Leute von heute

Das Aus für „Summer in the City“

Georg Kremer (rechts). Foto: Gerd Comouth

„Summer in the City“ wird es zumindest vorerst in Eupen nicht mehr geben. Die sommerliche Veranstaltungsreihe, die der Kulturbeauftragte der Stadt, Georg („Jockel“) Kremer, mit großem Engagement initiiert und betreut hat, fällt dem Rotstift zum Opfer.

„In diesem Jahr wird es zwar noch einige Veranstaltungen geben, allerdings lediglich im Rahmen der 800-Jahr-Feier von Eupen“, sagte Kulturschöffe Fred Evers (PFF) dem Grenz-Echo: „Die Reihe Summer in the City wird es unter diesem Namen nicht mehr geben.“

Zuletzt habe das jährliche Budget der Konzertreihe bei 28.000 Euro gelegen, hieß es.

Aus den Reihen der Opposition ist zu hören, die neue Mehrheit habe mit dieser Maßnahme zwei Ziele verfolgt: Einerseits wolle und müsse sie sparen, auf der anderen Seite sei dies aber auch eine willkommene Gelegenheit gewesen, ein populäres Musik-Festival der alten Mehrheit zu kippen.

Die spannende Frage ist, welche Alternativen es gibt, um die Eupener Innenstadt in den Sommermonaten zu beleben. 14 Mal hat „Summer in the City“ stattgefunden.

Siehe dazu auch Artikel „Eupener Mehrheit ein Streichorchester? – Evers: Keine Panikmache, aber wir müssen sparen“

 

46 Antworten auf “Das Aus für „Summer in the City“”

  1. Nixfürungut

    Können die „Neuen“ im Rathaus auch noch etwas anderes, als bürgerfreundliche Initiativen zu streichen ?!?! Erst der Go-Pass und jetzt den Summer in the City. Neue, eigene Projekte haben sie bislang ja noch nicht vorgestellt. Armes Eupen !

  2. Flitzpiepe

    Offensichtlich steht der Stadt Eupen finanziell das Wasser bis zum Hals. Die neue Mehrheit wird wissen, dass es bei Summer in the City und beim Go-Pass sich um Angebote gahndelt hat, die sehr populär waren. Solche abzuschaffen ist ein hohes Risiko, denn es trifft die Menshcen real. Sowas wird auch nicht so leicht vergessen.
    Was aber offebar bei manchem Kommentarschreiber vergessen wird ist, dass die ja offensichtlich angespannte Haushaltslage auch, neben den Wohltaten, ein Ergebnis der politischen Entscheidungen der abgewählten Mehrheit ist.

    • Nixfürungut

      Mir ist durchaus bewusst, dass die anscheinend prekäre Finanzlage der Stadt der alten Mehrheit zuzuschreiben ist. Vor der Wahl haben Ecolo, SP und PFF dem Wähler gegenüber den Mund jedoch ziemlich voll genommen und bis jetzt ist außer Streichungen nichts passiert. Ach nein, stimmt ja nicht : das Kombibad, das Herrn Baumgarten ja aus persönlichen Gründen sehr am Herzen liegt, wurde von der früheren Mehrheit zu klein geplant. Dafür reichen die Finanzen dann doch wieder?
      Ach ja, Geld zur Erhöhung des ÖSHZ Etats ist sicher auch noch drin !

  3. Öppe Alaaf

    …aber dafür kriegt Eupen ja demnächst eine professionelle Techno Party am Rosenmontag. Vieleicht schießt die Stadt ja auch ein wenig Geld zu, weil es zu wenig Ehrenamtliche gibt.

    Wird langsam klar, dass Eupen genauso den Rotstift ansetzen muss, wie der Rest Belgiens (und Deutschlands) auch? Gute Politik setzt lediglich die richtigen Prioritäten.

    Wo kann man in Eupen alles 28.000€ einsparen?

    Die schiefen Lampen schief sein lassen und die Reparaturkosten sparen.

    …was noch?

  4. Neue Besen

    Die Verantwortlichen der neuen Mehrheit müssen sicher zunächst einmal ein neues Konzept ausarbeiten. Dies wird sicher in 3-4 Jahren fertig sein.
    Belebung der Innenstadt ? Dazu benötigen wir keinen Kulturabeauftragten. Ach ja, was macht der eigentlich jetzt ?

