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Der tiefe Fall des Trainers Marc Wilmots: Jetzt will auch der Iran dem Belgier den Laufpass geben

Dem Belgier Marc Wilmots droht als Trainer die nächste Entlassung. Foto: Vassil Donev/EPA/dpa

Der iranische Fußball-Verband will sich einem Bericht der staatlichen Nachrichten-Agentur IRNA zufolge von Nationaltrainer Marc Wilmots trennen. Damit setzt sich der tiefe Fall des Belgiers fort. Der 50-Jährige kommt als Coach auf keinen grünen Zweig.

Vor vier Jahren, vor der EM 2016 in Frankreich, war Marc Wilmots in Belgien ein angesehener Nationaltrainer. Nach der Qualifikation für die WM 2014 in Brasilien, wo die Roten Teufel im Viertelfinale an Argentinien scheiterten, hatte der frühere Schalke-Star mit seinem Nationalteam erstmals seit 1984 (!) die Qualifikation für eine EM geschafft (2000 war Belgien zusammen mit den Niederlanden als Co-Gastgeber direkt qualifiziert).

Im Dezember 2014 war Marc Wilmots (Bildmitte) Belgiens Trainer des Jahres 2014 geworden. Auf diesem Foto posiert er mit Hein Vanhaezebrouck von AA Gent (links) und Peter Maes vom SC Lokereen (heute RC Genk). Foto: Belga

Bei der EM 2016 in Frankreich scheiterte Belgien erneut im Viertelfinale, jedoch wurde dies angesichts des Potenzials der „goldenen Generation“ um Weltklasse-Spieler wie Eden Hazard und Kevin De Bruyne als Pleite betrachtet. Sofort nach der EM trennte sich der belgische Verband von Wilmots und engagierte Roberto Martinez.

Am 21. März 2017 übernahm Wilmots als Trainer die Nationalmannschaft der Elfenbeinküste. Nach der verpassten Qualifikation für die WM in Russland wurde die Zusammenarbeit am 13. November 2017 beendet.

Schließlich wurde der heute 50-Jährige vom Iran als Coach engagiert. Inzwischen will sich auch der iranische Fußballverband von Wilmots trennen. Neuer Coach der iranischen Nationalmannschaft soll demnach der Kroate Branko Ivankovic werden. Der Verband FFI führe bereits intensive Verhandlungen mit dem Kroaten, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA am Sonntag.

Zwei Niederlagen in vier Qualifikationsspielen mit Iran

Der 50 Jahre alte Belgier Wilmots hatte im Mai einen Vertrag bis zur WM 2022 in Katar unterschrieben. Aber bereits in den ersten vier Qualifikationsspielen kassierte das Team zwei Niederlagen gegen Bahrain und Irak und ist nur Dritter in der Gruppe. Damit ist auch die fest eingeplante WM-Teilnahme gefährdet.

Nationaltrainer Marc Wilmots (links) nimmt in Dubai den Globe Soccer Award als weltbester Trainer 2015 entgegen. Foto: Belga

Zudem soll es Probleme mit der Gehaltszahlung gegeben haben. Wegen der Banksanktionen gegen den Iran erhielt Wilmots nicht rechtzeitig sein Gehalt, weswegen der Belgier schon damit gedroht hatte, die Brocken hinzuschmeißen. Jetzt sieht es so aus, als werde er selbst hingeschmissen.

Wilmots jedenfalls scheint der Trainerjob nicht zu liegen. Nur mit der belgischen Nationalmannschaft hatte er zwischenzeitlich einigermaßen Erfolg, doch selbst mit den Roten Teufeln konnte er nicht die Erwartungen erfüllen. Mit dem Erreichen des Viertelfinales bei der WM 2014 und der EM 2016, als man an Wales scheiterte, blieben Belgien und Wilmots hinter den Erwartungen zurück.

Als Vereinstrainer ist Wilmots bisher auch gescheitert: Nach der Entlassung von Frank Neubarth als Trainer des Bundesligisten Schalke 04 hatte der „Eurofighter“ im März 2003 seine Karriere als Spieler beendet und war Trainer der “Königsblauen“ geworden. Zum Ende der Saison 2002-2003 aber wurde „Willi, das Kampfschwein“, wie die Schalker Fans ihn einst nannten, von Jupp Heynckes abgelöst.

Zur Saison 2004-2005 übernahm Wilmots das Traineramt beim belgischen Erstligisten Sint-Truiden VV, wurde indes bereits im Februar 2005 wieder entlassen. (cre/dpa)

8 Antworten auf “Der tiefe Fall des Trainers Marc Wilmots: Jetzt will auch der Iran dem Belgier den Laufpass geben”

    • Wenn er’s nicht macht, macht’s ein anderer arbeitsloser Trainer.
      Geld regiert die Welt. So what!
      Wilmots wird übrigens immer noch als Trainer des Irans angegeben.
      *So, jetzt schalten wir alle unsere Heizungen aus.
      Nicht, dass da zufällig ein Tröpfchen Öl aus dem Gottesstaat drin ist.
      Den wollen wir nicht unterstützen. Das ist nur konsequent.
      Lieber frieren oder arbeitslos wie Willi

      • Auch wenn Sie das lustig finden; ich möchte den Iran tatsächlich so wenig wie möglich unterstützen. Er ist ein Menschen verachtender Unrechts-Staat:
        *Hier werden Schwule gehängt,
        *untreue Frauen gesteinigt,
        *das klassische islamische Recht sieht für die Konversion vom Islam zu einer anderen Religionsgemeinschaft (Apostasie, auch Ridda genannt) die Todesstrafe vor.

        PS: mit Ihrem Spruch „Wenn er’s nicht macht, macht’s ein anderer…“ kann man wohl jede Sauerei rechtfertigen, nicht wahr?

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