Nachrichten

Deutschland: Teil-Lockdown wird verlängert – Merkel: neue Kraftanstrengung nötig

25.11.2020, Berlin: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt ihre Gesichtsmaske nach ihrer Pressekonferenz auf. Foto: Odd Andersen/AFP/POOL/dpa

AKTUALISIERT – Der geltende Teil-Lockdown in der Corona-Pandemie mit der Schließung unter anderem von Restaurants, Theatern und Freizeit-Einrichtungen wird verlängert.

Das teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend nach den Beratungen mit den Ministerpräsidenten der Länder mit. Nach dem Beschluss von Bund und Ländern gelten die Maßnahmen weiter bis zum 20. Dezember.

Merkel teilte außerdem mit, dass die Kontaktbeschränkungen nochmals verschärft werden. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie werden private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf maximal fünf Personen aus dem eigenen und einem weiteren Haushalt begrenzt. Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung.

24.11.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: Eine Frau geht mit einem Hund an Weihnachtsbäumen vorbei, die vor einem Kaufhaus stehen. Strengere Kontaktbeschränkungen und eine Ausweitung der Maskenpflicht wollen die Ministerpräsidenten der Länder in der nächsten Beratungen zur Corona-Krise am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel beschließen. Foto: Oliver Berg/dpa

Über Weihnachten werden die strengen Kontaktbeschränkungen gelockert. Vom 23. Dezember bis längstens 1. Januar dürfen sich maximal zehn Personen treffen, Kinder bis 14 Jahre fallen nicht unter die Regelung. Das geht aus dem Beschlusspapier von Bund und Ländern hervor. Schleswig-Holstein hält an seinen eigenen Kontaktregelungen fest.

Die Kanzlerin betonte, der exponentielle Anstieg der Infektionszahlen sei gebrochen worden. „Aber das ist nur ein Teilerfolg. Wir können uns mit diesem Teilerfolg auf gar keinen Fall begnügen“, betonte sie. „Wir brauchen noch mal eine Kraftanstrengung“, sagte Merkel. Dazu gehörten weiter Geduld, Solidarität und Disziplin.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rief dazu auf, sich über Weihnachten nur im kleinen Kreis zu treffen und auf unnötige Reisen zu verzichten. Der Erfolg des Teil-Lockdowns sei nicht so groß wie erhofft ausgefallen. Daher müsse er verlängert und vertieft werden. Die Weihnachtsferien dürften nicht zu einem Rückschlag bei der Pandemiebekämpfung führen, betonte er. (dpa)

12 Antworten auf “Deutschland: Teil-Lockdown wird verlängert – Merkel: neue Kraftanstrengung nötig”

  1. Wir dürfen bestimmt Weihnachten 2 Kontakte haben,lach, hätte man uns vor einem Jahr gesagt,das Virologen uns vorschreiben,wie wir Weihnachten feiern…., unglaublich!!
    P.S Habe vorgestern Werbung von Lutz XXL komplett in Französisch im Briefkasten gehabt!!
    Noch fragen??
    Belgien hat es durch seine Sinnlos Massnahmen Geschäft,das jetzt schon das Kaufverhalten nach Corona geklärt ist.
    Entweder kaufen wir weiter bei Amazon U Co,oder selbst die Brüsseler werden für Ihre Einkäufe nach Holland,BRD,Luxemburg fahren!!
    Ist ja Jetzt schon viel günstiger!!
    Belgien kannst dann endgültig dem Hasen geben!!
    Da wir ja die ganze Schei….e bezahlen müssen,haben wir nicht Mal die Wahl!!

  2. schlechtmensch

    Die Deutschen bekommen die Zahlen nicht in den Griff. Haben den kleinsten Lockdown und weinen am meisten rum. Die kleinen Könige (Ministerpräsidenten) ignorieren die Bundesmutti und genauso tut es die Bevölkerung. Lasst es halt laufen…

  3. Hans Eichelberg

    Deutsche Bundesländer:
    „Gegenwärtig unterschreiten nur zwei Bundesländer die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern: Schleswig-Holstein (47,2) und Mecklenburg-Vorpommern (48,6). Der Durchschnittswert in ganz Deutschland liegt aktuell bei 155,3 – dem dreifachen.
    Neben Schleswig-Holstein drängt Mecklenburg-Vorpommern auf Lockerungsregeln – auch wenn diese nicht sofort angewendet werden sollen. „Bei allen Unterschieden in der Bundesrepublik versuchen wir gemeinsame Regeln aufzustellen, die aber entsprechend der Inzidenzen der Fallzahlen gelten müssen“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig am Dienstagmittag auf einer Pressekonferenz in Schwerin.
    Die SPD-Politikerin setze sich zusammen mit Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) und Sachsen-Anhalts Landeschef Reiner Haseloff (CDU) dafür ein, dass die Länder bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von „deutlicher unter 50“ vorzeitig Lockerungen durchführen können.
    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ist hingegen kritisch: „Das, was da noch reingehört, ist eine konsequente Hotspot-Strategie.“

    Dies ist natürlich nicht überraschend, da Bayern einen Ort hatte, der mit einem Inzidenzwert von etwas mehr als 14.000 deutscher Rekordhalter (-Meister) ist.
    Aber die Nordländer sollten darunter nicht leiden müssen, sind sie doch auch mehr als 500 Kilometer von den Bayern getrennt.

  4. Was für ein Zirkus…. Entweder sind die Maßnahmen notwendig, dann ist Weihnachten kein Grund für eine Ausnahme, oder man kann ruhig eine Ausnahme machen, dann sind die ganzen Maßnahmen nur ein riesen Betrug. Das Virus kennt weder Weihnachten noch Silvester, das Ganze erscheint mir eher als eine „Zuckerbrot und Peitsche“ Politik. Funktioniert aber prächtig….

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern