Politik

Geldzusagen für Straßenprojekte wie N626 und Herbesthaler Straße

Minister Carlo Di Antonio (Bildmitte) am Dienstagabend in Wiesenbach. Foto: OD

Der für den Straßenbau zuständige Regionalminister Carlo Di Antonio (CdH) stattete am Dienstagabend in Wiesenbach der CSP einen Besuch ab. In seinem Gepäck hatte der Minister auch einiges an Geld, und zwar in Form von Finanzierungszusagen für wichtige Straßenprojekte wie die N626 (St.Vith-Schönberg) und die Herbesthaler Straße in Eupen (Zwischen Kreuzung Hochstraße und Kreuzung Vervierser Straße).

Unter dem Druck bevorstehender Wahlen geht manches viel einfacher, was vorher vielleicht viel schwieriger zu erreichen war.

Laut Di Antonio ist im Investitionsprogramm des laufenden Jahres 2014 die Summe von 2,14 Millionen Euro für die Erneuerung des holprigen Streckenabschnitts der N626 (St. Vith-Schönberg) zwischen Eiterbach und Setz vorgesehen.

Das Teilstück der Herbesthaler Straße in Eupen, das erneuert wird. Foto: OD

Das Teilstück der Herbesthaler Straße in Eupen, das erneuert wird. Foto: OD

Weitere 300.000 Euro sollen im Distrikt St. Vith für die Ausbesserung anderer Straßen aufgewendet werden.

Zudem werden 1,7 Millionen Euro für die Erneuerung des Reststücks der Herbesthaler Straße in Eupen (vom Kreisverkehr Hochstraße bis zum Kreisverkehr Vervierser Straße) bereitgestellt.

Schließlich sieht die Finanzierungsgesellschaft Sofico 600.000 Euro für die Studie zum Bau der Entlastungsstraße N 62 (St.Vith-Wemperhardt) vor.

DG wird alles andere als vernachlässigt

Überhaupt war Di Antonio in Wiesenbach sehr daran gelegen, den Anwesenden klarzumachen, dass die DG in Sachen Straßenbau alles andere als vernachlässigt werde. Das Volumen der Investitionen in Straßen auf dem Gebiet der 9 DG-Gemeinden sei in dieser Legislaturperiode beträchtlich:

  • 1,7 Millionen Euro in 2009
  • 2,5 Mio. in 2010
  • 7,3 Mio. in 2011
  • 8,5 Mio. in 2012
  • 1,8 Mio. in 2013
  • 4,1 Mio. in 2014

Hinzu kommen laut Di Antonio für die Legislaturperiode 2009-2014 noch 7,2 Millionen Euro über die Sofico, wovon rund 2,6 Millionen Euro in die N62 (Grüfflingen-Oudler-Grenze Luxemburg).

Carlo Di Antonio (links) mit Herbert Grommes. Foto: OD

Carlo Di Antonio (links) mit Herbert Grommes. Foto: OD

„Die DG stellt 2% der Bevölkerung sowie 3,5% aller Gemeinden in der Region, sie erhält jedoch 6,5% der Gelder für den Straßenbau“, meinte Di Antonio. Im Bereich der Ländlichen Entwicklung seien außerdem heute 7 von 9 Kommunen betroffen, nur Eupen und Kelmis nicht. Im Zeitraum 2009-2014 seien insgesamt 5,85 Millionen Euro an 22 Projekte im Rahmen der Ländlichen Entwicklung geflossen.

Schließlich erwähnte der Minister aus Namur noch die Ausgaben für RAVEL. Beim Ausbau der Vennbahn-Route habe Namur 5,6 Millionen Euro (von 14,5 Millionen Euro) beigesteuert. Zusätzlich gab es 1,6 Millionen für weitere RAVEL-Projekte: Lengeler, St. Vith (Triangel…), Küchelscheid-Sourbrodt.

Joseph Maraite sagt Danke

Die anwesenden CSP-Politiker zeigten sich denn auch zufrieden, allen voran der Reuländer Bürgermeister Joseph Maraite, der kurz das Wort ergriff und ein Loblied auf Di Antonio anstimmte.

Joseph Maraite, Bürgermeister von Burg-Reuland, am Dienstag bei seiner "Lobrede". Foto: OD

Joseph Maraite, Bürgermeister von Burg-Reuland, am Dienstag bei seiner „Lobrede“. Foto: OD

Maraite hatte dazu auch allen Grund: Seit Beginn der Legislaturperiode sind etliche Millionen Euro aus Namur in den Straßenbau in Burg-Reuland geflossen.

Nach der Veranstaltung in Wiesenbach traf Di Antonio in Bellevaux mit Landwirten zusammen. Thema war die Umsetzung der europäischen Agrarpolitik in der Wallonischen Region. In Sachen Natura 2000 kündigte der Minister an, künftig werde kein landwirtschaftliches Unternehmen verpflichtet werden, mit mehr als 20% seiner Betriebsfläche unter die Bewirtschaftsungseinheiten 2 und 3, die mit hohen Auflagen verbunden sind, gestellt zu werden. (cre)

49 Antworten auf “Geldzusagen für Straßenprojekte wie N626 und Herbesthaler Straße”

    • Ostbelgien Direkt

      @Öppe Alaaf: Den Verantwortlichen der Stadt Eupen ist schon länger bewusst, dass die Erneuerung des restlichen Teilstücks der Herbesthaler Straße (zwischen Kreisverkehr Hochstraße und Kreisverkehr Vervierser Straße) Einwohner und Geschäftswelt vor eine weitere Geduldsprobe stellen wird. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass dies zu weniger Problemen führen wird als beim Ausbau des Teilstücks zwischen Hochstraße und Autobahn. Gruß

      • Öppe Alaaf

        Wollen wir ‚mal hoffen, dass zu Beginn der Arbeiten endlich einmal eine Baustelle beendet sein wird.

        Jedes Projekt für sich mag ja ganz nett sein, aber wenn die Herbesthalerstrasse nun auch zum Nadelöhr wird, … Hufengasse, Klötzerbahn, Lascheterweg, etc. sind noch immer nicht fertig sind.

        Seit der Händler-Demo sind schon wieder ein paar Läden verschwunden und das Zentrum wird langsam leer. Vieleicht hatte man ja einfach darauf spekuliert, dass der Morast im Winter festfriert und alles von alleine gut wird.

        Wer ist eigentlich verantwortlich dafür, all diese Maßnahmen als Ganzes im Blick zu haben und nicht, wie Sie schreiben, „noch ein Projekt mehr, mit weniger Problemen als das Vorherige“ anzufangen?

        Eupen ist doch mittlerweile eine tote Stadt, die im Dreck versinkt!

        Zum wievielten Male wird die Klötzerbahn nun wieder aufgerissen? …oder was bedeuten die Markierungen auf den Bürgersteigen, die Anfang der Woche angebracht wurden?

        …aber Hauptsache wieder 1,7 Mio Spielmasse im Budget. Der Wahnsinn geht weiter. „Eupen muss aufgeblasener werden!“ heißt wohl das Motto.

        „Den Durchgangsverkehr zu brechen!“, wie zu einem anderen Zeitpunkt hier geschrieben wurde, erweist sich als Nachhaltiger als der Dreißigjährige Krieg für unser einstmals schönes Eupen.

        Gibt es eigentlich einen Plan für die Hauptstadt der DG oder geht es einfach nur um ein Wettrennen im Abschöpfen von Fördergeldern bis zur nächsten Wahl? Kann sich bitte ‚mal jemand dazu äußern, der (oder die) mir Unwissenden den Plan erklärt?

  1. Haben die Neuen die Hochstraße zum Garnstock hin nicht für den Verkehr geschlossen…. und lassen sie ruhen in Frieden. Und die 2.Anbindung an die E40? Wären doch gute Vorbereitungen gewesen, wenn diese Straßen jetzt als Ausweichstraßen zur Verfügung ständen. Ein Glück, dass dieses letzte Stück Herbesthaler Straße jetzt angepackt wird, also nicht noch darüber motzen.

  2. Jürgen Margraff

    Ich hab‘ gerade mal gegoogelt, die Strecke von Eiterbach bis Setz ist über 4 Km lang, das Teilstück in Eupen gerade mal 1 Km, also kostet der laufend Meter in Eupen in etwa 1.7Millionen Euro durch 1 Km macht zirka 1700€/m in Eupen, für die Eifel wäre die Rechnung also 2.14 Millionen Euro durch 4 Km, also zirka 535€/m dabei sind die Winterschäden hier gravierender als da… Das ist wieder Mal logisch investiert, wie zumeist in diesem Selbstbedienungsladen für Politiker

    • Réalité

      @ Jürgen Margraff

      gute Recherche,Herr Margraff!Bin mal gespannt auf die Antwort darauf!

      Trotz hartem arbeiten,kriegen unsere Politiker den Strassenbau nicht gemeistert!Seit Jahrzehnten immer dieselbe Misere!

        • politisch interessiert

          Herr Margraff, bei allem Respekt, aber sie sollten nicht vergessen, daß ein vielfaches mehr an Autos, Bussen und LKW diese Strasse benutzt.(Das behaupte ich jetzt einfach mal ohne die genauen Zalen zu kennen). Ausserdem wird auf der Herbesthaler Str.(wenn sie denn so gebaut wird wie die anderen Teilstücke) eine Mittelspur für Linksabbieger gebaut. Dazu kommt dann noch, wie bereits erwähnt, die dichte Bebauung. Ist doch logisch, daß bei all diesen Faktoren der Bau der Herbesthaler Strasse deutlich teurer ist als der einer Landstrasse bei St.Vith.

    • @ Jürgen Margraff: Das ist aber eine Milchmädchenrechnung. Die Herbesthaler Straße hat eine ganz andere Struktur als das Stück auf der N626. Die Herbesthaler Straße liegt nicht im ländlichen Raum, sondern wird gesäumt von einem Haus neben dem anderen. Die Straßenarbeiten sind viel aufwendiger.

      • Jürgen Margraff

        Das was auf der N626 NICHT ist sind Kanalisationsrohre, Telefon und Wasserleitung gibt’s auch schon in der Eifel… Selbstredend sind da nicht alle dutzend Meter Hausanschlüsse zu realisiern, aber deren gibt’s auch auf der Strecke, und ob die Hausanschlüsse so horrend teuer sind wage ich doch in Frage zu stellen. Sowas dürfte aber für das Eupener Stadtsäckel unschwer zu verkraften sein, da wäre dann die Erhöhung des Zuschlaghundertstels gut angebracht.

    • Ketteniser

      Das ist doch wohl Äpfel mit Birnen verglichen…
      Das Teilstück in Eupen wird sicherlich 3 Spuren haben, wie der Rest der Herbesthalerstraße plus Fußgänger- und Radweg. Ausserdem wird sicherlich auch Kanalisation, Hausanschlüsse, Versorgungsleitungen usw. neu verlegt.
      Die Kosten durch die Länge zu teilen ist eine Milchmädchenrechnung, die in diesem Fall wohl nicht aufgeht …

  3. Hallo Realitè.
    Hier werden wir vergeblich auf eine Antwort warten.
    Diese Berechnung versteht nur ein( CSP ) Politiker!!!
    Zur Bankenunterstützung ist genügend Geld vorhanden,aber Strassenbau/Reparaturen ist (fast) kein Geld vorhanden.
    Was nützt diese kleine Summe im Bereich Eiterbach-Setz.
    Hier wird dann nur Flickschusterei betrieben vor den Wahlen.
    Alles nur Jammergestalten.
    Schämt euch alle,die an diesem Tisch sitzen.

  4. Réalité

    @ Pst

    bei denen,schon viele Jahre vorher am Tisch gesessenen,warten wir bis heute auf Antworten!An diesem Tische sassen welche von allen Kulörs,vormalig die mit der roten Farbe!und was kam dabei raus…..das auf dem wir heute und immer schon fahren!Des nids de poules en masses!
    -Die gleichen sich alle,keiner ist besser wie der andere!