  5. Albert Radermecker

    Eine gute Endscheidung des neuen Gemeinderates. Die meisten Konzerte waren so schlecht besucht vieleicht auch weil niemand die Musiker kannte.
    Ein weiterer Schritt wäre es sich mal Gedanken zum Musikmaraton ,seit beginn dieser Veranstaltung ist es den Veranstaltern bis Heute nicht gelungen schwarze Tahlen zu schreiben , jedes Jahr steuert die Stadt Tausende von Euro bei , mann richtet dem Haubtverantwortlichen sogar noch ein Büro im Rathaus ein. Komisch ist nur das Privatveranstaltungen immer mit einem dicken Plus abschließen und dann soziale Einrichtungen mit Finanzsprizen unter die Arme greifen kann.
    Herr Bürgermeister nebst Stadtrat , weiter so und Eupen geht es bald wieder besser!!!!

  6. die 28000 Euro für Summer in the City könnte der Herr Evertz doch leicht aus seiner persönlichen Potokasse bezahlen,so würde was zurück kommen was er auf den vielen Jahren verdient hat,vielleicht werden ja auch die 1 Euro Parkplätze demnächst 3 Euro oder sowas kosten,der kleine Mann hat es ja

    • weiter so !

      Das stammt mit Sicherheit von ECOLO. ECOLO ist Gesamtkonzeptweltmeister … und hat selbst noch nie etwas auf die Beine gestellt, was auch nur im entferntesten an ein Gesamtkonzept erinnert. Alles heiße intellektuelle Luft.
      Wenn man immer nur an Gesamtkonzepten bastelt oder darüber siniert und andere Initiativen abwürgt, gibt es in Eupen bald nur noch eine innerstädtische Wüste aus grauem Asphalt, schiefen Laternen, leeren Geschäftslokalen
      und verwaisten Bühnen… Weiter so !

  7. Zappel Bosch

    Dem „Event“ als solchem muss man auch m.E. nicht nachtrauern, die meisten waren in der Tat schlecht besucht. Was ich befürchte, weil man nicht gleichzeitig ein alternatives Event anbietet, das ist die Verschlechterung/Bestätigung des ohnehin schlechten Rufs der „Einkaufsstadt Eupen“. Alles andere als das werden sich die Geschäftsleute wohl nach den Arbeiten gewünscht haben.
    Man kann nur hoffen, dass noch schnell vor dem Sommer etwas anderes, hoffentlich erfolgreicheres, angeboten wird.
    In St.Vith nehmen die Geschäftsleute das ja selber in die Hand (wahrscheinlich mit ein wenig Subsidien), aber soviel darf man von den Eupener Geschäftsleuten wahrscheinlich nicht erwarten…

    • Öppe Alaaf

      Sie bringen es auf den Punkt. Leider habe ich es weiter oben schlecht gesagt. Der Ruf von Eupen als Einkaufsstadt hat effektiv sehr gelitten. Ich fürchte nur, dass die eupener Geschäftsleute irgendwann ausgebrannt sind. Nach sehr schwachen Geschäftsjahren und ewigen Baustellen nun auch noch einen Ersatz für „Summer in the City“ aufzustellen kostet viel Energie.

      Aber eins ist sicher: Eupen muss etwas tun, um nicht zwischen Aachen und Verviers (neues Stadtzentrum, Projekt „crescend’eau“,…) in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden.

      Ich bin der Überzeugung, dass man hier zu sehr auf die Kosten geschaut hat und ein, zumindest werbewirksames, Event geopfert hat.

      ‚hoffe in der Tat, dass es zeitnah ein Gesamtkonzept gibt, das ausgerollt wird.

      • Zappel Bosch

        „werbewirksam“, das war wirklich in erster Linie der Nutzen des Events! Regelmäßig in der Presse. Zusätzlicher Effekt war dann die Freude am Gebotenen für die interessierten Besucher.

    • Stimmt, Herr Bosch. In St.Vith, bei der sog.“summer time“-Veranstaltung,
      ist das so zu sagen eine „Gemeinschaftsproduktion“ zwischen den Geschäftsleuten, einigen anderen Sponsoren UND der Stadt St.Vith.
      Betrieben nach dem ehemaligen Werbeslogan von ESSO: „Es gibt viel zu tun, packen wir es an“. Wie gesagt, eine Veranstaltung, die gerne von der Bevölkerung (dazu bei freiem Eintritt) , angenommen wird. Wobei, leider Gottes, der Name summer time oftmals nicht hält, was er verspricht , und passender weise in „singing in the rain“ umbenannt werden könnte.

