Politik

Baltus-Möres: Beim Straßenbau wird die DG von Namur seit Jahren vernachlässigt

Ähnlich große oder sogar noch größere Schlaglöcher als auf diesem Illustrationsbild sind in der DG seit jeher ein großes Ärgernis. Foto: Shutterstock

Nach Ansicht der ostbelgischen Regionalabgeordneten Jenny Baltus-Möres (PFF-MR) tut die Wallonische Region zu wenig, um den Zustand der Regionalstraßen auf dem Gebiet der DG zu verbessern. 2015 und 2016 werde es in der DG nur wenige Straßensanierungen geben. Darüber gebe es jetzt „traurige Gewissheit“.

Vor einigen Wochen hatte Baltus-Möres den für den Straßenbau zuständigen Regionalminister Maxime Prévot (CdH) gefragt, ob er inzwischen seine Liste der Straßen, die in den kommenden zwei Jahren erneuert werden sollen, vervollständigt habe und ob es auch für die ostbelgischen Straßen, auf die sie schon mehrmals im Parlament hingewiesen habe, noch Hoffnung gebe.

Am Mittwoch erfolgte die Antwort des Ministers. Als erfreulich wertete Jenny Baltus-Möres, dass – wie bereits bekannt – die Straßen RN 626 (St. Vith) und RN 676 (Amel) in das effektive Programm aufgenommen wurden und Ende 2015 bzw. Anfang 2016 saniert werden sollen.

Jenny Baltus-Möres. Foto: OD

Jenny Baltus-Möres. Foto: OD

„Mit großem Bedauern“ stellte Baltus-Möres jedoch fest, dass die Straßen RN 658 (Büllingen-Krinkelt- Rocherath-Wahlerscheid) sowie die RN 647 und RN 632 (beide in Bütgenbach) nicht in der Periode 2015-2016 saniert werden sollen, da diese von Prévots Verwaltung nicht als prioritär eingestuft worden seien.

Diese Einschätzung könne sie nicht teilen. erklärte die liberale Abgeordnete, da auch diese Straßen ihrer Ansicht nach dringende und umfassende Renovierungs-Arbeiten benötigen.

Sie könne sich des Eindrucks nicht erwehren, dass gewisse ostbelgische Gemeinden in Sachen Straßenbau bereits seit Jahren das Nachsehen haben, was sie dem Minister auch bei der nächsten Gelegenheit mitteilen und weiter hartnäckig bleiben werde. Sie werde alles daran setzen, dass die genannten Straßen zumindest im Jahre 2016 prioritär eingestuft werden, so Baltus-Möres.

56 Antworten auf “Baltus-Möres: Beim Straßenbau wird die DG von Namur seit Jahren vernachlässigt”

  1. Nids de poules

    Wie man hier oben lesen kann sind viele Bürger sehr unzufrieden mit ihren gewählten
    Parlamentariern.
    Und man muss den Bürgern wohl recht dabei geben.
    Wenn man nur allein unsere Strassenzustandslage hier in der DG sieht.
    Es ist eine Katastrophe.Ourtal,Strasse von Amel nach Büllingen Richtung Mirfeld,Strasse von Büllingen nach Losheimergraben und viele anderen.
    Nach dem Kriege sah es sicher nicht viel schlechter aus.
    Und wir haben jede Menge Minister und Abgeornete hier herum laufen.
    Man fragt sich mit recht wozu das ganze?
    Teuer bezahlte Leute in Hülle und Fülle und solche miserablen Strassen.
    Das können wir uns nicht leisten.
    Da stimmt das Preis/Qualitätsverhältnis nicht mehr.
    Was kann man dagegen tun,

    • Baudimont

      @Nids de poules

      Dagegen kann der Bürger nur eines machen, endlich einmal vernünftig …. „Parti Libertarien wählen.
      Wir geben Ihnen Ihre Steuer Geld zurück und Sie können selbst ein Firma beauftragt die Straßen zu bauen

      Besser und billiger ohne „nutzlose Behörden, geldgierige Politiker und sture Bürokraten“

      • Gudrun Gesler

        @Baudimont: Der Witz ist gut; dennoch sollten die „Parti Libertarien“- Vertreter vielleicht mal einen, von der Krankenkasse finanzierten, Test durchführen lassen: Sind schwachsinnige Äußerungen ansteckend, bzw. übertragbar?

        Sollte die Krankenkasse sich weigern, der berühmt-berüchtigte Straßenkaputtbauer BDW beteiligt sich ansonsten bestimmt. Mit Korrbummsdings wurde aufgebaut und weitergeführt. Wenn Sie ganz lieb fragen, verrate ich Ihnen vielleicht, wo die belgischen Straßenbauerbanden, seit dem Abriss vom Hotel Amigo in Verviers, sich inzwischen treffen und die Preise absprechen, bzw. sich die kaputt zu pflegenden Verbindungsstrecken aufteilen..

