Gesellschaft

Deutschland ehrt Ex-EZB-Chef Mario Draghi mit dem Bundesverdienstkreuz – Im Internet hagelt es Kritik

31.01.2020, Berlin: Der ehemalige EZB-Präsidenten Mario Draghi spricht bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Ist er der Retter des Euro? Oder der Vernichter von Milliarden der Sparer? An der Politik des früheren Chefs der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, scheiden sich bis heute die Geister. In Deutschland wurde dem Italiener das Bundesverdienstkreuz. Vor allem in den sozialen Medien hagelt es Kritik.

Draghi habe „in stürmischen Zeiten den Euro und die Europäische Union zusammengehalten“, sagte das deutsche Staatsoberhaupt Frank-Walter Steinmeier am Freitag in einer Feierstunde im Schloss Bellevue in Berlin.

“Damit haben Sie sich um Europa verdient gemacht. Und damit haben Sie – das sage ich ganz bewusst – auch meinem Land einen großen Dienst erwiesen“, so der Bundespräsident.

31.01.2020, Berlin: Elke Büdenbender (l-r), die Frau des deutschen Bundespräsidenten, der ehemalige EZB-Präsidenten Mario Draghi, die deutsche Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Steinmeier verlieh dem langjährigen EZB-Präsidenten das Großkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland – die zweithöchste Auszeichnung, die es gibt. Auch die vorherigen EZB-Chefs Jean-Claude Trichet und Wim Duisenberg waren damit geehrt worden.

Draghi dankte dem Bundespräsidenten und der anwesenden Kanzlerin Angela Merkel für ihre Unterstützung der EZB: „Sie haben unerschütterlich an unserer Seite gestanden, in einer Zeit, als sich andere große Zentralbanken einem wachsenden politischen Druck ausgesetzt sahen. Und Sie haben dies auch in Zeiten von Differenzen getan, in dem Bewusstsein, dass wir dieselben fundamentalen Werte von Geldwertstabilität und Verpflichtung gegenüber dem Recht teilen“, betonte er. „Die Bundesrepublik ist ein Anker unserer Politik gewesen, auch in den Unruhen des vergangenen Jahrzehnts.“

Die Auszeichnung Draghis stieß indes wegen dessen umstrittener Niedrig- und Nullzinspolitik auf Kritik. Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer, sprach am Freitag von einem „Schwarzen Freitag“ für die deutschen Sparer. Draghi habe die Auszeichnung nicht verdient. „Durch seine Niedrigst-Zins-Politik haben die deutschen Kleinanleger und Rentner Vermögen in Milliardenhöhe verloren.“

31.01.2020, Berlin: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (l) verleiht an den ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi das Bundesverdienstkreuz. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Steinmeier ging auf die Vorwürfe ein. Natürlich sei Kritik an einer unabhängigen Zentralbank und den handelnden Personen möglich. „Aber bitte in einer sachlichen Debatte mit Respekt und Anstand.“ Er wünsche sich auch, dass die Debatte nicht ausschließlich von denjenigen geführt werde, „die Niedrigzinsen in den Vereinigten Staaten gut finden und in Europa schlecht oder gleichzeitig für die Sparer schlecht und für die Bauwirtschaft gut“.

Draghi war von 2011 bis 2019 EZB-Chef. Mit Nullzinsen und am Ende sogar Strafzinsen für Banken sowie Anleihenkäufen zog der Italiener alle Register im Kampf gegen Mini-Inflation und Konjunkturflaute. Das ärgert bis heute viele Sparer, freut aber die Schuldner. Weil Baukredite kaum noch etwas kosten, boomt zugleich die Nachfrage nach Immobilien. Zudem ist das billige Notenbankgeld seit Jahren Schmierstoff für die Börsen. (dpa)

45 Antworten auf “Deutschland ehrt Ex-EZB-Chef Mario Draghi mit dem Bundesverdienstkreuz – Im Internet hagelt es Kritik”

  1. Rob-Otter

    Da den deutschen Sparern in Draghis Amtszeit 570 € Milliarden an Zinsen verloren gingen und er deutsche Bürger schädigte, wird er vom deutschen Staatsoberhaupt mit dem Deutschen Verdienstorden geehrt.
    Für die Ehrung vorgeschlagen wurde Draghi von Außenminister Heiko Maas (SPD). Maas und Steinmeier gehören derselben Partei an. Dadurch ergibt die Aktion erst einen Sinn, sonst wäre es Unsinn.