  8. Antonios

    Es liegt mir fern, immer wieder das Thema „Sparen“ aufzurollen und wieso wir in der Situation gekommen sind, dass das Kollegium prüfen muss, wo überall gespart werden kann, um bestehende Projekte zu realisieren oder ansatzweise an neue Initiativen zu denken. Die Finanzlage der Stadt ist den belesenen Teilnehmern in diesem Forum bekannt. Nach dem Schuldigen zu suchen, bringt uns nicht weiter.

    Wir müssen also nach vorne schauen. Über die Qualität des Angebots zu diskutieren, bringt uns ebenfalls nicht weiter. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Ich habe einige Veranstaltungen gerne besucht, andere habe ich gemieden. Das macht aber meinen Musik-Geschmack oder den anderer Einzelpersonen noch lange nicht zum Maß aller Dinge.

    Ich bin mir sicher, dass die Mehrheit sich der Tatsache bewusst ist, dass diverse Veranstaltungen im Rahmen von SiC oder von anderen Akteuren für die Wiederbelebung der Innenstadt – nicht nur der Kultur und Unterhaltung zuliebe – unabdingbar sind. Der Einzelhandel leidet, aber auch das liegt nicht nur an den Bauarbeiten. Diese Situation ist nicht von heute auf morgen entstanden. Die Stadtkernerneuerung war hier ein Anfang. Nun muss man neben der Infrastruktur (dieser Teil ist noch nicht abgeschlossen) auch ein Bündel an Maßnahmen haben, um die Menschen anzulocken. Dieses Konzept ist in der Mache.

    Übrigens – wenn ich die Aussage des Kulturschöffen richtig verstehe – dann hat er lediglich gesagt, dass es SiC in dieser Form nicht mehr geben wird. Das bedeutet jedoch nicht, dass Veranstaltungen nicht unterstützt werden. Wichtig ist, dass keine parallelen Strukturen bestehen oder entstehen. Ich denke da z.B. an den Rat für Stadtmarketing (RSM). Dieser ist auch für die Vermarktung der Stadt zuständig. Es liegt daher nah, ihn bei künftigen Initiativen einzubinden.

  9. Alain Brock

    Sehr geehrter Obsolet,

    auf der Internetseite eupen.be unter Rubrik Rat für Stadtmarketing finden sie alle Informationen bezüglich des RSM. Unter der Rubrik Projekte finden sie den Tätigkeitsbericht 2012 und die Projekte 2013 des RSM. Wenn sie sich die Mühe machen diese Dokumente zu lesen, werden sie feststellen dass in 2012 eine ganze Reihe von Projekten stattgefunden hat mit dem Ziel die Innenstadt zu beleben (Start in den SSV, bauernhof zum Nafassen,…. Und auch für 2013 ist in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern (Geschäftsleute, Juniorenkammer, Stadt Eupen,…) eine ganze Menge an Aktionen geplant um die Innenstadt zu beleben und die Geschäftsleute zu unterstützen.
    Gerne lade ich sie aber auch zu einer Informationsversammlung am 19. März um 19.00 Uhr in das Foyer des Jünglingshauses ein. Dort wird der RSM sämtliche laufende und neue Projekte zur Unterstützung des Eupener Einzelhandels vorstellen.

  10. dr fritz van ut gen aunderstadt

    Tach van aunder jen haas

    ich zittiere mein kommentar von gestern bei dem PUR Konzert :

    „also ich denk auch mal der herr b aus l würde dat konzert lieber machen, soll ja letztes jahr nicht wirklich wat hängengeblieben sein… da spekuliert viellecht jemand.
    aber jetzt zu meiner jeliebten vaterstadt…

    eupen is ene tote stadt, und will mal einer wat leben reinbringen der nich von dr stadt unterstützt wird, kickt man ihn raus. schudosdingsbumsda die alles kulturelle was se nich selber organisieren mit füssen treten, dürfen rote zahlen schreiben wie se wollen, aber en bisschen mehr wie 2 wochenenden wat jrosses auf de bein zu stellen schaffen se auch nicht. von den daten wo sie das schaffen ganz zu schweigen. ich bin mal so frech hier zu fordern an unsere neue rejierung da oben in et rathaus. los steht op, traut euch wat…wir warten drauf und freun uns drauf…

    tschöö van aunder jen haas

    Da hab ich jestern zu laut jeschrien: nu ist summerdings auch eweg… na toll, eupen stirvt immer mehr

    aber bei dat PUR hab ich noch nich aufjejeben… lasst se de AS rocken…lasst jehn bürjemeister und schöffe, ihr könnt dat!!!

    lasst eupen auferstehn

  11. Eupen war mal wirklich eine schöne Stadt gewesen mit schönen Geschäften…. Der ganze Stadtumbau war in meinen Augen überhaupt nicht nötig gewesen, wenn man auch noch bedenkt was das alles für Kosten sind…. Ich muss gestehen, ich bin froh, wenn ich aus dieser Stadt raus bin….Eupen wird niemehr das sein, was es mal war….Leider!

