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Nach der Wallonie ergreift auch die Brüsseler Region noch härtere Maßnahmen

07.09.2020, Belgien, Brüssel: Ein Schild weist in einer Fußgängerzone auf die wegen der Corona-Pandemie geltende Maskenpflicht hin. Foto: Zhang Cheng/XinHua/dpa

Angesichts der Zunahme von Coronavirus-Fällen in der Region Brüssel-Hauptstadt hat der Ministerpräsident der Brüsseler Regierung, Rudi Vervoort (PS), nach einer eine Dringlichkeitssitzung mit der Krisenzelle der Provinz weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie angekündigt.

Am Samstagmittag traf Vervoort mit den Bürgermeistern der 19 Brüsseler Gemeinden zusammen, um die Situation zu analysieren.

Was die Maßnahmen betrifft, so wurde Folgendes mit Wirkung von diesem Montag, 26. Oktober, beschlossen:

  • Das Tragen einer Maske wird in ganz Brüssel Pflicht sein.
  • Kulturelle Veranstaltungsorte werden geschlossen, darunter Kinos, Museen und Ausstellungshallen.
  • Die Sporthallen, darunter Schwimmbäder, Eisbahnen und Fitnessräume, werden geschlossen.
  • Nicht-professionelle Sportwettkämpfe werden für Kinder ab 12 Jahren gestrichen: nur Trainingseinheiten für Kinder unter 18 Jahren können beibehalten werden.
  • Schulausflüge werden verboten.
  • Freizeiteinrichtungen werden geschlossen (Wettbüros usw.).
  • Für Gotteshäuser gelten wieder die Regeln der ersten Corona-Welle.
  • Telearbeit wird obligatorisch sein, wo immer dies möglich ist, und die Kontrollen werden verstärkt, um sicherzustellen, dass sie durchgesetzt wird.
  • Alle Geschäfte werden um 20 Uhr geschlossen, mit Erlaubnis zum Mitnehmen bis 22 Uhr.
  • Zwischen 22 Uhr und 6 Uhr herrscht im ganzen Land eine Ausgangssperre.
  • Halloween-Partys und alle Aktivitäten von Tür zu Tür sind verboten.

„Dies sind harte Maßnahmen, aber sie sind unverzichtbar und wurden einstimmig angenommen“, sagte Ministerpräsident Vervoort.

Zum Thema siehe folgende Artikel auf OD:

5 Antworten auf “Nach der Wallonie ergreift auch die Brüsseler Region noch härtere Maßnahmen”

  1. Politischenttäuscht

    Die Politiker des Landes versinken immer mehr in die Inkompetenz (Föderal, Regional & Gemeinschaft).
    Sie wissen nicht mehr was sie sagen sollen und geben in Punkto Covid-19 Pandemie Bekämpfung unüberlegte Argumente und Anweisungen …

  2. Halloween-Partys und alle Aktivitäten von Tür zu Tür sind verboten……

    Nichts gegen anders denkende, anders Gläubige, aber dadurch hat man wenigstens, so hoffe und denke ich mal, ruhe vor den Zeugen Jehovas, denn auch die dürfen dann ja theoretisch nicht mehr von Haus zu Haus gehen und versuchen die Leute zu belästigen die absolut kein Interesse an deren Glauben haben. In dem Sinn haben die Coronamassnahmen wenigstens ein einziges mal was gutes.

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