  5. Ostbelgien Direkt

    HINWEIS: Der Bericht von Mittwochmorgen über den Besuch von Regionalminister Di Antonio in Wiesenbach und über die Geldzusagen für Straßenprojekte in der DG wurde jetzt aktualisiert und ergänzt. Gruß

  6. Vereidiger

    Wenn Di Antonio sagt, “Die DG stellt 2% der Bevölkerung sowie 3,5% aller Gemeinden in der Region, sie erhält jedoch 6,5% der Gelder für den Straßenbau”, dann ist das Augenwischerei. Er weiß sehr genau, dass ein Quadratkilometer hier nicht dasselbe wie ein Quadratkilometer dort ist. Und trotzdem werden einfach Zahlen nebeneinandergestellt, solange das gut aussieht… Wähler, sei wachsam!
    Auf die Qualität der mit manchen Millionen bezahlten Straßenarbeiten ist der Minister natürlich nicht angesprochen worden, oder?

    • Réalité

      @ Vereidiger

      Ätsch Vereidiger!

      -Die DG bekommt nicht nur % mehr für den Strassenbau,obschon „es ganz gar nicht so ausschaut“,sondern die DG hat auch % viel mehr Minister!
      -Also 2 X Spitze!

  7. Ist das Problem Umgehungsstrasse Richt. Luxemburg angesprochen worden?
    Denke nicht, sonst hätte diese lächende Truppe mit Sicherheit hier herumgeschriehen um noch einige Stimmen zu erhaschen.
    Wer hat die Getränke gestellt /bezahlt ?

  8. Hätten wir schon ein „Belgien zu viert“, für das auch die CSP ist, hätte nicht Carlo Di Antonio dort gesessen, sondern vielleicht Edmund Stoffels. Aber der wäre bestimmt nicht zur CSP gekommen und hätte dort Geldzusagen gemacht. Das heißt, die CSP kann froh sein, dass es das „Belgien zu viert“ gar nicht gibt. Ihr bleibt nur der lange Arm nach Namur.

    • Es reicht!

      Ich hätte gerne dem Minister meinen Oldtimertraktor zur Verfügung gestellt, damit er die N62 mal abgefahren hätte dann wer ihm bestimmt ein Licht aufgegangen. Die Kosten für die Studie hätte er vermutlich für sofortige Sicherheitsmassnahmen an der Todesstrecke eingeplant. Chance vertan! Wieviel Leute müssen denn noch sterben?

  9. Die Leute auf dem Bild bezahlen die Straße aber nicht aus eigener Tasche, oder? Und der Härbert lacht, es fährt sich jetzt besser nach Heim, nach Schümmerich. Die Panzerstrasse St. Vith – Medell lässt grüßen.

  10. Die Straße zum Ländchen ist nicht Schuld das es leider immer wieder Tote gibt sondern der wahnsinnig viele Verkehr und die Idioten Die nicht fahren können. Damit meine ich noch nicht einmal die Die es eilig haben sondern die Die unverantwortlich durch die Gegend fahren. Nicht nur auf dieser Strecke! Vor 20 Jahren haben Anwohner in Oudler ihr Haus enteignet bekommen weil die Straße verlegt werden sollte und mußten ausziehen…nix passiert. Aber die Hoffnung stirbt zu letzt.

    • Altweltenaffe

      Vor 20 Jahren ist ja der, der jetzt die Petition FÜR die Umgehungsstrasse macht, mit einer Petition GEGEN diese Verlegung der Strasse rund gezogen. Ausserdem hätte die Verlegung der Strasse im Ortskern von Oudler nichts an den Kurven in Lengler geändert.

      • Das ist mir aber eine neue Information. In den 1980er Jahren wurden die Häuser in Oudler enteignet und die Bewohner – teilweise ältere Menschen, die nach der „Entwurzelung“ aus Verzweiflung und Verbitterung gestorben sind – kurzfristig aus ihren Häusern gejagt worden.

        Als das getan war, herrschte Funkstille – plötzlich sahen die Politiker, dass sie dort ein Projekt genehmigt und bereits teilweise vorfinanziert hatten, dass insgesamt drei Brückenkonstruktionen in Oudler vorsah und darüber hinaus nur unwesentliche Verbesserungen im Bereich der Verkehrssituation brachte.