  12. Eupen wird schöner aber wann?

    Die neue Innenstadt ist alles andere als schön, wie in diesem Forum schon geschrieben, eher alles chaotisch, wildes parken etc.
    Die neue Mehrheit schafft alles ab wie Summer in the City, Capitol ohne neue Konzepte zu präsentieren….
    Schade, dass man nicht versucht die Kultur zu förderm. Der Stadtpark war eine schöne Location für Konzerte.
    In den Innenstadt tut sich nichts. Mal gespannt wann die leuchten ganz umfallen.
    Also eupen wird noch stiller. Die kosten sind ja nicht so hoch.

  13. Streicher Hubert

    Erstmal ein dickes Dankeschön an „Jockel Kremer“, der „Summer in the City “ seit Jahren toll und unbürokratisch gemanagt hat. Es war sehr abwechslungsreiche Kultur im kleinen Kreis, für alle, die sich davon angesprochen fühlten, war es immer ein Genuss. Es muss ja nicht immer eine Mammutveranstaltung sein, für die sich dann doch wie jetzt beim „Pur-Konzert“ in Eupen kein Platz findet. Und wenn es das Capitol nicht mehr gibt, wo findet Remmidemmi oder Clueso dann statt?
    Jeder neuen Mehrheit steht es frei, neue Akzente, ihre Akzente zu setzen, aber einzelne Events einfach zu streichen, ohne ein neues Gesamtkonzept vorzulegen, finde ich nicht ok. Für die inhaltliche Ausrichtung von Kultur heißt es in der politischen Erklärung von PFF -Ecolo- SPplus 2012-2018 nur lapidar auf S. 5 “ Kulturprojekte sollen proaktiv unterstützt werden“. Ob „Summer in the City“ und die vielen, die da auftraten oder noch auftreten würden, sich jetzt „proaktiv unterstützt“ fühlen?

  14. Unterstädter

    Leider wurde durch Summer in the Citty auch Vereine unterstüzt welche Veranstalltungen in Eupen veranstalltet haben und bekamen eine finazielle Unterstüzung um Bands bzw Musikgruppen auf ihren Veranstalltungen auftrerten zu lassen.
    Meines wissens nach handelt es sich zb Harley Treffen, Haaste Töne, Blumenmarkt usw.

    Leider sieht es ja bei den Organisatoren auch finanziel nicht so rosig aus und Sponsoren findet mann ja auch so gut wei keine mehr.

    Stellt sich nur die Frage ob und in welcher Form es noch Veranstalltungen gibt.

    Ich erlaube mir die Frage für welches Politisches Denkmal die Eupener Stadtväter planen.
    Und Herr Bügermeister schonmal was von Wutbürger gehört ????

    • Jim Knopf

      NANANA, Ich weiß, den Organisatoren sei Dank, dass terminlich diese Gratisveranstaltungen mit Vereinsaktivitäten kollidierten. Das der Fischmarkt aus Hamburg zur Ketteniser Kirmes statt finden muss fand ich schon unverschämt und Monstertrucks die über Autos fahren brauch ich auch nicht.

  15. Schade Schade..

    Schade, sparen an der falsche Ecke aus Unerfahrenheit oder aus Dumheit?
    Ich möchte mich bei Jockel bedanken für die vielen schönen Konzerte, klar das „der Eupener“ nicht kommt, ein Eupener meckert, sie gehen lieber nach Aachen, Verviers,… und stönen dort das in Eupen nichts los ist.
    Klar ist auch das Musikgeschmack nicht gleich sein kann, ich bin auch nicht zu Allem gegangen, aber Jockel hat was auf die Beine gestellt, ich hoffe das die Einsparung nicht nur dem Parteibuch von Jockel gilt, oder weil er den Mund nicht halten kann!!!
    Jetzt bin ich langsam gespannt was Die die ich gewählt habe den endlich bringen, bis jetzt … nichts Neues!!!!

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