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CDU wählt Friedrich Merz zu ihrem neuen Vorsitzenden

22.01.2022, Berlin: Friedrich Merz (l), künftiger CDU-Bundesvorsitzender, nimmt die Gratulation von seinem Vorgänger Armin Laschet beim Bundesparteitag der CDU im Konrad-Adenauer-Haus entgegen. Foto: Michael Kappeler/dpa

Die CDU hat Friedrich Merz mit großer Mehrheit zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Bei einem digitalen Parteitag stimmten am Samstag 915 von 983 Delegierten für den 66-Jährigen. Es gab 52 Nein-Stimmen, 16 Delegierte enthielten sich. Die CDU, die Enthaltungen als ungültige Stimmen wertet, errechnete daraus eine Zustimmung von 94,62 Prozent.

Die Entscheidung muss noch formal per Briefwahl bestätigt werden. Das Ergebnis soll am 31. Januar verkündet werden. Anschließend wählten die Delegierten den von Merz vorgeschlagenen Bundestagsabgeordneten Mario Czaja aus Berlin mit 92,89 Prozent zum neuen Generalsekretär.

Die Enthaltungen mitgerechnet, wie dies andere Parteien tun, betrug das Ergebnis für Merz 93,08 Prozent. Czaja kam danach auf 90,76 Prozent.

22.01.2022, Berlin: Friedrich Merz, künftiger CDU-Bundesvorsitzender, verfolgt den Bundesparteitag der CDU im Konrad-Adenauer-Haus. Foto: Michael Kappeler/dpa

Vor seiner Wahl rief Merz seine Partei nach dem Desaster bei der Bundestagswahl zur Geschlossenheit auf. Vom Parteitag gehe ein „kraftvolles Signal des Aufbruchs und der Erneuerung der CDU aus“, sagte er. „Wir haben unser Selbstvertrauen nicht verloren.“ Gerade wegen der neuen Ampel-Regierung habe Deutschland Anspruch auf eine Union, „die dem Land weiter dient, die Antworten gibt auf die drängenden Fragen unserer Zeit“ und die als Opposition den Anspruch an sich selbst stelle, wieder die Regierung von morgen sein zu können.

„Täuschen wir uns nicht: Bis dahin kann es ein weiter Weg sein“, warnte Merz die Union zugleich. „Wie lang der Weg wirklich wird, liegt nicht allein, aber auch an uns“, ergänzte er. „Wenn wir uns streiten, wenn wir in alle Himmelsrichtungen auseinander laufen, wenn wir ein unklares Bild abgeben, wenn wir bei den Themen nicht auf der Höhe der Zeit sind, dann wird es möglicherweise sehr lang dauern. Und selbst dann ist es nicht gesagt, dass es überhaupt gelingt.“ Nun müsse die CDU schnell Tritt fassen. (dpa)

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