Gesellschaft

Geld macht nicht unbedingt glücklich: Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda lassen sich scheiden

10.08.2008, China, Peking: Bill Gates (l), Gründer von Microsoft, und seine Frau Melinda besuchen einen Schwimmwettkampf während der Olympischen Sommerspiele 2008 im National Aquatics Center. Foto: Bernd Thissen/dpa

AKTUALISIERT – Es ist eine Scheidung der Superreichen. Es ist aber auch die Trennung eines Paares, das gemeinsam eine der größten wohltätigen Stiftungen führt. Bill und Melinda Gates wollen getrennte Wege gehen.

Der Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda lassen sich nach 27 Ehejahren scheiden. Das erklärten der Multimilliardär und seine Frau in einer identischen Stellungnahme über Twitter. Sie planen demnach, privat getrennte Wege zu gehen, wollen aber die Arbeit der einflussreichen Gates-Stiftung zusammen fortsetzen.

“Nach reiflicher Überlegung und viel Arbeit an unserer Beziehung haben wir beschlossen, unsere Ehe zu beenden“, schrieben sie am Montag (Ortszeit).

Bill Gates, der 1975 zusammen mit Paul Allen den späteren IT-Riesen Microsoft gegründet hatte, gilt als einer der reichsten Menschen der Welt. Dem Magazin „Forbes“ zufolge soll das Vermögen des 65-Jährigen mehr als 120 Milliarden US-Dollar betragen, womit er aktuell auf Platz vier der globalen Liste der Superreichen steht.

23.01.2015, Schweiz, Davos: Bill und Melinda Gates sprechen während einer Podiumsdiskussion auf der 45. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF). Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

„In den zurückliegenden 27 Jahren haben wir drei unglaubliche Kinder großgezogen und eine Stiftung aufgebaut, die sich weltweit dafür einsetzt, den Menschen gesunde und produktive Leben zu ermöglichen“, erklärten die beiden weiter. Diese Mission würden sie zusammen weiter vorantreiben, hieß es. „Aber wir glauben nicht mehr, dass wir als Paar in dieser nächsten Lebensphase gemeinsam wachsen können.“ In der Mitteilung bat das Paar zudem um „Privatsphäre für unsere Familie, während wir beginnen, uns in diesem neuen Leben zurecht zu finden.“

Das Paar machte in der kurzen Stellungnahme keine Angaben dazu, wie das Vermögen der Familie aufgeteilt werden soll. Selbst im Fall eines relativ strikten Ehevertrags dürfte die 56-jährige Melinda French Gates nach der Scheidung sicherlich Multimilliardärin werden.

Das Paar war bislang eher dafür bekannt, sein Privatleben nicht öffentlich zu machen. Sollten sie dies beibehalten wollen, müsste dem Ehepaar an einer gütlichen Einigung gelegen sein. Im Fall eines Prozesses würden viele private Informationen öffentlich werden.

„Eine herausfordernde Zeit für unsere ganze Familie“

Das Paar hat drei Kinder – Jennifer, Rory und Phoebe, die bereits volljährig sind. „Es ist eine herausfordernde Zeit für unsere ganze Familie“, schrieb die älteste Tochter Jennifer (25) auf Instagram. Sie versuche immer noch herauszufinden, wie sie sich und ihre Familienmitglieder am besten bei diesem Prozess unterstützen könne. „Ich persönlich werde mich nicht weiter zur Trennung äußern, aber Eure freundlichen Worte und Unterstützung bedeuten mir sehr viel“, hieß es weiter.

13.08.2006, Kanada, Toronto: Bill (l) und Melinda Gates eröffnen die 16. Internationale AIDS-Konferenz. Foto: epa Warren Toda/EPA/dpa

Die Gates‘ lebten bislang auf einem großzügigen Seegrundstück in Seattle im nordwestlichen US-Bundesstaat Washington. Bill Gates spricht regelmäßig mit Medien, beteiligt sich an Diskussionsforen oder hält Vorträge. Melinda Gates hingegen ist etwas weniger bekannt, trat in ihrer Rolle als Co-Vorsitzende des Aufsichtsrats der Stiftung aber auch immer wieder öffentlich auf.

