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Noch viel Arbeit für Löw: Deutsche Elf verschenkt den Sieg beim 1:1 gegen Serbien

20.03.2019, Wolfsburg: Deutschlands Leroy Sané (r) und Nemanja Maksimovic aus Serbien kämpfen um den Ball. Foto: Swen Pförtner/dpa

AKTUALISIERT – Für die deutsche Fußball-Nationalelf war dies kein Mutmacher für Holland: Auf Joachim Löw wartet in der von ihm ausgerufenen „neuen Zeitrechnung“ noch ganz viel Arbeit.

Beim 1:1 (0:1) gegen clevere Serben mit einem überragenden Torwart Marko Dmitrovic offenbarte die vom Bundestrainer stark verjüngte deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Mittwochabend einige Defizite in der Defensive und verschenkte durch eine fahrlässig schlechte Chancenverwertung den erhofften Auftaktsieg ins Länderspieljahr.

Leon Goretzka (69. Minute) verhinderte mit seinem Tor vor 26.101 Zuschauern in der ausverkauften Volkswagen-Arena in Wolfsburg einen krassen Fehlstart.

20.03.2019, Wolfsburg: Bundestrainer Joachim Löw aus Deutschland reagiert nach dem Gegentor zum 0:1 an der Seitenlinie. Foto: Christian Charisius/dpa

Die Gäste waren durch Eintracht Frankfurts Bundesliga-Torjäger Luka Jovic (12.) früh in Führung gegangen und hätten das Spiel bei mehreren guten Chancen vor Goretzkas siebtem Länderspieltor für sich entscheiden müssen.

Beim Start in die EM-Qualifikation am Sonntag in den Niederlanden wird sich gerade die neuformierte Abwehr deutlich steigern müssen. Die letzten zwei Minuten agierte Deutschland in Überzahl, als Milan Pavkov wegen groben Foulspiels an Leroy Sané die Rote Karte sah (90.+2).

Bevor der Start ins Länderspiel-Jahr 2019 erfolgte, wurde erst einmal an die drei ausgemusterten Weltmeister Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller erinnert. Unter dem Wort „Danke“ listete der Fanclub Nationalmannschaft bei einer großen Choreographie die früheren Rückennummern der drei Spieler des FC Bayern München auf: 5, 13 und 17.

20.03.2019, Wolfsburg: Deutschlands Marco Reus (l) und Adem Ljajic aus Serbien kämpfen um den Ball. Foto: Swen Pförtner/dpa

Und nicht wenige Fans dürften während des Spiels auch insbesondere an die Münchner Abwehrstars sehnsüchtig gedacht haben, denn richtig sicher agierte die neuformierte Defensive der DFB-Auswahl nicht. Niklas Süle und Jonathan Tah offenbarten in der Innenverteidigung bei einigen gefährlichen Angriffen der Serben doch erhebliche Defizite.

“Wir dürfen noch keine Wunderdinge erwarten“, hatte Löw vor dem Spiel betont. Wunderdinge gab es auch im Spiel nach vorne nicht, oftmals fehlte es an Ideen und Tempo. Erst nach einer Stunde agierte die DFB-Elf mit mehr Risiko und Zug zum Tor.

Die im Schnitt 24,18 Jahre junge Mannschaft wusste bis dahin mit dem hohen Ballbesitz-Anteil nicht viel anzufangen. Besser wurde es, als der eingewechselte Dortmunder Kapitän Marco Reus für eine Belebung sorgte. Die mangelhafte Chancenverwertung kostete jedoch den Sieg. (dpa)

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