    • In der Geldpolitik hat sich eben etwas verändert. Geld zu horten wird nicht mehr belohnt. Irgendwie logisch. Schlafendes Geld bringt keine Arbeit und somit keinen Umsatz. Die nächsten Generationen werden lernen damit umzugehen. Die alte Sparergeneration nicht mehr.

      • Jockel F.

        Selten so einen Unsinn gelesen. Was reden Sie Geldpolitik, wenn Sie keine Ahnung davon haben?
        Haben Sie mal einen Gedanken daran verschwendet, wo das Geld, das Sie empfehlen so schnell wie möglich auszugeben, eigentlich her kommt? „Von der Bank.“ würden Sie vermutlich antworten. So wie der Strom aus der Steckdose kommt, nicht wahr?
        Sie werden in Ihrer Ignoranz was die Finanzpolitik (nicht nur) der EZB angeht noch sehr bald ihr blaues Wunder erleben.

  2. Draghi hat in in der ganzen EU den Sparer geschädigt.Vielleicht bekommt er in den restlichen Ländern auch noch einen Orden.Dämlich wie die sind unsere Volksvertreter.Die größten Ganoven sitzen an den höchsten Stellen.

  3. Marcel scholzen eimerscheid

    Draghi hatte nur die Wahl zwischen Pest und Cholera also zwischen mehreren Übeln. Niedrige Zinsen sind alles andere als angenehm. Waren aber das kleinere Übel. Die EZB musste im Interesse aller entscheiden nicht nur im Interesse der Deutschen. Draghi konnte nicht anders. Er ist nicht das Problem, sondern die Fehlkonstruktionen des Euro. Dieses Projekt war vor allem politisch motiviert und nicht wirtschaftlich. Mit aller Gewalt sollte Europa vereinigt werden, ohne Rücksicht auf die unterschiedlichen Mentalitäten, Wirtschaftsstrukturen, etc. Und jetzt haben wir den Salat. Italien stagniert seit der Euroeinführung. Griechenland erholt sich erst ganz langsam von der Schuldenkrise. Die Unterschiede zwischen den Euroländern sind größer geworden. Deutschland hat einen Überschuss im Außenhandel und Frankreich ein Defizit. Und sowas kann auf lange Dauer nicht gut gehen zwischen verschiedenen Staaten. Innerhalb der USA geht sowas, weil das ein Staatsgebilde ist. Im Rahmen des Möglichen hat die EZB gute Arbeit geleistet, konnte nicht anders.

      • karlh1berens

        @ Alibaba 01/02/2020 11:25

        Orden bekommt man – ob verdient oder nicht.

        Beim Gehalt bzw. Lohn sieht das anders aus. Dort werden die dreckigsten, schwierigsten Arbeiten am schlechtesten bezahlt – und die überflüssigsten am besten !

        • Rob-Otter

          #Marcel scholzen eimerscheid
          „Diese Ordensverleihung ist pure Höflichkeit. Nichts mehr.“

          Mit diesem Satz, hätte das deutsche Staatsoberhaupt die Ehrungsprozedur für Draghi einleiten müssen.
          Anschließend kann er ihm alles Denkbare umhängen.

          Jetzt ist es zu spät. Na ja, der ehemalige Chefdiplomat…

    • Nun ist es aber müßig, sich an 20 Jahre alten Konstruktionsfehlern abzuarbeiten.
      Korrekt ist Ihre Beurteilung der Optionen Draghis. Griechenland über die Klinge springen zu lassen, wäre kein Selbstreinigungsprozess geworden, sondern hätte ein Massaker unserer aller Sparbücher und Arbeitsplätze ausgelöst.
      Ebenfalls korrekt ist ihre Beschreibung des dauerhaften Aussenhandelsüberschusses DEs zu anderen EU und Eurostaaten. Die Rezepte dieser Verwerfunf sind auch bekannt:
      1. DE muss mehr investieren
      2. Finanzunion (Euroschuldverschreibungen)
      3. Fiskalunion.
      1 scheitert bisher am (ansonsten ehrenwerten Ziel) der schwarzen Null und der „wir bezahlen sowieso schon alles“-Mentalität; in letzter Zeit noch erschwert durch nationale Bewusstseinsfindungen.
      2 scheitert an der dann schwindenden Eintscheidungsbefugnis über „eigene“ Mittel und der Mär, dass dies zwangsläufig zur Fremdfinanzierung anderer großzügigerer und nachlässig verwalteter Sozialsysteme führen würde.
      3 scheitert an dem Drang zu Entscheidungsfreiheit aller Staaten (und nicht nur der sogenannten Steuerparadiese); einige linkssozialistische Politiker (ich weiss geht Ihnen wie Butter runter) plädieren länderübergreifend für Maximalbesteuerung und Maximalumverteilung.

      Was bleibt:
      – der Euro bleibt sinnvoll
      – Konstruktionsfehler müssen behoben werden
      – alle drei Rezepte müssen umgesetzt werden; nicht von heute auf morgen, sondern progressiv über einen längeren Zeitraum
      – es fehlt die Intialzündung: die scheidenden Briten und der erratische Trump sind aber dabei zu helfen.

      • Marcel scholzen eimerscheid

        Ich sage nicht, der Euro ist schlecht. Ich sage nur, die ganze Sache hätte besser geplant werden müssen. Jetzt ist es natürlich zu spät. Jetzt hat man den Euro und muss damit leben und das beste draus machen. Ist ja mittlerweile nach dem Dollar die zweitwichtigste Währung auf der Welt und das will was heißen. Wenn man in Europa herumreist auch außerhalb der Eurozone, so wird der Euro gerne genommen. Zum Beispiel in Bosnien (benutzt den Euro auch als Ankerwährung für die konvertible Mark). In Afrika auch. Dort gibt es sogar zwei Franc Cfa Zonen, die den Euro als Ankerwährung benutzen (currency board). In Kamerun zB kann ich in vielen Hotels oder Restaurants mit Euro bezahlen genau wie mit dem einheimischen Franc Cfa. Eine Finanzunion und die Fiskalunion wird wahrscheinlich an nationalen Egoismen scheitern. Stimmt Deutschland muss mehr investieren besonders in die öffentliche Infrastruktur. Nur da besteht ein ganz praktisches Problem. Die Auftragsbücher der Bauunternehmen sind voll. Mit mehr Geld würde man nur die Preise nach oben treiben. Das ist ausnahmsweise ein Problem, das nicht finanziell bedingt ist.

  4. Piersoul Rudi

    Irgendwann bekommt der in Belgien noch ein „Adelstitel“
    Baron…Ritter des….Grafen…oder so ähnliches…
    Mit unsere Politikersippe gut denkbar…oder glaubt irgend jemand das unsere Politiker schlauer sind als die deutsche???

  5. Man darf nicht nur auf die Sparzinsen schauen. Klar habe ich bei den Sparzinsen verloren, auf der anderen Seite aber bei den Darlehenszinsen für meinen Immobilienkredit gewonnen. Bauen und der Kauf von Immobilien war noch nie so günstig. Und die Baubranche boomt. Darüber hinaus brummt die Wirtschaft, da die Unternehmen weniger Zinsen für ihre Kredite zahlen müssen.

    Mir geht es gut :) Danke Draghi!

    • Genau, finde ich auch. Unsere Wirtschaft brummt wegen den Niedrigzinsen. Hoffe das die noch eine Zeit niedrig bleiben.

      Sollten die wieder ansteigen werden etliche Betriebe Und Kreditnehmer in Schwierigkeiten geraten, auch bei uns.

      Übrigens Sparzinsen haben noch nie Geld vermehrt da der Gewinn dann meistens durch die Inflation wieder verloren geht.
      Spargeld ist noch nie „mehr“ geworden sondern immer „weniger“.

      Für Leute die Geld Zuviel haben gibt es andere Möglichkeiten Geld anzulegen als es auf Konten zu parken und dabei zu hoffen das es sich magisch vermehrt.

      Danke Draghi.

    • Jockel F.

      Genau, sie boomt, genau wie kurz vor 2007 in den USA. Mit den „Goldenen 20ern“, die komplett auf Pump liefen, weil die Kredite billig waren, braucht man Ihnen vermutlich nicht zu kommen, wenn ihr historisches Wissen nicht einmal 13 Jahre zurück reicht.
      Übrigens: Das mit den billigen Krediten, mit denen Sie sich Ihr Häuschen finanziert haben, das weiß auch Ihr Chef, dessen Auftraggeber und Kunden und sogar das Finanzamt.
      Klingelt’s?

