Leute von heute

Arzt aus dem Internet: Telemedizin auch für die DG eine Option [VIDEO]

Prof. Dr. Gernot Marx (Bildmitte) erläutert die Vorteile des digitalen Gesundheitsnetzwerkes.

Bislang mussten Patienten, die eine medizinische Versorgung benötigen dazu einen Arzt persönlich aufsuchen. Dies kann ein Hindernis sein, besonders für Menschen, die in entlegenen Gebieten wohnen, oder für diejenigen, die nicht mobil sind.

Viele der drahtlosen Medizingeräte, die zur Zeit auf den Markt kommen, werden die Lebensqualität von Patienten verbessern und Arbeitsabläufe von Medizinern und Pflegepersonal erleichtern.

Wenn der Facharzt nicht vor Ort ist, holt man ihn sich auf digitale Weise, sozusagen per Fernbedienung.

Gemeinsam mit Vertretern des St. Nikolaus-Hospitals Eupen besuchte Gesundheitsminister Antoniadis das Telemedizinzentrum in Aachen.

DG-Minister Antonios Antoniadis (SP), zuständig für den Bereich Gesundheit, informierte sich in Aachen über die Chancen, Möglichkeiten, aber auch über die Gefahren der Telemedizin.

Im Telemedizinzentrum, das er gemeinsam mit dem Direktor und dem Chefarzt des Eupener St. Nikolaus-Hospitals, René Jost und Dr. Frédéric Marenne, besuchte, kam Antoniadis zu der Erkenntnis, dass telemedizinische Angebote auch in Ostbelgien schon bald Einzug halten könnten.

Auf spezialisierte Ärzte angewiesen

Eine bestmögliche gesundheitliche Versorgung sowohl in der Stadt als auch auf dem Land sei der Wunsch vieler Bürger und Patienten, so der Minister. Dabei sei ein Großteil der schwer erkrankten Menschen und ihrer Angehöriger häufig auf spezialisierte Mediziner angewiesen. Weil sich aber diese Fachärzte immer seltener finden ließen, sei es besonders wichtig, frühzeitig nach neuen Lösungsansätzen zu suchen.

„Mit solch einer mobilen Station könnten durchaus auch die beiden ostbelgischen Kliniken ausgestattet werden“, sagte DG-Minister Antonios Antoniadis.

Telemedizinische Angebote ermöglichen es, medizinische Behandlungen in der Arztpraxis und im Krankenhaus mittels digitaler Anwendungen zu verbessern.

Bei dem in Aachen bereits seit mehreren Jahren angewandten System baut man dabei auf den Austausch zwischen mobilen Einsatzstationen (in den verschiedenen Krankenhäusern) und einer Zentrale, die mit sieben Fachmedizinern jeden medizinischen Bereich größtenteils abdeckt.

„Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass wir unsere beiden Kliniken im Rahmen einer Pilotphase mit einer solchen mobilen Station ausstatten“, so Gesundheitsminister Antoniadis, der betonte, dass zunächst die Finanzierungsmöglichkeiten sowie die grenzüberschreitende Abrechnung geprüft werden müssten. (cre)

Weitere Infos über das Telemedizinzentrum Aachen:

https://www.ukaachen.de/kliniken-institute/telemedizinzentrum-aachen.html

Nachfolgend ein VIDEO zum Thema Telemedizin:

3 Antworten auf “Arzt aus dem Internet: Telemedizin auch für die DG eine Option [VIDEO]”

  1. Polarlicht

    Telemedizin ist eine sehr gute Sache! Vor allem für inmobile, ältere Patienten. Auch für amb. versorgte Patienten lohnt sich die Telemedizin, da die Pflegekräfte zu jeder Zeit mit dem zuständigen Arzt kommunizieren können.
    In Zeiten erhöhter Infektionsgefahr ( zB Grippe), muss man sich nicht in ein überfülltes Wartezimmer setzen, und sich event. anstecken.
    Telemedizin hat meiner Meinung nach sehr viel mehr Vor ,- als Nachteile

  2. delegierter

    na das wäre doch was.
    Da stehen in der Eifel die teuersten und modernsten Gemeinschaftspraxen, und dann ist da von Freitags im späten Nachmittag bis Montagsmorgens kein Mensch anzutreffen.
    Vielleicht könnte man da im Vorraum einen PC installieren, wo dann nu der Telemediziner in der gewünschten Sprache wenigstens mit einem redet.
    Bei ernsten Beschwerden würde eventuell sofort die 112 verständigt.
    Wer weis was uns noch blüht……………………

  3. Eric Van der Hulst

    Ich bin PM fur Aktionspunkt 19 (Mobile Health) im plan eGesundheit von Maggie De Block (Federal Belgien). Wir haben 24 Pilotprojekte ausgeführt in 2017, bald kommen die erste apps und Applikationen für Sorge auf Abstand. Telemedizin gehört dabei (in Belgien) aber kann man auch schneller realisieren >> zum Beispeil ViviDoctor. Es kommt darauf an das alles zu integrieren, s-Sicherheit, Interoperabilität und Finanzen vor zu sehen.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern