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Belgier Thibaut Courtois ist „Welttorhüter des Jahres“ – Eden Hazard in „Weltelf“ – Luka Modric „Weltfußballer“

24.09.2018, London: Gastgeber Idris Elba (M) posiert mit den 11 Spielern der FIFA-Weltauswahl des Jahres: David De Gea, Dani Alves, Marcelo, Sergio Ramos, Raphael Varane, Eden Hazard, N'Golo Kante, Luka Modric, Cristiano Ronaldo, Kylian Mbappe und Lionel Messi bei der Verleihung der Best FIFA Football Awards in der Royal Festival Hall in London. Links steht Ronaldinho, rechts Michael Ballack. Foto: Frank Augstein/AP/dpa

AKTUALISIERT – Der Belgier Thibaut Courtois ist vom Fußball-Weltverband FIFA als bester Torhüter des Jahres geehrt worden. Eine Auszeichnung erhielt am Montag in London auch der Kapitän der belgischen Nationalelf, Eden Hazard, der in die „Weltelf des Jahres“ gewählt wurde.

Der 26-Jährige Courtois, der in diesem Jahr vom FC Chelsea zu Real Madrid gewechselt war, wird damit Nachfolger vom Italiener Gianluigi Buffon. Dieser hatte die Auszeichnung im vergangenen Jahr bei ihrer erstmaligen Verleihung gewonnen.

Die drei herausragenden Torhüter wurden von einer Jury aus FIFA-Legenden aufgrund ihrer Leistungen im Zeitraum vom 3. Juli 2017 bis 15. Juli 2018 ausgewählt. Neben dem Belgier Courtois waren der Franzose Hugo Lloris und der Däne Kasper Schmeichel nominiert.

24.09.2018, London: Der belgische Torhüter
Thibaut Courtois erhält während der FIFA-Gala in London, bei der die Weltfußballer des Jahres gekürt werden, die Trophäe als bester Torhüter des Jahres. Foto: Tim Goode/Press Association/dpa

Man darf gespannt sein, ob Real-Trainer Julen Lopetegui beim nächsten Spiel der „Königlichen“ in der Champions League Courtois wieder nur noch als Ersatz von Keylor Navas aufbieten wird, wo doch der Belgier zuerst zum besten Torhüter der Fußball-WM 2018 und jetzt sogar zum „Welttorhüter des Jahres“ gekürt wurde.

Zuletzt spielte Navas in der Champions League und Courtois in der spanischen Meisterschaft. Dass er im wichtigsten europäischen Wettbewerb auf der Bank sitzen musste, fand der belgische Nationaltorhüter nicht besonders lustig, wie sein Gesichtsausdruck während des gesamten Spiels gegen AS Rom (3:0) vermuten ließ.

Ein anderer Belgier wurde am Montag in London ebenfalls ausgezeichnet. Eden Hazard (Chelsea) wurde in die „Mannschaft des Jahres“ gewählt, zusammen mit dem Kroaten Luka Modric, der als „Weltfußballer“ geehrt wurde, aber auch mit Größen wie Cristiano Ronaldo und Lionel Messi.

Kurioserweise steht bei der „Weltelf des Jahres“ nicht Thibaut Courtois, der „Welttorhüter des Jahres“, sondern der Spanier David De Gea (Manchester United) im Tor.

Die „Mannschaft des Jahres“ der FIFA:

Tor: David De Gea (Spanien/Manchester United)
Abwehr: Dani Alves (Brasilien/Paris St. Germain), Raphaël Varane (Frankreich/Real Madrid), Sergio Ramos (Spanien/Real Madrid), Marcelo (Brasilien/Real Madrid)
Mittelfeld: Luka Modric (Kroatien/Real Madrid), N´Golo Kante (Frankreich/Chelsea), Eden Hazard (Belgien/Chelsea), Lionel Messi (Argentinien/Barcelona)
Angriff: Kylian Mbappé (Frankreich/Paris St. Germain), Cristiano Ronaldo (Portugal/Real Madrid, jetzt Juventus Turin)