      • Marc Van Houtte

        Lieber gerards
        Ich halte vom den Welchen Kram genau so wenig wie sie aber…..
        Woher soll den das Geld für die Autonomie kommen ?
        Unsere Rot Blauen mit den PDBern sorry ProDGler brauchen dann 20 Minister und 3000 Beamte mehr. Ohne von den Chauffeuren zu reden.
        Wer soll das bezahlen?

        • gerhards

          Ich denke es ist erstmal alles besser als von der Wallonie aus verwaltet zu werden. Deren Sichtweise auf uns ist mehr als grenzwertig.

          Um die Einheit des Landes zu bewahren müssen wir ein echter Bundesstaat werden. Die Flamen sind solange bevormundet worden, dass sich deren Einstellung zu Belgien ins negative gewandelt hat. Mit der Konsequenz, dass Belgien die NVA am Hals hat und das zu Recht.
          Man muss sich an einen Tisch setzten können um das alles auf Augenhöhe zu diskutieren. Klar geht’s da jetzt ums Geld aber die Alternative wäre das Ende Belgiens. Wenn wir uns weiter ignorieren ist es bald soweit.

        • Toll toll toll !

          @Marc Van Houtte

          „das Geld für die Autonomie“ ?
          Autonomie bedeutet sich als eigenständiges Wesen zu erleben und niemandem ausgeliefert zu sein

          Autonomie bedeutet sein eigenes Geld zu verdienen und nicht mehr auf der Strasse betteln muss.

          „DG Autonomie“ bedeutet sein eigenes sein eigenes Strasse bauen und nicht bei die Wallonische Region betteln gehen !

          • Marc Van Houtte

            Träumen sie weiter.
            Die DG ist in kleinster Weiße Lebensfähig ohne Geld von Anderen zu kriegen.
            Vor allen nicht mit den Rechenkünstler die immer anderen die Schuld geben.
            Autonomie bedeutet auch selber finanzieren.

  2. Ist doch schon seit über 20 Jahren immer das Gleiche. Hiesige Sonntagspolitiker befragen ihre Kollegen und lassen sich mit irgendwelchen nichtssagenden Zusagen die eine Woche später wieder revidiert werden stolz in den Medien zitieren. Einzig das Resultat hat sich in den 20 Jahren geändert, das Strassennetz in OB ist noch schlechter geworden. Mittlerweile dürften wohl 85% der Gemeindestrassen und Nationalstrassen in miserablem Zustand sein.
    Daran erkennt man was die hiesigen Politiker für die DG erreichen. Viel Gerede um sehr wenig (um nicht „nichts“ zu sagen) zu bekommen.

  3. Kann ich nicht bestätigen. Die Strassen sind hier genau so schlecht, wie im Rest der Wallonie. Wir sind da nicht schlechter gestellt, aber auch nicht besser, trotz 4 Minister und eigenem Parlament….

    • senfgeber

      Proportional zur Bevölkerung gibt es in NRW und RP weniger politische Berufsschwätzer, dafür niedrigere Steuern und bessere Straßen.

      Bitter bitter, die Leute in der DDR mussten 45 Jahre für den deutschen Angriff 1941 auf die Sowjetunion büßen, Kappesländer müssen bis heute für den deutschen Einmarsch 1914 in das Reich des Königs der Belgier büßen.

      So ist das, und als Tüpfelchen aufs Sahnehäubchen ist Kappesland integraler Bestandteil Walloniens und kriegt die Begrüßungsschilder „Wallonie“ mitgeliefert. Und es gibt auch Dumpfbacken, die stolz die belgische Fahne raushängen.

  4. Vielleicht bezahlen wir nicht genug KFZ Steuern. Ist eine Schweinerei das die Autofahrer immer zur Kasse gebeten werden und das Geld nicht in den Straßenunterhalt fliest. Meint Ihr die Möres würde was in Namur erreichen die lachen doch nur über die Ostbelgier haubtsache unsere Minister machen sich jeden Monat die Taschen schön voll

  5. Es reicht!

    Die Regionalstrassen vor allen Dingen in der Gemeinde Büllingen sind beschämenswert. Hier sind im vergangenen Jahr auch zahlreiche Unfälle auf Grund der Strassenzustände passiert.
    Edmund Stoffels kann daran trotzt seiner über 100 Fragen in dieser Angelegenheit nichts ändern. Hauptsache die Wallonie buttert jedes Jahr Millionen für die Erneuerung der Fahrbahn der Formel 1 Strecke in Spa.
    Wenn man dann die Strassen in Luxemburg und Deutschland sieht wird man erst richtig sauer.

