Politik

In der Eifel hat die CSP mehr Glück als im Norden der DG: Daniel Franzen Bürgermeister von Bütgenbach

Daniel Franzen ist der künftige Bürgermeister von Bütgenbach. Foto: OD

Während die CSP und ihr nahestehende Listen (wie die Liste Union in Lontzen oder die CSL in Raeren) im Norden der DG – mit Ausnahme von Kelmis – von der Mehrheit ferngehalten werden, sieht es für die Christlich-Sozialen in der Eifel viel besser aus.

Nach Marion Dhur (Einheitsliste „Aktiv Gestalten“ in Burg-Reuland), die schon vor der Wahl als Bürgermeisterin feststand, und Herbert Grommes („Neue Bürgerallianz“ in St. Vith) kommt auch der nächste Bürgermeister von Bütgenbach aus den Reihen der CSP.

Daniel Franzen wird neuer Bürgermeister in Bütgenbach und damit Nachfolger des (Liberalen) Emil Dannemark, der sich nicht mehr zur Wahl gestellt hat.

Stephan Noel (l) und Daniel Franzen (r) bei der BRF-Wahldebatte zur Gemeinde Bütgenbach. Foto: Screenshot BRF

Am Donnerstag einigte sich Franssens Freie Bürgerliste (FBL) mit der Liste ZGG („Zukunft Gemeinsam Gestalten“) auf eine Koalition. Zusammen haben beide Listen 12 der 17 Mandate im Bütgenbacher Gemeinderat: Die FBL stellt 8 Mandatare, die ZGG 4.

Neben Daniel Franzen als Bürgermeister stellt die FBL mit Charles Servaty und Martha Limburg-Collas zwei Schöffen. Franzen und Servaty waren vor nicht allzu langer Zeit noch Kontrahenten im DG-Parlament als Fraktionssprecher der CSP bzw. der SP. In Bütgenbach sind beide Partner.

Für die Liste ZGG werden Stéphan Noel und Nadia Sarlette als Schöffen dem neuen Gemeindekollegium angehören. Den Vorsitz des ÖSHZ übernimmt Karla Rauw-Herbrand (FBL).

Der Bütgenbacher Schöffe Charles Servaty. Foto: OD

Der designierte Bürgermeister Franzen (FBL) wird zuständig für die Bereiche Standesamt, Sicherheit, Verwaltung und Kulte sowie die Finanzen.

Als Erster Schöffe befasst sich Charles Servaty (FBL) künftig mit den Bereichen Wasserpolitik, Familie und Soziales, Wirtschaft und Forstwirtschaft, Gesundheit, Urbanismus und Sport.

Stephan Noel (ZGG) übernimmt die Ressorts öffentliche Arbeiten, Ländliche Entwicklung, Raumordnung, Wohnungsbau, Energie und Digitalisierung.

Martha Limburg-Collas (FBL) wird Schöffin für Tourismus, Kultur, Senioren und Landwirtschaft. Nadia Sarlette (ZGG) betreut die Bereiche Umwelt, Schulwesen und Jugend.

An Problemen mangelt es in der Gemeinde Bütgenbach nicht – angefangen beim Wasser (siehe Artikel an anderer Stelle). (cre)

35 Antworten auf “In der Eifel hat die CSP mehr Glück als im Norden der DG: Daniel Franzen Bürgermeister von Bütgenbach”

  1. getäuschter Wähler

    Da kann die ZGG ja jetzt mal ihren Wählern erklären, warum sie mit Franzen gehen. Mit Velz hätten Sie mehr rausholen können. Ich habe sogar gehört, dass Velz bereit gewesen wäre, der ZGG drei Schöffen zu geben. Und jetzt sind sie mit 2 Schöffen zufrieden? Inhaltliche Gründe kann es für die Entscheidung wohl kaum geben. Ich habe die Debatte im BRF gesehen. Noel und Velz hatten quasi überall die gleiche Meinung. Folglich vermute ich, dass es vor den Wahlen bereits ein Abkommen zwischen den BIB Lehrern gegeben hat. Klüngel halt.