24.09.2018, London: Luka Modric (l) und Eden Hazard stehen mit ihren FIFA-Trophäen während der FIFA-Gala in London. Der Kroate Luka Modric ist erstmals Weltfuflballer des Jahres. Foto: Tim Goode/Press Association/dpa

Luka Modric hat als großer Triumphator des WM-Jahres eine Weltfußballer-Ära beendet. Nach je fünf Titeln für Cristiano Ronaldo und Lionel Messi wurde der kroatische Vize-Weltmeister als erster anderer Star seit 2007 mit der begehrtesten Einzelauszeichnung seiner Sportart geehrt.

Der 33-Jährige von Real Madrid, der in diesem Sommer schon zum besten Spieler der WM und zu Europas Fußballer des Jahres gekürt worden war, setzte sich bei der FIFA-Gala am Montagabend in London mit 29,05 Prozent der Stimmmen gegen den wieder einmal durch Abwesenheit glänzenden Portugiesen Ronaldo (19,08 Prozent) und den Ägypter Mohamed Salah (11,23) durch.

Bei der Wahl zum „Weltfußballer“ waren die Kapitäne und Trainer aller Nationalmannschaften stimmberechtigt. Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw wählte Luka Modric vor Kylian Mbappé und Eden Hazard. Kapitän Manuel Neuer votierte für den Belgier Hazard vor Modric und Varane.

Für Belgien votierte Kapitän Hazard für Modric, Varane und Mbappé, während sich Nationaltrainer Roberto Martinez für Modric, Varane und Messi entschied. Neben Hazard schaffte es auch Kevin De Bruyne bei der Wahl zum „Weltfußballer“ in die Top 10.

Am Montag wurde auch der „Welttrainer“ geehrt: Der Franzose Didier Dechamps (Frankreich) setzte sich gegen seinen Landsmann Zinédine Zidane (Real Madrid) durch. (cre/dpa)

7 Antworten auf “Belgier Thibaut Courtois ist „Welttorhüter des Jahres“ – Eden Hazard in „Weltelf“ – Luka Modric „Weltfußballer“”

  1. Rundes Leder

    Sehr gut Thibaut! Er hat es verdient, und dazu der Hazard in die Elf des Jahres! Unser Fussball ist sehr gut vertreten, und das spiegelt die gute Qualität der Roten Teufel wieder. Wenn Eden so weiter spielt, ist er nächstes Spieler des Jahres.

  2. Ramscheid Bernard

    Ich bin total überrascht, der Herr Neuer hat sehr viel Ahnung von Fußball , auf jeden Fall mehr als der Herr Martinez; oder durfte der nicht für Eden stimmen? Auch ist mir unverständlich, dass Thibaut als weltbester Torhüter nicht in der Weltauswahl steht. Außerdem: Was hat der Ägypter unter den drei ersten verloren? Das ist mir ein Rätsel!

    • Eben darum

      Eben darum. Sonst hätte Herr Neuer noch sich selbst gewählt, auch wenn er nicht „zur Verfügung“ stand.
      Ich finde es auch komisch, dass der Weltbeste Torhüter nicht in die Weltbeste Elf ist. Wie kann man das erklären ?

    • Zuschauer

      Erstens hat der „Ägypter“ einen Namen und zweitens hat er eine überragende Saison beim FC Liverpool gespielt. Auf Grund eines groben Fouls von dem in der Weltelf stehende Sergio Ramos im Champions- League-Finale hat er dort nicht glänzen können. Auch deshalb (nicht nur, denn jeder sehr gute Spieler braucht gute Mitspieler), konnte er bei der WM seine Leistung nicht wie gewollt abrufen.
      Es gibt andere Fussballer, die zu Recht an der Stelle Salahs stehen hätten stehen können, aber auf irgendeinen Spieler musste die Wahl fallen.

  3. Ist ja alles toll so und Gratulation meinerseits aber von dem Fair Play Preis wird nicht geschrieben! I Interessiert wohl niemand! Sind ja no Name Preisträger!
    Nobel geht die Welt zu Grunde!

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