        Seit dieser Zeit ist ABSOLUT NICHTS KONKRETES mehr geschehen.

        Wer soll denn, werter „Altweltenaffe“, der Petitionssammler gewesen sein? Ich kann mich als Pendler nur an eine Petition der N62-Bürgerinitiative erinnern, die die Trasse an allen Ortschaften in RIchtung Schmiede propagierte. Und damals haben dort insgesamt 1400 Menschen online mitgemacht!! In Papier-/Unterschriftenform kann man dies mit dem Faktor 4 oder 5 multiplizieren um eine Idee zu bekommen.

        Die jetzt angebotene Trasse ist doch nur eine erneute Alibi-Variante, die darauf abzielt, zu einem bestimmten Augenblick verlauten zu lassen, dass kein Geld mehr da ist. Das ist zumindest das Kalkül der Naturschützer, da die entschiedene Trasse aus ökologischen Gesichtspunkten bei Weitem keine Verbesserung im Vergleich zur Trasse 3 darstellt.

        Also unter dem Strich: es werden erneut 600000 € sinnlos verbraten. Aber das sind die Anrainer aus Grüfflingen, Oudler, Dürler, Lengeler und Malscheid ja gewohnt.
        Politiker: macht weiter so mit dieser globalen Vergackeierung der Bürger!

        • Altweltenaffe

          Wenn Sie nicht in Oudler wohnen, dann werden Sie auch nichts von der Unterschriftenaktion aus den 80gern mitbekommen haben. Wohl doch nicht so gut informiert, oder? Zumindest scheinen Sie aber das Projekt zu kennen.
          Damals war auch nicht das Verkehrsaufkommen so hoch wie heute, damals ging es nur darum den gefährlichen Bereich im Ortskern von Oudler zu entschärfen. Das nennt man eine Umgehungsstrasse. Heute plant man eine ganz neue Strasse, weil es 2 Ortskerne zu entlasten und einen gefährlichen Kurvenbereich zu entschärfen gibt.
          Und die armen alten Leutchen, die entwurzelt wurden, haben ihre alte Baracke gut bezahlt bekommen, also entschuldigen Sie wenn ich NICHT weine.
          Seitdem ist nichts geschehen? Also entweder Sie lesen seit 30 Jahren keine Zeitung oder Sie verschweigen bewusst was alles geschehen ist.
          Und Ihre Milchmädchenrechnung mit dem „Faktor 4 oder 5“ ist auch die reinste Tatsachenverdrehung, aber von den Forumsschreibern hier ist man das ja gewohnt!

  11. hochprozentig

    Diese Veranstaltung hat die CSP in meinen Augen noch unglaubwürdiger gemacht. Da hat man einen Minister in Namür sitzen, der aber wirklich nichts richtig auf die Reihe bringt und dann auch noch vor laufenden Kameras damit prahlt, Projekte demnächst in Angriff nehmen zu wollen, die bereits seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten geplant sind.

    Einen besonders makabren Witz stellt in diesem Zusammenhang die 600000-€-Zusage für eine weitere Projektstudie „Umgehung N62“ dar! Erneut eine Studie, die dann wieder von den Naturaktivisten in die Tonne getreten wird – zu Lasten des Steuerzahlers?

    Studien gibt es doch seit nunmehr 60 Jahren zuhauf. Ich kann mir kaum vorstellen, dass noch irgendein Quadratmeter zwischen St.Vith und Wemperhardt noch nicht „studiert“ wurde. Es fehlt einfach der Wille zum Bau….

    und dann stimmt „Mister Allmächtig“ auch noch Lobeshymnen auf diesen Minister-Kumpanen an? Schrecklich wie tief verschiedene Menschen doch sinken können und sich durch ihre Taten zum Narren der Nation machen. Die Hymne erklang sicherlich nach dem Digestiv.

