Leute von heute

Bei den Scheidungen ist Belgien Weltmeister!

Das Zusammenleben auf engstem Raum macht vielen Menschen zu schaffen. Da liegen die Nerven schnell blank. Es kommt zu Streitigkeiten und sogar zu häuslicher Gewalt. Illustrationsfoto: dpa

Belgien ist Weltmeister, wenn auch nicht im Fußball oder Radsport, sondern bei den Scheidungen… Nirgendwo auf der ganzen Welt werden so viele Ehen aufgelöst wie in Belgien, jedenfalls wenn man die Zahl der Scheidungen mit der Zahl der Eheschließungen vergleicht.

Im Jahre 2013 gab es in unserem Land exakt 37.854 standesamtliche Heiraten. Die Zahl der Scheidungen belief sich in jenem Jahr auf 24.872. Dies ergibt einen Anteil von 65% (65 Scheidungen je 100 Eheschließungen).

Auf eine derart hohe Quote kommt kein anderes Land. Portugal, Spanien, Luxemburg und Frankreich sind allerdings ebenfalls Staaten mit einer hohen Scheidungsrate, z.B. 60% für Luxemburg und 55% für Frankreich. In Chile ist der Anteil der Scheidungen im Vergleich zu den Heiraten am niedrigsten (nur 3%).

Ganz vollständig sind die Listen ohnehin nicht, denn es gibt keine verlässlichen Statistiken für Afrika und einen Teil Asiens, was die Zahl der Eheschließungen und die der Scheidungen betrifft.

23 Antworten auf “Bei den Scheidungen ist Belgien Weltmeister!”

  1. Die Statistik wird falsch interpretiert. Wenn es viele Scheidungen in Relation zur Zahl der Eheschließungen gibt, kann das bedeuten, daß viele Ehen scheitern oder aber auch, daß nur noch wenige Leute heiraten.

    • Das ist schon richtig interpretiert. Schließlich kann man sich nicht scheiden lassen, wenn man vorher nicht verheiratet war. Im Artikel steht ganz klar:

      „..jedenfalls wenn man die Zahl der Scheidungen mit der Zahl der Eheschließungen vergleicht.“

      Also wüsste ich nicht, was man daran noch falsch interpretieren könnte.

  2. gerhards

    Da stimmt doch etwas nicht. Der Günter, Jean und ich sind in unserer Freizeit fast ausschließlich an der Theke oder beim Fussball zu finden und wir sind alle seit Jahrzehnten glücklich verheiratet.

    • Vereidiger

      Jahaa, aber nur, weil die „besseren Hälften“ diese Kapriolen ohne Aufzumucken ertragen. Frauen jüngerer Generationen machen da nicht ohne Weiteres mit. Irgendwann heißt es da: „deine Kumpels oder ich“… Die moderne Frau ist so selbstverständlich selbstbewusst, dass sie sich entweder mindestens so viel herausnimmt, wie der Mann, und/oder ganz selbstverständlich viel mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit einfordert, als die Frau „von alter Erde“…

  3. Mischutka

    Aus EIGENER Erfahrung : Früher war alles viel „moralischer“. Wenn ich noch vor 20-25 Jahren mit meinem (damaligen) Schäferhund spazieren ging, blieb es immer bei einem „Hallo, schönes Wetter heute“ oder „Tuste wat für de Jesundheit“ usw.
    Heute (ob man es glaubt oder nicht – ist aber WAHR) : „Na Jung, du hast aber einen toller Hund. Und so schön brav. Kannst ja mal bei mir vorbei kommen. Dann können unsere Hunde ein paar Stunden zusammen im Garten spielen. Wir beide kriegen die Zeit schon rum“. Oder : „Mein Mann ist beruflich viel unterwegs. Da bin ich immer allein in der Bude. Kannst ja mal ein paar Stunden zu mir kommen, dann kann ich mal prüfen, ob ich auch mit einem Hund umgehen kann“.
    Dies habe ich persönlich schon x-Mal erlebt. Letztes Jahr im Frühling 3 x (!!!!!) in EINER Woche. (Eine Frage : lag das am Hund oder am sog. „Mai-Jucken“ ???).
    Ich denke, TV und Internet sind da nicht ganz schuldlos……
    MfG.

      • Mischutka

        @ K F :
        Da hast du wohl zu 100 % Recht ! In der heutigen Zeit nehmen doch (fast) alle diese „leckere“ Pille. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, dann bekommt man dieses Verhütungsmittel „gratis“ beim Bäcker, wenn man 10 Brötchen kauft ……
        MfG.

    • gerhards

      Hör enns, wo gehst du denn spazieren?
      Unsere Frauen sind nicht von gestern, erst neulich hat sie mit entscheiden können ob es Kotelett oder oder Frikadellen zu Mittag gibt. Eben weil ich so tolerant bin, kann ich auch mal ein paar Helle trinken gehen. Dafür putze ich den Mazda, mach den Garten und stehe am Grill. Arbeitsteilung trägt auch zu einer guten Ehe bei.

      • Mischutka

        @ gerhards,
        Deine Frage kann ich dir gerne und ehrlich beantworten : ich gehe „überall“ spazieren. Nicht nur in Eupen, sondern auch in den umliegenden Ortschaften (bis ca. 5-6 Km Entfernung). Aber nicht wegen den verschiedenen „Chicas“, sondern weil Hunde es total langweilig finden, immer dieselbe Strecke zu laufen. Und ich bin, zuzüglich zum Training, täglich, bei jedem Wetter, ca 3 Stunden unterwegs. Da trifft man so viele freundliche (weibliche) bedauerndswerte Mitbürgerinnen……..
        MfG.

  4. Da war doch noch was….
    Ist Belgien nicht auch wegen sog.Scheinehen
    ein beliebtes Land? Ich meine damit die „Ehen“, beispielsweise von Nicht-EU-Europäers mit einer Belgierin, einzig und allein mit dem Ziel und dem Zweck die belgische Staatsbürgerschaft zu erlangen und sich somit seinen Aufenthalt hier zu gewährleisten? Sobald dieses Ziel erreicht wurde, folgte postwendend die Scheidung. Sind diese Fälle auch in dieser Statistik mit berücksichtigt??

    • allgemein

      „Scheinehen“ Belgien: ne, das war einmal, mir ist ein Fall bekannt, da war eine Belgierin in einem Pakistani dergestalt verknallt, die sind von „Pontius bis Pilatus“ gelaufen, um heiraten zu können, geklappt Hat’s in den Niederlanden.

  5. So viele Scheidungen können das gar nicht mehr sein. Die jungen Leute leben doch heute entweder fast alle in wilder Ehe oder wohnen bis 35 bei der Mutti. Ich habe das Gefühl, dass auf dem Gebiet der Zweisamkeit etwas mächtig schief läuft. Könnte unsere Brut zu sehr verwöhnt worden sein? Können sie nicht mehr teilen? Haben wir sie zu Egoisten erzogen? Jedenfalls sind die meisten jungen Leute nicht mehr beziehungsfähig. Das wird sich spätestens im Alter rächen.

    • Ja richtig, Stichwort neue Medien. Ich habe dass Gefühl, dass die jungen Leute ständig auf der Suche nach dem letzten Kick sind. Was sind dagegen schon geordnete Familienverhältnisse. Alles Spießer, die nicht ständig irgendwo bei irgendwas mit der Nase vorne dabei sind.

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