    • Das ist doch ganz einfach. Die FBL hat 47.7% der Stimmen erhalten und somit ganz eindeutig einen Bürgerauftrag. Da erscheinen die 30,7% der Liste Velz doch ein wenig dünn im Vergleich.
      Wären nun Velz und Noel zusammen gegangen, dann wäre dies gegenüber der größten Wählergruppe ein absoluter Affront.
      Zum Glück herrschen in Bütgenbach normale Verhältnisse und nicht solche Zustände wie in Eupen oder Lontzen, wo man nicht mit jemanden, sondern gegen jemanden regiert, so wie übrigens auch in der DG. Diese Zustände fördern nur den die Politik Verdrossenheit und die aggressive und hetzerische politische Stimmung. Dies kann man auch wunderbar hier in diesem Forum beobachten.

      • @ ratio

        Liegt die Ursache nicht vielmehr darin das Diejenigen die vorher alle Anderen durch den Dreck gezogen haben die Anderen nun auffordern ihnen den Steigbügel zu halten und beleidigte Leberwurst spielen weil die sich weigern?
        Es ist schon sehr lange her aber ich kann mich daran erinnern einmal gelernt zu haben:“ Wenn ich will das die anderen Kinder mit mir spielen darf ich ihnen nicht dauernd auf die Nase hauen.“

    • Steeklopper

      Wäre es denn vermittelbar gewesen wenn die ZGG sich 3 Schöffenposten krallt nur um der Posten Willen ?!?! Das Geschrei in der Bevölkerung hätte ich dann aber mal gerne gehört.
      FDG hat einen Sitz verloren obwohl es eine Mehrheit gegeben hat, die kein schlechteres Bild in der Öffentlichkeit hätte abgeben können.
      Und glaubt hier wirklich auch nur Einer das Daniel Franzen nicht alleine gegangen wäre, wenn er genug Sitze bekommen hätte. Das zum Thema Abkommen, der hat Nimmer damit gerechnet eine Koalition bilden zu müssen.

      • echter Steeklöpper

        Es ist Frau Sarlette zu verdanken, dass Weywertz keinen Bürgermeister mehr hat. Und diese Frau vertritt Weywertz jetzt auch noch im BSK! Überhaupt ist Weywertz bei dieser Mehrheit ganz schlecht vertreten. Wenn ich sie treffe, werde ich mich bei Frau Sarlette dafür noch persönlich bedanken. Und ich bin sicherlich nicht der einzige, der das so sieht.

        • Steeklopper

          Können Sie erklären warum Nadja Sarlette daran die Schuld tragen soll?
          Alleine die Tatsache das ZGG 5 Leute zusammen bekommen hat und 4 Sitze erhalten hat , ist es zu verdanken, dass die FBL koalieren musste. Sonst wäre Daniel Franzen ganz allein durch gekommen und das Spiel der letzten Jahre wäre weiter gegangen wie vorher.
          Ich bleibe dabei, ein Koalition FDG – ZGG wäre nicht vermittelbar gewesen, auch wenn dann VELZ Bürgermeister geworden wäre. Und mit 680 Stimmen hat ja noch nicht mal halb Weywertz ihn gewählt….

    • Für wie blöd versucht man eigentlich den Wähler zu verkaufen? Die Wasserproblematik wurde vertuscht bis einen Tag nach der Wahl. Franzen wusste Bescheid und gehört weg. Wenn er Anstand hat, tritt er zurück. Es ist der grösste Wählerbetrug der letzten Jahrzehnte. Die hilflose Aussage von Schöffe Hermann von gestern war grotesk und lachhaft.
      Die Koalition war lange abgekartet. In den heiligen Gemächern des BIB herrschen unter dem Zepter der beiden Noels schon seltsame Zustände…. wer untersucht und kontrolliert Anstellungen etc. (besonders wenn es sich um Familienangehörige oder „Ehemalige“ handelt) In der Renaissance gab es in den heiligen Hallen Roms den Nepotismus…. in Büllingen gibt es auch die eine oder andere Kammer, die augenscheinlich Anspruch auf Weltenbekehrung erhebt…Und in diesem Kämmerlein ist auch die Koalition geschmiedet worden. Die CSP kann wahrlich sehr stolz auf diesen Bürgermeister und die Umstände dessen Inthronisierung sein.

