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UEFA verlegt Endspiel der Champions League von St. Petersburg nach Paris – Auch keine Formel 1 in Russland

25.02.2022, Frankreich, Saint-Denis: Das Finale der Champions League 2021-22, das am Samstag, den 28. Mai, stattfinden wird, wird von St. Petersburg ins Stade de France in Paris verlegt. Foto: Chris Radburn/PA Wire/dpa

Die UEFA hat die erwartete Konsequenz gezogen: Das Endspiel der Champions League findet wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine nicht in St. Petersburg statt. Ein Ersatzort wurde schon benannt. Auch die Formel 1 fällt 2022 aus.

Das Finale der Champions League wird am 28. Mai in Paris statt in St. Petersburg stattfinden. Spielort wird das Stade de France im Vorort St. Denis sein.

Zudem entschied das UEFA-Gremium, dass russische und ukrainische Clubs in den laufenden Europacup-Wettbewerben ihre Heimspiele auf neutralem Boden ausrichten müssen.

Dies gelte auch für die Nationalmannschaften der beiden Länder in der Nations League ab diesem Sommer. Die im März anstehenden Playoffs in der Qualifikation für die WM in Katar dagegen sind FIFA-Wettbewerbe und im Zuständigkeitsbereich des Weltverbandes.

25.09.2021, Russland, Sotschi: Blick auf die Rennstrecke. Die Formel 1 hat wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine den Großen Preis von Russland in dieser Saison abgesagt. Foto: Sergei Grits/AP/dpa

Die Formel 1 wird nach dem russischen Angriff auf die Ukraine in diesem Jahr nicht in Russland fahren. Der Grand Prix in Sotschi war für den 25. September angesetzt gewesen. Es sei „unter den derzeitigen Umständen“ unmöglich, den Großen Preis von Russland auszutragen, hieß es in einer Mitteilung am Freitag.

Die Königsklasse des Motorsports hatte zuletzt 2011 aus politischen Gründen auf ein Rennen verzichtet. In Bahrain wurde damals nach politischen Unruhen nicht gefahren, nachdem dort auch Menschen ums Leben gekommen waren.

Zuvor hatten sich schon Fahrer wie Sebastian Vettel klar gegen ein Rennen in Russland 2022 positioniert. „Meine Meinung ist, dass ich dort nicht hin sollte und ich werde es auch nicht. Ich finde es falsch, in diesem Land zu fahren“, hatte der viermalige Weltmeister von Aston Martin am Donnerstag am Rande der Testfahrten in Barcelona gesagt und bekräftigt: „Meine Entscheidung steht schon fest.“

Auch Weltmeister Max Verstappen von Red Bull kritisierte das Rennen in Sotschi. „Wir sollten nicht in einem Land fahren, das Krieg führt, aber das gesamte Fahrerlager sollte darüber entscheiden“, sagte er.

Seit 2014 wurde in dem Schwarzmeerort Sotschi gefahren, in dem im gleichen Jahr auch die Olympischen Winterspiele stattfanden. Eigentlich sollte dort in diesem Jahr ohnehin zum letzten Mal ein Rennen der Formel 1 stattfinden. Ab 2023 ist der Umzug vor die Tore von St. Petersburg geplant. (dpa)

Zum Thema siehe auch folgenden Artikel auf OD:

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