Die Gates-Stiftung gehört zu den wichtigsten Gebern im Bereich der Gesundheitsvorsorge und der Entwicklungszusammenarbeit. Das Ehepaar Gates – oder die Eheleute getrennt – werden wegen der Reichweite ihrer Stiftung weltweit von Präsidenten, Regierungschefs und Entwicklungsorganisationen hofiert und angehört.

Die „New York Times“ zitierte eine Stellungnahme der Stiftung, wonach dort durch die Trennung der Eheleute keine Änderungen erwartet würden. „Sie werden weiter zusammenarbeiten, um die Strategie der Stiftung zu formulieren und zu genehmigen, um sich für die Anliegen der Stiftung einzusetzen und die Richtung der Organisation vorzugeben“, hieß es demnach.

Fall erinnert an Scheidung von Amazon-Gründer Jeff Bezos

Bis einschließlich 2019 hat die Bill & Melinda Gates Stiftung nach eigenen Angaben bereits mehr als 54 Milliarden US-Dollar für Projekte ausgegeben. Eine der größten Unterstützer der Stiftung ist Investment-Legende Warren Buffett, der von 2006 bis 2019 bereits mehr als 27 Milliarden Dollar für den Kapitalstock der Organisation gespendet hat, wie es auf der Webseite der Stiftung heißt.

04.03.2018, USA, Beverly Hills: Amazon-Chef Jeff Bezos und seine Frau MacKenzie Bezos kommen zur Vanity Fair Oscar Party. Foto: Evan Agostini/Invision/AP/dpa

Die Scheidung des prominenten Ehepaars erinnert an die Trennung von Amazon-Gründer Jeff Bezos (57). Der Multimilliardär, der ebenfalls zu den reichsten Menschen der Welt gehört, trennte sich 2019 nach rund 25 Ehejahren von seiner damaligen Ehefrau MacKenzie Bezos – sie hatten vier Kinder.

Die 50-jährige MacKenzie Scott ist inzwischen wieder verheiratet und hat nach eigenen Angaben bereits Milliarden ihres Vermögens gespendet. Bei der Scheidung war ihr Amazon-Aktienpaket mit rund 36 Milliarden Dollar bewertet worden.

Melinda Gates wuchs mit drei Geschwistern im US-Bundesstaat Texas auf. Nach Angaben der Gates-Stiftung studierte sie zunächst Informatik und Volkswirtschaftslehre, später schloss sie ein Management-Studium (MBA) ab. Im ersten Jahrzehnt ihrer Karriere arbeitete sie bei Microsoft an der Entwicklung von Multimediaprodukten, wie es auf der Webseite der Stiftung heißt.

Mindestens Hälfte des Vermögens für gemeinnützige Zwecke

Bill Gates wuchs mit zwei Schwestern in Seattle auf, der Vater war Anwalt, die Mutter Lehrerin. Gates gründete im Alter von 19 Jahren Microsoft und schmiss sein Studium an der Elite-Uni Harvard hin. Der Aufstieg der Firma begann ab 1980, als Microsoft dem Hersteller IBM das Betriebssystem MS-DOS verkaufte, der Vorläufer des späteren Windows, das sich ab den 1990er Jahren weltweit durchsetzte.

Das Hauptquartier des „Bill and Melinda Gates Foundation Discovery Center“ in Seattle (USA). Foto: Shutterstock

2007 erhielt Gates ein Ehrendiplom der Universität Harvard, wo er sein Studium einst abgebrochen hatte. Gates gab seine aktive Rolle bei Microsoft 2008 auf, um sich vorrangig der Arbeit der Stiftung zu widmen. 2020 schied er auch aus dem Aufsichtsrat der Firma aus.

2010 riefen das Ehepaar Gates und Buffett die Initiative „The Giving Pledge“ ins Leben. Die superreichen Unterzeichner verpflichteten sich, zu Lebzeiten oder danach – im Testament festgelegt – mindestens die Hälfte ihres Vermögens gemeinnützigen Zwecken zukommen zu lassen.

Gates hat in Interviews häufig betont, dass seine Kinder einmal nur einen kleinen Teil seines Reichtums erben sollten, damit sie sich nicht nur auf fremden Lorbeeren ausruhen könnten. Doch bangen müssen die Kinder wohl nicht: Selbst wenn sie jeweils nur ein Prozent des riesigen Vermögens erben sollten, wären sie sofort Milliardäre. (dpa)

Nachfolgend der Tweet von Bill Gates:

46 Antworten auf “Geld macht nicht unbedingt glücklich: Microsoft-Gründer Bill Gates und seine Frau Melinda lassen sich scheiden”

    • Vielleicht hat einer/ eine der Beiden den Mut und lässt den ganzen Schwindel auffliegen, bevor alle Menschen sich mit dem Teufelszeug impfen lassen. Denn weniger Impfungen, weniger Tote. In Israel sind 3/4 der Toten durch geimpfte ( 2 Impfungen), die sterben.

    • Schon komisch, was manche Leute so glauben. Nur weil sich der gute Mann einsetzt für eine Sache, von der er seit langem glaubt, dass sie wichtig ist für unsere Gesellschaft (Und die Entwicklungen geben ihm sogar recht, dumm ist der Kerl nicht…), und auch das nötige Kleingeld dazu hat, werden solche Märchen verbreitet. Und das Beste: Viele Leute glauben den Schund auch noch… Naja, irgendjemand muss den durchschnittlichen IQ ja auf 100 drücken. Bill Gates definitiv nicht…

  1. @Reinoud, … Naja, irgendjemand muss den durchschnittlichen IQ ja auf 100 drücken. Bill Gates definitiv nicht…
    Du hast ja recht, nur wenn ich die vielen dummen Kommentare der meisten Poster hier lese kann der durchschnittliche IQ nicht auf 100 gedrückt sein, der IQ muss sehr weit darunter liegen.
    Ich habe Achtung vor dem was Gates erreicht hat und immer noch auf die Beine stellt. Sollten diejenigen die gegen ihn pesten doch auch einen Teil ihres Vermögen für Gesundheitsvorsorge und Entwicklungszusammenarbeit oder an andere gemeinnützige Zwecke spenden,….

    • Per Definition des IQ ist 100 der Mittelwert. In meinem Umfeld liegen die meisten deutlich darüber. Diejenigen, die den Schnitt Richtung 100 drücken, glauben an abstruse Verschwörungstheorien, weil sie die Komplexität unserer Welt nicht erkennen können, und auf alles „einfache“ Antworten suchen…

      • IQ negativ

        Oh Gottt. Wer sich von den MSM ist derjenige, der zu dumm ist selbständig zu denken und zudem auch feige, denn er behauptet, daß er keine Verantwortung trägt, hat er doch nur das geglaubt was ihm eingetrichtert wurde. Ähnlich wie die Deutschen 1945: „Wir haben es nicht gewußt“…
        IQ negativ, also…

      • was nennen sie deutlich? Meiner ist nicht ermittelbar, da selbst bei 2 Tagen Schlafentzug, welches den IQ um ca. 30Prozent drückt noch immer der max. zu erreichende Wert raus kommt! Hat ihr Umfeld das auch durch eine zertiferzierte Stelle bestätigen lasssen?

    • Da in Wirklichkeit nur bis 150 gzemessen werden kann lieg ich dann woll irgendwo oberhalb 200 was ich selber für Blödsinn halte, da der IQ Test von Idioten entwickelt wurde! Also Oxford Idioten meine ich damit! Falls Oxford das liesst ihr kennt meine Argumentation und eine Reaktion folgte auf diese Argumentation nicht, was ich als Akzeptanz einordne! Sorry wegenn Rechtschreibung

  2. Akneverkäufer

    Also ich wiess ja aus ganz sicherer Quelle. (Der Herr Hildmann hat die Quelle bestätigt), dass sie den Chip nicht wollte, den Bill ja nun wirklich jedem aufzwingen will. Sie wollte auch die Impfung nicht denn sie wollte ihre DNA behalten. Und sie wollte nicht von Reptiloiden umgesiedelt werden. Deshalb die Scheidung. ist doch logisch, oder nicht?

  3. Walter Keutgen

    „Der Aufstieg der Firma begann ab 1980, als Microsoft dem Hersteller IBM das Betriebssystem MS-DOS verkaufte, der Vorläufer des späteren Windows, das sich ab den 1990er Jahren weltweit durchsetzte.“ So weit ich weiß, war das ein Lohnauftrag von IBM. IBM lässt viel, wenn nicht alles im Lohnauftrag entwickeln. Der geniale Schachzug Bill Gates‘ war, die intellektuellen Eigentumsrechte daran zu behalten. Der Verhandler von IBM hat wohl nicht aufgepasst.

