. Nichts Neues also im Osten Belgiens. Was außerdem bemerkenswert erscheint: Zum ersten Mal seit der Gründung der DG im Jahre 1984 startet die Regierung ohne ein neues Gesicht in die Legislaturperiode.

Bei der allerersten Regierung 1984 waren logischerweise alle drei Minister neu: Bruno Fagnoul (PFF) wurde überraschend Ministerpräsident, Joseph Maraite (CSP) und Marcel Lejoly (SP) waren die beiden anderen Minister.

Nach der ersten Gemeinschaftswahl nach Gründung der DG im Jahre 1986 war Mathieu Grosch (CSP) das neue Gesicht in der Regierung. 1990 wurden Bernd Gentges (PFF) und Karl-Heinz Lambertz (SP) zum ersten Mal Minister.

01.02.2014: Die Riege der ehemaligen bzw. amtierenden DG-Minister zum 30-jährigen Bestehen der Regierung der DG (v..l.n.r.): Marcel Lejoly (SP), Karl-Heinz Lambertz (SP), Hans Niessen (Ecolo), Joseph Maraite (CSP), Bernd Gentges (PFF), Mathieu Grosch (CSP), Bruno Fagnoul (PFF), Isabelle Weykmans (PFF), Oliver Paasch (ProDG) und Harald Mollers (ProDG). Nur Wilfred Schröder (CSP) fehlte, und Antonios Antoniadis (SP) war noch nicht Minister. Foto: Gerd Comouth

1995 gab es wieder einen Neuling in der Regierung: Wilfred Schröder (CSP). 1999 debütierte Hans Niessen (Ecolo) als Minister. 2004 wurden gleich zwei Neulinge Mitglied der Regierung: Isabelle Weykmans (PFF) und Oliver Paasch (PJU-PDB, heute ProDG).

Wiederum fünf Jahre später, nach der PDG-Wahl von 2009, gab Harald Mollers (ProDG) sein Debüt als Minister, und schließlich 2014 war Antonios Antoniadis (SP) der Neue im Kabinett.

Nach der jüngsten Wahl vom 26. Mai 2019 bleibt alles beim Alten. Alle vier Minister wurden in ihrem Amt bestätigt. Auch die Posten des PDG-Präsidenten und des Senators gingen an Politiker, die bereits in der letzten Legislaturperiode diese Aufgabe ausgeübt hatten. (cre)

Die Neulinge in den jeweiligen Gemeinschaftsregierungen seit der Gründung der DG im Jahr 1984:

  • 1984: Bruno Fagnoul (PFF), Joseph Maraite (CSP), Marcel Lejoly (SP)
  • 1986: Mathieu Grosch (CSP)
  • 1990: Bernd Gentges (PFF), Karl-Heinz Lambertz (SP)
  • 1995: Wilfred Schröder (CSP)
  • 1999: Hans Niessen (Ecolo)
  • 2004: Isabelle Weykmans (PFF), Oliver Paasch (PJU-PDB)
  • 2009: Harald Mollers (ProDG)
  • 2014: Antonios Antoniadis (SP)
  • 2019: Niemand

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

30 Antworten auf “Erstmals seit Gründung der DG startet die Regierung ohne ein neues Gesicht in die Legislaturperiode”

  1. Nesthockerclub

    Politiker haben bekanntlich viele 18 Stunden Arbeitstage! Davon wird man immun gegen „Gegenverkehr“, wenn ich schon so lange hinhalten muss, dann aber auch richtig! Die Sucht nach immer mehr „harte Arbeit“ macht auch die Gier nach Geld süchtiger.
    Und unsere Leute hier , Vier für 75.000 Personen sind natürlich auch dabei. Schnell wurde der Akkord verewigt, abgewählt oder nicht, da wurde nicht lange gefackelt und Nägel mit Köpfen gemacht. Nicht mal nachgedacht darüber und das warum dieser Stimmeneinbussen!?
    Wir machen das weiter, der Wähler merkt das sicher nicht. Danach, und fast bis heute, hört noch sieht man diese Leute nicht mehr. Gras darüber wachsen lassen, die beste Taktik.
    Heute sieht man den Mollers mal wieder in den Medien, gleich mit grosser Begleitung. Viel Bohei um eine Online Umfrage, wo gleich noch jede Menge Personal dran beteiligt war und ist.
    Solch Personal wird auch wieder mal gesucht. Bachelorleute finden die nie genug. Und der MP spricht danach von: wir haben dasselbe Personal wie die Ministerien vor 30 Jahren!? Gestunken und gelogen Herr MP!
    Hier unsere Ecke wird sowieso im Restland verspottet wegen ihrer so hohen Ministerdichte.
    Die Leute in Flandern und der Wallonie verstehen das nicht? Aber das ist den Betroffenen egal. Hauptsache ich habe den Posten.
    Müssten die so hart arbeiten wie unsereiner!? Dann wären die auch mit kleineren Löhnen zufrieden.
    Wochenlang war keiner von euch zu sehen!? Ansonsten seit ihr ja täglich in der Zeitung.
    Und preist eure Leistungen feil wie warme Brötchen.
    Es wäre Zeit dem Überfluss endlich ein Ende zu setzen, wir bezahlen uns dumm und dämlich daran.