  6. Das Wort: „Straße“ ist de facto schon eine Beleidigung.“Strafe“ wäre zutreffender für diese Rüttelstrecken. Und wenn dann einem noch regelmäßig die Stoßdämpfer kaputt gehen, bekommt man als Dank beim Tüv noch die Rote Karte

  7. 1999 bis 2004

    Von 1999 bis 2004 gab es MR-Minister in der wallonischen Regierung, u.a. Herr Kubla. Hat sich der Zustand der DG-Strassen in der Zeit zum Besseren verändert, Frau Baltus-Moeres? Soweit ich erinnere, wurde in der Zeit der Grundstein dafür gelegt, dass Millionen jährlich nach Franchorchamps gepumpt werden (natürlich zur „Förderung der wallonischen Wirtschaft“ und so…). Zum Einstieg können Sie hier nachlesen: http://www.standaard.be/cnt/g36lkbhm und sich dann noch mal melden (oder „nachhaken“ wie Ihre Parteikollegin sagt). Machen Sie sich konkret dafür stark, dass statt Millionen nach Franchorchamps das Geld in den Strassenbau gesteckt wird. Aber ich will mal nicht weiter träumen.

    • Zappel Bosch

      Das geht noch besser :
      BRF 9.10.2012 : „Spa-Francorchamps – Die Rennstrecke von Spa-Francorchamps ist weiterhin defizitär. Dies geht aus der Jahresbilanz der neugegründeten Gesellschaft hervor. Der Verlust 2011 belief sich auf knapp 800.000 Euro. Da die Gesellschaft aber die Verluste der früheren Interkommunalen ISF und der Fördergesellschaft SPCSF in Höhe von 15,8 Millionen Euro mit übernommen hatte, erhöhte sich der kumulierte Verlust auf 16,6 Millionen Euro. Die Schulden belaufen sich auf 31,3 Millionen Euro.“

  8. ich hab da noch was!

    wenn ich sehe, wie die so eine schaufel voll teer in die löcher schmeissen, der vom nächsten Traktor oder lkw unverzüglich wieder herausbefördert wird, muss unser land doch noch über sehr viel Geld verfügen, denn die löcher werden mittlerweile wöchentlich notdürftig „repariert“.

    • Das Schlimme daran, dass DIE, die so eine Schaufel voll Teer in die Löcher schmeißen, dies schon seit Jahrzehnten so machen und keine „Sau“ dem wirklich Abhilfe schaffen will. Jetzt haben wir einen neuen Distriktchef in St. Vith und trotzdem geht die ganze „Scheiße“ so weiter wie vorher! Kein Minister scheint zu wissen, was abgeht! Hinzu kommt z.B. der private Gebrauch von gr. und kl. MATfahrzeugen rund um die Uhr – es interessiert echt kein „Schwein“ bei den politisch Verantwortlichen!

      • Nids de poules

        @Makadam
        da haben Sie recht Makadam.Alle Arbeiter werden vom Chef angehalten gut und sauber zu arbeiten,nur hier fehlt schon seit sehr vielen Jahren dieselbe Gründlichkeit.Immer und immer diese Plackereien,eine Schaufel Makadam ins Loch und mit der Schaufel geplättet.
        Alles läuft so weiter und keiner,auch nicht unsere Politiker ändert etwas.
        Wenn man da die deutschen Verhältnisse sieht,kann man sich nur ärgern.

        • Bsp: in „unserer“ National-Straßenausfahrt
          = so ein nid depoules aus dem letzten Jahrtausend, das seit Jahrzehnten von regelmäßiger Wiederkehr lebt und garantiert schon einen halben Kubikmeter kalten Teer verschluckt hat (davon hängen auch mehrere Kg an meinem Auto) Und dann kommen sie, die lustlosen nicht-ausgebildeten orangen Facharbeiter der MAT und tun (nicht) ihre Pflicht: der neue schwarze Haufen thront im Loch, der alte schwarze Haufen liegt rund ums Loch und bleibt auch da liegen, denn aufkehren ist heute nicht angesagt! Viel lieber denken die Jungs und der Chef daran, wie sie die (unsere) gefällten Strassenbäume verheizen oder verscherbeln, oder wie sie mit (unserem) dem MATfirmenwagen Lohnfahrten organisieren oder wie sie (unseren) abgefrästen Termac teuer
          verkaufen….., aber wie schon gesagt: das interessiert keine Sau!

  9. stratege

    Bei einigen Kommentaren habe ich den Eindruck daß die DG in der Wallonie so ist wie Griechenland in Europa: immer mehr Autonomie fordern und immer mehr Geld dafür verlangen, weil man alleine nicht rund kommt.
    Und Minister Antoniadis übersetzt alles auf Eifeler Deutsch

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