  6. Ötzi van d'r Bösch

    Naja, meine Ersparnisse sind in Indexfonds angelegt, und trotz der riesigen Schwankung letzten Jahres, wegen den Handelskriegen, liegt der Zuwachs noch immer weit über die Inflation. Wer heute noch ein Sparbuch hat, der tickt nicht mehr sauber.

  7. Walter Keutgen

    Eigentlich vermeide ich es hier, gute oder schlechte Noten zu verteilen. Da aber alles geschrieben ist, will ich hier nicht Argumente wiederholen. Zuerst einmal: Draghi hatte Recht und die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes ist eine Anerkennung der führenden deutschen Politiker dafür. Dann für die Foristen: Hut ab für Logisch und Sparer, mit Einschränkung für Marcel Scholzen aus Eimerscheid und Der..

    Im Übrigen bestimmt nicht die EZB die Sparzinsen, sondern tun das die privaten Banken. Angesichts von 5/6 Helikoptergeld, das sie sowieso à 0% haben und keineswegs gratis verleihen, wäre es ein Leichtes dem Sparer mehr Zinsen zu geben. Und noch im Übrigen, wenn die EZB zu Negativzinsen verliehe, müssten sich die Banken freuen, sie bräuchten das geliehene Geld, nur minus Zinsen zurückzuzahlen. Das glaube ich aber nicht. Negativzinsen fallen nur auf das geliehene Geld, das sie nicht abrufen, an. Vielleicht können uns einige der AfD-Experten hier eines anderen belehren.

  8. Die Bundeseule Steinmeier liebt solche Auftritte. So sind sie nun mal, die Sozen. Wo war eigentlich Herr Lambertz? Ach ja, …Treffen mit Fritte Martha und den europäischen Delegationen der Frittenbudenbesitzer, der Kartoffelausschüsse und Fettproduzenten aller EU-Staaten im Schloss Moyland von Bedburg-Hau, im Joseph Beuys-Museum.

  9. Natürlich sollte man sich bis über beide Ohren verschulden, um vom Geldsystem zu profitieren. Oder in waghalsigen Fonds investieren(Rentensparen Risikofaktor 4 Punkte von 6Max). Dazu das Negativzinsen Raub am Bürger ist, ganz zu schweigen. Irgendwie geht die Gehirnwäsche echt gut voran. Ja ich profitiere auch von diesem System, korrekt ist es aber nicht. Ein langfristiges und stabiles Fundament ebenfalls nicht. Aber wem interessieren die nächsten Generationen.

    • Vor 14 Jahren standen die Fortis, Dexia und die KBC vor dem Zusammenbruch.
      Das wäre das Ende von Belgien gewesen, die Unternehmen und die Bürger wären reihenweise pleite gegangen.
      Es musste einiges getan werden um die Welt wie wir sie kennen zu retten.
      Nur kurz zur erst Erinnerung.

      Sobald die Zinsen anziehen werden bin ich überzeugt das die deutschen Medien dann jammern das die Zinsen „zu hoch“ sind.

      Dann werden die nicht mehr über den Sparer jammern sonder das hohe Zinsen schlecht für die Wirtschaft ist.

      • Jeder weiss warum diese Banken pleite gingen. Der Bürger mußten dafür geradestehen, und viele Menschen haben viel Geld verloren. Dieses fahrlässige Verhalten der Verantwortlichen hatte nie Konsequenzen. Das legitimiert jetzt den Banken die Bürger zu berauben?
        Der Euro wird crashen früher oder später. Eigentlich ist er schon gecrasht, wird nur künstlich am Leben gehalten.

        • Ja diese Banken gingen wegen purer Raffsucht unter.
          Danach wurde alles unternommen um die Sparer zu retten. Ging auf die Kosten der Aktionäre (hab noch Dexis-Aktien, sind jetzt noch zwischen 0,01 und 0,02 Euro wert sind). Der Sparer wurde jedoch gerettet.
          Wäre also schön wenn „der Sparet“ auch ein bisschen Verständnis für „den Aktionär“ aufbringen könnte und nicht gleich wieder hohe Zinsen fordert damit sein geparktes Geld sich vermehrt, er hat schließlich keinen Cent verloren mit der Bankenkrise auf seinem Sparkonto.
          Man haben die Medien ein kurzes Gedächtnis.