  2. Das nervt ...

    … die Story mit dem Wasser ist schon ein Hammer ! 0/10 Herr Franzen und Gefolge.
    Kompetenzen scheien auch keine Roller mehr zu spielen um Schöffe zu werden … das kann noch lustig werden in den nächsten Jahren …

    • Vollkommen ihrer Meinung, die Steigerung von „schwacher Vorgängermehrheit“ ist “ noch schwächere und vor allem kompetenzfreie Klüngelmehrheit“.
      Schwarze Wolken ziehen auf über die Gemeinde Bütgenbach.
      Was mich am meisten wundert ist dass sich so viele Wähler nach wie vor von hohlen Phrasen beeinflussen lassen, wenig nachdenken und dann anstelle von Fachkompetenz sich für eine Sympathiewahl entscheiden.

      • Steeklopper

        Schon komisch das bei einer so schwachen Mehrheit die Opposition der FDG noch einen Sitz verliert.
        Zeigt eigentlich wie schwach diese Opposition eigentlich ist und war.
        Wer anders hätte den bitte koalieren sollen ? Schau dir mal die Ergebnisse an, hat ja wohl nix mit Klüngel zu tun…

        • Die Ergebnisse habe ich mir sehr wohl angeschaut, wem der Wähler seine Stimme gibt muss nicht unbedingt die Qualität der Liste wiedergeben. Von der Königsmachergruppe hat nur einer mehr Stimmen als die im Gemeinderat eingezogene Kandidatin mit dem schwächsten Stimmenergebnis für die FDG. Die anderen drei gewählten kommen nicht annähernd an die Stimmen der FDG Mandatare. ZGG war von Anfang an die Absicherung für die Mehrheit, die waren sich schon vor den Wahlen einig. Wer das nicht einsieht ist auf beiden Augen blind. Und so etwas nennt man nicht nur in Köln „Klüngel“.
          Ach so, und noch etwas zur schwachen Mehrheit, die war so stark dass sie gleich 2 Sitze verloren hat.

          • Das nervt ..

            @ Bbacher. .. Ich gebe ihnen vollkommen recht. Ich habe eben den Bericht auf dem BRF gesehenen und mir geht der Gedanke nicht aus dem Kopf dass diese Sache mit der ZGG nicht von langer Hand vorbereitet war .. Auf eins können die Bütgenbacher sich verlassen, hier kommt in der nächsten Zeit keine Veränderung ! Die Sache mit der Wassermangel ist der beste Beweis, und das wird genau so weiter gehen !!

          • Steeklopper

            Ja dann hätte eben die FDG mit der FBL koalieren sollen, ich habe hier wenig Einfluss drauf. Weil FDG-ZGG wäre doch ein Himmelfahrtskommando geworden, mit nur 1 Sitz mehr in eine Koalition zu gehen , kann auch schief gehen, das hätte ich auch nicht getan. Was die Qualität der Liste und auch die Einzelergebnisse angeht, haben Sie Recht. Wenn ich mir es hätte wünschen können, she das Kollegium auch anders aus, aber es ist eben kein Wunschkonzert.
            Aber von Klüngel zu reden oder abgekartet ist doch Nonsens. José Heck hat vor 6 Jahren eine Liste gegründet, weil die FBL ihn nicht wollte und da gibt es auch eine längrer Vorgeschichte zu. Stephan Noel hat vor gut 2 Jahren für sich entschieden in die Gemeindepolitik mit einzusteigen und er stand sowohl auf dem Zettel von GFA-Wechsel wie auch bei der FBL. Auch José Heck hätte diesmal bei der FBL auf der Liste stehen können, hat aber abgelehnt und Nadja Sarlette hatte Daniel auch auf dem Liste. So, der Weg des gringsten Widerstandes wäre ja dann gewesen bei der FBL zu kandidieren. Des Weiteren hätte Daniel Franzen mit 9 Sitzen keine Koalition gebildet und dann wären sie in der Opposition gewesen. Wie soll man das vorher planen ? Stephan Noel wollte genau wie die FDG das Ziel erreichen, das es eine Koalition geben muss, damit neue Akzente gesetzt werden können und das wurde erreicht und damit weder Daniel noch charles oder ein Anderer von der FBL gerechnet. Und mit mehr als 1200 Stimmen wollten die Gemeinde Bütgenbach ja schon Daniel als Bürgermeister haben, ich meine der Letzte der ein solches Ergebnis hatte war Walter Reuter.
            Aber erklären sie mir mal wie ein Charles Servaty noch 500 Stimmen erzielen konnte ? Mir ist das ein Rätsel…

