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Amazon-Chef Bezos, reichster Mann der Welt, geht wegen Erpressung mit Nacktfotos gegen US-Skandalblatt vor

24.04.2018, Berlin: Jeff Bezos, Gründer von Amazon, und seine Ehefrau MacKenzie Bezos kommen zur Verleihung des Axel Springer Awards. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Amazon-Chef Jeff Bezos (54), aktuell der reichste Mensch der Welt, hat dem US-Boulevardblatt „National Enquirer“ Erpressung mit übelsten Methoden vorgeworfen. In einem offen Brief erklärte der steinreiche Unternehmer, das Blatt habe mit der Veröffentlichung intimer Privatfotos gedroht, falls er von ihm initiierte Untersuchungen gegen die Zeitschrift nicht einstellen sollte.

Bezos beschuldigte den Chef des „Enquirer“-Verlags American Media Inc. (AMI), David Pecker, hinter dem Erpressungsversuch zu stehen.

Pecker ist ein langjähriger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump – und der halte ihn wohl „fälschlicherweise für seinen Feind“, schrieb der Eigentümer der „Washington Post“ in seinem Brief.

28.01.2019, USA, New York: Die Titelseite der US-Boulevardzeitung „National Enquirer“ macht mit Schlagzeilen über die Scheidung von Amazon-Gründer Jeff Bezos auf. Bezos hat dem Blatt Erpressung mit übelsten Methoden vorgeworfen. Foto: -/National Enquirer/AP/dpa

Hintergrund ist Bezos‘ Trennung von seiner Ehefrau MacKenzie und sein Verhältnis mit einer anderen Frau. Das Ehepaar hatte im vergangenen Monat bekanntgegeben, dass es sich nach 25 Ehejahren scheiden lassen will.

Wenig später machte der „National Enquirer“ die Affäre des Amazon-Chefs mit der früheren TV-Moderatorin Lauren Sanchez öffentlich und verbreitete dabei unter anderem intime Textnachrichten und Fotos von ihm.

Bezos ließ daraufhin untersuchen, wie das Blatt an dieses Material gelangt war. Er erklärte, Mittelsmänner von Pecker hätten ihn daraufhin aufgefordert, dies zu unterlassen. Man habe ihm gesagt, wenn er dies nicht tue, würde der Verlag Nacktaufnahmen und andere schlüpfrige Fotos von ihm und seiner Geliebten öffentlich machen. AMI habe von ihm eine öffentliche Stellungnahme verlangt, in der er erklären sollte, dass das Blatt in seiner Berichterstattung nicht politisch motiviert oder beeinflusst sei.

Statt sich der Erpressung zu beugen und dem Vorschlag eines geheimen Deals mit AMI zuzustimmen, habe er sich entschlossen, die Drohungen publik zu machen, schrieb Bezos in dem auf dem Portal „Medium“ veröffentlichten Blog-Eintrag. «Sie sagten, sie hätten mehr Textnachrichten und Fotos, die sie veröffentlichen würden, wenn wir unsere Untersuchung nicht einstellen würden», schrieb der Unternehmer. Dazu stellte er E-Mails, die nach seiner Darstellung aus dem Hause von American Media Inc. stammen.

Privates Vermögen von 118,8 Milliarden Euro

Bezos, 54, ist der Gründer und Vorstandschef des US-Internetriesen Amazon und laut „Forbes“ der derzeit reichste Mensch der Welt. Das US-Magazin schätzte sein privates Vermögen zuletzt auf rund 136,9 Milliarden Dollar (118,8 Mrd. Euro).

Die von ihm gekaufte „Washington Post“ zieht mit ihrer kritischen Berichterstattung über den Präsidenten immer wieder den Unmut Trumps auf sich, der der international geachteten Zeitung beharrlich „Fake News“ vorwirft.