    Wie viele Menschen müssen noch ihr Leben lassen, bevor die Herren an den grünen Tischen endlich mal Initiative ergreifen und mit dem Bau beginnen? In der Privatwirtschaft wäre diese Planungsgeschichte bereits mit zahlreichen fristlosen Entlassungen ohne „Goldenen Fallschirm“ bestraft worden – in der Politik allerdings geht die „Jagd am Büffet“ munter weiter. PFUI

    Ich hoffe nur, dass die üblichen Täter im Mai zur Rechenschaft gezogen und deutlichst abgemahnt werden.

    • @hochprozentiges

      Richtig! Wer so’n Kappes wie du schreibst muss wohl schon einige Flaschen Hochprozentiges intus haben! Richtig ist aber auch, dass viel Geld – wenn auch immer noch nicht genug – in Ostbelgiens Straßen gekommen ist Bin kein Profi,aber du wahrscheinlich auch nicht, kann mir nur schlecht vorstellen, dass Studien eigens für die „Tonne“ gemacht werden. Aber was der eine positiv vor den Wahlen sieht, bekleckert der andere aus dem gleichen Vorwand.

      • am Rande

        @Pitter: so Unrecht hat der „hochprozentige“ nicht – recherchieren Sie doch mal nach, wie viel Millionen Euro die bisherigen Pläne, Studien, Arbeitsessen und -Treffen in den vergangenen 60 Jahren der Diskussion verschlungen haben. Da wäre an anderer Stelle schon ein kompletter Tunnel zwischen St.Vith und Wemperhardt gebaut worden.

        Also das, was die Politik in den letzten 10 Jahren in dieser Akte hervorgebracht hat, ist wahrlich für die Tonne – und das wahrlich zum Leidwesen der arbeitenden Bevölkerung, die täglich diese Pendlerstrapaze auf sich nehmen muss, um diese Politiker mittels Steuergelder zu bezahlen.

        • Richtig, viel, zu viel Geld ist in den letzten Jahren verplant worden, aber jetzt geht es ja denn hoffentlich in die Zielgerade… wenn die neue Trasse akzeptiert is, wenn es denn jetzt losgehen soll, dann kann ich mir vorstellen, dass da noch Sachen zu klären sind… und das sind ja denn wohl diese Kosten der Studien.

          • Verschwendung - Rechenfehler

            und dafür 600000 € vorsehen…

            Das sind in belgischen Franken stolze 24,2 Mio BEF!!

            und das alles um noch einige Sachen und Dinge zu klären? In welcher weltfremden Gesellschaft leben wir überhaupt? Verklickere das mal einem Selbstständigen oder aber einem braven Steuerzahler, der geradem 1200 € monatlich zur Verfügung hat. Völlerei, Gier und vor allem Unwissenheit und Trägheit sind der Untergang einer jeden Zivilisation – dann kann es bei uns ja nicht mehr lange dauern.

  12. Es reicht!

    „In Sachen Natura 2000 kündigte der Minister an, künftig werde kein landwirtschaftliches Unternehmen verpflichtet werden, mit mehr als 20% seiner Betriebsfläche unter die Bewirtschaftsungseinheiten 2 und 3, die mit hohen Auflagen verbunden sind, gestellt zu werden.“ ein weiters Beispiel dafür das Natura 2000 reine Willkür ist. Gilt die Regel auch für die Eigentümer der Naturschutzgebiete? Wie sieht es aus mit den tausenden von Einsprüchen die im Rahmen der Natura 2000 Prozedur geäussert wurden? Ich hoffe nur das die Eigentümer von Natura 2000 Flächen die politischen Verantwortlichen hierfür am Wahltag einen Denkzettel verpassen werden?

  13. Réalité

    Frage mich,warum eigentlich kocht sich da jede Partei ihr eigenes Süppchen mit dem Projekt N62!?
    Wegen der allerhöchsten Wichtigkeit,haben
    da die Parteiinteressen ganz hintenan zu stehen!
    Warum geht die Politik nicht geschlossen gegen die Schlampereien und Verzögerungstaktik der Planer vor!?
    Und dann,jetzt nochmals 600.000€ in Studien usw ausgeben!?Unerhört sowas!

    -Stoppt diesen Wahnsinn endlich mal!

    -Es ist 5 vor 12!!

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