  2. Nanu was ist den das

    Ja Lieber diese alten Gesichter als, Strougmaier Marcel der in Kelmis Tagt und Kassiert obwohl er nicht mal dort wohnt, sondern nur seine Adresse behält und weiter kräftig Sitzungsgelder einheimst, denn wohnen macht er in Eupen an der Hochstrasse bei seiner Freundin. Noch zu bemerken ist das er und die SP bei den letzten Wahlen es besser hinbekommen haben mit dem Vorwahlabkommen als vor 7 Jahren mit Grosch.
    2019 haben sie es nicht öffentlich gemacht , 2012 schon !!!

  3. treesche

    Normalerweise bin ich sehr positiv eingestellt, aber keine Veränderung bedeutet 5 Jahre Stillstand für unsere Region. Das bedeutet 5 Jahre keine Veränderung im Schulwesen. Diese große Befragung von Mollers wird nichts bringen außer große Kosten für DG. Eine zunehmende Autonomie kann ich nicht befürworten. Dieser grosse Autonomie-Wahnsinn (Lambertz-Baby) ist eine Nummer zu groß, für diese klitzekleine Gemeinschaft mit diesem grossen Verwaltungswasserkopf in Eupen.

  4. Propaganda

    Nach fast drei Monaten Stillstand lassen die Herren auch mal wieder was von sich hören. Herr Mollers mit einer großen Umfrage die tausende Euros kostet und nichts bringt. Irgendwie müssen die Leute ja beschäftigt werden die alle eingestellt wurden. Laut Mollers ist ihm die Meinung der Bürger sehr wichtig. Wie wichtig ihm, Paasch und Co die Meinung der Bürger ist haben sie nach dem 26 Mai gezeigt. Verarsche nichts anderes.

    • Stellungnahme

      Kann ihnen nur beipflichten, Bürger! Der Herr Mollers sollte zurück zur Bank und Födekam, da wäre er besser am Platze. Als Minister endtäuscht er fortwährend. Sein Wahlresultat bewies es, aber das zählt ja nicht. Der Bürger wird gebraucht für uns Minister, uns Politiker teuer zu bezahlen, der Rest interessiert uns nicht. Heute wurden schon wieder einige neue Personen an Personal gesucht in der presse. Das hört sicher niemals auf! Würde der Apparat endlich mal kleiner und halb abgeschafft, ja dann bekämen wir auch mal ein wenig mehr an Rente ausbezahlt.

    • Standpunkt

      ….das zeigte auch das Ergebnis der Wahlen. Wenn jemand mehr als 500 Stimmen einbüßte in einer Partei die noch zulegte und mit einem Bonus als Minister und den Bonus des Ministerpräsidenten ist mehr als eindeutig zu werten.
      Aber leider war das nur die Meinung der Bürger , ….

  5. Das ist ein gutes Team, dass weiter die Geschicke unseres Landes in Händen hält. Es kommt auch sehr sympathisch rüber. Ich bin sehr froh, dass die Wähler*innen den drei Parteien erneut den Auftrag zur Regierungsbildung gegeben haben. Gut, dass wir uns aug keine Experimente mit Vivant und CSP eingegangen sind. Das sind unsichere Kantonisten, mit denen es eher ein Himmelfahrtskommando geworden wäre. Vivant bekommt es nicht einmal hin, rechtzeitig ihrer Selbstverpflichtung nach finanziellem Rechenschaftsbericht nachzukommen. Und die CSP widmet sich lieber den Computerspielen, wie man gestern lesen konnte.

    • @AchGott
      Liebe Schwester Katja, da bist du wohl nicht alleine: unser „Land, von der Our bis an die Göhl“, ist in guten Händen. Solche Kantonisten wie die CSP und VIVANT hätten uns an den Fleischtöpfen der Macht noch gefehlt. Wir haben gut gewählt und, so wie du, liebe Katja, lege ich mein Schicksal nun auch vertrauensvoll in die aalglatten und feuchten Hände der Herrn Paasch, Mollers, Lambertz, Miesen und co.

    • Jockel F.

      Land? Geschicke? Da innerhalb deiner größenwahnsinnigen Phantastereien bekanntlich eine Nummer kleiner nicht drin ist, plädiere ich dafür, die DG als „Reich“ zu bezeichnen, als „Ministerreich“. Das wäre dann auch als Adjektiv „ministerreich“ sehr zutreffend und würde Hurra-ProDGisten wie dich mit der Realität auf einen Nenner bringen.

  6. delegierter

    Herr Antoniadis,
    wenn Sie jetzt nach dem Urlaub mal Zeit hätten, dann kümmern Sie sich mal um den Katalog an Problemen im Klinikum St.Vith.
    Die „Renovierung“ der noch neuen Zimmer müsste doch bald durch sein. :)

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