27.03.2010, USA, Los Angeles: Lauren Sanchez, amerikanische TV-Moderatorin, kommt zur Verleihung der „American Cinematheque 24th Annual Award Presentation“. Foto: Nina Prommer/EPA/dpa

David Pecker und der „National Enquirer“ sorgen immer wieder für Schlagzeilen – auch und gerade im Zusammenhang mit Donald Trump. So veröffentlichte das Trump wohlgesonnene Skandalblatt während des Präsidentschaftswahlkampfs unter anderem das Foto einer vermeintlich vom Tode gezeichneten Hillary Clinton. Der Titel: „Hillary: Noch sechs Monate zu leben.“

Außerdem spielten Pecker und sein Verlag eine Rolle in der Schweigegeldaffäre um Trump. American Media Inc. (AMI) zahlte dem ehemaligen Playmate Karen McDougal, die behauptet, eine Affäre mit Trump gehabt zu haben, 150.000 US-Dollar für die Rechte an ihrer Geschichte.

Der „National Enquirer“ veröffentlichte diese aber nie. Das Blatt soll sich die Rechte vielmehr gesichert haben, um die angebliche Affäre totzuschweigen. Die Methode ist in den USA als „catch and kill“ bekannt (zu Deutsch etwa: „fange und vernichte“). AMI gab im Dezember zu, das Geld bezahlt zu haben – bestritt aber das angebliche Ziel dahinter.

Den Arbeitsmethoden des Verlagsimperiums von Pecker hat Bezos nun den Kampf angesagt. „Wenn ich mich in meiner Position nicht gegen diese Erpressung erheben kann, wie viele Leute können es dann?“, fragt er in seinem offen Brief. „Natürlich will ich keine persönlichen Fotos veröffentlicht sehen, aber ich werde auch nicht bei ihren allseits bekannten Erpressungsmethoden mitmachen, bei ihren politischen Gefälligkeiten, politischen Attacken und Korruption.“ Er habe sich stattdessen dafür entschieden, den Spieß umzudrehen – und zu „sehen, was dadurch zum Vorschein kommt“. (dpa)

11 Antworten auf “Amazon-Chef Bezos, reichster Mann der Welt, geht wegen Erpressung mit Nacktfotos gegen US-Skandalblatt vor”

    • Amazonkunde

      @Bürger II
      Warum sollte man nicht dort kaufen ??? Gleicher Artikel wie in einem hiesigen Eupener Geschäft einschliesslich Versandkosten 41 Prozent billiger. Jeder muss schauen wie er seine Kohle verdient. Da bin ich gerne ein Idiot.

      • Leider kaufe ich auch bei Amazon, denn 99% von dem, was ich kaufe, könnte ich in keiner Stadt in der Gegend besorgen.
        Kritisieren heißt ja „begutachten“, mehr nicht: MAn sollte die Vorteile und die Nachteile erwägen. Wie immer im Leben.

        • Amazonkunde

          @Mi2
          Wieso leider ? Erstens gibt es fast Alles. Zweitens viel billiger als in den hiesigen Geschäften. Wie immer im Leben sollte man schauen, vor allem in der heutigen Zeit, über die Runden zu kommen. Wer als Selbstständiger sich nicht gegen diese Konkurrenz wehren kann, sollte dann eben mal seine Berufswahl überdenken…

          • Amazon Kunde

            Grosser TV gekauft: in Eupen im Fachgeschäft 1699€ + 25€ Lieferung, auf Amazon gleiches Modell 739,99€, Lieferung gratis.

            Sportschule für den Sohn gekauft in Eupen 75€, waren an der Seite aufgerissen. 25 Minuten nach den Kauf wollten wir sie umtauschen, wurde abgelehnt. Die wären doch nicht neu und schon gebraucht.

            Viele Händler in Eupen können oder wollen oft kein Deutsch sprechen, haben unmögliche Öffnungszeiten, sind meistens überteuert und oft schlecht gelaunt.

            Der Umtausch bei Amazon, einfach und unkompliziert.
            Falls der Artikel nicht passt, defekt ist oder mir nicht gefällt, 5 Klicks und das Teil wird zur Post gebracht.

            Was spricht also für den regionalen Handel?

          • Meine Druckerpatronen hier im Handel 85€ für die 5!!!
            Gleiche bei Amazon 12,99€

            Kärcherschlauch 79€ beim Fachhändler, 14,99 bei Amazon :)

            Staubsaugerbeutel, 29€ für 5 Stück, 7,99 für 12 Stück bei Amazon, warum sollte ich solche Artikel hier im Handel kaufen?
            Die Händler und Verkäufer hier sind zu teuer, selten freundlich und wennihc Feierabend habe, machen die auch schon den Laden zu.
            Amazon liefert schnell und der Umtauch ist kein Problem, im Gegensatz zu den regionalen Verkäufern, die da immer diskutieren müssen.

            Wer ist hier der Idiot, Bürger II, der wohl zuviel Geld hat oder die Millionen Amazonkunden?

  1. Mischutka

    Da ist der Lionel Messi aber ein richtig „armes Schwein“ …… für den muss aber eine Spendenaktion ins Leben gerufen werden ! Und zwar dringend ! Muss doch der arme Fußballspieler sich mit einem Stundenlohn von 1.500.000 € begnügen – d.h. pro Minute wo er auf dem Fußballplatz steht, verdient der nur schlampige 25.000 € !!! Wie bitte soll er damit „rundkommen“ ??? Er muss ja schließlich noch 1 Frau und ein Kind satt bekommen……. Oder der gute Herr Bezos spendet ihm mal endlich was … ☺☺

  2. Echter Belgier

    Ich kann Bürger II nur Recht geben, diese Leute machen alle kleinen Geschäfte kaputt. Im Moment spart ihr zwar Geld, aber wenn Amazon, Reuterbad, und wie sie auch alle heißen mal alle anderen vernichtet haben und sie das Monopol haben, bezahlen wir alle drauf!
    @Amazonkunde
    Wie soll denn ein kleiner Selbstständiger sich dagegen wehren? Bei den Lohnkosten und Steuern die er bezahlen muss, und nur weil diese Reichen das alles nicht bezahlen!

    • Amazonkunde

      Ich bin auch Belgier. Ich bin nicht verantwortlich für die Lohnkosten und Steuern in diesem Land hier. Als Rentner muss ich auch hier in Belgien zu viel Steuern zahlen. Jeder muss halt schauen das er über die Runden kommt. Warum sollte ich also nicht billiger bei Amazon kaufen ? Aus Mitleid ? Jeder hat die freie Wahl…

    • Ein Teil meines Geldes geht an den Staat und die Herren Politiker.

      Wenn der Handel hier nicht Mondpreise auffährt, der Kundenservice besser wäre, würde ich auch hier kaufen.

      Beispiel: Fernseher kaputt und mein Mann verzweifelt.
      Mein Mann wollt nun einen richtig Grossen wegen dem Fußball und der Atmosphäre… Männer halt.
      Nach einigem Suchen wurde er in einem Geschäft fündig, 2000€.
      Das ist viel Geld, aber wir kaufen uns ja nicht alle paar Jahre einen neuen Fernseher. Der letzte hat 12 Jahre überlebt.

      Den Preis bei Amazon verglichen und das gleiche Gerät gabs es da für 600€!!!
      Den Fachhändler daruf aufmerksam gemacht und er meinte er könnte 50€ runter gehen und bei Amzon gäbs eh nur gebrauchten Mist.

      Also haben wir 1400€ gespart und den „gebrauchten Mist“ gekauft und werden diesen Fachhändler in Zukunft meiden.

      Wer zuviel Geld hat, kann zum Händler in der Nähe gehen, alle anderen kaufen halt im Internet.

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