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Borussia Dortmund setzt Serie fort: 2:1-Sieg im Revierderby auf Schalke

08.12.2018, Gelsenkirchen: Dotmunds Thomas Delaney (l) und Axel Witsel feiern vor den Fans. Foto: Bernd Thissen/dpa

Borussia Dortmund hat nach drei Jahren wieder ein Revierderby gewonnen und ist in der Bundesliga-Saison weiter ungeschlagen. Zum Matchwinner auf Schalke wurde Jadon Sancho, der das Siegtor seiner verstorbenen Großmutter widmete. Schalke-Coach Domenico Tedesco haderte mit der mangelden Durchschlagskraft.

Am Ende lagen sich die Dortmunder jubelnd in den Armen, Schalkes Profis gingen nach der ersten Derby-Niederlage seit mehr als drei Jahren nur zögerlich in die Kurve und mussten sich sogar einige Pfiffe anhören.

„Ich bin müde, aber es war geil“, sagte Thomas Delaney, der dem BVB mit dem frühen Tor in der 7. Minute den Weg zum am Ende verdienten 2:1 (1:0)-Sieg im 93. Revierderby beim FC Schalke 04 geebnet hatte.

Als Matchwinner gefeiert wurde Jadon Sancho, der sein Siegtor (74.) am Samstag seiner kürzlich verstorbenen Großmutter widmete. „Das Tor war für sie und für meine Familie“, sagte der erst 18 Jahre alte englische Nationalspieler, der wegen des Trauerfalls unter der Woche kurzeitig nach London gereist war. „Für ihn war es eine spezielle Woche. Aber er wollte unbedingt spielen und hat ein Super-Tor gemacht“, lobte BVB-Coach Lucien Favre seinen Schützling.

08.12.2018, Gelsenkirchen: Schalkes Guido Burgstaller wird nach seiner Auswechslung von Trainer Domenico Tedesco umarmt. Foto: Bernd Thissen/dpa

Mit dem ersten Sieg in Gelsenkirchen seit Oktober 2013 setzte der Bundesliga-Spitzenreiter seine beeindruckende Serie fort, ist nach 14 Spielen noch immer ungeschlagen und machte einen großen Schritt Richtung Herbstmeisterschaft. Zudem wahrte der Club des belgischen Nationalspielers Axel Witsel drei Spieltage vor dem Hinrundenende den Neun-Punkte-Vorsprung auf Verfolger Bayern München.

“Wir haben hier lange nicht mehr gewonnen. Auf diesen Sieg haben wir alle hingefiebert. Das 1:1 war so einen Art Weckruf“, analysierte BVB-Kapitän Marco Reus, der die „gute Mentalität“ lobte. „Es macht richtig Spaß, für diese Mannschaft zu arbeiten.“

Vor 61.777 Fans in der ausverkauften Veltins-Arena mussten die tapfer kämpfenden, aber spielerisch limitierten Königsblauen die Niederlage akzeptieren. Allerdings hatte es Daniel Caligiuri (61./Foulelfmeter) mit dem zwischenzeitlichen Ausgleich noch einmal spannend gemacht. „Der Elfmeter war berechtigt“, befand Caligiuri, der nach einem Foul von Reus an Amine Harit die Verantwortung übernahm und sicher verwandelte.

Kurz zuvor war Strafstoß-Experte Nabil Bentaleb ausgewechselt worden und hatte Trainer Domenico Tedesco den Handschlag verweigert. Der Coach wollte dies aber nicht überbewerten. „Das ist okay. Keiner ist zufrieden, wenn er kurz nach der Halbzeit ausgewechselt wird. Nabil hatte sich vorher mehrfach an die Leiste gefasst, und wir hatten das Gefühl, dass er nicht mehr so fit ist.“ (dpa)

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