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„Brückenlockdown“: Laschet erntet viel Spott und Häme – „#Laschethatnachgedacht“

05.04.2021, Nordrhein-Westfalen, Aachen: Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz im Aachener Impfzentrum. Foto: David Young/dpa

Die öffentliche Zustimmung in Deutschland ist zwar eher verhalten – doch zumindest zur Erheiterung der Netzgemeinde in diesen trüben Pandemie-Zeiten hat CDU-Chef Armin Laschet mit seinem Vorschlag für einen „Brückenlockdown“ beigetragen.

Unter dem Hashtag „#Laschethatnachgedacht“ posteten Twitter-Nutzer am Dienstag massenhaft Bilder von SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, der den Kopf schüttelt oder von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die lacht. Andere Tweets zeigen einstürzende Brücken, Brücken, die ins Nichts führen, oder Menschen, die von Brücken springen.

Auch Wortspiele mit dem Oldie „Bridge over troubled water“ (Brücke über unruhigem Wasser) von Simon & Garfunkel oder Spott über das aus Sicht der User misslungene Polit-„Marketing“ des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten wurden im Netz eifrig geteilt. Großer Beliebtheit erfreute sich auch die Satire-Schlagzeile: „Schwerer Unfall zu Ostern. 60-Jähriger beim Nachdenken verletzt.“

Auf Twitter macht ein „Würfeln mit Armin!“ die Runde (siehe unten). „Schnapp dir ein paar Würfel und erstelle deinen eigenen Pandemieplan nach dem Laschet-Prinzip!“, heißt es da.

Laschet hatte vor Ostern gesagt, die Verantwortlichen müssten über die Feiertage gemeinsam über wirksame Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nachdenken. Am Ostermontag sprach sich der CDU-Vorsitzende dann für eine harten und kurzen „Brückenlockdown“ im April aus. Ziel sei es, damit die Zeit zu überbrücken bis viele Menschen geimpft seien. (dpa)

10 Antworten auf “„Brückenlockdown“: Laschet erntet viel Spott und Häme – „#Laschethatnachgedacht“”

  1. Peer van Daalen

    Wenn ich vier Tage brauche, um auf so etwas wie einen Brückenlockdown zu kommen, dann steh ich an Tagen, an denen ich meine Schnürschuhe schnüre, auch vier Stunden früher auf.

  2. Pensionierter Bauer

    Jaja, die RWTH Würfelgeschichte wird der Armin nicht mehr los. Dabei ist das doch garnichts gegenüber das, was andere in seiner Position so getrieben haben.
    In der Coronageschichte, da tun mir die Verantwortungsträger mitunter schon leid. Sie werden von allen Seiten getrieben. Da gibt es die, die nicht weiter Nachdenken und nur den Harten und Einseitigen (Söder, Lauterbach, Drosten, usw.) raushängen lassen, da gibt es die Leute wie er selbst, die doch mehr das Ganze im Blick behalten wollen und dann gibt es die eher Fatalisten, die wie ich selbst, nicht sehr viel von den ganzen schier endlosen Lockdownmassmahmen halten und nach Öffnung schreien. Der Armin läuft Gefahr, dass er in einem ähnlichen Strudel wie der Nachbar Martin S. gerät.

  3. KK Frage

    Ich denke nicht, dass die Unionsparteien laschet als Kanzlerkandidat nominieren werden. Seine Umfragewerte sind einfach zu schlecht. Geht er bei der Wahl unter , gehen die Abgeordneten mit unter. Wer will schon einen Bundeskanzler Habeck? Bleibt eigentlich nur Söder.
    Scholz mit der Ausstrahlung einer Valium wird eh nicht gewählt.

  4. schlechtmensch

    Der Lockerungsonkel bittet zu einer neuen Runde Pandemie-Bingo und keiner will mitmachen. Sowas aber auch. Ich fordere Konsequenz. Sagt doch einfach: „Leute wir haben es versucht aber da kann man nix machen“. Hört auf, geht nach Hause und geniesst eure üppige Pension. Ihr habt fertig. Wir können euch nicht mehr brauchen.

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