          • karlh1berens

            Die Rettung der Sparkonten ging aber nicht alleine auf Kosten der Aktionäre sondern (auch) auf Kosten des Steuerzahlers.
            Und ich hab‘ auch keine Lust, Sparbücher in Millionenhöhe zu „retten“ weil diese Leute nicht wissen wohin mi’m Geld – mein Konto ist jeden Monat einmal auf ± 1,95 €. Ein Sparbuch hatte ich mal im Alter von 6 bis 12.

            Mein Sparbuch sind Haus, Werkstatt, Maschinen, Traktor, Autos, Werkzeuge….. und das Wissen, damit umzugehen.

            Aber dass Ihre KBC-Aktien praktisch wertlos sind tut mir trotzdem leid.

            Ich nehme mal an, Sie haben aber wenigstens Ihr Sparbuch bei der KBC aufgelöst ?

            ( ͡° ͜ʖ ͡°)

            • Die KBC Aktienkurs hat sich schön erholt, keine Sorge :) (Dexia wurde geopfert, das hätte Flandern nie mit ihrer Hausbank KBC zugelassen)
              Die Rettung der KBC hat den Steuerzahler übrigens Gewinne beschert da der Staat mehr raus bekam als er rein gesteckt hat.

              Mein Sparstrumpf ist auch ein Mix aus verschiedenen Anlagen, und mein KBC-Sparbuch hab ich schön behalten für Notfälle. Erwarte jedoch nicht das dieses „tote“ Geld sich irgendwie vermehrt. :)

  10. Jockel F.

    1. Schon witzig, dass Sie die Logik der Mathematik mit der bundesdeutschen Mentalität begründen.
    2. Der internationale Korruptionsindex stellt also Daten dar, die ins Reich der Fabeln gehören. Ich nehme an, mit dem Verhältnis Staatsverschuldung zu BIP beispielsweise Italiens oder Frankreichs empfehlen Sie, ähnlich zu verfahren? Augen und Ohren zu und dazu ganz laut „Alles Blödsinn!“ rufen?
    3. Da hab ich angesichts Ihrer in Punkt 1 dargelegten Theorie tatsächlich laut lachen müssen.

    Es ist vollkommen schnuppe, ob Sie oder sonst wer glauben, dass der Euro sinnvoll ist oder nicht. Was genau war denn bis zur Einführung des Euro als Zahlungsmittel weniger sinnvoll?
    Von welchen Konstruktionsfehler schwadronieren Sie da? Der Euro ist genau das, was seine Erfinder wollten: ein, wenn nicht DAS Mittel zur Enteignung, zur politischen Kontrolle, zur monetären Umverteilung und ganz nebenbei stärken die immer bunter werdenden Bauwollscheinchen nicht unbedingt das Vertrauen ins Bargeld. Auch sehr praktisch.
    Eine Initialzündung erhoffen Sie sich also von außerhalb Europas? So wie 1917?

    • Da ich dann meinen guten Tag habe, auch ohne jegliche Anbindung an meinen Post:

      Der Konstruktionsfehler von dem ich und all die anderen Deppen schwadronieren, war die mangelnde Angleichung der beteiligten Volkswirtschaften. Gemäß den definierten Spielregeln hätten Belgien und Italien nicht dabei sein dürfen und Deutschland als erster Regelverletzer rausfliegen müssen.
      Nachbessern lässt sich da nur über Finanz- und Steuerpolitik.

      Wenn Sie nun im Kontext des Euro die Logik der Mathematik (die ist aber wesentlich komplexer als Ihr Drei-Finger-Ansatz) dem Verständnis des Geldes bevorzugen, dann bitte.

      Die Massnahmen 2 und 3 werden früher oder später kommen; eine Frage von Einsichten und Mehrheiten.

    • Peer van Daalen

      @Bundesverdienstkreuz/Nobelpreis: „Wieso die ganze Aufregung. Adolf Hitler wurde 1939 auch für den Friedensnobelpreis nominiert.“

      Na dann kann man ja hoffen, daß es zu einem baldigen Besuch von Mario Draghi ins Münchener Hofbräuhaus kommt und ein Georg Elser im Geiste diesmal den Zünder besser justiert …

      :-) | Peer

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