            In diesem Sinne hoffen wir das Ruhe einkehrt, einige Lautsprecher von beiden Lagern sind ja nun mal nicht mehr dabei

            Gruss

  3. max münstermann

    In Lontzen war die Niederlage von R. Franssen vorprogrammiert. 1. In der Publfinaffaire hat R. Franssen nicht die Wahrheit gesagt, er wusste davon. 2. In der Vergangenheit und auch heute duldet R. Franssen keine Götter neben sich. 3.Warum musste er seine Schwester mit auf der Liste nehmen? Diese und auch andere Fragen werden mit dazu beigetragen haben dass manche die Liste UNION nicht gewählt haben. Zum Anderen versucht R. Frannsen nach der Niederlage Giftpfeile in Richtung ENERGIE und ECOlO zu schiessen.( Siehe Leserbrief von M. Jantz (Ehemann von Susanne Helfmann Schriftfüherin des Verkerhers- und Verschönerungsvereins von Lontzen,) im GE vom 19.10 2018

  4. Ostbelgien Direkt

    AKTUALISIERT – Der designierte Bürgermeister Daniel Franzen (FBL) wird zuständig für die Bereiche Standesamt, Sicherheit, Verwaltung und Kulte sowie die Finanzen.

    Als Erster Schöffe befasst sich Charles Servaty (FBL) künftig mit den Bereichen Wasserpolitik, Familie und Soziales, Wirtschaft und Forstwirtschaft, Gesundheit, Urbanismus und Sport.

    Stephan Noel (ZGG) übernimmt die Ressorts öffentliche Arbeiten, Ländliche Entwicklung, Raumordnung, Wohnungsbau, Energie und Digitalisierung.

    Martha Limburg-Collas (FBL) wird Schöffin für Tourismus, Kultur, Senioren und Landwirtschaft. Nadia Sarlette (ZGG) betreut die Bereiche Umwelt, Schulwesen und Jugend.

  5. Einfacher Bürger

    Wieso sind denn die Bereiche „Urbanismus“ (Servaty) sowie „Raumordnung“ (Noel) an zwei verschiedene Schöffen vergeben worden ? Gibt es in dieser Materie solch einen relevanten Unterschied?

  6. Hornvieh

    Nur diese Koalition war denkbar. Dies wegen der Revalitat zwischen Jean Luc Velz und Charles Servaty.

    Charles Servaty hatte mitgeholfen, Jean Luc Velz aus der SP auszubooten.

    Hoffentlich wird Velz nun gute Arbeit in der Opposition leisten und der Mehrheit auf die Finger schauen und nicht vorzeitig das Handtuch schmeissen, wie es es damals in Eupen gemacht hat.

  7. Elsenbornerin

    Fazit von dem ganzen, die Elsenborner sind in Sachen Wasserqualität wochenlang belogen worden und jetzt ist dem Bütgenbacher Wähler vor dem Wahlgang etwas verheimlicht worden. Wir sind gelinde gesagt hinters Licht geführt worden. Besonders letzteres bringt ein Leserbrief im Grenz-Echo vom 18.10 auf den Punkt. Versprochene Bürgernähe der FBL-Mehrheit erneut ad absurdum geführt.

    • Parteiloser

      „Wir sind gelinde gesagt hinters Licht geführt worden. “

      Das stimmt so nicht ganz, denn der Bürger, bzw. der Wähler befindet sich, was das Vertauen in die Politik angeht, schon seit jeher hinter dem Licht, ergo, er braucht nicht mehr dahin geführt zu werden, denn er ist schon längst hinter dem selbigen!

  8. Ein Schelm...

    Wieso schreibt OD nicht über die Klatsche der ProDG in Sankt Vith? Nach den Gemeinschaftswahlen hatte deren Präsident den Mund aufgerissen und die Eroberung der Gemeindehäuser angekündigt. MP Paasch sah aber das Risiko von Klatschen dieser Kategorie und die ProDG hat eine Rolle rückwärts gemacht. Zumindest direkt sollte sie nicht mehr antreten die „Bewegung“.

    In Eupen und Kelmis hat man die Schmach noch verhindern können, aber in St. Vith ist man baden gegangen. Da hat das Training von Solheid durch den MP Paasch nüchts gebracht.

Antworten

Impressum Datenschutzerklärung
Desktop Version anfordern