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Veranstalter der Brüsseler „Corona-Sex-Party“ erstattet Anzeige gegen Polizei wegen homophoben Verhaltens

In der Wohnung im ersten Stock dieses Gebäudes über einer wegen des Lockdowns geschlossenen Kneipe fand am 27. November 2020 die illegale Party statt. Foto: Belga

Die illegale „Corona-Sex-Party“ in Brüssel, die Ende November von der Polizei aufgelöst wurde und in der Folge wegen des Rücktritts eines EU-Parlamentariers aus Ungarn selbst über Belgiens Grenzen hinaus für Wirbel sorgte, hat ein juristisches Nachspiel.

An jenem Freitag, dem 27. November, hatte die Polizei das als „partouze“ (Orgie) bezeichnete Treffen, an dem sich 25 Personen, zumeist homosexuelle Männer, beteiligten, aufgelöst, weil es gegen die geltenden Corona-Maßnahmen in Belgien verstieß.

Der EU-Parlamentarier Jozsef Szajer von der ungarischen Regierungspartei Fidesz von Viktor Orban trat daraufhin zurück.

19.10.2020, Belgien, Brüssel: Zwei Polizeibeamte patrouillieren zu Beginn der Ausgangssperre durch Brüssel. Foto: Thierry Roge/BELGA/dpa

Fast vier Wochen später beschuldigt der Veranstalter der Party, David Manzheley, die Brüsseler Polizisten, die in seine Wohnung auf der ersten Etage eingedrungen waren, sich wie die Gestapo unter dem Nazi-Regime aufgeführt und darüber hinaus die anwesenden Personen mit homophoben Parolen wie „Weg mit den Schwulen!“ oder „Aids-Schwule“ beschimpft zu haben.

Manzheley hat auch Beschwerde beim sogenannten „Komitee P“ eingereicht, das in Belgien mögliche Polizeigewalt oder verwerfliches Verhalten bei Einsätzen der Ordnungsdienste untersucht.

Nach Informationen eines ungarischen Journalisten soll es übrigens bei der Ankunft der Polizeibeamten an jenem Freitagabend zu einem Missverständnis gekommen sein. Weil die anwesenden Personen, zumeist Homosexuelle, zunächst irrtümlicherweise glaubten, die Polizisten seien nicht echt, sondern nur „Teil der Show“, hätten einige von ihnen versucht, den Beamten die Uniform vom Leib zu reißen… (cre)

11 Antworten auf “Veranstalter der Brüsseler „Corona-Sex-Party“ erstattet Anzeige gegen Polizei wegen homophoben Verhaltens”

  1. Rom war nur ein Anfang...

    Unglaublich, unfassbar. Immer das Selbe. Sich daneben, aber richtig, verhalten und dann auch noch drohen, anzeigen, beleidigte LeberWURST spielen und Opfer, Opfer, Opfer brüllen. Dieses Publikum meint wohl die Weltbühne gehöre nur ihnen. Rom war nur ein Anfang…
    Arme Polizei!

    • Ignoriert mich, ich putz hier nur

      Tut mir leid, aber ich finde Ihre aussage mehr als bedenklich.
      Das die Party auf gut Deutsch, einfach nur Asozial ist, gegenüber allen die sich an den Regeln halten. Darüber brauchen wir nicht zu Diskutieren.
      Jedoch, mit das begehen eines Straftat, verliert man nicht seine Rechte. Bzw… solte man nicht verlieren. Das Heist, auch wen diese durch die Polizei, bei einer Illegalen Party erwischt werden, dürfen dieser nicht, laut Artikel 2. der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, von der Polizei diskriminiert werden. Dadurch ist die Anzeige, solte dies den Tatsachen endsprechen, legitimiert. Zudem ist ein Angrief auf die Grundrechte, bzw. Menschenrechte durch die Staatsgewalt, immer und ausnahmslos zu Kritisiert und zur Anklage zu bringen. Schließlich sind es auch unsere fundamentale rechte.
      MfG

  2. Quastenflosser

    Eine Sexpartie in Brüssel??? und noch eine weitere in“ ich weiss nicht wo“ erscheinen in den Medien als so was von normal, dass jeder, der noch keine erlebt hat, wohl hinter den Wolken wohnt. Videos mit sexuellem Hintergrund, Pädophilie, hetero, homo, transgender und was kommt noch sonst noch auf die Palette??? Das fatale ist ja, dass die Sex-Maniacs-Gruppen aller Couleur sich bei solchen Partys viel Zeit zum Plaudern und Austauschen von Informationen haben.
    Gewisse Musikvideos sind sooo was von vulgär, dass die glatt vom Bildschirm verschwinden sollten und zwar vom Jugendschutz. Man darf sich wirklich nicht wundern, wenn alles den Bach runtergeht!
    Dass Erwachsene an solche Partys in der heutigen sehr schweren Zeit und trotz des HIV Virus, der auch noch munter unter uns weilt, teilnehmen, ist für mich das aller Letzte. Schlimmer geht’s nimmer.

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