      • Walter Keutgen

        ma, Bill Gates ist zu kaufmännisch begabt, ein so umfangreiches Produkt auf gut Glück zu entwickeln. Er ist mehr Kaufmann als Softwareentwickler, deshalb ist er so reich geworden. Viele Erfinder sind reingelegt worden, einige haben sogar Selbstmord begangen.

        • Und für wie dumm halten sie IBM????? Und auch der Berater hat meinerm Glauben kein falsches Spiel gespielt! Die müssen und haben auch daran gedacht das es Konkurrenz Nachamer, Besserwisser, Kritiker, Repiilioidgläubige und im Gesamten eine nicht all zu intilligente Menscheit gibt!

          • Walter Keutgen

            ma, das MS-DOS (Microsoft) oder PC-DOS (IBM) war das Betriebssystem für den IBM-PC. Dieser basierte auf den Intel x86-Prozessor. Ich glaube nicht, dass Bill Gates damit ohne Erlaubnis von IBM hat spielen dürfen. Der geniale Schachzug von IBM war allerdings, die Hardwarespezifikationen zu veröffentlichen und zur freien Kopie freizugeben. Damit hat IBM es geschafft, alle professionellen Mikrocomputerhersteller zur Aufgabe zu zwingen (Siemens, Nixdorf, Philips, Burroughs) am Ende bauten sie nur noch MS-DOS-kompatible Computer. Als dann IBM mit dem PS-II und einem eigenen Betriebssystem (OS-II?) zurückrudern wollte, war es zu spät. Alle wollten nur noch Microsoft. IBM-PCs werden jetzt in Eigenregie vom einem Chinesen unter der Marke Lenovo gebaut.

            Auch IBM macht manchmal Fehler und ich bezweifele, dass Bil Gates es sich leisten konnte, 20 Jahre im Voraus zu denken.

            Das mit der freien Kopie ist nicht so einfach, AT&T hat versucht das Betriebssystem Unix durch freies Kopieren durchzudrücken, aber das ist nicht von guten Anwälten gemacht worden und so gab es am Ende mehrere urheberrechtlich geschützte Versionen, was für die Käufer das Gegenteil des Gewollten war. Linux hatte oder hat darunter auch zu leiden.

            • Ich bezweifle aufgrund ihrer Antwort sehr stark das sie verstanden haben, was ich ausdrücken wollte! Und 20 jahre in die Zukunft zu denken kostet 0 Euro! Und nochmals wenn das was sie als geniale Schachzüge beschreiben wär so ziemlich jeder Abiturient Milliardär! Glauben sie das es nur 1 Unternehmen der Welt gibt was als Global Player gilt, welches auf eine solch unkomplexe Strategie aufgebaut wurde? Vielleicht gibt es Global Player die so angefangen haben wie zum Beipiel die Firma Würth: Der hat auch erst einmal ein paar Schrauben verkauft, doch ein Vermögen von 17 Mrd. hat auch der nicht durch eine Wald Wiesen Strategie erreicht! Bitte nennen sie mir 1 Unternehmen, welches nicht solch geniale wie von ihnen erklärten Schachzügen übertroffen hat! Nur ein einziges!

              • Walter Keutgen

                ma, Sie glauben also, dass es im Geschäftsleben keine „Zufälle“ gibt, also alles geplant ist und nach Plan abläuft. Auch Bill Gates musste im Supermarkt jeden Einkauf an der Kasse bezahlen. Seine Eltern waren wohlhabend aber nicht reich.

        • Bill Gates will MACHT über die Menschheit ausüben, Bill Gates übt MACHT über die Menschheit aus.
          Es geht den Drahtziehern nicht mehr um $$$$$$$$$$ sondern um MACHT!
          Denkt an Charlie Chaplin im GREAT DICTATOR, die Sequenz wenn er mit dem Erdball (Ballon) spielt…
          Was will man mehr Kohle, wenn man schon Hunderte Milliarden, gar Trilliarden hat? Nicht noch mehr Kohle, sonst kommt GreatA!

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